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Metropol FM in NRW

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Gerd Müller, 06. Januar 2015.

  1. Sonnig

    Sonnig Benutzer

    Still ruht der See. In NRW wird in Dekaden gedacht, siehe DAB+.
     
  2. Wanderdüne

    Wanderdüne Benutzer

    Das Thema ruht nicht wie der See, das hängt vor dem OVG Münster. Die Verleger haben vor über einem Jahr Berufungsbeschwerde eingereicht. Diese wurde auch angenommen. Und so drehen die Akten dort jetzt ihre Kreise. Aber das hat nix mit NRW oder Verschwörung zu tun, sondern ist ein Problem der Gerichtsbarkeit bundesweit. Die Annahme der Beschwerde sorgte in der Düsseldorfer Anstalt allerdings nicht für Begeisterung, zumal man die Klage schon als unfreundlichen Akt betrachtete.

    Egal wie die Richter beschließen und verkünden, spannend wird es, wie man mit dem Ergebnis dann umgeht :D.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2018
    Sonnig gefällt das.
  3. Klaus B.

    Klaus B. Benutzer


    Jeder Tag ohne ist für die Verleger ein guter Tag.
     
  4. hilde

    hilde Benutzer

    Oh, the LfM is not amused. Wie unprofessionell. Jedesfalls scheint das Vorgehen der Medienanstalt bei der (2.) landesweiten Kette nicht besonders rechtsfest zu sein (Stichwort "Nichtöffentliche Entscheidung der Medienkommission"). Und auch bei der Einführung von DAB+ nimmt es die LfM mit geltendem Recht offenbar nicht so ganz genau. Dilettantismus oder Kalkül? Sei es drum. Beides schlimm.
     
  5. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    Peinlich, es ist einfach nur hochnotpeinlich.
     
  6. Wanderdüne

    Wanderdüne Benutzer

    @hilde: Soweit ich die Begründung aus dem Bescheid eines Anbieter kenne, wirft die Entscheidungsfindung in der Tat mehr als eine Frage auf. Unprofessionell war in der Tat die Ausschreibung. Da war das Desaster schon vorprogrammiert. Man hat "offen" ausgeschrieben, anstatt medienpolitisch zu formulieren, was man eigentlich möchte. Also z.B. gezielt auf Formate auszuschreiben. Dies hätte dann alle Interessenten gezwungen, im Rahmen des ausgeschriebenen Formates das beste Angebot abzugeben, welches die Vielfalt bereichert. Hat man aber nicht. Man hat offen ausgeschrieben und damit ein irres Ergebnis produziert.

    Was will ich damit sagen: Wenn man der Argumentation der Anstalt folgt, so war in der Tat Metropol FM das einzige Angebot, welches überhaupt eine Vielfaltsbereicherung darstellt. Alle anderen Antragsteller waren damit faktisch raus, da es die Formate, mit denen man antrat, schon auf dem Markt waren. Die Landesmärchenanstalt bezog in das bestehende Vielfaltsangebot alle Angebote, also auch öffentlich-rechtliche wie private, auch von außerhalb NRWs einstrahlende Angebote mit ein. Ohne Berücksichtigung von technischer Reichweite (also Planet, wenngleich nur im Siegerland empfangbar, wurde als NRW-Angebot im Jugendbereich gewertet) oder Relevanz (DAB-Programme des 1. Bundesmux im Jahr 2014) oder NRW-Bezug. Damit fielen ALLE Antragsteller durch den Rost, denn bis auf Metropol gab es für jedes Format schon ein Angebot - im Zweifel vom WDR. Im Umkehrschluss hieße das aber, dass nur noch Nischenprogramme für Migranten oder Minderheiten überhaupt eine Chance auf eine Zulassung hätten. Damit wäre aber ein Wettbewerbsmarkt in NRW auf Dauer ausgeschlossen, da diese Auswahlentscheidung künftig für alle Ausschreibungen Gültigkeit besitzen würde. Einbezogen hatte man UKW- und DAB+-Programme, aber nicht Kabel-, Satelliten- und Internetprogramme.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. August 2018

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