neue radios für linz und innsbruck


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#26
ich glaube nur, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege, dass radio nö den westen niederösterreichs auch mit frequenzen innerhalb der landesgrenzen versorgt könnte.
einfacher geht das anscheinend über den lichtenberg und in monopolzeiten war es auch kein problem die freie frequenz zu besetzen.
 
#27
@Radiomann u. Listener_No4

Gerne wuerde ich es sehen, wenn man dem expansiven und dominanzwuetigem ORF einige Ueberversorgungsfrequenzen wegnimmt.

Neben Linz Lichtenberg muss man sich auch Radio Wien genauer ansehen, 89,9 mit 100 KW, wozu ist dann 95.3 und 91,3 noch noetig, wenn 88,6 und Antenne Wien mit 10 KW und einer Frequenz auskommen muessen.

Die ORFsche Ueberbesetzung von Frequenzen ist eigentlich in keinster Weise verargumentierbar.
 
#28
Das war einmal.

Heutzutage muss der ORF bei neuen Frequenzen sich auch brav anstellen und hoffen, dass sie koordiniert werden können.

In Tirol hat er schon eine Dämpfer bekommen. Ö3 wurde vom Standort Pinswang auf 96,3 nicht genehmigt, weil Einsprüche aus D kamen (wegen Pfronten 96,5).

Beim TV werden ihm eh die Frequenzen am Gaisberg, Lichtenberg und bald Kahlenberg für 23,5 Stunden weggenommen, es bleiben nur noch Lienz und andere Kleinsender.
 
#29
So schnell wird gegen den ORF - leider - nicht geschossen. Die RTR hätte längst durchgreifen müssen, besonders was die Doppel und Mehrfachversorgung von ORF Radio und TV Programmen betrifft, denn gesetzlich wäre die RTR verpflichtet, mind. alle zwei Jahre Doppel- und Mehrfachfrequenzen zu überprüfen. Aber das Ungleichgewicht ORF - Private wird noch lange dauern.
Zumindest ist ein Ansatz seitens der RTR da - mehr aber auch nicht.
 
#30
Doppelversorgungen sind zwar ungut für die Privaten und den Radiohörer (wenn er kein RDS hat), aber ich kenne keinen ORF-Standort, der nicht berechtigt wäre.

Solange DAB in Ö nur als Test fungiert, wird sich allerdings nix ändern.

Wenn dem ORF Frequenzen weggenommen werden sollten, dann bitte zuerst bei Hitradio Ö3 anfangen, dann Radio xx und dann zum Schluss Ö1.
 
#31
Ich bin auch gegen jegliche Doppelversorgung aber fairerweise muß man sagen:

Der ORF hat eine VersorgungsPFLICHT gegenüber den Gebührenzahlern und diese rechtliche Pflicht gestattet ihm nicht nur mehr Frequenzen, sondern legt ihm sogar auf, ein dichteres ( und damit teureres!) Sendernetz zu betreiben.

Beispiel: 2 ORF Sender versorgen doppelt ein Gebiet, aber ein Sender davon kann eine 500 Seelensiedlung nicht so erreichen, daß mit jedem Küchenradio ein Stereoempfang möglich wäre.
Würde man dem ORF dann diese eine Frequenz wegnehmen, dann könnten diese 500 Gebührenzahler den ORF klagen, daß sie keinen einwandfreien Empfang haben, denn sie haben das RECHT auf eine Mindestfeldstärke.

Daß man vielleicht dieser 500 Einwohner-Siedlung eine Low-Power-Funzel hinstellt, anstatt von einem zweiten entfernten Berg aus ( Beispiel Liechtenberg - Freinberg in Linz) mit hoher
Leistung zu versorgen, das steht auf einem anderen Blatt.

Aber es ist schon ein Unterschied, ob man rechtlich gegenüber Gebührenzahlern VERPFLICHTET ist, überall mit guter Feldstärke zu versorgen oder nicht.

Ich kenne einen Sendertechniker beim ORF und man glaubt es nicht: Wenn irgendwo eine Füllsender-Funzel ausfällt, dann häufen sich Beschwerden und Anfragen beim ORF, warum das Radio denn nicht mehr geht.

Also so einfach Frequenzen wegnehmen geht nicht so leicht, solange die rechtliche Situation der Versorgungspflicht besteht.

Beispiel in einem gebirgigen Bundesland ( wie Salzburg, Tirol. Steiermark): Da hat das jeweilige Ö2-Regionalradio jeweils mindestens doppelt so viele Einzelsender zu betreiben, als das private Regionalradio.
Antenne Salzburg glaube ich, hat so um die 15 Sender, Ö2 Salzburg weit über 30 um dasselbe Bundesland zu versorgen.

Würde man dem Privaten auch doppelt so viele Frequenzen geben, sie würden es gar nicht ausnützen, denn jeder Sender kostet ja schließlich etwas.

Die Ausrede, den Privatradios geht es so schlecht, weil sie so schlechte Frequenzen haben, kann ich nicht gelten lassen weil:

laut Radiotest auch in den Gebieten, in denen Privat und ORF gleichermaßen gut empfangbar sind, die Radiotestwerte nicht besser sind.
Beispiele: Das technisch beste Privatradio RPN in Niederösterreich hatte wirklich gute und starke Frequenzen und ist eingegangen.

In der Stadt Salzburg empfängt man Antenne Salzburg auch dreifach: 101.8, 102.8 und 106. Es ist wirklich in jedem Winkel der Stadt einwandfrei zu empfangen und hat frequenzmäßig in der Stadt keinen Nachteil. Trotzdem hat Ö2-S die dreifache Quote.

Es ist eine Illusion, wenn man dem ORF z.B. in Linz eine (Doppel)-Frequenz wegnimmt und einem Privaten gibt, daß dann dieser Private dann deswegen auch erfolgreich ist.

Daß es am schlechten Empfang liegt, daß Privatradios so wenige Hörer haben, glaube ich erst wieder, wenn wie seinerzeit bei Radio UNO in Kärnten Hörer zur Selbsthilfe greifen und man auf den Dächern wieder Radioantennen sieht. Erst dann glaube ich wieder, daß es nicht am Programm, sondern am zu schwachen Sender liegt, wenn zu wenige zuhören.
 
#32
Da hast du recht Sony.

Gestern wurde übrigens der Lichtenberg laut Radio NÖ zwischen 20:30 und 21:00 wegen Wartungsarbeiten abgeschalten:)

Waren da alle, von dort abstrahlenden Sender betroffen?
 
#34
@ Sony

Telilweise muss ich Dir rechtgeben, der ORF hat einen gewisse Verpflichtung ganz Oesterreich zu versorgen.

Eines moechte ich allerdings auch aufzeigen:

Radio Wien ( Wie der Name schon sagt Radio fuer Wien, und nicht NOe) sendet auf der 89,9 mit 100 kw und versorgt fast das ganze oestliche NOe.

Auch die 94,7 von OE2 Burgenland in Wien mit vollen 2 KW ist auch bemerkenswert. (Wenn umbedingt, sollte der ORF hier eine 600 Watt Funzel einsetzen, aber nicht eine 2KW)

Beides sind klassische Beispiele, nicht nur fuer Ueberversorgung, sondern fuer Fehlversorgung und auch fuer sinnlose Besetzung von Frequenzen um moeglichen Wettbewerb einzuschraenken.

Jetzt mal ehrlich: Gibt es ein anderes Land in Europa wo der oeffentlich rechtliche Rundfunk eine solche Expansionspolitik und einen solchen Einfluss hat??
 
#35
@adimik:
alleine in Wien kenne ich zwei ORF-Frequenzen, die total unnötig sind. 91,3 für Radio Wien in Neuwaldegg (30 Watt) und die 106,9 für Radio NÖ am Himmelhof (300 Watt). Bis Mitte der 90er war kein Bedarf da, nur plötzlich, als die Privaten näher rückten, wurden sie geschwind noch besetzt. Radio Wien hatte sich sogar erdreistet, zwei Frequenzen in NÖ für die Zweitwohnbesitzer zu belegen (die wurden aber wieder abgegeben).
Und da gibts sicher in jedem Bundesland genug Beispiele.

Bzgl. DAB: Davon hören wir schon seit zehn Jahren, nur es wird nie kommen. Zumindest nicht in dieser Form.

@sony: stimme Dir weitgehend überein. Die meisten Bundesländer-Privatradios nutzen nicht alle die ihnen zuständigen Frequenzen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben