Neues FM-Radio in Berlin denkbar?


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#1
Hey. Ich habe 7 Jahre in FM radio gearbeitet für Litauen, Lettland, Estland und Ungarn radio station. Radio war #2 zwischen 12-39 Jahre Menschen. 4 Jahre habe ich in andere radio gearbeitet (musik für alten Menschen). Ich glaube 100%, dass mein radio Konzept kann sehr gut in Deutschland funkzionieren. Weil kein Radio wie Baltikum/Ungarn habe ich in Deutschland nicht gechört. Wohin denken sie, kann ich diese Konzept-Angebot gehen? Ins radio mit niedrig ratings? Denken sie, das ist interessant dür boss wenn ein Litauer komm?

P.S. Entschuldigung für Fählers
 

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#4
Zitat von der beobachter:
Du brauchst eine Frequenz, die Dir von der Landesmedienanstalt (Deines Bundeslandes) erteilt werden muss, was voraussetzt, dass sie eine ausgeschrieben hat, auf die Du Dich bewerben kannst.

Du brauchst die notwendigen Lokalitäten, um einen Sendebetrieb zu ermöglichen.

Du brauchst die nötige Technik, um einen Sendebetrieb zu ermöglichen.

Du brauchst ein bisschen Personal für Technik und Sprechen, von Redaktion will ich schon gar nicht reden. (Nach aktuelle Lage reichen dafür unbezahlte Praktikanten, die schon immer ins Radio wollten.)

Du brauchst möglicherweise eine Firma, die Dir eine Verpackung bastelt.

Du brauchst Geld, das Du eher nicht im sechsstelligen Euro-Bereich ansiedelst.

Von inhaltlichen Konzepten und der Fähigkeit, eine Jahresbilanz und einen Jahreshaushalt zu erstellen oder erstellen zu lassen, einmal ganz abgesehen.

Außerdem einen langen Atem, Geduld, Geldgeber und... willst Du das wirklich?
Zitat von Funkbude:
Ich würde Dir mal einen Blick in unser Landesrundfunkgesetz empfehlen. (...)

Vor allem musst Du für deinen Sender eine Lizenz bei der Landesanstalt für Rundfunk beantragen und entsprechende Auflagen einhalten. Ob Sie Dir eine Lizenz geben würden, wage ich aber zu bezweifeln.
Terrestisch läuft da sowieso schon mal gar nichts, es sei denn Du baust Dir nen "Piratensender", und über die Folgen dieses Sendebetriebes kann ich Dich gerne aufklären.

Vielleicht solltest Du Deine Vorstellungen konkretisieren oder aber erst mal ein wenig Radioluft im Bürgerfunk schnuppern und Dich an eine anerkannte Radiowerkstatt wenden. Adressen kann ich Dir gerne geben, oder Du fragst bei deinem örtlichen Lokalsender nach.
Zitat von Gelb:
Wenn das so einfach wäre...

Eines vorweg: Einen neuen Sender zu gründen ist völlig utopisch. Dieses Thema wurde hier schön öfter diskutiert.

Wenn es nur um die Theorie geht, sei folgendes gesagt:

Es kommt darauf an, wie groß der Sender ist und welche Art von Geschäftsform er verfolgt: öffentlich-rechtlich, privat, nicht-kommerziell-lokal, kommerziell-lokal, frei/offen.

Dann kommt es darauf an, wie der Sender die GEMA bezahlt. Kleine Sender zahlen eine Pauschale, etwas größere zahlen sekundenweise. Hier wird es dann mit Übertragungen schwierig.

Vielleicht setzt Du Dich einfach mal mit den Rechts- oder Finanzabteilungen in Verbindung (bei Ö/R heißen die HoLi, Abk. für Honorare und Lizenzen).
Zitat von Gelb:
Das ist nicht so ganz einfach.
Zum Senden brauchst Du, rein technisch gesehen, nur einen Sender. Den gibt's aus Fernost als Bausatz für ein paar Mark fuffzich. Da hängst Du einen CD-Player dran und kannst damit (illegal) on air gehen. Die Qualität ist entsprechend, aber das dürfte die Minimalausstattung sein. Und geht dann bis hin zu millionenschweren Studios mit mehreren Tonquellen, Computersystemen, sehr teuren Mischpulten, mehreren Mikros, Prozessoren und Leitungen. Da sind also keine Grenzen gesetzt. Ist halt die Frage, was man sich leisten kann und was man braucht.

Die Musik kommt meist von den Plattenfirmen. Die "bemustern" die Sender und schicken ihnen CDs und MP3s zu. Die Sender hören sich das an und entscheiden, ob sie die Musik spielen oder nicht. Vieles ist auch ganz normal gekauft.

Alle ernstzunehmenden Sender senden mit Computern. Vorteil: alles, was eingespielt ist, ist auf Knopfdruck abrufbar. Man spart sich die Rennerei ins Musikarchiv, wenn man mal spontan was braucht. Außerdem kann man mit Computersystemen auch das Ende vom gerade laufenden Titel vorhören. Das geht mit CDs, Platten oder Bänden nicht. Du kannst auch besser eincuen und leichter produzieren, weil Du nichts mehr einspielen mußt. Nachteil: je komplexer ein System, desto anfälliger ist es gegen Störungen. Ein Computer kann abstürzen, ein Plattenspieler läuft weiter.

Was es noch zu beachten gibt: sehr sehr viel. Rechtliche Dinge, technische Dinge. Dafür am besten mal einen Nachrichtentechniker fragen. Hängt von der Art der Ausstrahlung ab und von der Frequenzabdeckung im Sendegebiet.
Zitat von AVB:
Es ist es sehr, sehr schwer, irgendwo in Deutschland einfach einen Sender zu gründen, denn das sind praktisch ausschließlich politische Entscheidungen und haben mit der technischen Ausrüstung nichts zu tun.
Es ist in der Tat möglich, einen Piratensender aus dem eigenen Wohnzimmer zu betreiben, mit Technik, die du dir auf dem Flohmarkt kaufen kannst. Leider ist das a) illegal und mit saftigen Strafen belegt und b) kommst du damit nur ein paar Kilometer weit. Um ganz NRW abzustrahlen, brauchst du ein Netz von Funktürmen, denn UKW funktioniert auf Sichtweite, d.h. du kommst über Hügel und Berge nur mit mehreren Relaisstationen rüber. Das ist ein irrsinniger Aufwand.

Wenn du unbedingt Radio machen willst, hast du folgende Möglichkeiten:
a) Piratenradio (mit den genannten Risiken)
b) im benachbarten Ausland eine Lizenz ergattern und nach Deutschland reinsenden (zum Beispiel aus Ostbelgien).
c) Ein eigenes Internetradio betreiben (...)
d) Bürgerfunk produzieren (mit viel Aufwand ist es bestimmt möglich, damit auch NRW-weit auf Sendung zu gehen, indem du alle 46 Sender abgrast und lokale Bürgerfunkgruppen startest)
(...)
 
#5
Pirat radio ist dumm Idee. Ich habe Plan, Radio Idee. Ich brauche max 5 mitarbeiter. My Idee funkzioniert in Litauen, Lettland, Estland und Ungarn radio station. #1-3 in diese Länder 12-39 Jahre audience
 
#6
Voraussetzung ist eine frei Frequenz in Berlin/Brandenburg. Diese wird ausgeschrieben und nach Vielfaltskriterien vergeben. Auf diese Frequenz bewirbt man sich (korrekterweise stellt man einen Antrag auf Zuweisung der Frequenz und stellt gleichzeitig einen Zulassungsantrag für ein Programm, für welches man das Programm nutzen möchte).

Wenn Du es ernst meinst, solltest Du Kontakt mit der MABB (Medienanstalt Berlin-Brandenburg) aufnehmen. Dies ist der Regulierer in Berlin und hat auch einen Beratungsauftrag. Frau Dr. Zimmer (nicht die Frau vom Gert, die haben wirklich nur den Namen gemein...:D) freut sich immer über Besuch ;).
 
#8
Dabei kann es sich nur um EHR (European Hit Radio) handeln. Das ist der einzige Sender, den es in allen genannten Ländern gibt oder gab.

EHR's history can be traced back to 1992, when Uģis Polis and Jānis Krauklis founded Radiodejas, which was the first non-governmental radio station in Latvia and Lithuania. Radiodejas broadcast from a flat in Terbatas street, Riga and reached only the city of Riga.In 1994 they renamed the radio station Super FM. In 2002 European Hit Radio started a new policy - to reflect the music situation in Europe with fresh music and charts from all European countries[citation needed]. In 2004 European Hit Radio went off air in Estonia after losing broadcasting license competition to a new Adult Contemporary station Raadio 3.European Hit Radio had stations in Hungary too. Sopron Radio went off air in 2006. They[who?] bought Pilis Radio Szentendre, but after a year, it was sold. The owners bought Roxy Radio in Budapest, but after two years, they sold it too. The last Hungarian EHR went off air in 2012, in Zalaegerszeg.
https://en.wikipedia.org/wiki/European_Hit_Radio
https://www.ehrmedijugrupa.lv/

So ein Konzept eines privaten, urbanen Jugendsenders mit Fokus auf Dance- und Housemusik fehlt in Deutschland tatsächlich. Kiss FM hat es versucht auf DAB, sunshine live probiert den Spagat zwischen Underground / Club und Charts / Hits seit einigen Jahren mit mäßigem Erfolg. Das Problem, und das ist der Unterschied zwischen unserer Nation und den vier genannten Staaten, wird sein, dass in Deutschland kein bundesweiter, privater UKW-Hörfunk möglich ist. An dieser Zulassung wird das Projekt scheitern. Und ob man sich auf DAB (wo es möglich wäre) gegen die bestehenden Anbieter (Energy, Sunshine) durchsetzen kann, ist mehr als fraglich. Würde EHR in Deutschland sämtliche Energy-UKW Frequenzen übernehmen, könnte sich das Vorhaben aber tatsächlich durchsetzen. Vorausgesetzt, man umgeht irgendwie die vorgeschriebene Regionalisierung, die derzeit kein bundesweit einheitliches NRJ auf UKW erlaubt. Das NRJ auf DAB ist ja nur ein Schatten dessen, was NRJ z.B. in Frankreich oder Schweden (landesweit) auf die Beine gestellt hat.
 
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#9
Ja. Das ist EHR. Jetzt spielt in lettland und litauen. Format ist nicht dance und techno. Das ist echt European hits. Playing just that songs which last week was in official DE, AT, CH, FR, BE, NL, IT, ES, DK, NO, FI and SE singles charts. If song of national language is more as three charts then playing too. And songs who are the most important new songs of the biggest record companies. Jeder song presented. American voice saying song name. Www.europeanhitradio.lt/live konnen sie das horen. Keine nachrichten keine bla bla bla by djs. In berlin all radio stations speak too much. I always in car need change radios! NRJ playing maybe 40 songs per week. After three day is awful. Jetzt mag ich Kiss FM. Aber da auch sind viele bla bla bla quatsching
 
#11
Ein bisschen Off-Topic, aber:
EHR's history can be traced back to 1992, when Uģis Polis and Jānis Krauklis founded Radiodejas, which was the first non-governmental radio station in Latvia and Lithuania
Das ist nicht ganz richtig. Der erste nicht-staatliche Sender in Litauen war Radio M1. Es ging am 31. Dezember 1989 auf Sendung und war damit das einzig jemals existierende Privatradio in der Sowjetunion.
 
#12
#13
Ich wüsste nicht, warum man EHR in Deutschland brauchen würde. Für den Bereich Charts gibt's genügend Programme in Deutschland.

Viel interessanter wäre Power Hit Radio, der auch in baltischen Ländern sendet. Die sind mehr auf Dance, House, Electro spezialisiert und haben auch Titel abseits des Mainstreams im Programm. Den kann man gerne nach Deutschland holen! Gehören die zum gleichen Konzern?
 
#14
Ich wüsste nicht, warum man EHR in Deutschland brauchen würde. Für den Bereich Charts gibt's genügend Programme in Deutschland.
Den Unterschied zu den deutschen Chartsendern hat Schnappi ja schon genannt. Wenn jemand sagt, er will höchstens fünf Leute beschäftigen und weder Nachrichten noch sonstige Wortbeiträge ausstrahlen, dürfte es schwierig für ihn sein, eine UKW-Frequenz zu bekommen. Ich glaube, ein solches Programm wurde noch in keiner großen deutschen Stadt lizensiert. Reine Musiksender gibt es terrestrisch bestenfalls auf DAB, oder?

Viel interessanter wäre Power Hit Radio, der auch in baltischen Ländern sendet. Die sind mehr auf Dance, House, Electro spezialisiert und haben auch Titel abseits des Mainstreams im Programm. Den kann man gerne nach Deutschland holen! Gehören die zum gleichen Konzern?
Nee, Power Hit Radio gehört zur Modern Times Group (RIX FM, P4 etc.)
 
#19
Darum ich dachte dass kann gut in DE funkzionieren.
Es ist möglich, dass das Format auch in Deutschland auf UKW funktionieren würde. Aber die Chance, für das Programm eine UKW-Frequenz zu bekommen, ist sehr klein. Um eine UKW-Frequenz musst du dich bewerben. Wenn du nicht der einzige Bewerber bist, dann muss die Behörde denjenigen Bewerber auswählen, der - unter anderem - ...
Zitat von Rundfunkstaatsvertrag §51a (4):
am ehesten erwarten lässt, dass sein Angebot
1. die Meinungsvielfalt und Angebotsvielfalt fördert,
2. auch das öffentliche Geschehen, die politischen Ereignisse sowie das kulturelle Leben darstellt und
3. bedeutsame politische, weltanschauliche und gesellschaftliche Gruppen zu Wort kommen lässt.
Nonstop Musik darf sich also eigentlich nicht durchsetzen, sobald ein anderer Bewerber einen gewissen Wortanteil verspricht.
 
#21
Nein, denn dann wird die Frequenz mit Sicherheit neu ausgeschrieben und du verlierst mit deinem Format die Lizenz. Ich sehe hier in Berlin auch echt keinen Platz für ein weiteres CHR-Format. Die Landesmedienanstalt hier in Beriln-Brandenburg entscheidet sich in der Regel für unabhängige Veranstalter aus der Region, die die Meinungs- und Angebotsvielfalt fördern (wie das schon von stereo ausgeführt wurde oben).

Das, was du vorhast, gehört eher auf DAB+. Da tummeln sich auch schon andere Veranstalter, die rund um die Uhr die Festplatte laufen lassen.
 
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#22
Na schade. Ich möchte nicht radio machen wenn jedes Monat weiss nicht ob meine Mitarbeitern werden bekommt Geld nächste Monat oder nicht. Wenn radio ist nicht populär dann ist weniger Geld...
 
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