Muss der Mensch in den Weltraum?


#26
Und dann wiederholt CBS Orson Wells "Krieg der Welten", angeschlossen sein werden alle RTLs dieser Welt...
Obwohl, ein zweites Mal funktioniert das eh nicht. :D
 
#27
Juri, Neil, Buzz & Michael, Walentina, Sigmund & Waleri - die hatten Mut und haben etwas völlig neues gewagt, wovon (fast) die ganze Menschheit noch immer profitiert. Wir sollten auch nicht so sehr den militärischen Aspekt von Weltraumexpeditionen in den Vordergrund stellen. Ich erinnere hier nur an die Sojus-Apollo-Missionen oder das Interkosmos-Programm... Aber vielleicht geht auch nur meine Phantasie mit mir durch. Als Schüler hatte ich Physik beim Herausgeber des einzigen Science-Fiction-Magazins der DDR.
 
#30
Ham wa mal wieder gelacht!

Dabei war das Beispiel "Interkosmos" doch gar nicht so schlecht. Erdfernerkundung mit der "MKF-6" (siehe Wikipedia) mit Sigmund Jähn... (Er ist übrigens auch General a.D., aber das ist ein anderes Thema.) War damals Weltspitze.

Wenn ich mir die Postings hier im Thread so durchlese, dann frage ich mich durchaus, woher die Abneigung einiger Leute gegenüber der Weltraumforschung eigentlich herkommt. Habt Ihr Angst vor Aliens? Kein Bange, die kommen nicht (morgen). Die werden nie kommen, wenn sie schlau sind. Was sollen sie auch von der Erde ("Uns") wollen? Bitte - dafür fliegt man doch nicht Lichtjahre weit. Metalle etc. gibt es sicher auch auf jedem x-beliebigen Mond "dort in der Nähe". Das wissen auch die Aliens.

Genau so wenig wird die Menschheit in den nächsten paar Mrd. Jahren die Notwendigkeit sehen das Sonnensystem verlassen zu müssen. Dafür gibt es absolut keinen Grund. Die Sonne scheint noch lange, das Planetensystem ist stabil (wir befinden uns in einer ruhigen Gegend der Michstraße; hier fliegt demnächst kein Stern "durch"), Jupiter mimt den Staubsauger... Ob wir überhaupt so lange überleben (der Faktor L weiter oben), kann ich nicht sagen. Es reicht (zunächst) völlig, wenn sich die Menschheit auf den Nachbarplaneten ansiedelt. Reisen zu erdähnlichen Planeten in anderen Galaxien sind (heute noch) reine Utopie. Darüber müssen wir uns wirklich noch keine Gedanken machen.


Sodele, nun bitte etwas mehr Forscherdrang!
 
Zuletzt bearbeitet:
#33
Lustig, dieses Video. Und das Thema so "kapitalistisch" erklärt. Das verstehen die Kinder ganz sicher. Entschuldigung, wie kommt man darauf, daß die "Mondbasis" Rohstoffe in Richtung Erde "exportieren" muß, um sich selbst zu finanzieren? Das setzt zunächst das Eigentum an Boden und Produktionsmitteln (schlicht "Kapitalismus") voraus. Wer "verteilt" dieses Eigentum auf dem Mond eigentlich? Doch nicht etwa der "Steuerzahler" in der EU, den USA oder sonstwo. Ich hätte dann gern eine "Mondaktie" zum Vorzugspreis...


Wenn ich hier schon den mangelnden „Forscherdrang“ einiger Leute kritisiere, dann muß und will ich mir natürlich auch die Zeit nehmen, um auf einige der „Gegen-Weltraumforschung“ - Argumente einzugehen.

Ein Wochenende unter dem fast sternenklaren Himmel im Garten bietet sich dazu regelrecht an. Das inspiriert, regt die Phantasie an. *hüstel*

Die Grillen zirpen, das Bier ist gut gekühlt, der Mond stört gerade nicht mit seinem Licht, die Sterne funkeln. Der „Große Wagen“ steht wie immer hoch oben am Nordhimmel, zeigt mir mit seiner Hinterachse die Richtung zum Polarstern. Alles ist so wie immer – seitdem ich denken kann. Wirklich? Alles ist so friedlich. Wirklich?

Das könnte der Anfang eines SciFi-Romans sein, der Absatz oben dient hier aber nur als plumper Aufhänger. Zunächst ist Andeas "dran"...


Stellt sich nur die Frage, warum man diese Bereiche mit erdähnlicher Atmosphäre und Vegetation nicht einfach gleich hier einrichtet, auf der Erde? So für den Fall des Falles. Wenn wir es nicht schaffen, hier z.B. einen massiven Vulkanausbruch oder Kometeneinschlag zu überleben, brauchen wir auch nicht ins Weltall, dort ist es sicherlich deutlich ungemütlicher.
Zu kurz gedacht. Das Weltall ist ungemütlich, lebensfeindlich – ja. Wir können (heute) aber versuchen auszuweichen, um zu überleben!

Das Problem ist einfach, daß es auf der Erde absolut keinen sicheren Platz gibt, wenn ein „größeres“ Objekt mit kosmischer Geschwindigkeit einschlägt. Bei diesen dabei freigesetzten Energiemengen (genauer: Umwandlung von kinetischer Energie in Wärme) ist es völlig egal, ob das Objekt in den Ozean knallt, oder auf die Landmasse. Evt. wird sogar die rund 10 km dicke Kruste durchschlagen. Gewaltige, nie zuvor gekannte Schockwellen werden durch den Erdkörper jagen und damit auch sekundär (nicht nur auf der anderen Seite der Erde) gewaltige Erdbeben/ Vulkanausbrüche „triggern“. Die Erdkruste (Stichwort: „Plattentektonik“) „entspannt“ sich dann. Kein Stein bleibt auf dem anderen, kein Bunker/Bergwerkstollen ist sicher genug, selbst die ASSE fliegt uns dann um die Ohren!

Vom Einschlagsgebiet ausgehend, werden glühende Gesteinsbrocken mit kosmischer Geschwindigkeit ausgestoßen und schlagen nach ein oder zwei Erdumrundungen irgendwo ein. Brände entstehen. Riesige Brände. Niemand kann die löschen. Rauch verdunkelt die Atmosphäre.
Bei einem Einschlag im Ozean verdampfen schlagartig etliche Milliarden Tonnen Wasser. Unvorstellbare Energien. Tsunamis werden weit in die Kontinente „schwappen“.

Eine gigantische Luftdruckwelle rast mit einem Mehrfachen der Schallgeschwindigkeit um die Erde. An der Wellenfront herrschen (anfangs) durch die hohe Kompession der Luft Temperaturen von mehreren tausend Grad. Alles was im Weg steht, fliegt einfach weg – verbrennt. Etwas später wird daraus eine normale „Schallwelle“, die auch noch in tausenden Kilometern Entfernung als dumpfer Knall zu hören ist. Schwankungen des Luftdrucks lassen sich weltweit nachweisen und umrunden die Erde auch mehrfach. Bevor man aber den Knall „am anderen Ende der Welt“ hört, sind die seismischen Wellen des Einschlags schon längst da...


Das waren etwas „hochgerechnet“ und stark verkürzt die bekannten Effekte bei einer Atombombenexplosion bzw. bei einem großen Meteoriteneinschlag.

Es wird danach jedenfalls für sehr lange Zeit dunkel und kalt auf der (Rest-) Erde. Keine Sonne -> keine Photosyntese -> keine Pflanzen. Keine Nahrung. Keine Dinos mehr seit 60 Mio Jahren!

Keine höhere Lebensform kann solch einen Crash überleben.

Wir als Menschen können das auch nicht. Wir können heute aber „ausweichen“, wenn es notwendig sein sollte! Wir sind intelligent genug. Die Dinos konnten das nicht.


Und nun Andreas?

Ist Weltraumforschung evt. doch nicht so unnütz?
 
#34
Im Video geht es nicht darum ethischer zu leben, sondern ("...ein gigantischer Spielplatz") allein darum, mit andern materiellen Mitteln als bisher, auf Nutzen und Lebensvorteil aus zu sein.

Ein Witz, der den Fortschritts-Optimismus beschreibt, den wir heute brauchen:
Ein Europäer trifft einen Chinesen
Fragt der Chinese: "Nun, was gibt es Neues bei Euch?"
Sagt der Europäer: "Nun, wir haben das Porzellan, das Schießpulver und das Auto erfunden - und demnächst fliegen wir zum Urlaub auf den Mond."
"Ach", sagt der Chinese, "das haben wir alles längst wieder vergessen."
 
#35
@Zwerg#8
Ich halte Weltraumforschung ganz und gar nicht für unnütz. Ich halte aber die Besiedelung des Mondes oder anderer Nachbarhimmelskörper in *größerem Ausmaß* und v.a.als Alternative zur Erde für unrealistisch.
Wir haben aktuell eine Bevölkerung von knapp 8 Milliarden Leuten auf der Erde, Tendenz massiv steigend. Wo sollen die alle hin? Wie sollen die alle ernährt werden?

Es wird ein kleiner, elitärer Zirkel sein, der sich eine Alternative zum Kometeneinschlag leisten kann. Es wird im Chaos enden, wenn darüber entschieden wird, wer mit darf und wer nicht.

Und für dieses Szenario muss man nicht ins All. Selbst wenn nach dem Einschlag erst mal alles dunkel ist: es ist auf jedem der realistisch erreichbaren anderen Himmelskörper immer noch um Potenzen unwirtlicher. Das Überleben eines kleinen Teils der Menschheit nach so einem Ereignis steht und fällt doch eigentlich nur mit der Energieerzeugung. Zur Not verbrennt man halt alles, was man irgendwo findet, der Co2-Abdruck dürfte dann recht egal sein. Hat man Energie, kann man eine künstliche Welt erschaffen, die einigen wenigen das Überleben sichern kann. Vielleicht ist schon nach einer Generation oben wieder alles halbwegs paletti... Dann kann sich die Million an Auserwählten aufmachen, die Erde wieder neu zu besiedeln.
 
#36
Diese winzige Bazillenkolonie names Mensch auf einem Planeten namens Erde hat doch wirklich keine Chance, außerirdischen Lebensraum zu besiedeln. Die in der letzten Sekunde seit Bestehen unseres Planeten entwickelte Lebensform Mensch hat es in der Hand, die von ihr eingeleitete Vergiftung ihres eigene Lebensraums einzudämmen. Sollte dies ob der einmalig günstig entwickelten Intelligenz dieser Lebewesen nicht gelingen, wird sie vermutlich schneller als wir fürchten verschwinden. Die "Natur" als solche hat da keine Emotionen. Sie wird weitere Millionen Jahre auf diesem Planeten bestehen und möglicherweise entwickelt sich in Jahrmilllionen erneute Intelligenz. Bestenfalls.
Heute jedenfalls ist Handlungsbedarf bei Alarmstufe rot. Weltraumforschung: bitte gern. Vielleicht helfen wissenschaftliche Erkenntnisser dieser Forschung, die Dinge unterhalb der Stratosphäre besser in den Griff zu bekommen.
 
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