Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender


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#1
Auch, wenn es in einem andren Thread schon angesprochen wurde, ist es mir ein Bedürfnis, es hier nochmal explizit reinzustellen:

MarkenMarketing: Radiosender starten bundesweiten Adresshandel =

Hamburg (ots) - Deutsche Radiosender vermieten künftig gemeinsam
bundesweit die Adressen ihrer Hörerdateien an Lotteriegesellschaften,
Versandhandels- und Telekommunikationsunternehmen. Bereits 2006 soll
damit ein Millionen-Umsatz erwirtschaftet werden. Das berichtet
MarkenMarketing, das Direktmarketing-Special in text intern, in der
heute veröffentlichten Ausgabe. Knapp 20 Sender beteiligen sich
bisher an der nationalen Datenbank, darunter RSH, Radio Regenbogen,
ffn und RSA. Radio Business to Consumer in Hamburg baut die Datenbank
auf. Die Sender bleiben Eigentümer der von ihnen eingespeisten Daten,
können also die Mieter der Adressen auswählen. Bisher wurden
Höreradressen nur regional zu Werbezwecken genutzt.


Das nenne ich Vertrauensmißbrauch der Sender. Von den datenrechtlichen Aspekten mal ganz zu schweigen...
 
#2
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Kommt drauf an, was der Sender bei Aufnahme der Daten so alles versprochen hat. Vermutlich hat er nichts versprochen und damit zwar nicht völlig, wohl aber weitgehend freie Hand. Was den Vertrauensmissbrauch nicht geringer werden lässt.
Aber ganz schön spät, dass die Sender checken, dass hier Geld zu holen ist. Andere Branchen leben fast vom Adresshandel, auch wenn sie für anderes bekannt sind. Radio - das schnellste Medium der Welt ...
 
#5
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Wenn man ganz korrekt ist, muss die Person ihr schriftliches Einverständnis geben. Diesen Aufwand betreibt aber heutzutage niemand.

Gegenschlag: Wenn man Werbematerial bekommt, den Absender nach der Herkunft der Adressdaten fragen (er hat Auskunftspflicht). Wenn sich dann herausstellt, dass die Adresse ohne Einverständnis vom Radiosender weiterverkauft wurde, den Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes informieren. Dessen Mitarbeiter schreiben dann mal nen netten Brief an den Radiosender :)
 
#6
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

erstmal müsste man überhaupt feststellen, von wem die eigene adresse weitergegeben wurde.
menschen, die sowieso locker mit der weitergabe ihrer daten sind, haben hinterher sowieso ein problem, woher auf einmal alle wissen, wie man heisst und wo man wohnt.

da ist der wunsch der vater des gedanken, aber fern der realität.
 
#7
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Komisch, dass hierzu niemand weiter was sagen will oder kann? Findet ihr das denn selbstverständlich und nicht der Rede wert?
(Deshalb stell ich den Fred nochmal nach oben, um eventuell eine weitere Diskussion dazu anzustubbsen.)
 
#8
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Wer an Gewinnspielen teilnimmt, gleich ob in der Zeitung, im Reisebüro, Laden, TV oder im Radio muss damit rechnen,dass seine Adressse weitergegeben wird. Gleiches gilt für die Beantragung von Kunden- und Rabattkarten.

Der Adressenverkauf ist ja ein wesentlicher Grund für die Veranstaltung solcher Aktionen.
 
#9
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Zitat von Wuffi:
Wer an Gewinnspielen teilnimmt, gleich ob in der Zeitung, im Reisebüro, Laden, TV oder im Radio muss damit rechnen,dass seine Adressse weitergegeben wird.
Nein, muß er nicht. Und sofern die Sender auf die Möglichkeit der Adreßweitergabe nicht ausdrücklich in den Teilnahmebedingungen hingewiesen haben, werden sie Riesenärger bekommen. Zu Recht, wie ich hinzufügen möchte.
 
#10
AW: Neue Gewinnmöglichkeit für Privatsender

Der Adressenverkauf ist ja ein wesentlicher Grund für die Veranstaltung solcher Aktionen.


Bei Radiosendern eben nicht! Da ist der wesentliche Grund, mehr Hörer zu bekommen durch eine Major-Promo.
Aber vielleicht verlosen die Sender demnächst ja Freikarten (was sie kaum noch tun und ich frag mich: wieso eigentlich? Heimsen die Freikarten, die sie bekommen, selber ein?), nur um an Adressen zu kommen!
DAS finde ich fast schon nierderträchtig, im Unterschied zum Beispiel zum Kaufland-Zentralorgan "TIP", wo ja das Anliegen von Preisausschreiben für halbwegs klardenkende Leute ersichtlich ist.
 
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