Nach der Wahl


#1
Richtig furios, wie Martin Schulz in der Wahlrunde und später Manuela Schwesig bei Anne Will ihre künftige Opositionsrolle verteidigt haben. So gut war die SPD im ganzen Wahlkampf nicht, wie jetzt an diesem Abend der Niederlage. Wo hat der Schulz plötzlich die Eier her?
Meine Meinung: Unterhaltsamer Wahlabend.
 
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#2
Schulz war angepisst und fustriert und benutzte die Kanzlerin als Blitzableiter für das eigene Unvermögen, seiner Kampagne eine klare Richtung zu geben und seine Kontrahentin auf kontroversen Politikfeldern zu stellen. Den Radaubruder zu miemen und in verspätetes Wahlkampfgetöse zu verfallen ist jedenfalls ganz schlechter Stil. Es kann doch nicht Aufgabe des politischen Gegners sein ihm Wahlkampfmunition zu liefern, wenn er die brisanten Themen nicht selbst aufspürt und ausschlachtet ist er als Kandidat eben nicht geeignet.
 
#3
@Mannis Fan : Ist es nicht etwas verwegen, mit Sendermitarbeitern, die im Berufsleben eine neutrale Position einnehmen/darstellen müssen/sollen, über ein politisches Thema sprechen zu wollen? Natürlich geben die ihre eigene Meinung nicht vor dem Sendergebäude, aber es wäre doch fatal für sie, wenn plötzlich herauskäme, in welcher Weise sie sich hier im Forum zum Thema positioniert haben. Daher ist dieser Faden voraussehbar nutzlos (weil außer Heinzgen keiner so blöd sein wird, hier etwas hinzuschreiben).
 
#4
Ich bin mal gespannt, was jetzt werden soll. SPD will nicht mehr und Jamaika scheint mir eher unpraktikabel. Grüne, FDP und CSU in einer Koalition? Das könnte einen sehr hohen Unterhaltungswert haben. :)

Verwundert hat mich das gute Abschneiden der AFD nicht. Richtig erschreckend, waren aber die Aussagen von Herrn Gauland.

"Wir werden sie jagen" (wen meint er, Merkel oder die Ausländer oder gar beide?) und "wir holen uns unser Land zurück" erinnert mich doch sehr an die finstersten Kapitel unserer Geschichte. Da läuft es einem echt kalt den Rücken runter. Anstatt das man sich erstmal gemässigt gibt, haut man direkt am Wahlabend solche Sprüche raus.
 
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#5
Ist es nicht etwas verwegen, mit Sendermitarbeitern, die im Berufsleben eine neutrale Position einnehmen/darstellen müssen/sollen, über ein politisches Thema sprechen zu wollen?
Mal abgesehen davon, dass hier im Forum mitnichten lauter Mitarbeiter irgendwelcher Sender unterwegs sind - höchstwahrscheinlich sogar eher die Minderheit - gilt auch für Angestellte von Medien: Sie dürfen eine Meinung haben und sie dürfen diese Meinung auch frei äußern.
Oder sollen sie sich intellektuell und politisch kastrieren?
 
#6
Den Radaubruder zu miemen und in verspätetes Wahlkampfgetöse zu verfallen ist jedenfalls ganz schlechter Stil.
Radaubruder war Schulz schon immer. Eigentlich kam er während des gesamten Wahlkampfs deutlich zahmer bis zahnloser rüber als er eigentlich ist bzw. als er sich früher gegeben hat. Wahrscheinlich kam aus seinem Schatten der Hinweis darauf, daß er einen sachlichen Wahlkampf führen und es mehr mit Argumenten als mit seiner üblichen Beißtechnik versuchen soll. Hat er zugegebenermaßen ganz gut durch die kritische Zeit gebracht. Es fehlten halt nur ein paar vernünftige Themen, daher blieb er blaß und hat verdientermaßen ... ach, egal.
Aber der "Ideen-Staubsauger" hat mir trotzdem gut gefallen :D

Gruß
Skywise
 
#7
Mal abgesehen davon, dass hier im Forum mitnichten lauter Mitarbeiter irgendwelcher Sender unterwegs sind - höchstwahrscheinlich sogar eher die Minderheit - gilt auch für Angestellte von Medien: Sie dürfen eine Meinung haben und sie dürfen diese Meinung auch frei äußern.
Oder sollen sie sich intellektuell und politisch kastrieren?
Das würde ich ähnlich sehen wollen. Die meisten sind hier ja als Privatpersonen unterwegs. Und als Privatperson hat man auch eine Meinung, die man wiederum frei und offen kundtun kann, wenn man es denn will.
 
#9
Offensichtlich will sie jetzt erst recht! Einer Opposition kommt in der Politik ein ebenso wichtiger Stellenwert zu wie Regierungsarbeit. Oppositionsarbeit wird ab sofort auch schwieriger, um die AfD im Zaum zu halten!
Ja, da hast du natürlich Recht. In der Opposition muss man nicht soviel Rücksicht nehmen. Die Frage wird sein, ob die SPD dann nicht völlig in er Wahrnehmung verschwindet und möglicherweise noch weiter absackt. Insgesamt ein rabenschwarzes Jahr 2017 für die SPD. Alle Wahlen verloren, darunter das Stammland NRW und jetzt auch noch im Bund abgewatscht. Schlimmer hätte es kaum laufen können.
 
#10
Die Frage wird sein, ob die SPD dann nicht völlig in er Wahrnehmung verschwindet und möglicherweise noch weiter absackt.
Das glaub' ich nicht so richtig. Im Gegenteil denke ich, daß es ihr gar nicht mal so schlecht bekommt, sich in der Opposition zu sammeln und die sozialen Themen wieder in den Fokus zu rücken. So ein bißchen seitlich gedacht könnte ich mir auch gut vorstellen, daß das eine Art "Generalprobe" werden soll zwecks Zusammenspiel mit den Linken, denn die Rufe nach irgendwas Rot-Rot-(X)-Mäßigem sind in den letzten Jahren auch nicht weniger geworden.
Also - verstehen kann ich den Rückzug in die Opposition schon, allerdings finde ich die Art und Weise der Absage nicht besonders schön, denn letzten Endes sind jetzt Schwarz, Gelb und Grün aufgerufen, gefälligst eine Koalition zu bilden oder eine Regierung aus der Minderheit heraus zu probieren ...
Oder Neuwahlen anzusetzen, aber das wird (hoffentlich) nicht passieren.

Gruß
Skywise
 
#11
ich finde es gut, dass die SPD ihre Niederlage einsieht und in die Opposition geht. Auch um die AfD im Zaun zu halten. Ob Jamaika funktioniert, werden wir sehen. Irgendwann ist halt immer das erste Mal und am Ende sagen vielleicht die Menschen: war ja doch nicht so übel. Also abwarten und Tee trinken. Neuwahlen halte ich dagegen für falsch. Dann wiederum sagen vielleicht die Leute, die Union, FDP oder Gründe gewählt haben: Na dann, gehen wir halt auch zur AfD, wenn ihr uns nicht wollt. Nein Danke!
 
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#12
Mein Mitleid für die SPD hält sich in Grenzen. Was sollte das "Geschwafel" von den "kleinen, hart arbeitenden" Menschen, denen diese Partei ein besseres Leben bereiten wollte? Die SPD hat doch ab 1998 erst die Weichen gestellt, dass die Bundesrepublik heute so ist, wie sie ist und dabei vergessen, auch die "kleinen, hart arbeitenden" Menschen mitzunehmen.

Es läuft ja jetzt auf Jamaica hinaus; damit wird die Gesellschaft sozial sicherlich noch etwas kälter, denn FDP und auch die Grünen stehen nicht unbedingt für "soziale Wärme".

Die AfD als dritte Kraft beginnt sich schon einen Tag nach der Wahl zu spalten. Was Gauland gestern absonderte hörte sich auch nicht nach konstruktiver Arbeit für die Gesellschaft an. Erschreckend ist, dass die Oberlausitz und die Gebiete an der Oberelbe fest in AfD-Hand sind, genau so wie der Fakt, dass diese Partei im restlichen Mitteldeutschland zweite Kraft hinter der CDU ist.

Was die gestrigen Demonstrationen gegen den Einzug der AfD sollten, erschließt sich mir nicht, da jeder achte Wähler für diese Partei stimmte. Der Protest sollte sich gegen die "etablierten" Parteien richten, die es durch ihre (schlechte) Arbeit mit dem oder am Volke den Erfolg erst möglich machten.

Was für eine Schlappe übrigens für die CSU, deren Spitenkandidat Herrmann es nicht nach Berlin schaffte.
 
#13
Überraschend ist der Erfolg für die AFD wahrlich nicht.

Aber ich sehs jetzt auch nicht so tragisch, dass sie drin sind. Ein Programm haben die eh nicht vorzuweisen, zudem sitzen sie in der Opposition und daher werden die meisten Gesetze, die sie in den Bundestag einbringen eh abgelehnt. Insofern kann man nach dem anfänglichen Schreck eigentlich gelassen bleiben. Die zerfleischen sich schon selbst, haben ja gestern schon damit angefangen, dann hat sich das Thema bald von selbst erledigt.
 
#14
Überraschend ist der Erfolg für die AFD wahrlich nicht.
Stimmt. Wer mit offenen Augen - also nicht nur durch die "Tagesschau-Brille" - durch die Bundesrepublik reist und obendrein als alter Ossi sowieso eine besondere Antenne für "Befindlichkeiten" hat, konnte diese Entwicklung im Osten Deutschlands seit Jahren erkennen. Und es ist eine altbekannte Tatsache, daß gerade im Osten Deutschlands (also entlang der Oder) schon immer (nicht nur nach der Wende) "national" gewählt wurde. Das sind möglicherweise alte "Rechnungen", die man dort (nach dem 2. WK) mit (den) Polen offen hat. Ich weiß, das klingt bescheuert. Aber wer sowas ignoriert und immer nur "EU - wir sind ein Europa" propagiert, verkennt die Realität!

Nach dem EU-Beitritt Polens ging es gerade im Osten schnell bergab. Ich weiß, daß die "Arbeitnehmerfreizügigkeit" erst später in Kraft trat. Aber wen interessiert(e) das wirklich? Das Finanzamt und der Zoll sind in Sachen "Schwarzarbeit" völlig überfordert. Die Bundes-Polizei hat auch keine Zeit. Die müssen erstmal die 15 Mio Überstunden aus dem letzten Jahr abbauen. In den Ländern (auch CDU regiert) hat man in den letzten Jahren auch reichlich Polizei abgebaut. Und nur mal so am Rande bemerkt: In Thüringen - Polizei ist Ländersache - stieg vor ein paar Wochen bei einer Unfallaufnahme ein Polizist, geschätzt um die 70 Jahre alt und daher praktisch aus der Rente geholt, mit "Kippe im Maul" aus dem Polizeifahrzeug. Kein Scherz. Sowas geht wohl nur im wilden Osten. Aber klar: Die neuen Polizisten brauchen ja erstmal 3 Jahre Ausbildung. Bis es soweit ist, muß halt der Volkssturm an die Front... Nein, nein - das ist nicht lächerlich, sondern Ernst.

Das "Lohndumping" schwappt derweil langsam aber sicher auch in Richtung Westen...

Ich sage ja hier im Forum schon immer, daß die Osterweiterung der EU viel zu schnell und praktisch planlos verlief. Aus rein ökonomischer Sicht - und bei diesem Punkt bin ich durchaus einer Meinung mit Wolfgang Schäuble - geht sowas nicht gut. Bei der "Osterweiterung" ging es praktisch nur darum, vor den "Russen" dort einen Fuß in die Tür zu stellen - koste es was es wolle. Neudeutsch: Die EU wollte aus strategischen Gründen "prefaktisch" tätig sein.

Die zerfleischen sich schon selbst, haben ja gestern schon damit angefangen, dann hat sich das Thema bald von selbst erledigt.
Das "Thema" hat sich selbst mit einer "Selbstzerfleischung" der AfD eben nicht von selbst erledigt!
 
#16
Also - verstehen kann ich den Rückzug in die Opposition schon, allerdings finde ich die Art und Weise der Absage nicht besonders schön, denn letzten Endes sind jetzt Schwarz, Gelb und Grün aufgerufen, gefälligst eine Koalition zu bilden oder eine Regierung aus der Minderheit heraus zu probieren ...
Oder Neuwahlen anzusetzen, aber das wird (hoffentlich) nicht passieren.
Eigentlich MUSS die SPD aber doch so agieren. Wenn die jetzt schon springen, wenn Merkel GroKo sagt, wird es doch bei dem desaströsen Wahlergebnis sehr schwierig, ihre von CDU/CSU abweichenden Forderungen in den Koalitionsvertrag einzubringen. Nur wenn Neuwahlen drohen und die GroKo sozusagen der letzte Ausweg ist, kann die SPD trotz des schlechten Ergebnis die eine oder andere Bedingung stellen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch abgelehnt würde.
 
#17
@Tweety
deswegen sage ich auch meinen ausländischen Freunden gar nicht mehr, dass ich ein Ossi bin. Diese Hohlbirnen sind einfach nur zum wegschämen. Man kann ja verstehen, dass Unzufriedenheit darüber herrscht, weil Lohn und Rente immer noch nicht auf das West-Niveau angeglichen wurde. Aber den Frust an Ausländer abzulassen, ist einfach eine Schweinerei. Willkommen im Bundestag, Hetzpartei AfD. :wall:
 
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#18
@Berlinerradio

Beim Umfragen hört man ja immer wieder als Grund die Angst vor Überfremdung und/oder dem Islam. Dabei leben in z.B. in Sachsen kaum Muslime und nur wenig Ausländer. Das bewegt sich im unteren einstelligen Prozentbereich. Die sollen mal ins Ruhrgebiet kommen, dass muss für die dann ein richtiger Kulturschock sein, wo in vielen Stadtteilen kaum noch Deutsche leben. Aber selbst in den sozialen Brennpunkten im Ruhrgebiet konnte die AFD nicht so stark zulegen wie im Osten. Selbst in Köln, wo man einen Rechtsruck sicherlich nachvollziehen könnte, blieb die AFD mit rund 7 % sogar deutlich hinter dem bundesweiten Ergebnis.
 
#19
dann sei froh, dass du im Pott lebst. Ich bin nach Bayern ausgewandert und habe kein Problem unter den Ausländern zu leben. Sie können uns sogar weiterhelfen. Es heißt ja immer, Deutschland leide trotzt Wirtschaftsboom unter einem Fachkräftemangel....die AfD will sie aber nicht integrieren, sondern rausschmeißen. Fachkräftemangel hin oder her.
 
#20
@Zwerg#8
Deine Analyse ist in weiten Teilen richtig. Dennoch ist das kein Grund AfD zu wählen. Und das sage ich als Ostdeutscher! Alle die, die dort ihr Kreuz gemacht haben und insbesondere die in Sachsen, werden noch ihr blaues Wunder erleben. Wenn nur einer von den Wählern sich mal die Mühe gemacht hätte, das Wahlprogramm der AfD zu studieren, hätten sich das viele vermutlich anders überlegt. So ist das massenweise wählen der AfD nichts weiter als schmuddeliger Trotz, um es "denen da oben mal zu zeigen". Das ist aber weder hilfreich, noch löst das auch nur eines der spezifisch ostdeutschen Probleme. Ganz im Gegenteil, es wird auf lange Sicht noch verschärft. Die AfD wird keine Renten angleichen. Im Gegenteil, sie hat noch nichtmal ein Rentenkonzept. Und in Sachen Lohnangleichung findet sich bei der AfD ebenfalls nichts. Dem Wahlprogramm nach ist sie eine noch radikalere FDP mit völkisch-nationalem Einschlag, weiter nichts.
Den weit verbreiteten Selbstbetrug, dass keine der "etablierten" Parteien sich konkret mit den ostdeutschen Problemen beschäftigen wollte und deshalb so hoch AfD gewählt wurde, kann ich ehrlich gesagt auch nicht mehr hören, weil es schlichtweg nicht stimmt. Im Zweifel sind es immer noch die Linken, die für jeden "Sozialfall" ein offenes Ohr haben, weil sie letztlich daraus ihre Existenzberechtigung stricken. Das die es nicht geschafft haben sich richtig zu verkaufen, ist wieder eine andere Sache. Da mag der merkwürdige Zick-Zack-Kurs von Sahra Wagenknecht sicher eine Rolle spielen. Aber wer tatsächlich auf "soziale Geschenke" aus gewesen wäre, hätte die Linke wählen müssen, weil nur diese derartiges im großen Umfang versprechen.
Es war die schlichte Dummheit und Blauäugigkeit der Ostdeutschen, die zu diesem Ergebnis geführt hat, weil der Osten auch ein Vierteljahrhundert nach der Einheit noch immer jedem Demagogen und dahergelaufenen Marktschreier bedingungslos Glauben schenkt, solange er nur laut genug und pampig genug herumschreit. Es mag ja richtig sein, dass der Westen in den 90ern schlichtweg versäumt hat, dem Osten mal zu erklären wie diese Demokratie tatsächlich funktioniert. Und es mag auch sein, dass das ständige Behandeln des Ostens aus Richtung Westen von oben herab, durchaus eine Rolle spielt bei diesem Ergebnis. Aber andersherum machen sich die Bayern auch seit Urzeiten über die an der Küste lustig und umgekehrt. Deshalb wählt von denen aber trotzdem kaum einer radikal. Und an der Küste sind die Gehälter auch andere als beispielsweise in München. Im Osten ist man offenbar zu faul zu hinterfragen, auch und insbesondere die AfD zu hinterfragen. Und das verursacht langsam aber sicher ernsthafte Schmerzen bei denen, die es sich eben nicht so einfach machen wie all die, die nun AfD gewählt haben.
Der skurille Irrglaube, dass die AfD sich schon selbst zerlegen wird und sich damit das Problem von selbst erledigt, löst übrigens genau keines der Probleme. Und wenn es die restlichen Parteien nicht schaffen, Gestalten wie Höcke glaubhaft den Wind aus den Segeln zu nehmen, dann wird auf kurz oder lang ein großer Knall kommen in diesem Land, völlig gleich ob mit AfD oder ohne. Die Chance die die AfD selbst hatte, sich ganz konkret und nachhaltig von Leuten wie Höcke zu distanzieren oder zu trennen, hat die Partei ja leider vertan bzw. durch verschiedenste Äußerungen in dieselbe Richtung noch befeuert.
 
#21
Grundsätzlich können wir froh sein, dass die AFD kein vernünftiges Personal hat und sich teilweise selbst im Weg steht. Mit einer richtigen charismatischen Führungspersönlichkeit (wie z.B. früher Haider in Österreich) wären sicherlich noch deutlich bessere Ergebnisse drin. Das Potenzial für eine Partei rechts von CDU/CSU ist ohnehin größer als es das Ergebnis der AFD jetzt wiederspiegelt. Allerdings mit so Leuten wie Höcke, Petry und Gauland, kann man vielleicht Rentner Jens Karsorske aus Chemnitz gewinnen, aber die bürgerliche Mitte die vielleicht auch mal mit dem Gedanken "Protestwahl" spielt, wendet sich da eher angeekelt ab.
 
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#24
@Berlinerradio : Wie kommst du auf die steile These in Satz 1? Sie hat ihr Direktmandat gewonnen und wird als franktionslose Abgeordnete in den Bundestag einziehen, das sagte sie am Montag und dabei wird es auch bleiben. Die Partei kann ihr das Mandat nicht wegnehmen bzw. Ihr Mandat ist nicht an die Mitgliedschaft in der Partei gebunden.
 
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