Mario Barth "erfolgreichster deutscher Comedian des Jahrhunderts"?


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Nicht offen für weitere Antworten.
#27
Otto ist mit seinen eigenen Gags berühmt geworden,
Stimmt leider nicht...
Bernd Eilert, Robert Gernhardt und Peter Knorr waren seine Gagschreiber.
Aber die Gags passten ihm wie angegossen - und waren ja auch auf ihn zugeschrieben.
Das Gesamtkunstwerk Otto ist aber ohne das Fernsehen undenkbar, beide haben sich gegenseitig befruchtet.

Und wenn man jetzt mal diese Reihe denkt... Heinz Erhardt, Loriot, Otto.... Mario Barth...? Nee, passt nicht!
 
#29
Also Heinz Erhardt, Loriot und Otto?:eek:
Passt auch nicht.
Ich finde, das passt sogar sehr gut (zumal Otto sie selber als wesentlichen Einfluss angibt).
Und zumal Loriot außerdem zeichnet (eigentlich hat er ja auch damit angefangen) und Heinz Erhardt auch immer Musikelemente in seiner Komödiantie einsetzte.
Auf diesen dreien fusst die ganze "Comedy" von heute, die ohne diese Grundsteine undenkbar wäre.
Fips Asmussen gehört nicht dazu...
 
#30
Ich finde, das passt sogar sehr gut (zumal Otto sie selber als wesentlichen Einfluss angibt).
Offensichtlich konnte sich dieser Einfluss aber nie durchsetzen. :D

Nein, im Ernst Otto hat durchaus seinen Platz in der deutschen Comedyszene und sein Verdienste sind unbestritten und irgendwie war ja in den 80ern jeder Otto-Fan. Hänsel- und Gretel, Frau Suhrbier, Theo und die Ottifanten waren und sind Kult. Aber damals war man eben noch jünger und hatte irgendwie ein anderes Humorverständnis. Ich hab damals mein letztes Taschengeld für die Otto Kinofilme investiert und hab Tränen gelacht. Wenn ich mir die Filme heute angucke, dann finde ich das eher zum Fremdschämen und selbst meine Kinder fragen mich, wie man sowas damals lustig finden konnte. Kann ich mir heute auch nicht mehr so ganz erklären, muss wohl mit der Zeit zu tun gehabt haben.
Um mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen, ist es ja bei MB so, dass er durchaus eine Gabe hat, Alltagssituationen als Comedy zu verpacken. Zumindst bei vielen der von ihm dargestellten Situationen würde ich sagen, ja hab ich auch schon so oder so ähnlich erlebt. Sicherlich muss man zugeben, dass bei Herrn Barth das Thema Mann-Frau etwas zu viel Raum einnimmt, aber die dargestellten Situationen sind jetzt nicht so ganz aus der Luft gegriffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
#31
Aber damals war man eben noch jünger und hatte irgendwie ein anderes Humorverständnis.
Das alleine kann's nicht gewesen sein. Wir waren damals noch jung - aber auch damals hat Otto ja bereits alle von 5 - 80 Jahren erreicht.
Und unser Humorverständnis musste sich ja erst entwickeln, da hat Otto schon generationenübergreifende Grundlagenarbeit geleistet.

wie man sowas damals lustig finden konnte. Kann ich mir heute auch nicht mehr so ganz erklären, muss wohl mit der Zeit zu tun gehabt haben.
Damals gab es noch eng gesetzte Grenzen, die man überschreiten konnte - und schon war's witzig. Heute gibt es diese Grenzen nicht mehr, und so verblassen die alten Gags natürlich im Laufe der Zeit. Die alten Anspielungen funktionieren in einer Zeit expliziter Sprache nicht mehr so...
 
#32
Offensichtlich konnte sich dieser Einfluss aber nie durchsetzen. :D
Hm, eigentlich schon.
In den ersten Programmen hatte Otto auch Gedichte von Heinz Erhardt im Repertoire ("Das Gewitter" ist dokumentiert). Weil aber Otto nicht unbedingt das Werk von Heinz Erhardt abarbeiten wollte, hat er sich auf die Suche nach anderen, vielleicht auch moderneren Gedichten gemacht, die in seiner (d. i. Erhardts) Tradition stehen. Und dabei ist er auf Robert Gernhardt gestoßen (oder besser: Robert Gernhardt irgendwann mal darauf gestoßen, daß Otto Gedichte von ihm in seiner Show verwendet hat, ohne den Urheber zu nennen, woraufhin sich eine Zusammenarbeit zwischen Gernhardt und den anderen Dr. Seltsam-Machern gab).
Mit dem zwangsläufigen Altherren-Gehabe von Heinz Erhardt hat Otto natürlich nichts zu tun, aber wenn es darum geht, mal eben die Sprache einer Revision zu unterziehen, sie umzukrempeln, Kalauer und Mißverständnisse aus Wort- oder Satzgebilden herauszuwringen, da ist schon eine sehr enge Verwandtschaft zu erkennen. Wobei später halt Leute wie Willy Astor oder Bully Herbig dieses Zepter von ihm wieder übernommen haben. Öffentlichkeitswirksamer, weil die Sprachspiele nur eine Facette von Otto darstellen - und weil mitunter deutlich niveauvoller.

Wenn ich mir die Filme heute angucke, dann finde ich das eher zum Fremdschämen und selbst meine Kinder fragen mich, wie man sowas damals lustig finden konnte. Kann ich mir heute auch nicht mehr so ganz erklären, muss wohl mit der Zeit zu tun gehabt haben.
Heinz Erhardt anyone? :D
Da gibt's doch auch ganz, ganz schlimme Streifen zum Fremdschämen.

Gruß
Skywise
 
Zuletzt bearbeitet:
#34
Das Gesamtkunstwerk Otto ist aber ohne das Fernsehen undenkbar
Das stimmt nicht. Die Platten waren schon Kult, bevor er ins Fernsehen kam.
Um mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen, ist es ja bei MB so, dass er durchaus eine Gabe hat, Alltagssituationen als Comedy zu verpacken. Zumindst bei vielen der von ihm dargestellten Situationen würde ich sagen, ja hab ich auch schon so oder so ähnlich erlebt. Sicherlich muss man zugeben, dass bei Herrn Barth das Thema Mann-Frau etwas zu viel Raum einnimmt, aber die dargestellten Situationen sind jetzt nicht so ganz aus der Luft gegriffen.
Danke sehr!

Ich habe den starken Eindruck, daß Barth-Bashing oft genauso eine elitäre "Ich bin besser als wie die!"-Masche ist wie das Draufhauen auf Helene Fischer. Damit kann man sich so wunderbar von den angeblich so blöden Masse abheben uns als Intellektueller inszenieren, selbst wenn man nicht weiß, wie Baudelaire geschrieben oder Christoph von Dohnányi ausgesprochen wird.
 
#35
Zitat von iro:
Das Gesamtkunstwerk Otto ist aber ohne das Fernsehen undenkbar
Das stimmt nicht. Die Platten waren schon Kult, bevor er ins Fernsehen kam.
So war das auch nicht gemeint. ;) Ich dachte dabei nicht an seinen Erfolg durch das Fernsehen, sondern daran, daß Otto sich immer wieder auf das Fernsehen bezog, als allgemein bekannte Basis für seine Parodien. So brauchte "Otto-Versand" auf seiner ersten LP natürlich eine Vorlage, die originale Otto-Werbung aus dem TV. Oder "Theo..." - hätte es ohne das "Wort zum Sonntag" nicht geben können. Nach eigener Aussage ist er wohl auch Vielgucker seit seinem 6. Lebensjahr bzw. seit der WM 1954, als seine Eltern die ersten TV-Besitzer in seiner Emder Wohnstraße waren. (Nachzulesen in der aktuellen - vergoldeten - Jubiläums-HörZu).
 
#36
Ich habe den starken Eindruck, daß Barth-Bashing oft genauso eine elitäre "Ich bin besser als wie die!"-Masche ist wie das Draufhauen auf Helene Fischer. Damit kann man sich so wunderbar von den angeblich so blöden Masse abheben uns als Intellektueller inszenieren, selbst wenn man nicht weiß, wie Baudelaire geschrieben oder Christoph von Dohnányi ausgesprochen wird.
Richtig !!! Das sind dann die Leute die Dieter Nuhr ja ach so toll finden, aber meist nach 10 Minuten schon wegnicken, wenn Herr Nuhr mal wieder sein Monloge hält im immer gleichen einschläfernden Tonfall. Ich finde die Texte von Nuhr übrigens auch sehr gut, aber ich würde mir niemals ein Programm von ihm live ansehen, weil ich wüsste, dass ich das Ende nicht mehr in wachem Zustand erleben würde. Vermutlich nicht mal die Pause.;)
 
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#38
Hier sortieren und liken aber einige ganz tatkräftig ihre teils skurillen Klischees... :p

Dieter Nuhr hat aber auch einen interessanten Wandel oder sagen wir mal besser eine sichtbare Entwicklung in seiner humoristischen Laufbahn hingelegt. Bei Mario Barth ist derartiges nicht zu entdecken. Der Aspekt Nuhr sei zu "liberal" ist übrigens ganz schöner Käse. Wenn ich mir so anschaue, was manche des "konservativen" Humors zum Beispiel so über Sendungen wie die "Anstalt" äußern, ist die Formulierung "zu liberal" geradezu eine Auszeichnung. Ich für meinen Teil fühle mich sowohl von der Anstalt, als auch von Nuhr recht gut unterhalten, weil bei beiden mit Inhalten hantiert wird - was der entscheidende Unterschied zu Barth sein dürfte. Bei Nuhr muss man mitdenken, ebenso wie bei der Anstalt. Bei Barth kann man eher einschlafen, mehr aber auch nicht. Er ist der Dudelsender unter den Comedians, langweilig und öde.
 
#39
Ich würde Nuhr und Barth auch nicht miteinander vergleichen wollen. Nuhr ist eben politisches Kabarett und Barth Comedy. Das hat beides nur wenig miteinander zu tun. Das war nur ein Beispiel, dass intellektuelles Kabarett zwar gut, aber eben auch langeweilig sein kann und Comedy durchaus auch unterhaltend sein kann. Der Anspruch bei beiden ist aber natürlich ein ganz anderer.
 
#43
#45
Ich finde Mario Barth grottenlangweilig. Mir gefällt sein "Witz" nicht. Er reißt mir zu viele Zoten, wiederholt mir zu oft denselben Kram und nervt mich mit seinem Grinsen. Aus meiner Sicht hat das mit Humor nichts zu tun. Dem Mann fehlt der Tiefgang und so 'ne Witze gibt es am Stammtisch in besseren Versionen. Offenbar finden ihn aber genug Menschen lustig, witzig oder interessant genug, für seine Veranstaltungen Geld auszugeben. Das würde mir im Traum nicht einfallen. Wenn ich mich ordentlich langweilen will, lese ich das Telefonbuch von Bielefeld-West. Ist kostengünstiger.
 
#46
Mario Barth deckt auf finde ich immer recht interessant.

Oft hat das, was er scheinbar aufdeckt, nicht einmal Hand und Fuß, wenn man alles intensiver betrachtet. Aber das passt 100%ig zum frisch gekürten Wort des Jahres: postfaktisch. Hauptsache mal etwas rausgebrüllt und skandalisiert, auch wenn nur 10% Wahrheit dahinter steckt. Die gleiche Methode, wie "Bild" und Co. Kleinigkeiten aufblasen und zum angeblichen "darüber spricht/diskutiert ganz Deutschland" hochjazzen. Sarah und Pietro zum Beispiel. Nicht verwunderlich, dass die "Bild" wenig über das Wort des Jahres direkt verliert, man handelt einfach danach... :D

Den Mario Barth fand ich zu seinen Anfangszeiten schon witzig, es war halt neu. Berliner Slang mit Frauengeschichten, wo man oft zustimmend nickte. Was mich aber irgendwann an Barth nervte, war einerseits dieses immergleiche Witzeschema, also Frauenwitze auf Berlinerisch. Keine Entwicklung, sinkendes Niveau, billige Art, heute grottenlangweilig. Zudem soll Barth privat eher unwitzig sein, eher arrogant.

Dann halt ein weiteres Problem, was anfangs für jeden Künstler wie Glück erscheint: RTL. Wer sich diesem Sender freiwillig hergibt, wird ausgelutscht und verbrannt bis zum gehtnichtmehr. Barth ist jetzt voll in diesem Teufelskreis und wird wie die Sau durchs Dorf getrieben. Diese Sendung "Barth deckt auf" ist nur was für Leute, die sonst auch nicht über den Tellerrand schauen und sich dann wundern, dass es überteuerte und ebenso sinnlose Bauwerke gibt, welche vom Steuerzahler finanziert wurden. Es ist dieses "Bild"-Zeitungs-Phänomen: Oh, guck mal, was die da böses machen!!! Und dann mit dem dicken Finger drauf zeigen. Die Gebildeten zucken da nicht mal, sie kennen das schon seit langem. Dem geneigten RTL(2)-Zuschauer sind diese "Aufdeckungen" natürlich neu und somit deren Aufschrei groß. Es gehört mittlerweile auch zur RTL-Masche, Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten bis zur Zuschauerempörung aufzupumpen. Denn das bringt leider immer Quote, mit Niveau ist bei den Privaten nichts mehr zu holen. Wann wird eigentlich "Unterschichtenfernsehen" zum Wort des Jahres? :p

Barth würde ohne den Support/die Werbung von RTL keine Stadien füllen. Aber er zahlt einen hohen Preis dafür, er muss seine Fre... äh sein Gesicht noch viele Jahre in die RTL-Kameras halten, bis er "verbrannt" ist und noch weiter. Schade! Am Ende ist er eine gehasste Person in der Öffentlichkeit, den man nie wieder sehen möchte. Er hat den Absprung leider verpasst. Er gehört jetzt fest zu der Riege der "RTL-Nutten". Ich bedauere ihn.
 
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#47
Einigen wir uns darauf dass das was Mario Barth abliefert kein genialer Sprachwitz ist wie weiland bei Otto oder Heinz Erhardt, keine Situationskomik und Rollenversiertheit wie bei Dieter Hallervorden, Diether Krebs, Ernst Hilbich oder Eddi Arent, kein kabarettistisch angehauchtes Herumgealber wie bei Gisela Schlüter oder beim jungen Jochen Busse, kein geistreich-groteskes, leicht nihilistisches Sinnieren wie bei Emil Steinberger oder Karl Valentin und kein respektlos-schlagfertiges Geblödel wie bei Karl Dall, Hape Kerkeling oder Hias Mayer ("Ein Schloss am Wörthersee", "Musikantenstadl").

Eher schon ein im Regiolekt gehaltenes Karikieren von Alltagsereignissen wie bei Jürgen von Manger, wobei in beiden Fällen die Plattitüden überwiegen. Deswegen würde ich weder den einen noch den anderen zur Avantgarde der deutschen Humoristen (neudeutsch "Comedians") zählen. Der Erfolg Barths liegt vor allem am krassen Mangel guter Komiker mit volkstümlicher Ausstrahlung (zu viel intellektuelle Verkopftheit, kaum noch Originalität) und an der immer noch starken Stellung von RTL bei Nicht-Abiturienten zwischen 25 und 50.
 
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#49
Oft hat das, was er scheinbar aufdeckt, nicht einmal Hand und Fuß, wenn man alles intensiver betrachtet. Aber das passt 100%ig zum frisch gekürten Wort des Jahres: postfaktisch. Hauptsache mal etwas rausgebrüllt und skandalisiert, auch wenn nur 10% Wahrheit dahinter steckt. Die gleiche Methode, wie "Bild" und Co. Kleinigkeiten aufblasen und zum angeblichen "darüber spricht/diskutiert ganz Deutschland" hochjazzen. Sarah und Pietro zum Beispiel. Nicht verwunderlich, dass die "Bild" wenig über das Wort des Jahres direkt verliert, man handelt einfach danach... :D

Den Mario Barth fand ich zu seinen Anfangszeiten schon witzig, es war halt neu. Berliner Slang mit Frauengeschichten, wo man oft zustimmend nickte. Was mich aber irgendwann an Barth nervte, war einerseits dieses immergleiche Witzeschema, also Frauenwitze auf Berlinerisch. Keine Entwicklung, sinkendes Niveau, billige Art, heute grottenlangweilig. Zudem soll Barth privat eher unwitzig sein, eher arrogant.

Dann halt ein weiteres Problem, was anfangs für jeden Künstler wie Glück erscheint: RTL. Wer sich diesem Sender freiwillig hergibt, wird ausgelutscht und verbrannt bis zum gehtnichtmehr. Barth ist jetzt voll in diesem Teufelskreis und wird wie die Sau durchs Dorf getrieben. Diese Sendung "Barth deckt auf" ist nur was für Leute, die sonst auch nicht über den Tellerrand schauen und sich dann wundern, dass es überteuerte und ebenso sinnlose Bauwerke gibt, welche vom Steuerzahler finanziert wurden. Es ist dieses "Bild"-Zeitungs-Phänomen: Oh, guck mal, was die da böses machen!!! Und dann mit dem dicken Finger drauf zeigen. Die Gebildeten zucken da nicht mal, sie kennen das schon seit langem. Dem geneigten RTL(2)-Zuschauer sind diese "Aufdeckungen" natürlich neu und somit deren Aufschrei groß. Es gehört mittlerweile auch zur RTL-Masche, Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten bis zur Zuschauerempörung aufzupumpen. Denn das bringt leider immer Quote, mit Niveau ist bei den Privaten nichts mehr zu holen. Wann wird eigentlich "Unterschichtenfernsehen" zum Wort des Jahres? :p

Barth würde ohne den Support/die Werbung von RTL keine Stadien füllen. Aber er zahlt einen hohen Preis dafür, er muss seine Fre... äh sein Gesicht noch viele Jahre in die RTL-Kameras halten, bis er "verbrannt" ist und noch weiter. Schade! Am Ende ist er eine gehasste Person in der Öffentlichkeit, den man nie wieder sehen möchte. Er hat den Absprung leider verpasst. Er gehört jetzt fest zu der Riege der "RTL-Nutten". Ich bedauere ihn.

Ich gucke sehr wenig Fernsehen. Wenn, dann meist ProSieben oder die ein oder anderen interessanten Dokumentationen. Mario Barth deckt auf schaue ich nun mal sehr gerne..das ist auch fast die einzige RTL Sendung neben der Chartshow oder Jauchs Jahresrückblick ..willst du mich nun also auch als Unterschicht einstufen? Laut deiner Aussage scheint es ja so zu sein, dass du es so siehst, dass es nur Fernsehen für Nichtwissende ist. So steht es da nun mal in dem Text. Vielleicht schauen es ja auch Leute, weil sie sich dafür eben interessieren.. vielleicht mal darüber nachgedacht? Es ist mir bewusst, dass seit Jahren unsere Gelder weggeworfen werden und es ist immer wieder interessant zu sehen, wo sie weggeworfen werden. Das muss nicht heißen, dass ich zu blöd bin, das erst in einer RTL-Show zu kapieren.
 
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#50
Wenn mir Mario Barth in einer meiner seltenen Fernsehmomente begegnet, dann schaue ich aus einer Mischung aus Faszination und Entsetzen zu. Er ist ein unglaublich ernüchternder Indikator für den Zustand des deutschen Fernsehens und der deutschen Gesellschaft insgesamt. Für jemanden wie mich, der mit Busch, Tucholsky und Kästner sozialisiert wurde, ist das nur noch zum Schämen. Es hat mit Sprache nichts zu tun, mit Witz nichts, mit Satire nichts, mit Humor nichts. Es ist nur Holzhammer. Es tut weh!
 
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