„Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?


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#1
Schon seit längerem beobachte ich bei einem Lokaldudler ein eigenartiges Phänomen. In den Lokalnachrichten, Moderationen oder Beiträgen werden sehr häufig nur komplette Lokaltageszeitungsinhalte runtergebetet. Oft sind unter den besprochenen Themen dann auch noch Schlagzeilen vom Vortag zu hören. Selbstverständlich werden die Beiträge im Radio etwas anders formuliert. Aber das kann es doch so nicht sein. Als Radiomann bei den Printkollegen die Themen abschreiben ? Eigentlich müsste Lokalradio - als schnellstes Medium überhaupt - locker die gute alte Tageszeitung zumindest mit topaktuellen Meldungen überbieten. Oder sind die Nachrichtenleute einfach nur zu faul (oder zeitlich nicht in der Lage) um selber spannende Themen auszugraben ?
Wie sieht das in anderen Verbreitungsgebieten aus ? :confused:
 
#2
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei....??!“ - Ist der Lokalfunk nur ein Vorlesedi

bist du dir sicher, daß nicht vielleicht die Zeitungen schon vorher die Meldungen aus dem Radio abgepinnt haben?
 
#4
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Nein, ich habe es mehrfach beobachtet. Lokalzeitung macht z.B. Dienstags mit ner tollen Story auf. Am Mittwoch hört man aufeinmal im Lokalfunk einen Beitrag genau zu diesem Thema. Zum Andern: Die Lokalzeitung wird in der Nacht gedruckt. Somit können die Print-Redakteure gar nicht aktuell aus dem Radio abschreiben. Was bringen schon alte Meldungen in der Tagespresse ?
 
#5
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Wenn Lokalradio und Lokalzeitung den gleichen Eigentümer haben, würde es mich nicht wundern, wenn aus Kostengründen die Meldungen sowohl in der Zeitung als auch im Radio veröffentlicht werden.
 
#6
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Erstens das und zweitens ist es nun nicht gerade neu, dass Print- und lokale TV- bzw. Hörfunkmedien in schöner Regelmäßigkeit gegenseitig ihre Themen ausschlachten.
 
#7
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Welche Sender meinst du denn?

Bei uns wird Wert darauf gelegt, morgens (fast) nur Exklusivgeschichten zu haben. Nur wenn es denn sein muss, gibt es die Geschichte zeitgleich mit der Zeitung....
 
#8
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst

analog zu der Frage, wie viele Hörer 5mal die Woche den gleichen Titel um 3 Uhr 57 UND um 17 Uhr 13 hören, lässt sich hier die Frage stellen, wie viele Hörer lokale Zeitung UND lokales Radio goutieren und wie vielen von denen dann eine eventuelle Übereinstimmung negativ auffällt .....
Ich sag mal: ...hmmmm.... 0,24 - die Woche.
 
#9
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Das lokale Themen im "Lokal-Radio" auftauchen und diese auch im Lokalteil der Zeitung auftauchen liegt doch in der Natur der Sache. Bei dem kleinen Sendegebiet der meisten locals, bleibt doch nicht aus, dass sich Themen überschneiden. Das Phänomen ist übrigens nicht neu, sondern schon seit Jahren zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass zwischen den Redaktionen auch ein Austausch stattfindet, denn irgendwo müssen die ja auch ihre Meldungen herbekommen. Als wirklich schlimm, kann ich das allerdings auch nicht ansehen, da im Radio meistens nur Kurzmeldungen verlesen werden, während in der Zeitung meistens der ganze Hintergrund steht.
 
#10
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Grundsätzlich geb ich Tweety Recht. Aber was die vorher angesprochene "vermutete Zusammenarbeit" zwischen Lokalradio und zeitung angeht hab´ ich andere Erfahrungen gemacht. Scheinbar ist das Konkurrenzdenken bei den Zeitungen auch nach so vielen Jahren lokalem Rundfunk (NRW) noch immer mehr als präsent. Und das sogar bei den Zeitungen, deren Verleger die BGs der Locals stellen. Dabei wäre es doch wirklich die fast schon perfekte Synergie wenn die Zeitung einen Top-Aufmacher für den nächsten Morgen vorbereitet die lokale Station die Meldung am Nachmittag hat mit dem Hinweis: "mehr dazu lesen sie morgen bei..." Das sollte doch auch im Sinne der Zeitungsleute sein, so sie denn zur selben Gruppe wie der Sender gehört. Da hätten dann beide was davon.
Im Übrigen wird bestimmt genauso oft auch aus dem Radio abgeschrieben. Nur da wirkt es als eigene Story der Zeitung und nicht abgepinnt. Zumal ich festgestellt habe, dass die Zeitungen mit ihren Quellenangaben in solchen Fällen mehr als schludrig sind. Bei den Locals die ich kenne wird die Quelle immer angegeben sollte es keine selbst recherchierte Story sein.
 
#11
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Das Konkurrenzdenken der Zeitungleute - ein leidiges und nicht enden wollendes Thema. Bei manchen Zeitungen - gerade denen, die wirtschaftliche Schwierigkeiten haben - hat sich dass in der letzten Zeit noch verstärkt. So nach dem Motto: "Diese unsäglichen Privatradiofuzzis, die können ja nur mit ein paar Reglern die Luft heiß machen - aber nur wir, die Zeitungsleute haben den wahren, den echten, den investigativen Journalismus auf der Pfanne. Und dann noch: Die Radiofuzzis waren jetzt schon bei Metzger, Bäcker, Sportgeschäft XY, die sonst immer bei uns die Anzeigen geschaltet haben - und die haben ihnen fürn Appel undn Ei Radiowerbung aufgeschwatzt - wenn dass so weitergeht sägen die an meinem Redakteursstuhl."

Solange diese Denke bei den Zeitungskollegen immer noch in den Köpfen ist wird sich da nicht viel ändern, selbst wenn ihre Verleger Gesellschafter beim Radio sind.

Was mich immer besonders ärgert, wenn in Zeitungsmeldungen der Privatsender mit "ein Lokal/Privatsender" umschrieben wird - ARD-Stationen beim kleinsten warmen Pfurz aber zitiert werden.
 
#12
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Zitat von Heidi:
Was mich immer besonders ärgert, wenn in Zeitungsmeldungen der Privatsender mit "ein Lokal/Privatsender" umschrieben wird - ARD-Stationen beim kleinsten warmen Pfurz aber zitiert werden.
Das nervt mich auch immer bis zum erbrechen. :wall: Aber irgendwie müssen die Öffentlich-Rechtlichen ja auch ein bisschen was an Promo in den Arsch beglasen bekommen da es ihnen doch soooo schlecht geht mit soooo wenig Gebührengeldern. Ich find´s immer nur schön, dass es die Locals in ihrer Gesamtheit in NRW immer geschafft haben die Nummer 1 zu sein, vor dem WDR, einer der größten "Öffentliche-Gelder-Vernichtungsmaschinen" in der großen bunten Medienwelt!
 
#13
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

dass es die Locals in ihrer Gesamtheit in NRW immer geschafft haben die Nummer 1 zu sein, vor dem WDR, einer der größten "Öffentliche-Gelder-Vernichtungsmaschinen" in der großen bunten Medienwelt!
Lass das mal nicht die Leute vom WDR 2 Thread hören. ;)
 
#14
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Zitat von GMT:
Ich find´s immer nur schön, dass es die Locals in ihrer Gesamtheit in NRW immer geschafft haben die Nummer 1 zu sein, vor dem WDR, einer der größten ... in der großen bunten Medienwelt!
Wohl nur auf dem Papier. Rechne mal die Quoten von WDR 1, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5 und Funkhaus Europa hoch. Alle sechs WDR-Programme und damit der Öffi aus Köln sind demnach wohl die meistgehörten hier.
Mag ja sein, dass alle Locals zusammen vielleicht mehr Hörer als WDR 2 oder ein anderes WDR-Programm haben.
Ich finde es gut, dass es noch öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Für mich ist er auf alle Fälle summa summarum viel informativer und ausgewogener und kommt wesentlich schneller auf dem Punkt. Zum anderen klingen da die Moderatoren "erwachsen". Ich finde es sehr schade, dass der WDR seine morgendlichen, 3-stündigen Lokalsendungen "Guten Morgen aus...." eingestellt hat.
Das war wirklich schönes ÖR-Lokalradio. Wenn da mal aus der Zeitung vorgetragen wurde, gab es auch prompt ne Quellenangabe. So wie auch beim DLF oder der Welle. So gehört sich das !

@Heidi

Glaube kaum, dass sich viele Händler für "nen' Appel und nen' Ei " lokale Hörfunkwerbung, die keinesfalls preiswerter als Printwerbung ist, aufschwatzen lassen. Einmal kostet die Produktion ne ganze Menge Holz und zum Anderen ist die Streuung gerade für kleinere Geschäfte viel zu groß. Papier ist eben da immer noch geduldig. Soll heißen, die Werbebotschaft versendet sich dort auch nicht und wird von mindestens 3 Personen pro Blatt (Statistik) visuell wahrgenommen.
Was nutzt der schönste Werbespot im Lokalfunk wenn eh der Großteil der Bevölkerung hierzulande vor z.B. WDR 4 sitzt ?
Mit einer Zeitungsanzeige erreiche ich auch diese Hörer und die vielen Nutzer des Frühstücks-TV's.

@GMT

Kein Zeitungsredakteur wird freiwillig die von ihm mühevoll recherchierte Story einem Radiofuzzi kostenlos vor Veröffentlichung Preis geben. Dann werden doch auch evtl. noch andere Printmedien auf das Thema aufmerksam, bevor die Story überhaupt erschienen ist und somit ist der Stolz eines jeden Redakteurs verletzt....
 
#15
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Noch ein Gedanke zum ursprünglichen Thema: "Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?" Das sollte es natürlich nicht sein - ein Redakteur, Volontär, Praktikant, der eine Meldung nur aus einem vorliegenden Zeitungsartikel umformuliert - das kanns nun wirklich nicht sein. Die Frage die dahinter steckt ist aber eher: Ist ein Thema zu unaktuell im Radio, wenn die Zeitung schon was darüber berichtet hat? Eindeutiges Nein! Beispiel: Wenn die Lokalzeitung am Morgen - sagen wir mal - über die defekte Umweltpumpe im örtlichen Freibad schreibt, und das Radio das Thema aufgreift und weiter darüber berichtet, ist das völlig OK. Denn es stellen sich ja Folgefragen: Wie lange ist die noch kaputt, wie lange kann nicht mehr geschwommen werden, wieviele Einnahmen gehen dem Freibad durch die Panne verloren, wer ist für den Defekt verantwortlich, was ist dran an den Gerüchten, eine tote Bisamratte stecke im Rohr - 0-Töne von enttäuschten Freibadbesuchern an der Kasse - so kann mans weiterdrehen, auch wenn man das Thema nicht selber ausgegraben hat.

Und es gibt ein weiteres Problem mit der Denke: "Nur weil andere zuerst darüber berichtet haben, ist es Themenklau, wenn das Radio darüber weiter berichtet." Auch falsch. Die Wahrnehmung bei den Hörern läuft ganz anders - wie Steinberg es ja auch geschrieben hat. Kaum ein Hörer würde behaupten: "Mensch die kaputte Umweltpumpe, die hab ich heute in meiner Zeitung gelesen, jetzt berichtet mein Radio auch darüber - die haben doch nur abgeschrieben". Nein, er wird denken: "Die Umweltpumpe in meinem Freibad ist jetzt auch Thema beim Radio."

Wie gesagt: Nur abschreiben gilt nicht - aufgreifen, weiter recherchieren, Thema weiterdrehen, das gilt. :)
 
#16
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Zitat von Heidi:
Wenn die Lokalzeitung am Morgen - sagen wir mal - über die defekte Umweltpumpe im örtlichen Freibad schreibt, und das Radio das Thema aufgreift und weiter darüber berichtet, ist das völlig OK. Kaum ein Hörer würde behaupten: "Mensch die kaputte Umweltpumpe, die hab ich heute in meiner Zeitung gelesen, jetzt berichtet mein Radio auch darüber - die haben doch nur abgeschrieben". Nein, er wird denken: "Die Umweltpumpe in meinem Freibad ist jetzt auch Thema beim Radio."
Was, um alles in der Welt, ist denn bitte eine Umweltpumpe? ;) Ob das nicht eher was mit umwälzen zu tun hat?
 
#17
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

Du hast natürlich recht *rotwerd*. Bin eben nich sone Technische. Hab immer gedacht, die Dinger hießen so. Dafür weiß ich dann halt andere Sachen *grins*. Aber Umweltpumpen gibts www.umweltpumpe1.de
 
#18
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Zitat von Radiofreak11:
Wohl nur auf dem Papier. Rechne mal die Quoten von WDR 1, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5 und Funkhaus Europa hoch. Alle sechs WDR-Programme und damit der Öffi aus Köln sind demnach wohl die meistgehörten hier.
Stimmt vollkommen. Wär ja auch mehr als ein SUPER-GAU wenn der WDR es mit sechs Sendern nicht schaffen würde EINEN Privatsender (nix anderes sind die Locals im NRW-Verbund ja) zu schlagen. Klarer Fall aber es ist wohl korrekter die Sender einzeln zu vergleichen. Macht man beim TV ja auch so. Wär doch heftig wenn man die Quoten der RTL-Familie (RTL, RTL2, Super RTL, VOX und ntv) zusammenzählen würde und dann mit der des ZDF z.B. aufrechnen würde. Außerdem die ARD zählt beim ersten Programm ja auch nur als EIN Sender obwohl da ja die ganzen angeschlossenen Gebühren-Schluck-Stationen zusammen wirtschaften. Also, der Vergleich hinkt! Das hat auch mittlerweile (fast) jeder verstanden.
 
#19
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

In den USA gibt es irgendwo ein Legastheniker/Blinden/Analphabetenradio (WBHR 88.3). Die lesen hauptsächlich in verschiedenen Spachen die Lokalzeitung vor.

Nachdem wir den Amis ja gerne was nachmachen......
 
#20
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

1. Ich glaube, den Hörer interessiert es herzlich wenig, welches Medium zuerst die Meldung hatte. Er will nur gut informiert werden. Ob die Recherche von dpa, der Tageszeitung oder der Radioredaktion gemacht wurde, dürfte ihm egal sein.

2. radio NRW hat WDR 2, WDR 4 und auch 1Live fest im Griff. Das ist eine Leistung, die man nur schwerlich kritisieren kann. Ähnlich überlegen sind nur FFH, Antenne Bayern und R.SH.
 
#21
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei ??!“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst ?

Zitat von GMT:
Dabei wäre es doch wirklich die fast schon perfekte Synergie wenn die Zeitung einen Top-Aufmacher für den nächsten Morgen vorbereitet die lokale Station die Meldung am Nachmittag hat mit dem Hinweis: "mehr dazu lesen sie morgen bei..."
Ein (Lokal-)Sender will doch nicht, daß seine Hörer morgens die Infos aus der Zeitung holen, sondern aus seinem Programm!!!

Nur weil es unterschiedliche Medien sind, heißt das nicht, daß es nicht trotzdem Konkurrenten sind. Und obwohl das Konkurrenz-Denken bei den Zeitungsleuten (meiner persönlichen Erfahrung nach) deutlich ausgeprägter ist, haben die (Lokal-)Radio-Leute es durchaus auch und machen ungerne Werbung für die Zeitung.
 
#22
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

Ähnlich überlegen sind nur FFH, Antenne Bayern und R.SH.
Wobei man sich bei FFH fragt: Warum?

Ein (Lokal-)Sender will doch nicht, daß seine Hörer morgens die Infos aus der Zeitung holen, sondern aus seinem Programm!!!
Der Vorteil des Radio liegt hier in der aktuellen Berichterstattung. Das Radio kann schon über Ereignisse in der Nacht oder am Morgen berichten, während die Zeitung das erst am nächsten bwz. übernächsten (Sonntag) bringen kann. Diesen Trumpf sollte man ausbauen und voll ausspielen.
 
#23
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

Viele Radioleute würden sicherlich gerne heute die Themen on-air haben, die morgen in der Zeitung stehen. Aber wie sieht es denn in den (Lokal-)Radioredaktionen aus. Ich kenne keine (mehr), wo sich vier, fünf Redakteure um den Inhalt der Lokal-News kümmern. Hinzu kommt, dass das Sendegebiet meistens mehrere Tageszeitungen abdeckt: Wenn man dann mal alle Zeitungsredakteure zusammenzählt und den Radioleuten gegenüber stellt...
Auch werden immer noch erst die Zeitungen über irgendwelche Geschichten informiert (z.B die kaputte Pumpe im Freibad).
Wie sinnvoll unter solchen Voraussetzungen Lokal/Regional-News im Radio sind, ist eine ganz andere Frage...
 
#24
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

Zitat von Zapper:
Auch werden immer noch erst die Zeitungen über irgendwelche Geschichten informiert (z.B die kaputte Pumpe im Freibad).
Wie sinnvoll unter solchen Voraussetzungen Lokal/Regional-News im Radio sind, ist eine ganz andere Frage...
Na, das kannste so aber nicht als allgemein verbindlich darstellen. Wenn es tatsächlich noch bei manchen Sendern so sein sollte, dass sie in der Infokette ganz hinten liegen dann haben sie sich nicht gut etabliert in der kleinen lokalen Medienwelt. Da kenn ich ganz andere Beispiele hier aus NRW. Natürlich muss man sich als neues Medium erstmal seinen Platz schaffen aber wenn man das geschickt und kompetent anstellt klappts auch mit dem Infofluss. Und den Sinn von Lokalnachrichten im Radio sollte man auf gar keinen Fall in Frage stellen. da braucht doch nur ein Feuerwehr-Löschzug durch die Stadt zu fahren und wenn die Hörer dann im Kopf haben, "ich mach jetzt mal meinen Lokalsender an da sagen die bestimmt gleich was los ist" dann hat der Sender schon gewonnen. Funktioniert natürlich nur wenn man nah dran ist aber diesen Anspruch an sich und seine Arbeit sollte man doch haben.
 
#25
AW: „Mittendrin und NICHT wirklich dabei?“ - Lokalfunk nur Zeitungs-Vorlesedienst?

Und den Sinn von Lokalnachrichten im Radio sollte man auf gar keinen Fall in Frage stellen. da braucht doch nur ein Feuerwehr-Löschzug durch die Stadt zu fahren und wenn die Hörer dann im Kopf haben, "ich mach jetzt mal meinen Lokalsender an da sagen die bestimmt gleich was los ist"
Leider klappt das bei den meisten NRW-Locals nicht so wirklich, weil über weite Sendestrecken das Mantelprogramm übernommen wird. Da muss man dann erst auf die Lokal-Nachrichten um halb warten.
 
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