Neuzugänge und -besetzungen sowie Änderungen bei radioeins


Weiß eigentlich jemand etwas über den Status der "Blauen Stunde"?
Ich denke, der "wütende Türke" durfte in Wahlkampzeiten im ÖR nicht senden. Er war ja in Kreuzberg als Kanzlerkandidat unterwegs und hat auch 7,6 % der Erststimmen erreicht. Nachdem es für die Machtübernahme also nicht reicht, gleichzeitig die Karrenzzeit von 6 Wochen für Wahlkandidaten in Unterhaltungssendungen nun vorbei ist, dürfte es demnächst wieder ein sehr, sehr grantige Sendung geben!

Wegen dieser Regelung entfiel kürzlich ja auch eine Schulz&Böhmermann-Folge auf ZDF neo, in der die Neuköllner Bürgermeisterin aufgetreten wäre.
 
Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass vor ca. 10 Jahren die Anrufer bei Call-In-Segmenten (meist Gewinnspiele) noch geduzt wurden.
Kann das jemand bestätigen oder irre ich mich? Jedenfalls kommt mir das heute jedes mal komisch vor, wenn sie ihre Anrufer siezen.
 
Lydia Herms, ehemalige "Literaturagentin" auf radioeins, war heute früh auf Fritz im Interview. Sie sprach offen über ihre Schulden, die sich in den letzten Jahres angehäuft haben.

http://mediathek.rbb-online.de/radi...-Podcast?bcastId=28912412&documentId=48212928


Die ganze Sendung kann man hier nachhalten:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/schulden-7500-euro-minus-das-war-das-limit

Auszug aus dem Manuskript:

"Es ist ein Sommertag, August 2015. Ich sitze in einem schlichten Bossbüro mit Fenster zum Garten, wippe in einem Schwingstuhl auf und ab und denke nur: "Scheiße. Scheiße. Scheiße!"

Der Radiosender, für den ich nach Berlin gekommen war, will mich plötzlich nicht mehr, nach dreieinhalb Jahren. Bis Oktober noch, dann ist Schluss. Ich denke an meinen Vermieter. Ich denke an die Künstlersozialkasse. Ich denke an das Finanzamt. Und ich bin mir sicher: "Jetzt ist wirklich alles vorbei.""


Vielen Dank für die Offenheit und das Bekanntmachen eines Tabuthemas.
 
Danke für den Link!

Einer der ersten Radio-Chefs von Lydia Herms (vielleicht der erste, keine Ahnung) meinte mal vor vielleicht 9 Jahren sinngemäß zu mir, sie wäre ein "zartes Pflänzchen" (genauen Wortlaut müsste ich mühsam aus den alten Mailarchiven suchen). Wenn ich nun Lydias aktuellen Bericht lese, muß ich korrigieren: Lydia ist eine starke Frau. Sich hinzustellen und dieses Tabuthema anzusprechen, den ganzen Weg dorthin offenzulegen, dazu gehört ne Menge Kraft. Respekt, Frau Herms - und alles gute fürs Durchhalten bis das Minus weit weg ist.

P.S. Nach Köln fahren (nur?) für das Produzieren dieses Beitrags? Hätte man da nicht Produktionshilfe in Anspruch nehmen können in Berlin am Hans-Rosenthal-Platz?
 
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Ich hatte mich damals über ihr Verschwinden gewundert und sie vermisst. Wirklich beeindruckend, wie offensiv sie dieses Thema angeht, das sonst beliebterweise voyeuristisch von den Privaten abgehandelt wird.

Heute gab es Jürgen Königs Christmas Hour von 22 bis 23 Uhr und es wird leider kein originäres Nachtprogramm in der Heiligen Nacht geben, wie dies letztes Jahr der Fall war. Hat jemand zufällig einen Mitschnitt von dieser Stunde?
 
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Jetzt weiß ich wenigstens welcher Berliner Sender gemeint war, von dem Sie bei DLF Nova gesprochen hat , aber sonst stimme ich zu, wer so offen über seine Schulden spricht verdient Respekt
 
radioeins-Hörer werden´s eh mitbekommen haben, für die anderen vielleicht eine interessante Info:

Kleines "Special" heute Nachmittag bei Christiane Falk. Genau um 14.27 Uhr startet ein 33-Minuten-Song (Kraus/Eure Kinder) und damit eine Radiopremiere. In diesem Song wird die "Deutsche Geschichte" seit dem Mauerfall thematisiert. Das Stück, das die letzten Tage in eine 10%-Version schon ein paar Mal über den Sender ging klingt ganz eingängig, ist also vielleicht ein ganz hörenswerter "Epos".

Natürlich gab es schon länger Stücke, die im Radio gespielt wurden, so wie Tubular Bells auf SWR 1 BW (Hitparade). Aber trotzdem, sicherlich nicht ganz alltäglich
 
mit sicherheit ein wenig spannender als die jahrzehntemixe der hitdudler ;)

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/radiodays/ostern-2018/

"radioeins reist von Karsamstag bis Ostermontag zurück in drei große Popjahrzehnte.

Von 9 bis 21 Uhr hören Sie jeweils:
Am Karsamstag, d. 31. März: Die Songs der 70er Jahre
Am Ostersonntag, d. 1. April: Die Songs der 80er Jahre
Am Ostermontag, d. 2. April: Die Songs der 90er Jahre

Am Karsamstag gibt es Prog, Punk und Disco - Die 70er Jahre! Zwischen ausufernden Gitarrensoli und rebellierenden drei Akkorden ist alles dabei, was die Seventies geprägt hat, auch Pop und Politik, Glam- und Hardrock, die wichtigsten Singer/Songwriter und natürlich schauen wir auch vor unser eigener deutscher Krautrock.

Am Ostersonntag beginnt das Jahrzehnt der Syntheziser und des Musikfernsehens: Die 80er Jahre zwischen Stadionrock, MTV und Alternative! Es ist das Jahrzehnt der Superstars wie Madonna und Michael Jackson, der Elektropopper, Post Punk- und Heavy-Metal-Bands, aber auch die Geburt des Hip Hop und der NDW-Spaßfraktion.

Am Ostermontag bilden wir Grunge, Techno und den Siegeszug des Hip Hop ab. Die 90er Jahre werden von Städten wie Seattle (Grunge), Manchester (Rave) und HH (Hamburger Schule) geprägt, der HipHop triumphiert, die Love Parade expandiert, Whitney und Mariah führen die Charts an und die neuen Helden sind die DJs.

Bis 16 Uhr werden die radioeins-Moderator*innen MC Lücke, Andreas Ulrich, Max Spallek, Christiane Falk und Stefan Rupp den Soundtrack der drei Jahrzehnte spielen. Ab 16 Uhr spielen wir dann IHRE Lieblingslieder aus den 70er, 80er und 90er Jahren. Die Top 30 der radioeins Hörer*innen! Und von 19 bis 21 Uhr werden die drei Jahrzehnte dann gnadenlos subejktiv von Andreas Müller (70er), Jörgen König (80er) und MC Lücke (90er) bespielt und bewertet."
 
Das Osterprogramm der Jahrzehnte macht mal wieder wirklich Spaß. Andreas Müller verkündete am Samstag, dem 70er Tag, dass dies seine letzte Dancehall ist und der Admiral in Rente geht (nicht Andreas, er macht den Soundcheck weiter).
 
Der ist ja eh inzwischen vor allem bei Dlf Kultur zu hören. Dort und im Soundcheck kann er also weiterhin seinem Ego frönen. Seine musikjournalistische Expertise ist ein Verlust für Radio Eins, aber ich hatte schon länger den Eindruck, dass er keine Lust mehr auf die hippen Präsentationsformen dieses Senders hat und sich auch wenig Mühe gibt, diese Unlust zu verstecken. Er hat sich über die Jahre ja auch immer weiter zurückgezogen aus dem Betrieb.

Auf seiner Teamseite steht übrigens noch etwas von einer "Susanne Burg", mit der er sich die Dancehall teilt. Weiß jemand etwas über sie? Oli Massive, der vermutlich ihr Nachfolger in der Position war, war ja nun auch schon lange "Resident DJ" in der Dancehall.
 
In den letzten Jahren lief die Dancehall mit Admiral Tuff alias Andreas Müller im 2-wöchigen Rhythmus mit der Tanzhalle mit Annika Line Trost (die einen längeren Schwangerschaftsurlaub zwischendurch einlegte).
Oli Massive war seitdem nicht mehr zu hören... für Andreas Müller in Vertretung (sehr selten) war Thomas Haak (ehemals Hübner) alias Wachtmeister Hübner am Mikro.
 
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Ne, Oli Massive ist ja auch raus, seitdem Anja im letzten Jahr den Mai neu gemacht hat. Aber der war zuvor lange auf diesem Sendeplatz zu hören. Daher frage ich mich, wer diese Susanne Burg ist, die davor die Dancehall regelmäßig moderiert haben muss.
 
Richtig, seit Mai des letzten Jahres ist Annika Line Trost anstelle von Oli Massive die weibliche Stimme auf dem Sendeplatz (ihre Sendung heißt "Tanzhalle").

Vielleicht ist sie ja Nachfolgerin?
Wenn Susanne Burg die Nachfolgerin von Admiral Tuff würde, wechselte sie sich aber nicht mit ihm ab, wie es die Homepage verkündet. Wenn sie allerdings auch noch nie die Dancehall moderiert hat (und sonst keiner der Radio-Eins-Weggefährten hier sie als Mitarbeiterin des Radiosenders kennt), ist es mir wiederum ein Rätsel, wie sie da auf der Homepage gelandet ist. Zumindest aber ist es wohl aller Wahrscheinlichkeit nach die Susanne Burg von Dlf Kultur. Wir lassen uns überraschen, ob sie tatsächlich Nachfolgerin wird oder was sich andernfalls auf dem Sendeplatz tut.
 
Anfangs moderierte Andreas Müller die Dancehall allein. Erst später gab es einen wöchentlichen Wechsel mit Susanne Burg. Das ist sicherlich viele Jahre her. Aber Susanne Burg präsentierte eine ordentliche Dancehall. Ich war damals sehr skeptisch, weil mir eben der Stil Müllers sehr gefiel. Wie lange Burg aber moderierte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls längere Zeit und sie war die erste, die mit Müller wechselte.
 
Ich weiß zwar, dass es hier im Forum etwas schwierig ist, "grundsätzliche" Diskussionen über radioeins zu führen; hierzu sind wohl auch hier die User zu "erwachsen" und abgeklärt ;)
Als Dauerhörer der letzten Jahre (nein, nicht der "ersten Stunde) fallen mir allerdings seit Monaten Veränderungen hin zur Trivalisierung des Programm auf, die ich hier mal gerne widersprochen oder bestätigt haben wollen würde. Vielleicht bin ich ja gerade auf einem anderen Tripp und es liegt an mir. Ingesamt ist allerdings meine Zufriedenheit im letzten halben Jahr deutlich gesunken und ich befürchte, dass dahinter vielleicht auch angesichts von zwei sich verschlechternden MA´s in Folge der Mut im Sender gesunken ist, das besondere Profil weiter zu schärfen. VIelleicht gab es ja auch die Vorgabe von "oben" (heuer sollen ja die rbb-Radiowellen facegeliftet werden, nachdem zunächst von Frau Schlesinger das Fernsehen umgebaut wurde), endlich "normaler" zu werden....

Wirklich massiv stört es mich, dass seit etwa einem Vierteljahr nun stündlich andere Sendeschienen (wie die Morgensendung) "geteast" werden. Vor "Halb" gibt es seither diese nervigen Einspieler auf meist die Morgensendung, oder andere Sendeschienen. Nervig und weit unter Sender-Niveau! Damit zerhackt man die Sendestunde inzwischen durch Wetter/Verkehr um ´5, Eigensendungs-Promotion um ´25, durch Wetter/Verkehr um ´32, durch Werbung um ´50, durch Veranstaltungshinweis um ´55, dann auch noch hin und wieder durch einen Eigenveranstaltungshinweis um ´58 und anschießend die Schlagzeilen der eh zwei Minuten später laufenden Nachrichten. Ist ein bißchen viel, um dazwischen noch eine strukturierte Sendung zu machen.

Musikfarbe: Immer das schwierigste Thema..... Die Musikauswahl war schon immer irgendwas zwischen Anstregend und Anregend. Dadurch aber eben die typische Radioeins-Farbe. Inzwischen läuft phasenweise ein überraschend uninspirierter Mix aus extrem langsam/langatmigen Chillern und bislang verpöhnte Klassiker. Allein die letzten Tage fielen mir Joan Jet mit I love Rock´n Roll, ein Grönemeyer-Song, Beatles (wobei A Day in the Live wirklich was besonderes ist) und heute früh ohne Vorwarnung die Jackson Five auf. Das alles sind "Ausrutscher" die man natürlich spielen kann, aber in dieser Häufung ist das neu und verändert m.E. die Gesamtmusikfarbe. Bislang würde ich den Sound eher so "Beschreiben": Die typische radioeins-Musikfarbe + gelegentliche Ausbrecher noch "oben" (lauter/extremer/exotischer), inzwischen die hauseigene Musikfarbe mit häufigen "Abstürzen" ins Trivale ("the best of 70er...). Seht Ihr das auch so?

Moderation: Gestern gelesen, dass Bela B demnächst seinen Abschied gibt. Das ist in jedem Fall mal Schade. Allerdings überrascht es nicht, das die "Promischiene" am Dienstag nicht in Ewigkeit von den gleichen Leute moderiert wird. Vielleicht wird Bela ja bei den Ärzten wieder gebraucht.... Nachfolger wird "2Raumwohnung". Hoffentlich bleibt Flake bei der Stange, der ist nun wirklich einzigartig in der Moderation.
Schon von Anfang an nicht so ganz anfreunden konnte ich mich mit dem Neukonstrukt der Schiene 16 - 19 Uhr. Diese boulevadeske Doppelmoderation mit "Happy go Lucky"-Atitüde ist anstrengend. Wobei das Team Koppitz/Spannek sich in jedem Fall positiv vom "Konkurrenz"-Team abhebt. Das unkoordinierte Raucherhust-Gelache von Holger Klein und die spießmütterliche Sicht der Dinge von Katja Weber nerven mich außerordentlich.

Alles in allem: Ich hab den Eindruck das das bisherige Produkt der Ecken und Kanten in den letzten 1,5 Jahren spürbar "geschliffen" wurde. Das Programm entwickelt sich zum Mainstream hin und der besondere "Geruch" des Senders wird mehr und mehr verwässert und den trostlosen "Regeln" der meisten Sender angeglichen.

Ist mein Eindruck nur von der Unbeweglichkeit des "Althörers" geprägt, der nix verändert haben will, oder seht Ihr das ähnlich? Ich jedenfalls höre - Luftline 800 km entfernt - den Sender, weil er so war, wie er war. Und nicht, weil er so werden soll, wie alle anderen....
 
Bis er so weit ist wie alle, wird noch eine Menge Wasser die Spree runterlaufen. Allerdings sind mir die Veränderungen auch aufgefallen und behaupte einfach mal, wir hören hier ein Formatradio der höheren Ansprüche. Inwieweit das Niveau abgesenkt wird, müssen wir abwarten.
 
Wirklich massiv stört es mich, dass seit etwa einem Vierteljahr nun stündlich andere Sendeschienen (wie die Morgensendung) "geteast" werden. Vor "Halb" gibt es seither diese nervigen Einspieler auf meist die Morgensendung, oder andere Sendeschienen. Nervig und weit unter Sender-Niveau!
Zustimmung. Absolut nervig. Aber wenigstens, man soll ja auch das Positive sehen, kein Backselling der "lustigsten Gags". Habe ich jedenfalls noch nicht gehört.
Schon von Anfang an nicht so ganz anfreunden konnte ich mich mit dem Neukonstrukt der Schiene 16 - 19 Uhr. Diese boulevadeske Doppelmoderation mit "Happy go Lucky"-Atitüde ist anstrengend. Wobei das Team Koppitz/Spannek sich in jedem Fall positiv vom "Konkurrenz"-Team abhebt. Das unkoordinierte Raucherhust-Gelache von Holger Klein und die spießmütterliche Sicht der Dinge von Katja Weber nerven mich außerordentlich.
Widerspruch. Ich finde beide Teams überaus unterhaltsam und wesentlich besser als zum Beispiel Azone/Rupp am Morgen, die mittlerweile einen arg abgenutzten Eindruck machen.

Was mich massiv nervt, ist die Änderung des Nachrichtenteasings am Morgen: Während früher gegen fünf vor Voll zwei, drei Schlagzeilen und eine kurze Wettervorschau von den Moderatoren gelesen wurden, so wie auch jetzt noch am Nachmittag, kommt nun der Nachrichtenmensch ins Studio und erzählt ausführlich was zu einer Medung, die man dann fünf Minuten später noch mal hört. Das ist nicht nur redundant, sondern auch ohne Mehrwert für den Hörer. Und dem Sender nutzt es auch nix, weil die Neugier auf die Nachrichten eher kleiner wird, wenn man eine Hauptmeldung schon ausführlich gehört hat.
 
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