MTV geht zurück ins Pay-TV


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#26
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

@TS2010:

Ich erwarte von MTV, dass die Musikvideos spielen und keine eingekauften Reality-Soaps und Comedy. Wenn ich das wollte, könnte ich entsprechende Sender einschalten.

MTV heißt immer noch Music Television. Und ich gehe davon aus, dass man bei MTV die Zuschauerzahlen auch nur grob schätzen kann, da die Einschaltqouten dort nicht greifen, weil zu gering. Daher jetzt die Flucht zum Pay-TV in einer Gruppe vieler Sender. Ich halte davon nichts und brauche auch generell kein Pay-TV neben den regulären GEZ-Sendern.
 
#27
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

MTV heißt immer noch Music Television.
Nope! In den USA hat MTV seit diesem Jahr ein überarbeitetes Logo, bei dem u.a. die Tagline "Music Television" weggefallen ist; MTV steht nun nur noch für MTV. In 15 Jahren werden wohl Jugendliche mit Staunen bei Wikipedia nachlesen, dass das "M" in MTV mal "Music" repräsentierte, so wie das "L" in RTL mal für "Luxemburg" stand und das "K" in EDEKA für "Kolonialwaren".
 
#28
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

Zitat von freiwild;538287 MTV steht nun nur noch für MTV. [/QUOTE:
Das macht auch wirklich Sinn. :D;)

Ich begrüße die Entwicklung bei MTV: Die Produktion von Reality-Shows, Dokumentationen, Cartoons und (neuerdings auch) Serien ist wesentlich aufwändiger und das Programm damit auch hochwertiger als vorher.
Also ich behaupte mal bestimmte Musikvideos sind hochwertiger als die Doku-Soap-Scheiss der jetzt von morgens bis abends läuft. Dafür gibt es auch RTL 2. Musikvideos würde doch auch die Zielgruppe erreichen. Die Frage ist, ob es sich heutzutage noch lohen aufwendige Musikvideos zu produzieren. Da nimmt doch eh kaum einer Notiz von. In den 80ern war das sogar eine echte Kunstform. Da wurde auch noch jedes Jahr das beste Video prämiert. Na ja, das ist lange her und Musik hat nicht mehr den Stellenwert von damals.
 
#29
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

Diese miesen "Wer kriegt sie"-Dokusoaps sind billig eingekaufter Muell - daran kann's also nicht liegen!
Der Stellenwert der Musik ist schon und immer noch da, aber gescheut werden wohl die wachsenden Abgaben und Rechtsstreitigkeiten mit den Musikverlagen etc.
Andersrum wird ein Schuh draus: Wenn Musiksender zu Pay-TV werden, lohnen sich teure und hochwertige Musikvideos nicht mehr - so wird Kunst zu Kitsch und MTV bald gaenzlich Vergangenheit.
 
#30
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

Die Frage ist, ob es sich heutzutage noch lohen aufwendige Musikvideos zu produzieren. Da nimmt doch eh kaum einer Notiz von. In den 80ern war das sogar eine echte Kunstform. Da wurde auch noch jedes Jahr das beste Video prämiert. Na ja, das ist lange her und Musik hat nicht mehr den Stellenwert von damals.
Das würde ich so nicht sagen. Musikvideos werden nach wie vor konsumiert. Es gibt heute mehr Musikfernsehsender als je zuvor (im deutschsprachigen Raum z.B. iMusic1, Motor TV, Deluxe Music, gotv - und für die ganz schmerzfreien Jamba-TV). Die sorgen für die Beriesung. Und für's gezielte Musikvideoschauen gibt's Youtube&Co; schöne Videos erreichen dort schon mal gerne achtstellige Abrufzahlen.
 
#31
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

Livemitschnitte bezeichne ich nicht als "aufwaendig produzierte Musikvideos" -
und die machen bei der Ueberzahl der hier genannten TV-Stationen schon rund die Haelfte des Musikanteils aus...
 
#33
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

MTV, Viva - Mal überlegen ?! Bei mir früher gesehen, wegen Futurama - Jack ass - I bet you will und natürlich wegen den flotten Liedern der 90er, aber seit Jahren nervt mich diese Jamba (Ramba-Zamba Abzock-Abo) -Geschichte. Der Konsum holt halt alle früher oder später ein, da ist Image nicht mehr viel mehr Wert als nen Werbevertrag.

Bravo MTV
 
#35
AW: MTV geht zurück ins Pay-TV

Achso? Komisch, die Quote von MTV scheint zunehmend zu sinken. Anonsten würde man sich nicht ins PayTV verkrümeln, wo man monatlich seinen festen Obolus vom Programmpaket-Anbieter bekommt, völlig gleich ob nun einer zuschaut oder nicht.
In der Tat sind die Einschaltquoten von MTV in den letzten zwei Jahren gesunken, nachdem man wieder verstärkt Musiksendungen ins Programm genommen hat. Die Quoten haben aber vermutlich mit der Pay-TV-Entscheidung relativ wenig zu tun. Das ist Teil einer europaweiten Strategie, denke ich. In Großbritannien verhält es sich genauso, dass MTV im Pay-TV zu finden ist und Viva der Free-TV-Kanal ist. Und der amerikanische Mutterkonzern hat vermutlich die deutsche Free-TV-Kultur auch nicht so wirklich verstanden und drückt nun das amerikanische Modell durch. Ich glaube allerdings nicht, dass das lange Bestand haben wird in Deutschland.

In einem Punkt kannst du dir absolut sicher sein. Junge Eltern, die ernsthafte Probleme haben mit sich und mit ihrem Nachwuchs, schalten als allerletztes MTV ein, um zu schauen wie man die Probleme lösen kann.
Es geht auch eher um die Teens, die sich unbedingt ein Kind wünschen und sich nicht klar machen, was eine Schwangerschaft eigentlich für Konsequenzen mit sich bringt. Dazu hier auch ein Bericht von NPR. Deine Argumentation zeigt mir aber auch nur, dass du dich mit diesen Sendungen nicht wirklich beschäftigt hast. Die sollten nämlich nie darauf abzielen, Teenager-Eltern Hilfestellung zu geben.

Also ich behaupte mal bestimmte Musikvideos sind hochwertiger als die Doku-Soap-Scheiss der jetzt von morgens bis abends läuft. Dafür gibt es auch RTL 2. Musikvideos würde doch auch die Zielgruppe erreichen. Die Frage ist, ob es sich heutzutage noch lohen aufwendige Musikvideos zu produzieren. Da nimmt doch eh kaum einer Notiz von. In den 80ern war das sogar eine echte Kunstform. Da wurde auch noch jedes Jahr das beste Video prämiert. Na ja, das ist lange her und Musik hat nicht mehr den Stellenwert von damals.
Videos sind heute noch ebenso eine Kunstform, schau dir doch nur mal die aufwändig inszenierten Videos von Lady Gaga an. Und das beste Video wird auch heute noch prämiert. Ist also nicht alles "lange her", sondern existiert heute noch genauso wie früher.
Und dass Musikvideos hochwertiger sind als Doku-Soaps will ich mal ganz schwer bezweifeln. Für den Sender, der sie abspielt, sind Musikvideos allemal billiger als Produktionen aus den USA zu übernehmen oder einzukaufen und zu synchronisieren/untertiteln. Wie sehr das aufs Budget schlägt, sah man ja bei TIMM, die nur wenig ihrer eingekauften Ware synchronisieren konnten, und sich darüber hinaus auch mit ihren eigenproduzierten Nachrichten völlig übernommen haben.
 
#37
Noch’n Artikel zum Thema Musikvideo

Auf englisch, aber in meinen Augen interessant: Music videos – From cash cow to cachet – The fall and rise of the music video

Auszug:

Zitat von The Economist:
At its commercial peak, in the late 1980s and early 1990s, the music video simply gushed cash. It was essentially an advertisement for recorded music, supplied free by a record company to a channel—MTV—for which viewers paid, and which also showed actual advertisements.

But then CD sales collapsed. Record companies slashed budgets and stopped giving away videos. MTV found a sideline in reality television, which has gradually taken over its schedule, particularly in America. Its flagship channel has all but abandoned music videos.

They found a home on YouTube, among clips of rambling teenagers and off-message politicians. That was fine for consumers, who could call up videos whenever they liked. It was not so good for media firms, which watched a torrent of revenue turn into a trickle.
 
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