Neues Geschäftsmodell à la Austria ? - Was sagen unsere österreichischen Freunde?


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#1
Bei meiner Durchreise durch's Zillertal besorge ich schnell noch einige Lebensmittel in einem Supermarkt. Ich achte natürlich nicht auf die Werbeplakate am Eingang, nehme natürlich noch den Kassenzettel mit und bin wieder draussen. Dort fällt mir auf, dass die Artikel 10% bis 20% teurer abgerechnet wurden als im Laden groß und fett ausgepreist. Beim Zurückgehen werde ich auf das grüne Plakat hingewiesen:
Supermarkt-Info.jpg
Ach ja, das Kleingedruckte auf dem Kassenzettel lässt erkennen, dass die Artikel ohne MwSt. angeboten wurden. Hmm, ist das nun normal im (EU-) Alpenstaat? :confused:
Bei uns habe ich diese Praxis bisher nicht entdeckt.
 
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#2
In DE ists verboten. Eine österreiche Kette wirds wohl nicht gewesen sein - wie hieß denn der Laden?
Gings um einen Laden an einer grenzüberschreitenden Autobahn?
 
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#3
@chapri, der Laden liegt neben einem Après-Ski –Zirkus. So sieht er aus: (Link zum Unternehmen)
Supermarkt-in-Tirol.jpg
Das Tiroler "Handelshaus" gehört nach eigenen Angaben zur Wiener KHG Warenhandelsges.m.b.H.

Es ist ja nicht so, dass mir die Après-Ski-"Pifke" leid tun, wenn sie dort über'n Tisch gezogen werden. ;)
Bei mir war es ein rel. kleiner Betrag.
Könnte ich das evtl. irgendwo verbindlich nachlesen?

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P.S.: Unsere österreichischen Freunde sind wohl sehr beschäftigt mit "Was ist neu bei Ö3?" (765290! hits):)
 
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#4
Gerade entdeckt: "PAngV - Preisangabenverordnung" des Bundesamts für Justiz ist m.E. eindeutig:
Wer Verbrauchern gemäß § 13 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gewerbs- oder geschäftsmäßig oder wer ihnen regelmäßig in sonstiger Weise Waren oder Leistungen anbietet oder als Anbieter von Waren oder Leistungen gegenüber Verbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, hat die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Gesamtpreise).
Im Nachbarstaat klingt das für mich etwas nebulös: "Kleinunternehmer sind zur Grundpreisauszeichnung nicht verpflichtet" wenn ... (Quelle)
§ 10 b Absatz 3 österreichisches Preisauszeichnungsgesetz:
(3) Unternehmer,
1. in deren Gesamtunternehmen höchstens neun Beschäftigte vollzeitig tätig sind oder
2. die ihr Unternehmen ausschließlich oder überwiegend in Form eines Bedienungsgeschäftes betreiben und in deren Gesamtunternehmen höchstens 50 Beschäftigte vollzeitig tätig sind, oder
3. deren Betriebsstätte über eine Verkaufsfläche von maximal 250 m2 verfügt, sofern diese Betriebsstätte nicht Bestandteil eines Unternehmens ist, das mehr als zehn Filialen betreibt oder
4. .....
sind zur Auszeichnung des Grundpreises im Sinne des § 10a nicht verpflichtet.
Der o.g. Unternehmer nutzt hier m.E. eigennützig eine Preisregelung wie in USA/Kanada, wo die Sales Tax abschliessend auf die Rechnung aufgeschlagen wird.
Anscheinend gibt es aber seit heute eine neue Version: "Rechtsvorschrift für Preisauszeichnungsgesetz, Fassung vom 13.03.2019 " (?) die aber ohne juristische Interpretation für den Laien kaum verständlich erscheint. :rolleyes:

Das Resümee für mich: Nie mehr ohne Brille :cool: in einen Laden um den tatsächlichen Kaufpreis entziffern zu können.

?? Gibt es denn nicht für die gesamte EU eine verbindliche Regelung ??
Wäre das kein Radiothema?
 
#6
Wenn ich mich richtig erinnere, sieht die Preisauszeichnung bei (für Privatkunden offenen) Großverbrauchermärkten (z.B. Citti) ähnlich aus.
Großgedruckt der Netto- und klein der Bruttopreis.
Scheint kein Problem zu sein.
 
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