NRW - das schlimmste Radioland


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#1
Ogott, bin ich froh, als ich nach einem Termin im Ruhrgebiet nun wieder hier im Rhein-Main-Raum angekommen bin. Endlich wieder Rockland Radio, planet, XXL, sunshine live. Oh Mann: NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands. Aber radiomäßig geht inzwischen selbst in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mehr ab. Das Gedudel der Lokalsender ist nicht zu ertragen, und der WDR bietet auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Also schaltete ich auf BFBS1 um, um wenigstens etwas gute Mucke zu hören. Hoffentlich blockieren die Briten weiterhin die Räumung der Frequenzen! Okay, und nun lege ich mich aufs Sofa und träume von 107.1 RTL Köln und Energy 104,2 Düsseldorf. Und tschüß...
 
#2
Ich hätte da einen anderen Vorschlag!

Hitradio Antenne Köln und ENERGY Cologne auf der Frequenz von Erft. Weil die in Köln genausogut zu hören sind, wie RKöln.

Dann noch den Domfunk und ein Arabella Format, daß gegen WDR 4 schießt und ne Rockwelle und dann wär doch Köln gerettet!

:)
 
#6
Vorsicht. Wer die Hochschulsender und die Bürgerfunker in einen Topf wirft, sollte lieber sofort den Hörfunkbereich verlassen, da er nicht viel vom Thema verstanden hat.
Mir sind auch Hochschulfunker bekannt - die machen ihre Arbeit sehr gut. Man darf nicht vergessen - sie bekommen keine solche große Unterstützung wie die eines Rahmenprogrammanbieters. Es muß bei diesen Sendern alles selbst gemacht werden. Und dafür klingt es allemal besser, wie noch heute so mancher NRW-Lokalsender ! Die Beiträge sind tatsächlich vorhanden und liegen meist bei 2 Minuten, und die Nachrichten bestehen bei den Hochschulsendern nicht nur aus den umgeschriebenen Pressetexten irgendwelcher an den Sender angeschlossenen Vereinen.
Natürlich kann man die Uni-Sender nicht in den Himmel loben, aber dafür, dass halt kein NRW dahintersteht, machen die gute Arbeit.
Allerdings sind die Stationen nur mit wenig Reichweite bestückt ( Gebiet der Uni's ), und damit kann sie leider kaum einer hören, zumal die auch keine Werbung machen.
 
#7
Es ist doch echt unglaublich. Andauernd wird nur rumgenörgelt. Seid ihr eigentlich besoffen, dass ihr euch so Sachen wie "Hitradio Antenne Köln" ausdenkt.
Die Erfolgszeiten von Hitradios ebben ab(siehe Niedersachen und co.) Seid doch einfach mal zufrieden mit unserem System. Wie die Zahlen belegen ist es ja wohl nicht gerade unerfolgreich in NRW.
 
#8
Also mal abseits aller Nörgelei: Würde nicht ein "Hitradio Köln" tatsächlich gut laufen? Wahrscheinlich könnte man in ganz NRW jedem Lokalradio ein Hitradio als Konkurrenz gegenüberstellen und würde 50 % der Hörer der Lokalstation holen.

Einfach die größten Hits fürs Sendegebiet. Lokale + Weltinfos 5 Minuten früher und die lustigste Morningshow, xy bei der Arbeit und yz am Mittag...günstig in der Produktion, aber für NRW-Lokalradio-Hörer-Ohren sehr innovativ, weil man das nicht kennt....

Das die Hitradios in anderen Ländern nicht mehr so gut ankommen schiebe ich auf den ganz normalen Produkt-Lebenszyklus: 1.Einführungsphase,
2.Wachstumsphase,
3.Reifephase,
4.Sättigungs/Rückgangsphase.

Das ist bei jedem Produkt so und wahrscheinlich auch in geeigneter From aufs Radio zu transformieren.

Was meint denn ihr so?
 
#9
@Radiologe:
Kann ich überhaupt nicht bestätigen. Ich habe 100% Flächenabdeckung durch Hitradio Antenne (NS). Antenne hat seit der Umformatierung (von "Antenne.Das Radio" auf "Hitradio Antenne") in unserer Region gut die Hälfte seiner Hörer verloren. Bei der letzten EMA hatte Hitradio noch gut 7% (Hörer gestern), wir als Lokalsender 30%. Das Hitradio-Konzept ist nicht wirklich erfolgreich. (siehe Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen.)

Das Problem der Hitradios ist, ihnen fehlt der usp. Sie sind ohne Zweifel gutgemacht, aber auch sehr auswechselbar. Deswegen verlieren sie immer gegen die "Platzhirschen".
In Sachsen-Anhalt gegen SAW, in Sachsen gegen PSR, in Niedersachsen gegen FFN,.

P.S. Habe selber 4 Jahre bei einem Hitradio gearbeitet!
 
#10
Radiologe, denk mal weiter. Du schreibst doch eigentlich selber, dass diese Hitradios absolut überflüssig sind. Was würde es denn bringen, in Köln ein Hitradio Köln zu starten ? Radio Köln würde in die Pleite geritten, nach 2 Jahren kehren die Hörer zurück zu ihrem alten Heimatsender, und alles wäre noch schlimmer, weil man dort den Rotstift angesetzt hat, um mit einem etwaigen Hitradio Köln mithalten zu können.
Sieh es mal anders : 10 Jahre Lokalfunk mit Bürgerfunk haben 1,35 Mill. Hörer, die Hitradios allerorten verlieren seit Jahren tausende von Hörern. Also, warum soll man in NRW bitteschön die größten Superfehler der 90er und die Fehltritte von heute wiederholen ???
 
#11
@MAA:

O.K. Ich glaube ich habe meine Idee oben nicht so 100% exakt eingetippt:
Ich gebe "lokalen Hitradios" eine Chance. Wir sind uns doch darüber einig, daß das Lokale unser usp ist.

Wenn es also bei dir ein Hitradio-Westfalica gibt, das eine etwas hottere Musik spielt und gleichzeitig auch lokal ist, dann bekommt das bestimmt ne akzeptable Quote.

Ich denke in Aachen hätte die 100,1 auch erheblich mehr Erfolg, wenn die Konkurrenz dort nicht so heftig wäre. Wenn es nur einen der 44 Locals als Konkurrenz gäbe würde 100,1 einfach zwischen l1ve und NRW rutschen, von beiden Hörer mitnehmen und bestimmt locker über 20% kommen...

Wenn ich mich richtig erinnere hat antenne1 in BW auch ganz guten Erfolg...vor Radio Regenbogen, was ja, glaube ich, dort lange zeit das private nicht-hitradio war...
 
#13
Wenn in NRW die gleichen Radioverhältnisse wie in Bayern herrschen wüden, dann würde es in der Millionenstadt Köln wahrscheinlich 5 lokale Radiosender geben - mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Aber so gibt es nur einen einzigen Sender, der nicht wesentlich mehr eigenproduziertes Programm sendet als ein Programm auf'm Land, wie z. B. Radio Sauerland...
 
#14
Kannst Du mir , Steve, eine einzige ( nur EINE ) Frequenz nenenn ,die in Köln noch frei ist ? Bitte halte Dich dann aber auch an die Normungen, etc. In Köln ist eh auf UKW genug zu hören. SWR 3mal, RPR 2mal, DLF,D-Radio, Lokalfunk, 6mal WDR, BFBS.
Jaaaa, ich weiß, die Musik ist nicht gut, die Moderatoren sind schlecht, und überhaupt ist alles mies in Köln.
Freue Dich doch einfach auf das Hochschulradio - sofern die nicht längst auf Sendung sind.
 
#15
Mit ein wenig gutem Willen sind in Köln durchaus noch Frequenzen frei. 88,4 z.B.
oder 97,1 oder 97,2. Und wenn man schon sowas wie 100,0 für´s Hochschulradio oder 89,8 für den DLF koordiniert (der Sender wird nach max. 5 km vom SWR völlig plattgemacht), dann kämen sogar noch viel mehr Frequenzen in Frage : 87,7 , 92,2 , 98,3
101,7.
 
#17
Die 88,4 sollte doch in Bergheim genutzt werden. Ist mir zwar schlierhaft wo es da eine Empfangslücke gibt, aber wenigstens kann man dann den BRF auf 88.5 nicht mehr hören...könnte ja ein paar Hörer vom WDR abziehen.
89,9 ist die Frequenz in Köln fürs DR Berlin.
Also in Sichtweite vom Dom auf der A4 habe ich auf 89,9 VRT Klara aus Belgien gehört :)
97,1 dürfte keine besonders gute Lösung sein: 97,0 RTL Radio war früher in der Kölner Bucht Standard, mittlerweile sendet ja 96,9 R. Berg (früher mal BFBS) und Rockland in Linz.
Ja, in Köln ist das Frquenzband ziemlich dicht, aber die Vielfalt ist sehr beschränkt.
 
#19
Schnuffel, ich kann die Frequenzsituation in Köln nicht beurteilen, weil ich zwar in NRW, aber schon weiter entfernt von Köln wohne. Laut den anderen Postings wäre aber scheinbar noch was drin. Aber egal wie die Situation jetzt speziell in Köln aussieht, ich frage mich nur, wie machen die das in Bayern? Dort gibt es 5 landesweite BR-Programme, den landesweiten Antenne Bayern, DLF, DLR Berlin UND zusätzlich noch privaten Lokalfunk. Und, wie schon gesagt, in den Großstädten gibt es mehrere Lokalsender nebeneinander. Wenn ich das jetzt mit NRW vergleiche, stimmt ja wohl irgendwo etwas nicht. In Bayern klappt es offensichtlich mit der Frequenzkoordination viel besser als in NRW, aber dort sind natürlich auch andere politische Verhältnisse.
 
#20
Eben. "Laut den anderen Postings" - das ist das Problem einiger Leute, die einmal auf den eigenen Empfänger schauen, und dann laut tönen :"Die Frequenz ist aber noch frei". Mag sein. Aber leider hat der Platzhirsch WDR seine eigenen Gesetze, und in denen ist geregelt, wie nah man den WDR-Sendern auf die Pelle rücken kann. Und daher gibt es links und rechts der WDR-Sender meist noch viel Platz, aber die Privaten müssen sich irgendwohin quetschen ( das war hoffentlich recht anschaulich erklärt ). In Bayern ist dies eigentlich nicht viel anders, aber : Dort wurde eine landesweite Kette auch nicht zersplittert in unzählige Lokalfrequenzen wie in NRW. Zudem hat NRW das Problem, von vielen Bundesländern, Belgien und Holland eingekesselt zu sein. Für diese Sender von dort gibt es eine Art Bestandschutz ( sofern sie aus Deutschland kommen ).
 
#21
Ich habe gestern noch mal das UKW-Band in Köln gecheckt, an der Rheinbrücke wo ziemlich viel hergeht.
Wirklich frei ist da nicht mehr viel. Die 89,9 von DR Berlin ist ein echter Witz!
Nicht mal in der Innenstadt rauschfreier Empfang. Nebenan SWR1 auf 89,8 ist viel stärker und auf der 89,9 selbst kommt ncoh VRT Klara durch und auf 90,0 sitzt schon wieder SWR3.
Dabei geht 106,1 von DR Berlin hervorragend. Die 89,9 ist also absolut überflüssig!
Auf 100,0, dort wo schon diverse Veranstaltungsradios sendeten, ist am ehesten noch was drin.
Ansonsten sollte man sich mal Gedanken um die Verteilung der Lokalsender machen. Ist es nötig, daß man in Köln 3x Radio Bwerg empfangen kann und muss R. Erft mit 1kW aus Köln senden?
 
#22
Ich denke, letztendlich ist es unrelevant, ob es in NRW noch freie Frequenzen gibt oder nicht. Selbst wenn es noch reichlich freie Frequenzen geben würde, würde es wahrscheinlich trotzdem keine weiteren privaten Radiosender neben dem Lokalfunk in NRW geben. Solche Sender sind halt einfach unerwünscht, sprich, WDR und Lokalfunk sollen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland reichen. Da kann man wirklich nur froh sein, wenn man so günstig wohnt, daß man noch Programme aus anderen Bundesländern/Ländern reinbekommt.
 
#23
Na ihr seid ja wieder Nasen! Da stellt man hier mal seine kleinen Träume in den Raum, ist mal nen Wochenende nicht im Haus und dann wird gleich wieder alles runtergemetzelt zu einer Grundsatzdiskussion über den Sinn und Zweck der Hitradios.

Also fangen wir doch bei der vielgepriesenen Konkurrenz an, ohne daß ich mich überhaupt auf die Sinn und Zweck Diskussion einlassen möchte:

Radio Köln - Gute Musik (Dank Carsten!) schlechte Durchhörbarkeit (Danke Radio Köln!), weil morgens keine gute Show und in den lokalen Stunden manchmal unsägliche Beiträge und Moderationen.

L1VE - Alternativ-Jugendprogramm zu der es keine Alternative gibt (Schade!) - keine Konkurrenz
WDR 2 - Der Sender, der wo für konservative 40er gemacht ist - Keine Konkurrenz
WDR 3 - Wollen wir über einen Klassik-Sender als Konkurrenz reden?
WDR 4 - Siehe WDR 3 ersetze Klassik durch Schlager+Volksmusik
Radio 5 - Ach, ich sag besser nichts.

DLR + D-Funk: Die will man ja mit einem Hitradio auch gar nicht angreifen.

RPR 1 + SWR 3: Konkurrenzfähig, aber leider so gut wie ohne Köln Charakter!

Also die Lücke sehe ich für ein Hitradio, das den ganzen Tag sagt: Mehr Abwechslung mit den größten Hits für Köln - Köln - Köln!!

Kein Karnevalstusch!! Wichtig!

In diesem Sinne!

Zerreißt mich
 
#24
Hrm ! Die Hits laufen auf den Lokalsendern rauf und runter. Dies sollte sich auch beim letzten Hörer rumgesprochen haben. WDR 2 hat grade eine Verjüngungskur hinter sich, muss diese aber noch 30 mal wiederholen, da man vergessen hat, dass da noch laaange Wortbeiträge laufen. Von Mon-Kalk sprechen wir mal lieber gar nicht erst

1LIVE macht irgendwie etwas für Jugendliche, und WDR 4 : hat sich verjüngt, falls es noch keiner mitbekommen hat. Die einzigen, die momentan keine Konkurrenz haben ,sind in der Tat die Lokalsender, jedenfalls die meisten.
P.S.: Sollte Radio Köln tatsächliche eine andere Musikfarbe haben wie die anderen Lokalsender, dann dürfte dies sicher auch in Oberhausen auf Interesse stoßen.
 
#25
O.K. Schnuffel....Die Hits laufen bei den Locals?
Hier ist die Musik von heute morgen.
Die 7-Uhr Stunde.

SUMMER SON - TEXAS 99
WILD WORLD - MAXI PRIEST 88
I'M IN HEAVEN - ATC 01
THE AIR THAT I BREATHE - SIMPLY RED 98
LOVE DON'T COST A THING - J.Lo 01
BACK HERE - BBMAK 01

LOOK OF LOVE - ABC 82
WITHOUT YOU - MARIAH CAREY 94
YOU DON'T FOOL ME - QUEEN 96
IT'S NOT RIGHT BUT IT'S - WHITNEY HOUSTON 99
COME ALONG - TITIYO 01
NEVER CAN SAY GOODBYE - COMMUNARDS 87
HOPE OF DELIVERANCE - PAUL MCCARTNEY 93

Also, wenn ich oben von einem Hitradio gesprochen habe, dann meine ich auf jeden Fall ein CHR. Bei den Locals laufen doch recht viele Recurrent-Titel..
Es geht, um das nochmal zu betonen, ja nicht um die Frage, ob die Locals gut sind oder nicht (der Erfolg gibt den Erfindern da zweifellos recht).
Es geht um die Frage ob ein richtiges Hitradio Aussicht auf Erfolg hätte.

Hier mal zum Vergleich die aktuelle Top-10:
1. Kylie
2. Enya
3. Afroman
4. Iglesias
5. D'agostino
6. Alizee
7. Jeanette
8. Rosenstolz
9. Lasgo
10. Alien ant farm

22. ATC - I'm in heaven
71. Titiyo - Come along

In der Summe macht das zwei Top-100-Hits in der 7-Uhr-Stunde. Also wäre doch tatsächlich noch Platz für einen Sender, der mehr Hits spielt...oder wie? oder was? :)
 
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