Neuzugänge und -besetzungen sowie Änderungen bei radioeins


Verlierer ist weiterhin die komplette ''zweite Garde'' außer Elissa Hiersemann, die seit einigen Wochen bereits ''Swagga'' am Mittwochabend moderiert. Ich ging immer davon aus, dass Simon Brauer, Steen Lorenzen, ...
Ja, der Aspekt kam mir auch noch in den Sinn. Gerade Brauer und Lorenzen gefallen mir persönlich auf Grund ihrer aufdringlichen, aber hochkompetenten und sympathisch-sachlichen Moderation, so dass ich ihnen durchaus eine eigene musikjournalistische Strecke gegönnt hätte.

Was sie in Zukunft machen werden? Vermutlich mehr die Popkulturstrecke von 13 bis 16 Uhr moderieren, vielleicht langfristig auch 19 bis 21, mehr im Hintergrund arbeiten oder zu einem anderen Sender wechseln. Gerade Antenne Brandenburg fehlt jeglicher Musikjournalismus, von dem bißchen ''Lollipop'' am Abend mal abgesehen,...
...auch für RBB Radio Berlin trifft diese Aussage seit November 2005 überwiegend zu. Antenne Brandenburg hatte der damalige ORB bereits Mitte/Ende der 1990er journalistisch "entkernt" (sowohl in Wort als auch in Ton), übrigens mit voller Absicht und dem breiten Selbstbewusstsein, damit den Wünschen der eher älteren, ländlichen Hörerschaft nachzukommen (insbesondere auch was die Musikfarbe anbelangte). Mit dieser Historie im Gepäck ist die Hoffnung auf Änderung vergleichsweise gering, aber man sollte sie ja nie aufgeben.

Und stand nicht irgendwo mal geschrieben, dass die Tage von Marion Brasch bei radioeins anscheinend auch gezählt sind?
Es gab diese mystische Äußerung - http://www.berliner-zeitung.de/berl...-berg-ist-nicht-mehr-so-interessant--24667808 - die auch hier im Faden irgendwo aufgegriffen wurde.

martin petersdorf würde ich auch wahnsinnig gerne nochmal wieder regelmäßig hören!
dann fällt mir noch trevor wilson ein, der neben 'putting on the fritz' auch den 'nightflight' mit den neuesten indie singles aus england moderierte.
und jens quandt vor seiner 'sprechgarnitur', der hätte bei radioeins auch einen platz verdient gehabt. sein 'nightflight' auf fritz war immer äußerst unterhaltsam!
Oh Mann, Du haust einfach so die Namen dreier Helden meiner längst vergangenen Popkultur-Zeit raus.
...aber dann doch bitte dort, wo genau diese 3 so richtig aufblühen und wirklich Programm-prägend sein konnten. Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass zumindest für Trevor und Jens Radio Fritz vielleicht nicht die schlechteste Zeit, aber auch nicht unbedingt die allergrößte Radioliebe war.
 

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Oli Massive wird wirklich fehlen. Ich bin gespannt, ob er irgendwo wieder im Radio auftaucht. Frau Trost kriegt natürlich eine Chance, wenn das aber noch mehr Elektro ist, war's das für mich. Elektro ist ja wirklich sehr unterrepräsentiert im neuen hippen radioeins....
 
Hmm, auf radioeins.de ist bei "Lost in Music" immer noch der Stream der Sendung vom 21.04. verlinkt. Am Freitag lief aber schon noch mal eine Ausgabe, oder?
 
Nur zur Erinnerung ... morgen am 01.05.2017 läuft der RadioDay "Wir sind dagegen!" ... wie immer bei radioeins vom rbb. ;o)
> www.radioeins.de/programm/sendungen/radiodays/dagegen/index.html

Und für alle Wikipedia-Schreiber ... diese sogenannten RadioDays laufen nicht planlos oder zufällig in "loser Folge", sondern immer und ausschließlich an bundeseinheitlichen (gesamtdeutschen) Feiertagen. Ostern 2017 war mal 'ne Ausnahme wegen 20 Jahre radioeins (ab dem 01.05.2017 gibt es noch mehr zu tun).
 
Hmm, auf radioeins.de ist bei "Lost in Music" immer noch der Stream der Sendung vom 21.04. verlinkt. Am Freitag lief aber schon noch mal eine Ausgabe, oder?
Zumindest ab 23:28 Uhr. Es war schon merkwürdig, als plötzlich - die Sendung lief ja eigentlich schon ab kurz nach 23 Uhr - die Nachrichtensprecherin (?) zu hören war. Sinngemäß: "Es tut uns leid, das war die falsche Sendung. Nun startet aber die richtige Ausgabe von "Lost in Music"." Jingle, Sendestart, (nochmalige, aber andere) Begrüßung von Jürgen König mit dem Hinweis auf die letzte Ausgabe usw.
Ich hatte das nicht mitgeschnitten, aber in den ersten 25 min schien also die Ausgabe der vergangegenen Woche gelaufen zu sein. Und keine Ahnung, wie das Ende gelöst wurde (hier fehlten ja dann die 25 min).

Was mich wundert ist, dass Jürgen König nicht live gesendet hat. Na ja, möglicherweise hatte er - auch nicht mehr der Jüngste - sich bei radioZwei beim HörerInnen-Mobbing wieder schlapp gelacht...:rolleyes:

Interessanter musikalischer Abschied von Silke Super und nun von M.C. Lücke mit der (Punk-)Band Pisse aus Hoyerswerda (das ist jetzt nicht ironisch gemeint, im Gegenteil...).

Oli Massive wird wirklich fehlen. ....
Ebenfalls sehr gute letzte Sendung.

Die Messlatte für die "Anja macht den Mai neu"-Aktion liegt recht hoch.
 
Leider hat man bei radioeins so radikal gelöscht, dass alle alten Playlists der eingestellten Sendungen weg sind. Mist. Und ich habe mir die nicht rechtzeitig gespeichert...
 
Beim Entfernen von Moderatoren und Sendungen von der Homepage ist man immer recht flink, aber Playlisten werden eigentlich nicht gelöscht. Unter der chronologisch sortierten Playlist sind alle gespielten Titel vergangener Sendungen ein Jahr lang einsehbar. Mit ein bisschen Trickserei sogar noch deutlich länger.
 
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Ah, danke, interesssant. Da ich kein Hipster bin und in meinem bescheidenen Fach-Englisch das Wort nicht vorkam, mußte ich erstmal nachschlagen:

swag:

die Beute kein Pl.
die Girlande Pl.: die Girlanden
der Raub Pl.: die Raube
die Sore Pl.: die Soren [sl.] - Gaunersprache
die Diebesbeute Pl.: die Diebesbeuten
Gewinn aus einem Diebstahl

in Lancashire coalfield, England [TECH.]: Absenken der Firste


Und:

'London - "Swags" ("Service Wives And Girlfriends") nennen sich die Lebensgefährtinnen der Soldaten"
(http://www.spiegel.de/panorama/gese...nder-kess-aber-nicht-anstoessig-a-690621.html)

Wieder was gelernt, aber nicht verstanden. Ist halt nur für Erwachsene. Wobei bei mir angesichts des dort verlinkten Programms sowieso ein alter Spruch aus dem Langzeitgedächtnis anklopft. Der stammt aus dem Jahre 1989 und lautet "Stasi in den Tagebau". Zu deutsch: "die solln mal richtig arbeiten." Das möchte ich zu gerne denjenigen zurufen, die "was mit Medien" oder "was mit Werbung" machen. Das Anbiedern an den inzwischen vollig vom realen Leben auf diesem Planeten entfremdeten Bevölkerungs-Mainstream ist nur noch widerlich. Das ist nur noch selbstreferentielle Show. Da feiert man sich nur noch selbst. Relevanz? Keine Spur von.
 
Dafür mehr als eine Spur von Ignoranz. Der Tag hat nur 24 Stunden - entweder trauert man in diesen Vergangenem hinterher oder man erfreut sich an Neuem. Ich habe gehört, Schönes soll es auch heute noch geben - gehört z. B. vergangenen Donnerstag auf dem ehemaligen Sendeplatz der Experience. So erfüllt Radio Eins vielleicht sogar mehr noch als die Elitenprogramme, die da wären Deutschlandfunk, Bayern 2 oder WDR 3, den öffentlich-rechtlichen Auftrag, indem Inhalte, die unter diesem Auftrag stehen, zeitgemäß und mit Außenwirksamkeit an den Mann und die Frau gebracht werden. Zumindest erhebt sich Radio Eins zwar im besten Sinne über den Mainstream, nicht aber über den Zeitgeist.

Nicht falsch verstehen, auch ich habe einen skeptischen Blick auf die Veränderungen in der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft, aber ich denke, Radio Eins ist ein Vorzeigebeispiel, wie sich öffentlich-rechtliche Inhalte veränderte Präsentationsformen zunutze machen können. Wie WDR 2 jahrzehntelang die Entwicklungen vollständig zu ignorieren, war jedenfalls der falsche Weg - es ist letztlich leider zum Mahnmal falsch verstandenen Modernisierungseifers geworden.
 
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#316, #317
Na ja, die Titel der Programmbeiträge der republica sind oft schon einigermaßen sinnentleert (im Grunde völlig unnötig und sicher keine positive Signalwirkung in Zeiten der Lügenpresse-Vorwürfe, wenn man dieses Phänomen einmal intensiver betrachtet).
Das einmal an- bzw. auszusprechen finde ich schon mehr als legitim, insbesondere wenn der Radio-Eins-Chef sich des Kaisers neue Kleider anzieht...
 
so wie der vorstehende Beitrag.
Diese Einschätzung sie Dir gegönnt. Ich nehme sie als Bestätigung für das, was ich empfinde.

die Elitenprogramme, die da wären Deutschlandfunk, Bayern 2 oder WDR 3
Seltsam: ich zähle mich nicht zur "Elite" und ich kenne schon noch ein paar andere Leute, die es für sich ebenfalls nicht tun und dennoch wenn überhaupt Radio, dann solche Programme hören, bei denen sie ihre Zuhörzeit nicht verschwendet wissen und bei denen sie nicht mit Irrelevantem vollgeschnattert werden.

Heute zählt man offenbar schon zur "Elite", wenn man nicht jeden Modernitäts-Quatsch mitmacht, der gerade als Pflichtprogramm fürs Volk ausgerufen wird. Das ist ja einfach... ;)
 
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Wie üblich ist der radioeins-Faden ja wieder mal eher zurückhaltend...... In den letzten April-Tagen wurde Anjas Turnaround am Abend allerdings hier ja durchaus lebhaft diskutiert - entsprechend hätte ich mit mehr Feedback nach dessen Umsetzung gerechnet.

Wie sind die Änderungen denn bei Euch so angekommen? Ich hab noch nicht alles durchhören können, aber, sieht man das Ganze mal weniger durch die "was ist verloren gegangen", sondern durch die "was bringt das Neue"-Brille, kann ich eigentlich von durchaus positiven Impulsen für mich sprechen.

Laut und kantig am Montag hat zwar gegen die hervorragenden "Radio Affairs" ein schweres Erbe anzutreten, aber ich fand sowohl die Moderation als auch die Musikfarbe sehr überzeugend.

Die "freundlichen Übernahmen" am Dienstag habe ich sehr interessiert verfolgt. Während die Sendung von Bela bei mir etwas zwiespältige Gefühle ausgelöst hat, hat mich Flake (erneut) komplett geflasht. Bela war durchaus ein Beweis dafür, warum man am Mikro eher mit Profis arbeiten sollte (auch wenn´s unterhaltsam war), aber die Todessendung von Falke die war in jeder Beziehung ein Bewerbungsformat für den Radiopreis. Der mutige, thematische Ansatz; die durchgehend berlinernden Text- und Gedankenbeiträge und eine umwerfend universelle Musikauswahl - eines der größten Radiomomente seit Jahren!

Im Clubroom gestern Abend hab ich mich in (die Lache von) Ellen Allien verliebt, aber das ist jetzt wieder eine andere Sache.....

Und Ihr so?
 
Wie üblich ist der radioeins-Faden ja wieder mal eher zurückhaltend...... In den letzten April-Tagen wurde Anjas Turnaround am Abend allerdings hier ja durchaus lebhaft diskutiert - entsprechend hätte ich mit mehr Feedback nach dessen Umsetzung gerechnet.
Na ja, 2 Wochen sind vielleicht ein bissel wenig, um schon etwas Belastbares sagen zu können.

Laut und kantig am Montag ..., ... ich fand sowohl die Moderation als auch die Musikfarbe sehr überzeugend.
Ich habe nur letzten Mo kurz reingehört: Moderation bzw. Moderatorin fand ich auch sympathisch, die Musikfarbe war für mich eher "Tagesprogramm" als "Musikspezial". So ein wenig merkt man schon, dass Christiane Falk nicht in Berlin/Brandenburg Radio-sozialisiert ist, sondern durch ein Umfeld, dass viel stärker auf Mainstream-Kommerz (auch beim Abbild so genannter Alternativ-Kultur) ausgerichtet ist und in dem höchstens 2-Abend-/Nachtstunden spezielleren Stilen vorbehalten sind. Sie müsste mich in Breite und Tiefe der ausgewählten Musik noch stärker überzeugen. Aber wie gesagt, 2 Wochen sind noch zu wenig...

Die "freundlichen Übernahmen" ...
...sind aus meiner Sicht nur ein einstündiges Format, entkoppelt von der Spezialschiene 21 bis 1 Uhr.

"Free falling" hätte ich gern auf 21 Uhr behalten, 23 Uhr finde ich unglücklich.

Mehr habe ich nicht...;)
 
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