Lesetipps Medien


#1
Häufig stoße ich auf lesenswerte, informative, kontroverse, kritische, ärgerliche oder manchmal auch tendenziöse Zeitungs- und/oder Zeitschriftenartikel, manchmal auch Bücher, die sich mit Medien, Medienkritik und Medienzukunft beschäftigen. Ganz oft geht es dabei auch um Rundfunk, speziell um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Weil man solche Lektüre nicht immer einem spezifischen Faden zuordnen kann, unterlasse ich es oft, hier in den radioforen darauf zu verlinken. Das ist aber verschenkt. Deshalb mache ich hier mal einen Faden auf, in den man alles einstellen kann/soll, was man irgendwo zum Thema Medien für lesenswert gefunden hat.
Ich mache den Anfang mit dem Hinweis auf einen Artikel "Medienkritik" in der Januarausgabe der Philosophie-Zeitschrift "Hohe Luft" http://www.hoheluft-magazin.de/ der sich in einer längeren Passage auch mit dem Öffentlich Rechtlichen Rundfunk beschäftigt. Hier mal ein Auszug:
"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat drei Hauptaufträge: Die Grundversorgung aller Haushalte sicherzustellen, wirtschaftlich und politisch unabhängig zu sein und den Programmauftrag, der heißt, ein möglichst vielfältiges Programm zu machen, das laut Rundfunkstaatsvertrag mit "Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung einen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt und somit zur öffentlichen Meinungsbildung" leisten soll. Er hat also die finanziellen Möglichkeiten und explizit den Auftrag, nicht danach zu schauen, was die Leute sehen wollen, sondern was man richtig und wichtig findet...."
Wie man sich denken kann, folgt nun auf diese Soll-Beschreibung die Ist-Analyse. Die wird so manchem ÖR-Apologeten in diesem Forum nicht schmecken, ich empfehle sie aber dennoch - oder gerade deshalb - zur Lektüre. Die Zeitschrift "Hohe Luft" (Untertitel: "Für alle, die Lust am Denken haben" - das schränkt den Kreis zugegebenermaßen auch in diesem Forum erheblich ein) gibt es im Zeitschriftenhandel, zum stolzen Preis von 9.90 pro Ausgabe, als App für 7,99.
 
#5
Interessante Ansätze, aber wie so oft ist das immer so eine Sache mit der Theorie und der Praxis...

Zitat von nachdenkseiten.de:
Medien können kein Spiegel der Wirklichkeit sein. Sie müssen auswählen, gewichten, einordnen.
HaJo Friedrichs wird der Satz nachgesagt: "Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer Guten". Aber genau das tut er, wenn er etwas gewichtet und einordnet, manchmal sogar schon, wenn er etwas auswählt oder eben nicht.
 
#6
Aber genau das tut er, wenn er etwas gewichtet und einordnet, manchmal sogar schon, wenn er etwas auswählt oder eben nicht.
Spannende Diskussion. Man könnte auch interpretieren, dass der Journalist sich im Idealfall eher mit seinem Leser/Hörer gemein macht. Er wählt und gewichtet danach, was er glaubt, dass es für seine Hörer relevant sei. Er versetzt sich also in die Interessenslage des Hörers, bzw. sieht den möglichen Nutzen für diesen.
Ich sehe allerdings auch den Mangel an dieser Interpretation:
Das kann nämlich schnell zur Anbiederung und dann zum Boulevard werden. Der Hörer/Leser findet Sex and Crime spannend, also bekommt er Sex and Crime.
 
#7
Der Hörer/Leser findet Sex and Crime spannend, also bekommt er Sex and Crime.
Das ist ein Teil des Problems. Vor allem der Privatfunk hat ja relativ schnell mitbekommen, dass man viele Leute mit relativ einfach verpackten Inhalten und auch vergleichsweise einfachen Antworten gut an sich binden kann. Der ÖR steckt nun seit geraumer Zeit in dem Dilemma, sich dem zumindest ein bisschen anpassen zu müssen. Das Problem ist nämlich, dass der am besten aufbereitete Journalismus schlicht und ergreifend nichts nützt, wenn ihn niemand konsumiert. Für meine Begriffe hat der ÖR zum Beispiel Ende der 90er den Fehler gemacht, die durchaus akzeptierten und mitunter auch umstrittenen Politmagazine (Monitor, Panorama etc.) erst in der Länge zusammen zu kürzen und dann im Programm hin und her zu schieben, bis sie nur noch Sendungen von vielen waren. Sie sind noch immer sehenswert und fördern auch manches Problem zutage, keine Frage. Aber den alten Biss haben sie irgendwie verloren. Hinzu kommen die für meine Begriffe oftmals recht weich gespülten Präsentationen der einzelnen Beiträge. Wo sind beispielsweise Leute wie einst Klaus Bednarz? Ob man ihn nun mochte oder nicht, er stand für etwas ein und schaffte es allein durch seine sehr markante Stimme Leute zu binden. Er polarisierte, konnte dann aber auch die Hintergründe und Beweggründe dafür verständlich darlegen. Etwas, was heute oftmals fehlt und damit zu "Lügenpresse" und ähnlichem führt. Das medial sichtbare Aufdecken von Skandalen und Ungereimtheiten überläßt man ohnehin viel zu oft den anderen.
Im Gegenzug gehen aber auch die privaten Anbieter (und da insbesondere die Zeitungsmacher) inzwischen auch ziemlich lachs mit ihrer Verantwortung als Journalisten um, siehe zum Beispiel die unsägliche Diskussion um die Äußerungen von Springer-Chef Döpfner. Der allgemein interessierte Durchschnittsbürger reibt sich dabei nur noch verwundert die Augen und fängt an zu grübeln, ob es tatsächlich wahr ist, dass sich die namhaftesten Journalisten dieser Republik ausgerechnet jetzt gegenseitig die Augen auskratzen müssen. Das alles führt dazu, dass sowohl der ÖR als auch die wichtigsten Privaten (und da eben vor allem der Printbereich, weil im Privat-TV Politik so gut wie keine Rolle mehr spielt) als nicht mehr glaubwürdig hingestellt werden. "Alternative Medien" freuen sich über den zunehmenden Zulauf und die restlichen Medien schauen in Mimimi-Manier verwundert zu.
 
#8
Stark verkürzt: Wir schaffen so eine Zwei-Klassen Gesellschaft: Die eine Klasse, oberflächlich informiert, mit Boulevard, Sensationsschlagzeilen, Trash und Fußball abgespeist, die andere Klasse (deutlich kleiner), die auf Eigenrecherche setzt und den etablierten Medien den Rücken kehrt, weil diese (siehe oben) nur noch nach der Quote und dem billigen Effekt schielen.
 
#9
Diese Zwei-Klassen-Gesellschaft erschuf sich selbst und wenn man zu sich selbst ehrlich ist, gab es die auch immer. Die Politik-Desinteressierten und -vereinfacher hat es immer gegeben. Sie hatten nur früher weniger Möglichkeiten sich Gehör zu verschaffen. Heute ist das dank Internet etc. alles sehr viel einfacher. Und leider tickt diese Gesellschaft ja nun mal so, dass der der am lautesten schreit auch am ehesten gehört wird. Und dafür, das man es auch mit einfachen Parolen zu etwas bringen kann, gibt es ja viele Belege.

Die ÖRs befinden sich in einem Dilemma, in das sie sich nur zum Teil selbst hinein manövriert haben. Allerdings tun sie auch manches dafür, um ihren Kritikern (ungewollt) Recht zu geben....


Ich teile nicht alles was Kreymeyer da anführt, zumal ich seine vermeintlich satirische Kommentierung, welche er leider des öfteren mit plumper Beleidigung verwechselt, nicht mag. Dennoch kann der SWR manche seiner angeführten Kritiken nur schwer entkräften bzw. hält er die Fragenden augenscheinlich von vornmherein für doof.


Das es aber auch anders geht, bewies heute Mittag das ZDF. Davon hätte ich gern mehr! Und das nicht nur bei dem aufgeblasenen Kasper Dobrindt, sondern überall da wo es nötig ist. Kritisches Hinterfragen in Politik, Wirtschaft etc., damit der ÖR mal wieder zu dem zurückfindet, wofür es eigentlich da ist.

 
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#10
Vielen Dank @Radiokult für die beiden Links. Da ich (außer Sport, wenn er im Free TV kommt) so gut wie überhaupt nicht mehr vor der Glotze sitze, gehen solche Dinge seit einigen Jahren an mir vorbei. Aber sehr aufschlussreich. Der erste Link zur SWR Sendung ist natürlich Wasser auf die Mühlen all derer, die den ÖR und die GEZ für überflüssig und unverschämt halten. Da schämt man sich geradezu ein bisschen mit, wenn Beton- (oder sind es Wasser-?) Köpfe wie Boudgoust und der Justiziar ihren Sermon absondern. Die haben den Schuss noch nicht gehört, ebenso wenig wie die Ministerpräsidentin von RP. Wie kann man die berechtigte und sich für den ÖR immer kritischer auftürmende Diskussion mit so einem lackierten Stuss auch noch so dämlich befeuern?

Der zweite Link ist auch vielsagend, er zeigt weniger die Qualität des ÖR als vielmehr das unterirdische Niveau des CSU-Mannes. Frau Slomka macht das gut, sie ist informiert, klug und schlagfertig. Das erwarte ich aber von einer Anchor-Frau im öffentlich-rechtlichen Nachrichtengewerbe. Richtig gut wäre das Ding aber gewesen, wenn unmittelbar auf dieses Gespräch der Kommentar gekommen wäre. Und dann ungeschminkt. Man darf eine Pfeife auch mal "Pfeife" nennen, wenn sie sich selbst als solche outet.
 
#12
Großartiges Buch, auf das die Welt gewartet hat, soeben erschienen:
Peer Steinbrück, das Elend der Sozialdemokratie.
Verzeihung, es heißt natürlich:
Peer Steinbrück, Das Elend der Sozialdemokratie.
 
#14
Ich mache mal wieder auf ein bemerkenswertes Interview auf den "Nachdenkseiten" aufmerksam:
Der frühere Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam äußert sich darin über die Tagesschau und die Tagesthemen in der ARD. Sein Kernsatz: „Die Berichterstattung ist russlandfeindlich, sie ist agitatorisch bis bellizistisch, sie ist propagandistisch.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=48201
 
#15
Sein Kernsatz: „Die Berichterstattung ist russlandfeindlich, sie ist agitatorisch bis bellizistisch, sie ist propagandistisch.“
Völliger Blödsinn. Trump kommt mit Sicherheit genauso schlecht weg, wenn nicht schlechter. Wenn Russland nunmal sich als Welt-Großmacht aufspielt und internationale Verträge bricht, dann wird man das wohl auch noch bennen dürfen ohne direkt als russlandfeindlich dazustehen. Ist die TS auch ungarnfeindlich wenn mal wieder über die Alleinherrschaft dort berichtet wird oder ist sie ausländernfeindlich weil mal wieder über einen Terrorangriff oder sexuelle Übergriffe von Ausländern berichtet wird? Ist sie englandfeindlich weil kritisch über den Brexit berichtet wird? Nein ist sie NICHT. Sie ordnet ein und wenn das dann kritisch ausfällt, dann wird es dafür Gründe geben.
 
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#16
Immerhin lässt sich nicht aus der Welt schaffen, dass die Quellenbasis der Tagesschau sehr einseitig sortiert ist. Und die permanente Schwarz-Weiß-Malerei (hier die Guten, dort die Bösen) ist kein Hirngespinst, das fällt jedem auf, der regelmäßig die Tagesschau konsumiert. Hier redet ja nicht irgendjemand über die Tagesschau, sondern einer, der dort über ein Jahrzehnt selbst als Redakteur gearbeitet hat.
 
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#17
„Die Berichterstattung ist russlandfeindlich
Das ist eine Verallgemeinerung. Wer Trump kritisiert, ist auch nicht automatisch
amerikafeindlich. Das Gegenteil ist wahrscheinlicher. Warum geht Putin nicht
vom Gas und zündelt immer wieder? Die Krim muss er nicht mehr verlassen.
Warum gibt er dann keine Ruhe und verwehrt den Ukrainern den vertraglich
zugesicherten freien Zugang zum Asowschen Meer? Und wenn Putin nur wollte -
in der Ostukraine wäre längst Frieden. Unrecht muss auch Unrecht genannt
werden. Und das bekommen unsere ÖR-Sender meistens ganz gut hin.
 
#18
Ja ja, immer diese "Russland böse"-Megafonbeschallung...

Warum hat denn jede Redaktion, die was auf sich hält, ein Ressort für Investigation?
Müßte nicht jeder Bericht, in dem es um mehr als das Wetter oder den Fußball geht, investigativ angelegt sein?
Seit Facebook und Twitter die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers auf ein Minimum reduziert haben, haun die Redaktionen eine Schlagzeile nach der andern raus, um das Publikum bei der Stange zu halten. Seitdem versinken lesenswerte Berichte in einem Meer aus Platitüden, Klatsch und Gerüchten.
Warum gibt er dann keine Ruhe und verwehrt den Ukrainern den vertraglich
zugesicherten freien Zugang zum Asowschen Meer?
Ausgangspunkt: Russen bauen als Verbindung zum Festland die Krim-Brücke, nachdem die Krim zu 100% von der Wasser- und zu 85% von der Stromversorgung abgeschnitten wurde. Die Krim-Brücke überspannt die Straße von Kertsch, die Meerenge, die vom Schwarzen ins Asowsche Meer führt.
Ukrainische Küstenwache beginnt Boote im Asowschen Meer samt Besatzung festzusetzen, weil sie auf der Krim registriert sind und dort Hafen anlaufen, und das nach nationalem ukrainischem Recht verboten ist.
Ukrainische Küstenwache beschlagnahmt einen Frachter unter tansanischer Flagge, der Waren für die Krim liefert, verurteilt den Kapitän, einen Syrer, übergibt die Fracht dem Staat, und das Schiff selbst wird in die ukrainische Marine aufgenommen.
Dann eskaliert die Lage durch ein Kaperungs-Pingpong gegenseitiger Schiffe samt Besatzung.
Russland verlegt daraufhin eine Flotte ins Asowsche Meer, zum Schutze der Krim-Brücke.
Außerdem werden die Kontrollen an der Straße von Kertsch seitens russischer Behörden extrem intensiviert und in die Länge gezogen.

Die Kontrollen gab es schon immer, was meintest du mit "freiem Zugang"? In Kriegszeiten unkontrolliert Trojaner reinlassen?
 
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#20
Das ist eine Verallgemeinerung.
Die legst du mir in den Mund, aber ich habe nur zitiert, was ein langjähriger Tagesschau-Redakteur im Interview dazu gesagt hat. Das würde ich nicht einfach so salopp wegwischen.

Warum gibt er (Putin) dann keine Ruhe und verwehrt den Ukrainern den vertraglich
zugesicherten freien Zugang zum Asowschen Meer?
Hast du das Interview nicht gelesen? Die Vorgeschichte zu diesem Zwischenfall? Die ukrainischen Motive? Oder bist du auf diesem Auge total blind?
 
#21
Hast du das Interview nicht gelesen? Die Vorgeschichte zu diesem Zwischenfall? Die ukrainischen Motive? Oder bist du auf diesem Auge total blind?
Was Herr Bräutigam das von sich gibt sind doch Hirngespinste. Der hört sich ja an wie der Pressesprecher von Wladimir Putin persönlich. Hier stelle sich mir die Frage was propagandistischer ist, die Tagesschau oder dieses Interview. Ich habe dazu ein klare Meinung. Genau solche Leute sind es doch die mit Fakenews eine Meinungsbildung betreiben die einem nicht gefallen kann. Genau das ist doch das Ziel von Putin den Westen immer weiter zu spalten und die Meinungsführerschaft in Europa durch die sog. Internetrolle für sich zu gewinnen. In den USA hat das schon prächtig funktioniert und in Europa wird es auch noch klappen. Im Mai ist Europawahl und da könnte es ein böses Erwachen geben.
 
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#23
Wenn Russland nunmal sich als Welt-Großmacht aufspielt und internationale Verträge bricht, ...
... Warum geht Putin nicht vom Gas und zündelt immer wieder? .
Hieran ist doch wunderbar zu erkennen was Tagesschau und Kleber in den Köpfen anrichten (Oder war das schon vorher dort drinne?).

Ich habe hier im Forum vor längerer Zeit meinen Eindruck schon mal beschrieben:
  • "Man" tritt dem "bösen" russischen Bären bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Eier bis er endlich ärgerlich brummt. So lässt er sich vom Westen dann trefflich vorführen: "Guckt mal wie aggressiv der ist!"
Zitat von Volker Bräutigam:
“In Zeiten universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt,“ soll George Orwell geschrieben haben. Auch wenn das Zitat nicht von ihm stammt: Ich finde es treffend.
Ich auch.
 
#24
Hieran ist doch wunderbar zu erkennen was Tagesschau und Kleber in den Köpfen anrichten (Oder war das schon vorher dort drinne?).
Deutschland gilt, die Pressefreiheit betreffend, als frei und befindet sich weltweit auf (einem verbesserungsfähigen) Platz 25. Russland rangiert auf Platz 174 und
wird als "nicht frei" bezeichnet. Ähnliches gilt gegenwärtig für politische Rechte
und bürgerliche Freiheiten. Der russische Bär hätte mehr Freiheit verdient.
 
#25
Glaubst du wirklich, ein renommierter Journalist dieses Kalibers fabuliert da einfach nur so vor sich hin?
Ja.

Da wird von irgendwelchen nebulösen Anschlagsplänen gesprochen. Woher hat Herr B. diese Information? Vermutlich zuviel auf dubiösen Verschwörungsseiten gesurft.
Namhafte Rechtswissenschaftler sind der Meinung das die Vereinnahmung der Krim staatsrechtlich völlig in Ordnung war, weil es ja ein so tolles rechtsstattliches Referendum gab, aber zur Sicherheit KEINE internationalen Beobachter zugelassen waren. Macht Sinn.
 
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