Landtagswahlen 2019: Sachsen, Thüringen, Brandenburg

Wie sehen die Landesregierung in BB, SN und TH nach den Wahlen aus?

  • Rot-Rot(-Grün) in Brandenburg

    Abstimmungen: 2 50,0%
  • Rot-Schwarz(-Gelb) in Brandenburg

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • Schwarz-Rot(-Gelb) in Brandenburg

    Abstimmungen: 1 25,0%
  • Schwarz-Blau in Brandenburg

    Abstimmungen: 1 25,0%
  • Rot-Rot-Grün in Sachsen

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • Schwarz-Rot(-Gelb) in Sachsen

    Abstimmungen: 1 25,0%
  • Schwarz-Blau in Sachsen

    Abstimmungen: 2 50,0%
  • Rot-Rot-Grün in Thüringen

    Abstimmungen: 2 50,0%
  • Schwarz-Rot(-Gelb) in Thüringen

    Abstimmungen: 1 25,0%
  • Schwarz-Blau in Thüringen

    Abstimmungen: 2 50,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    4

#27
Nein, es wird hoffentlich immer normaler. Was ist daran verrückt, wenn eine demokratisch gewählte Partei mit einer anderen demokratisch gewählten Partei eine Koalition bildet. Verrückt ist nur, wenn Parteien im Vorfeld einer Wahl von vorneherein solche Koalitionen kategorisch ausschließen.
Alles klar. Dann bleiben wir demokratisch. AfD und "Die Linke" haben ein Regierungsauftrag. Die machen ja auch beide Politik für die Mitte. Im Gegensatz zu den anderen. :wow:

Es ist sehr erstaunlich, in wie vielen Wahlkreisen einerseits mit der Erststimme Direktmandate an CDU und AfD vergeben wurden und gleichzeitig mit der Zweitstimme Die Linke gewählt wurde.
Mich wundert, dass das nicht zu mehr Überhangmandaten geführt hat.
Manchmal fragt man sich, ob die Jung-Wähler nachdenken, bevor sie ihr Kreuzchen machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
#28
AfD und "Die Linke" haben ein Regierungsauftrag.
Du lachst Dich vielleicht tot, aber so haben sich das die Erfinder der Demokratie eigentlich gedacht. Und die Wähler im Prinzip auch: 31 Prozent sehen sich von der Linken vertreten, 24 Prozent von der AfD. Macht zusammen 55 Prozent! Wieso ist es so vollkommen abwegig, dass diese beiden dann überlegen, wie sie diesen demokratisch zustande gekommenen "Wählerauftrag" vielleicht in gemeinsames Regierungshandeln übersetzen könnten? Diese Dämonisierung von links und rechts ist es doch erst, die uns handlungsunfähig macht und gleichzeitig den Rändern immer mehr unzufriedene Wähler zuspielt.
 
#30
Ich kann mir auch nicht im geringsten vorstellen, wie man diese Höcke AFD an einer wie auch immer gearteten Regierung beteiligen könnte. Daran wird sich jede demokratische Partei die Finger verbrennen. So eine Koalition würde vermutlich keine 4 Wochen halten.
 
#33
Die Tolerierung einer Linken-Regierung durch die CDU wäre zumindest das
kleinere Übel. Ramelow scheint im Gegensatz zu Höcke einigermaßen
vernünftige Ansichten zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
#36
Mohring würde gern erstmal mit den Linken reden, sein Stellvertreter lieber mit der AfD - die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Das ist sicherlich nicht vergleichbar. Ramelow scheint mir wirklich ein ganz pragmatischer Politiker zu sein. Von Extremismus keine Spur, im Gegensatz zu Höcke. Außerdem akzpetiert und respektiert die Linke immmerhin die demokratische Grundordnung. Bei der AFD habe ich da sehr starke Zweifel. Von daher halt ich den Vergleich für so nicht statthaft.
 
#37
Ramelow scheint mir wirklich ein ganz pragmatischer Politiker zu sein.
Das ist absolut richtig. Aber erkläre das mal denen die nicht nur in Sachen rechts, sondern auch in Sachen links reflexartig Weltuntergang rufen und nur ihre üblichen Phrasen abspulen. In weiten Teilen der CDU scheint es ja schon das ultimativ Böse zu sein, wenn man nur mal auslotet was überhaupt machbar wäre und was nicht. Was den Punkt betrifft ist man in Teilen der CDU nicht so wahnsinng weit weg von dem höchst fragwürdigen Demokratieverständnis der AfD.
 
Zuletzt bearbeitet:
#38
Sicherlich ist die Linke nicht mehr die PDS und hat auch nicht mehr das Image einer SED-Partei. Es ist der kleinere Übel gegenüber der AfD.

Und dennoch: Außer gut klingenden Phrasen kommt wenig dabei herum. Wenig verwunderlich, dass man in Brandenburg jetzt auf ein "Kenia-Bündnis" hofft. Und der Berliner Senat sieht das genauso. Gut gemeinte Projekte werden von den Linken nämlich blockiert. Wenn es darauf ankommt, zieht man selbst den Schwanz ein und macht sich lieber öffentlich über den BER lustig. So erreicht man Wähler. Bravo. :wall:

Mein Vater sitzt in der Verkehrsplanung, ich kann also mitreden. Die Verlängerung der U 5 bis zum Brandenburger Tor war ein Kraftakt von SPD und Grünen, weil die saubere Linke lange Zeit dagegen war. Die saubere AfD wäre sicherlich auch dagegen, zum Glück regiert sie aber nicht in Berlin.

Und zu Ramelow: Sicherlich ein netter Mensch, die Probleme der Menschen konnte er offensichtlich dennoch nicht beheben. Und nun sucht man sich verzweifelt einen Partner, um weiter "regieren" zu können.

Ja: CDU, SPD, Grüne und FDP haben sicherlich in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht. Und dennoch ist das kein Grund, jetzt plötzlich Rechts bzw. Linkspopulisten zu wählen. Das ist definitiv keine Alternative!
 
Zuletzt bearbeitet:
#39
So kann man sich die Welt aber auch schön reden. Wer bei über 30% Wahlergebnis davon schwadroniert, das der MP offensichtlich die Probleme der Menschen nicht beheben konnte, muss schon sehr harte Drogen konsumieren. 30+ waren mal Wahlergebnisse von SPD und CDU. Lang ists her...
Nur mal so zur Info: Ramelow hat ganz bewußt auf seinen Wahlplakaten keine Linke-Logos drauf gehabt. Der hat einen bewußten Personen-Wahlkampf geführt, nicht ganz ohne Grund wie man weiß. Und Thüringen steht nach diesen 5 Jahren linker Regierung belegbar besser da als 2014, übrigens auch besser als Berlin. Das sind die Fakten. Wo ist also dein konkretes Problem? Argumente lese ich da erstmal keine.
Deine Vergleiche mit Berlin bzw. Brandenburg sind auch ganz nett, aber zielführend sind sie nicht, denn die Situation in Thüringen ist nun mal eine andere als in Brandenburg oder sonstwo in der Republik.
Übrigens: Sämtliche einstige Funktionsträger der SED sind mittlerweile entweder im Greisenalter oder bereits verstorben. Wir sind 30 Jahre nach der Wende, falls es schon aufgefallen sein sollte. Das ewige Anführen der "SED-Altlasten" lesen sich daher immer öfter nur wie ein Vorwand, weil nicht sein kann was aus ideologischer Engstirnigkeit heraus nicht sein darf. In alten Denkmustern zu verharren ist nämlich einfacher als sich mit der harten Realität auseinandersetzen zu müssen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Diese "Altlast" darf natürlich nicht vergessen werden, aber die heutige Linke hat mit der einstigen SED soviel gemein wie eine Kuh mit dem Klavierspielen. Davon abgesehen scheint man im Westen gerne zu vergessen, dass die heutige Linke ein Zusammenschluss von einstiger Linkspartei mit der WASG war. Und letztere hatte mit der damaligen SED nun wirklich belegbar nichts zu tun. und um dir noch ein gern benutztes Argument um die Ohren zu hauen, welches leider nur schwer von der Hand zu weisen ist: Von diversen Kriegsverbrechern, die es bin in die 80er Jahre hinein bis in höchste politische Ämter der alten BRD geschafft haben, hat man sich bei der CDU auch nie distanziert. Im Gegenteil, sie werden teils noch heute beinahe heldenhaft verehrt. Und die waren auch für Millionen von Toten zumindest mitverantwortlich. Das ist dann nämlich die Kehrseite und die Doppelmoral der CDU, die ich bis heute nicht verstehe.
Aber von all dem mal ganz abgesehen sind wir 2019. Wenn wir nicht zuschauen wollen, wie das alles weiter den Bach runtergeht, sollten wir endlich mal anfangen Demokratie neu zu denken und vor allem mehr zu wagen. Was spricht denn dagegen, dass die CDU mit den Linken zumindest redet? Das sollte in einer Demokratie Konsens sein, übrigens ebenso wie mit der AfD. Wenn es die CDU mit der Demokratie wirklich ernst meint, wird letzteres Gespräch aus bekannten Gründen reichlich kurz. Aber es sollte stattfinden, schon allein deshalb um der AfD ihre so gern gespielte Opferrolle nicht zu ermöglichen.
Und was wäre letztlich so schlimm daran, wenn die CDU diverse Entscheidungen, die man gegenseitig für vernünftig hält, mitträgt oder von mir aus auch toleriert? Es ist die gottverdammte Pflicht der Volksvertreter unabhängig von der Parteizugehörigkeit im Sinne der Mehrheit des Volkes zu agieren und nicht mit parteiideologischen Scheuklappen durch die Welt zu laufen, was übrigens für Teile der Linken genauso gilt. Die sogenannte bürgerliche Mitte, auf der vor allem die CDU beinahe gebetsmühlenartig herumreitet, hat es im Osten in der Form nie gegeben.
 
#40
Ich habe doch geschrieben, dass die heutige "Linke" nichts mehr mit der SED zu tun hat. Dennoch habe ich Bedenken gegenüber dieser Partei. Warum? Habe ich ebenfalls geschrieben. Für eine "erfolgreiche" Politik gehört auch ein Partner. Die CDU hat aber Stimmen verloren, die Mehrheit fehlt. Offensichtlich kam dieses Bündnis nicht gut an. Und daran hat sicherlich auch "Die Linke" seinen Anteil daran gehabt. Viel versprechen, aber nichts umsetzen. Das gilt nicht nur für Berlin/Brandenburg, sondern eben auch für Thüringen.

Da kann Ramelow noch so sehr auf Plakaten strahlen und Personen-Wahlkampf betreiben. Für die Katz, wenn am Ende nichts dabei heraus kommt und der Bürger stattdessen immer wütender wird.

Personen-Wahlkampf bringt nichts. Das führt lediglich nur dazu, dass dieses Land immer mehr gespalten wird.

Ja, Höcke hat auch erfolgreich Personen-Wahlkamapf geführt. Sorgt das für eine bessere Zukunft?
 
Zuletzt bearbeitet:
#41
Sorgt es nicht. Aber jetzt geht es darum eine halbwegs stabile Mehrheit zu finden. Alles andere ist Verschwendung von Zeit und letztlich auch von Steuergeldern, denn noch 'ne Wahl und noch 'ne Wahl bis die Prozentzahlen dann vielleicht irgendwann mal passen, kann ja auch nicht das Ziel sein.
Eine gesunde Skepsis gegenüber den Parteien ist übrigens nie verkehrt, selbstverständlich auch gegenüber der Linken. Ramelow ist ja eher sowas wie der Kretzschmann der Grünen, denn so wie der eher in die CDU passen würde, paßt Ramelow eher in die SPD als zu den Linken.
Übrigens hätten die Linken gemeinsam mit der CDU sehr wohl eine parlamentarische Mehrheit. Das Thema ist aber vom Tisch, denn die Thüringer CDU hat eine Koalition mit den Linken ausgeschlossen. Miteinander reden will man aber trotzdem erstmal, was ich für vernünftig halte.
Im Grunde läuft alles schon jetzt auf Neuwahlen hinaus, denn die FDP, welche sich der Rot-Rot-Grünen-Regierung hätte anschließen können, hat bereits abgesagt. Und auch eine Minderheiten-Tolerierung will die FDP nicht mitmachen. Möglich wäre noch ein Bündnis aus CDU, AfD und FDP bzw. Grünen. Da allerdings alle eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen haben, dürfte das wohl auch nichts werden. Letzte Möglichkeit der parlamentarischen Mehrheit wäre ein Bündnis aus AfD und Linken. Das ist aber so wahrscheinlich wie die Abschaffung des Amen in der Kirche.
 
#43
Vielleicht löst dieses sehr deutliche Wahlergebnis ja auch einen Aha-Effekt bei dem einen oder anderen Thüringer aus. Nur aus Protest bei der AfD das Kreuz zu machen war vielleicht doch nicht so klug. Das wird man aber erst sehen, falls es tatsächlich zu Neuwahlen kommen sollte. Sieht ja durchaus danach aus.
 
#44
Ich bin gegenüber Neuwahlen eher skeptisch. Vermutlich wird dann wieder ein ähnliches Ergebnis bei rauskommen. Was aber auch nicht weiter verwunderlich wäre. Warum sollte die Bürger bei einer 2. Wahl anders wählen? Das macht keinen Sinn und ist auch unrealistisch. Ramlow wäre das sicherlich ganz Recht, denn solange kein neuen Mehrheiten gefunden werden, bleibt er MP. Außerdem könnte es ja sogar passieren, dass noch mehr "Wutbürger" AFD wählen. Dann wäre Thüringen vermutlich unregierbar.
 
#45
Manchmal können Neuwahlen auch etwas bewegen, siehe Schröder-Abwahl. Ich wünsche mir auch eine Neuwahl in Großbritannien. Wer will denn noch den Brexit oder EU-Austritt? Außer Johnson...
 
Zuletzt bearbeitet:
#46
Nur aus Protest bei der AfD das Kreuz zu machen war vielleicht doch nicht so klug.
Da hat niemand mehr sein Kreuz aus Protest bei der AfD gesetzt. Diese Wähler haben die AfD nicht gewählt, trotz der Tatsache, daß die Thüringer AfD samt ihrem faschistischen Spitzenkandidaten Bernd rechtsextrem ist, sondern genau darum, weil sie rechtsextrem, ausländerfeindlich, homophob und islamophob ist.
 
#47
Da hat niemand mehr sein Kreuz aus Protest bei der AfD gesetzt. Diese Wähler haben die AfD nicht gewählt, trotz der Tatsache, daß die Thüringer AfD samt ihrem faschistischen Spitzenkandidaten Bernd rechtsextrem ist, sondern genau darum, weil sie rechtsextrem, ausländerfeindlich, homophob und islamophob ist.
Ja, dieses Narrativ wird nun fleissig verbreitet, ein paar Hunderttausend Thueringer und vorher Sachsen, die bisher fleissig CDU und SPD waehlten, sind quasi ueber Nacht zu Nazis geworden. Mit dieser hanebuechenen Story kann man sich weiter in die Tasche luegen, ignorierend, dass die Berliner GroKo 'Politik' fuer normale Leute in Klein- und Mittelstaedten (praegend fuer TH und Sachsen) kaum mehr nachvollziehbar ist.

Immerhin haben sie den pragmatischen Linken Ramelow im Amt bestaetigt, es waren explizit CDU und SPD, die massiv abgestraft wurden. Aber soll jeder glauben was er will. Den was-auch-immer halten weder Ochs noch Esel auf.
 
#48
Entschuldigung, aber das ist Unfug. Es hat niemand behauptet, dass alle AfD-Wähler Nazis sind. Allerdings einige Sprachröhre aus der Partei. Und das sollten auch die Leute da draußen wissen, bevor sie ihr Haken in der Urne machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben