Neues Programmkonzept bei WDR 2


Die "Schnelle Minute", nun ja, sie läuft (braucht wer ein DAB+ Radio? Ich nicht.) aber dieses merkwürdige Wechselspiel mit der ICE Benennung - geschenkt, das taugt ja gar nicht, wirkt nicht sehr professionell.
 
Noch ein "Zuckerchen" zur guten Nacht, falls jemand diesen YouTube-Auftritt und damit auch folgendes noch nicht kennen sollte:


Die dürften in der ersten vollen Kalenderwoche 2013 eingeführt worden sein, zusammen mit dem Drei-Strecken-Schema von 5 bis 18 Uhr. Davor gab es noch Morgenmagazin, Westzeit und Zwischen Rhein und Weser (!).
Ganz genau war es der 28. Januar 2013. Und bis auf die "Westzeit" existierten die alten Sendungsnahmen vorerst noch weiter, wenn auch abgekoppelt vom neuen Streckenschema:
So dauerte die "B-Strecke" von 10 bis 14 Uhr, das ohnehin nur stiefmütterlich in den Opener eingeflochtene "Mittagsmagazin" begann aber erst um 12...
 
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So dauerte die "B-Strecke" von 10 bis 14 Uhr, das ohnehin nur stiefmütterlich in den Opener eingeflochtene "Mittagsmagazin" begann aber erst um 12...
Soweit ich mich erinnere, tauchte nur noch der Name auf, aber um ein Mittagsmagazin handelte es sich nicht mehr. Genausowenig wie die Nennung von "Zwischen Rhein und Weser" ab 16 Uhr noch irgendeine Relevanz für den Inhalt hatte.
 
Die 66 Jingles hab ich mir gleich mal runtergeladen.
Um Gottes Willen, wozu denn? Ich ertrage diese Viecher ON-Air, aber speichern würde ich sie mir bestimmt nicht.

Soweit ich mich erinnere, tauchte nur noch der Name auf, aber um ein Mittagsmagazin handelte es sich nicht mehr. Genausowenig wie die Nennung von "Zwischen Rhein und Weser".
Ich hätte nicht dagegen wenn man letztere Sendung wiederbeleben würde, aber man wird wohl eher die linearen Programme und Sendezeiten weiter reduzieren. Wann ist eigentlich die nächste große Rundfunkreform der ARDHörfunkprogramme? Die letzten Reformen fanden statt 1992, 2002 und 2012. Die nächste wäre dann 2022, oder?
 
Dann würde es im Programm nochmal inhaltsärmer:
(...)
Als zweite Geld-Quelle kommt nun der „Stichtag“ ins Spiel: Dieses Aushängeschild – immerhin 365 mal vier Minuten pro Jahr – kostet nach DJV-Informationen den WDR gerade einmal 158.000 Euro und soll nun zugunsten des „Zeitzeichens“ gestrichen werden. Ersetzen will der WDR das Erfolgsformat „Stichtag“ durch „As time goes by“ von Radio Bremen als Gemeinschaftsangebot der ARD ohne jeden regionalen Bezug. Kosten: 50.000 Euro pro Jahr.

„Das ist der Anfang vom Ende eines solchen gesellschaftlich wichtigen Angebotes auf WDR 2“, prognostiziert Frank Stach: Die angebotene Sendung von Radio Bremen passt nicht zur modernen Anmutung von WDR 2 und muss hier scheitern. Nicht umsonst haben Sender wie BR, NDR, SR und SWR sofort mitgeteilt, dass sie sich nicht beteiligen werden – einige mit der Begründung, ein eigenes zeitgeschichtliches Format zu haben und ihre eigenen Mitarbeiter*innen schützen zu wollen. Das stünde auch dem WDR gut zu Gesicht“, fordert der Landesvorsitzende die zuständigen Gremien des WDR auf, dem Vorhaben einen Riegel vorzuschieben. „Am Ende geht es um eine Einsparung von 58.000 Euro bei einem Milliardenetat. Dafür darf man den Stichtag nicht sterben lassen.“
https://www.radioszene.de/147758/wdr-stichtag-vor-dem-aus.html
 
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Nun ja... der NDR möchte aus der Kooperation aussteigen. Um weiterhin die Zeitzeichen und die „Echos“, die ja auch aufgekündigt wurden erhalten zu können spart man am Stichtag und bedient sich stattdessen ARD-Übernahmen. So schlimm finde ich das im Verhältnis auch nicht.

Mich wunderte eh schon immer die Konkurrenz in den Kurzformaten... „Kalenderblatt“ hier, „Stichtag“ da, es hätte schon seit langem Synergien geben können, die wirklich nicht weh getan hätten, weder auf Produktions- noch auf Hörerseite (die Redaktion hier außen vor gelassen).

Generell:
Beim Angebot innerhalb der ARD eines Kurzfeatures - vor allem aus dem Ausland - ist es doch Gang und Gäbe, dass es von Haus aus in (gerundet) 29‘30, 23‘00, 18‘00, 14‘30, 5‘00 und 3‘30 kommt, um allen Abnehmern gerecht zu werden. Sonderlängen konnten auch immer bestellt werden ;)

Für die Mischungen der längeren Formate wird dann üblicherweise (im Mehrspurprojekt der DAW) runtergestürzt, bei Anpassung Narrativ und Töne geschitten, Spuren, die keine Sprache enthalten (Atmosphäre, Musiken) neu gemischt; die kürzeren Versionen, bei denen einige Aspekte der Urfassung ob ihrer Länge nicht mehr enthalten sein konnten werden neu eingesprochen und nahezu komplett neu gemischt, dann für die wieder kürzeren Versionen abermals runtergekürzt.
Von fast 30‘ auf 15‘ kommt man nicht ohne Weglassung. Damit es dann noch korrekt ist muss üblicherweise in neuer Text drauf und dem ganzen Stück auch in der Anmutung eine neue Mischung verpasst werden.

Schade hier um das selbst produzierte, auf einer Servicewelle wohl einmalige Format, aber... wenn dafür das Zeitzeichen nicht stirbt. Diverse „Kalenderblätter“ (bei denen ich meine Finger im Spiel hatte ;) ) hätten etwas eingedampft auch wunderbar als Stichtag funktioniert.
 
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