NRJ Group setzt auf Digital - Modell auch für Deutschland?


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Fader72

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Laut dem Branchenmagazin "persönlich.com" plant Radio Energy den UKW-Ausstieg in der Schweiz im Jahr 2019 und möchte von dort an nur noch über Internet und DAB+ zu empfangbar sein. "Wir planen einen Ausstieg auf das Jahr 2019", sagt Energy-Geschäftsführer Dani Büchi gegenüber der Zeitung. Bereits heute habe DAB+ bei Energy klare Priorität in der Schweiz. Mit dem jetzt kommunizierten Ausstiegsdatum wolle Energy die Diskussion um den Ausstieg auch bei anderen Sendern lancieren. 2019 laufen hierzulande die UKW-Konzessionen der Lokalradios aus.

DAB ist deutlich effizienter und günstiger als UKW. Um das analoge Signal im grössten Teil der Deutschschweiz zu verbreiten, braucht es laut Swiss Media Cast mindestens 200 bis 300 UKW-Sendemasten. Für DAB reichen nur 38.

Was meint Ihr wäre ein Ausstieg von Radio Energy in Deutschland von den zahlreichen UKW-Frequenzen ein finanzierbares Modell? Könnte NRJ besser dastehen, wenn regional in jedem Bundesland ein eigenes Energy-Programm starten würde? Eure Meinung ist gefragt!
 
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der beobachter

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Mal sehen, wo NRJ langfristig überhaupt zum Zug kommt. Stuttgart steht demnächst an und die LfK hat schon mitgeteilt, dass sie mit der derzeitigen Programmgestaltung hinsichtlich der Regionalität nicht ganz zufrieden ist.

Was DAB+ angeht, ist das Medium ja im Kommen und im Markt angeblich sogar angekommen und die Anzahl der Gerätemodelle im Handel steigt.
Zudem ist NRJ bereits in dem Markt in Deutschland aktiv.
Das sind dann schon mal Voraussetzungen, die dafür sprechen, dass NRJ den Schweizer Weg auch in D ins Auge fassen könnte.
Allerdings ist der Schweizer Digitalradiomarkt auch als Hörermarkt tatsächlich vorhanden. In Deutschland ist er höchstens statistisch ausweisbar, aber nicht in marktrelevantem Umfang.

Wer heute in D aus UKW rausgeht und nur noch auf Digitalradio setzt, massakriert seinen Sender.
 

BSF

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Dezente Anmerkung am Rande: Die Anteile der NRJ Group an den schweizerischen Energy-Stationen (bis auf NRJ Leman natürlich) sind relativ gering. Das Modell ist ähnlich dem von Energy Sachsen, man besitzt einen gewissen Anteil am Sender und tritt unter dem Namen "Energy" auf, letztlich gehört der überwiegende Anteil des Unternehmens aber anderen Anteilseignern. Im Fall der Schweizer Sender ist es Ringier.

Rückschlüsse aus dem Modell in der Schweiz auf den deutschen Markt zu ziehen, halte ich daher für gewagt. Zudem man mit NRJ in Frankreich das passende Gegenbeispiel der NRJ Group hat (dort wird aufgrund der Marktstellung DAB+ gemeinsam mit den anderen großen Anbietern blockiert). Darüber hinaus sollte man nicht außer acht lassen, dass die Energy-Stationen in den gegenwärtigen Städten relativ stark mit ihrem Programm vertreten sind, man also evtl. gewonnene Marktanteile auf diesen Märkten verliert und Werbekunden unnötig abgibt. Insofern würde ich These aufstellen, dass jeder Markt seine eigene Lösung benötigt und die Situation von Energy in Deutschland weder mit jener in Frankreich noch in der Schweiz vergleichbar ist.

Sinn machen würde es dahingegen definitiv in Österreich: Dort ist die Wiener Station ja ohnehin quasi die einzige, die das Programm liefert. Insofern würde es dort Sinn machen - auch im Zusammenhang mit dem (mehr oder weniger geplanten) Auf- und Ausbau des DAB+-Netzes in Österreich, von Wien aus sich über das Land hinweg verbreitend.
 
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