Mit Presseausweis aufs Konzert?


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#1
Hallo!

Kann mir jemand sagen, wie ich mit meinem Presseausweis an billige (kostenlose) Konzertkarten komme? Vor allem dann, wenn das Konzert von einem Konkurrenzsender präsentiert wird?

Listener?
 
#3
Es gibt schwierigere Probleme als das...am einfachsten läuft die Akkreditierung über den örtlichen Veranstalter. Und da hilft es eine Menge, wenn man eine gemeinsame Arbeitsgrundlage hat. Ich denke, daß Kollegen, die nur mal eben eine Karte abstauben wollen es langfristig schwerer haben, als Leute, die den Veranstaltern durch kontinuierliche Zusammenarbeit (Veranstaltungskalender, HÖreraktionen, etc.) ein echtes Interesse vermitteln. Der Presseausweis ist da nicht das Maß der Dinge...
 
#5
Na also hör mal! Das ganze ist ein Geben und Nehmen. Wenn Du Glück hast, kannst Du einen Deal mit dem Veranstalter machen. Du berichtest (natürlich positiv) über das Konzert und bekommst dafür eine Akkreditierung. Meistens läuft es so:
Karten gegen kostenloste Werbung (V-Tipp).
 
#6
1. Ein Presseausweis legitimiert Dich als Journalist.
2. Journalisten sind die 4. Gewalt einer Demokratie.
3. Journalisten sollten sich nicht bestechen lassen, was jede Form einer Vergünstigung darstellt.

Also, wenn Du ernsthaft journalistisch arbeiten möchtest, solltest Du auf Presserabatte, Freittickets, etc... verzichten.
Alles andere tritt der Demokratie (Pressefreiheit) in die Achillisferse.
Klingt theatralisch -- ist aber so!
 
#10
Zum Thema Schnorren und vierte Gewalt: so haben die Kollegen von der New York Times das Thema bei sich geregelt

<a href="http://www.poynterextra.org/extra/ethics.pdf" target="_blank">http://www.poynterextra.org/extra/ethics.pdf</a>
 
#11
Ich finde das Ansinnen, mit einem Presseausweis sich Leistungen zu erschleichen einfach ekelhaft. Damit rutschen Journalisten im öffentlichen Ansehen noch hinter das von Politiker zurück (dazu meine ich gibt es ja entsprechende Umfragen).
 
#12
Wer weiß schon, dass wir beispielsweise beim Kauf eines Hyundais satte 18 Prozent Rabatt einfach bei Vorlage des türkisen Wischs kassieren. Und das tollste: bei manchen Sendern bekommt JEDER Mitarbeiter ("Guten Tag ich bin Hausmeister bei Radio XY und wollte mal fragen wieviel Journalistenrabatt Sie mir gewähren...") über die Zeitungsverlegerconnections der Gesellschafter einen P-Ausweis.

Andere Perspektive: durch Journalistentarife zahle ich keine Handygrundgebühr, habe einen Haufen Internetfreistunden bei diversen Providern... na und? Wenn ich der Meinung bin in meinem Programm journalistisch begründet eine negative Meldung über (m)einen Handy- oder Internetprovider zu bringen, dann mach ich es natürlich trotzdem. Ein Tor der Böses dabei denkt. Wirkliche Eingriffe in die Berichterstattung stellen nicht die Goodies für die Journalisten dar, sondern der Einfluss, den Werbekunden teilweise ausüben (in der Tat bedenklich).

PS: Wenn man es gerecht haben will, kann man sich natürlich auch die lächerliche Paybackkarte holen und für ein Promille Rabatt alle Einkaufsdaten an die Rasterfander vom BKA preisgeben - guten Tag!

<small>[ 18-04-2003, 00:08: Beitrag editiert von Jasemine ]</small>
 
#14
An die Autoren der beiden vorherstehenden Beiträge:

Nur ein Versuch einer Rechtfertigung. <img border="0" title="" alt="[Entt&auml;scht]" src="frown.gif" />
Ethisch leider nicht korrekt.
Da fände ich es ehrlicher seinen Gusto auf passive Bestechlichkeit zuzugeben.
 
#15
Tsss....

Bäcker bekommen über die Bäckerinnung auch Dinge billiger. Und wer will denn schon einen Hyundai 18% billiger? :))))

Aber beim Konkurrenzsender billig aufs Konzert gehen zu wollen, wenn man in dem Fall ja wohl garantiert nicht drüber berichtet, ist schon ein bissl heftig.
 
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