Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.


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dc

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Ja, da aber auch in anderen ARD-Wellen ist man "wie auf Knopfdruck" augewacht. Hatte aber ensthaft auch nichts anderes erwartet.
Wie denn auch? Hätten die precrime-Reporter vorab von der Strecke informieren sollen (um mal Philip K. Dick zu bemühen)?
 

kk

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Wer sich Geld leiht, hat Schuldendienst zu leisten. Das gilt auch für Staaten. Warum sollte man Finanzprofis dafür schmähen, daß sie bereit waren, Politikernderen Volksgeschenke zu bezahlen? Das Übel liegt darin, daß KEINER in der der hohen Politik sich wirklich mal traut, den Leuten zu sagen: Wir geben zuviel aus! Stattdessen darf Griechenland nicht pleitegehen. Klar. Hauptkreditgeber ist der Bund inzwischen. Aber nicht weil ers sein müßte. Sondern weil alles andre sofort auch die eigenen Sündenfälle aufdecken würde. Der Skandal liegt im laxen Umgang mit Geld. Das ja scheinbar von selbst kommt. Daß heutzutage jeder Säugling bereits mit ca 50tsd EUR Schulden auf die Welt kommt? wen kümmerts? Dafür darf man keinen Banker beschimpfen. Die machen ihren Job - nicht nur für sich übrigens. Oder was glaubt Ihr, wo die fetten Riester-Renditen herkommen? Hedge-Fonds sind in aller erster Linie Rentenfonds - deswegen sind die auch so schwer. Aber die Demonstranten kennen sich da wohl eh nicht aus - mangels Notwendigkeit . Und wer sagt eigentlich, daß eine Bank nicht pleitegehen darf? Nur die hohe Politik, die ja so gern ihre Ruhestandsgehälter in den Staatsbankaufsichtsräten verdient. Die Wallstreet läuft auch nach der Lehman-Pleite noch rund. Komisch. Und Herstatt haben die Deutschen sogar ohne Einlagensicherungsfonds überlebt.
 

XXLFunk

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@dc: Keine Ahnung, wie man die umfangreiche Vorberichterstattung bei Spiegel Online nennen soll. Aber der Spiegel war schon immer schneller als die ARD.
 

Radiokult

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Ich muß noch mal kurz vom Thema ablenken, weil ich gerade etwas gehört habe, was ich ziemlich belustigt zur Kenntnis nahm, was aber hier indirekt zum Thema gehört.

Makeitso schrieb:
Ein paar hundert, vielleicht tausend Leute leben mal wieder ihren Traum von der sozialistischen Weltrevolution aus, behaupten mal wieder, sie seien oder zumindest repräsentierten die Mehrheit der Bevölkerung und haben dem ganzen mal wieder einen neuen Namen verpaßt. Spannend...
Im Umkehrschluß behauptet eine gewisse Partei ebenso, sie würde die Mehrheit des Volkes repräsentieren und nimmt trotz eines nie da gewesenen Umfragetiefs für sich in Anspruch Regierungspartei zu sein. Wen sollte man nun also ernster nehmen, die FDP oder die "paar hundert, vielleicht tausend Leute" mit ihrer vermeintlich "sozialistischen Weltrevolution", welche ganz nebenbei nicht das geringste mit Selbigem zu tun hat?
 
AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

kk schrieb:
Und wer sagt eigentlich, daß eine Bank nicht pleitegehen darf?
Warum wurde denn bspw. die Dexia gerettet? - Weil sonst zigtausende Menschen ihre Spareinlagen verlören hätten! :rolleyes:

Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer: Banken besitzen eine Art "Systemrelevanz"; - gerade deshalb sollten sie m.E. in staatlichen Händen liegen.
Die Dexia ist deshalb ins Wanken geraten, weil sie zu viele griechische Staatsanleihen in ihren Büchern hatte.
Griechische Staatsanleihen versprachen eine hohe Rendite. Dass mit dieser jedoch auch ein hohes Risiko einhergeht, hat man billigend in Kauf genommen.
Jetzt, wo Griechenland quasi zahlungsunfähig ist, müssen der belgische und der französische Staat aufkommen, um die Dexia zu retten.
Und wie geschieht dies? - Indem sie in Staatsbesitz übergeht, genauso wie bei der Hypo Real Estate.

Dann ist es doch aber nur ein Gebot der Vernunft, dass sich die Banken, insbesondere größere Kreditinstitute, gleich in staatlichen Händen befinden, mit strikten Auflagen, verantwortungsvoll zu wirtschaften; somit das genaue Gegenteil der deutschen Landesbanken, die in der Vergangenheit besonders risikofreudig waren.

Es ist die grenzenlose Gier einiger weniger Individuen, die einen ungeheuren Schaden anrichtet, für die am Ende der kleine Mann haftet.
Wenn die jetzigen Protestler das anprangern, ist das in meinen Augen gut und richtig.

kk schrieb:
Warum das die Linken nicht begreifen wollen, dass "mehr Staat" eben nicht die Lösung ist, sondern das Problem, ist mir angesichts der derzeitigen Verhältnisse ein Rätsel...
Das Problem ist eher, dass die ganzen Rezepte, die bisher angewandt wurden, alle nur halbherzig sind und deshalb nicht wirken konnten. Ein Krebsgeschwür lässt sich nicht mit homöopathischen Mitteln beseitigen.
Es ist doch ein regelrechtes Trauerspiel, dass die Staatengemeinschaft inzwischen zu einem Spielball der Finanzmärkte geworden ist!
Man kann zu den Aussagen Herrn Röslers ja stehen, wie man will. Ich bin auch alles andere als ein Freund der FDP. Wenn ich aber höre, er dürfe als Bundeswirtschaftsminister nicht offen eine Staatspleite Griechenlands in Betracht ziehen, weil deshalb die Finanzmärkte in Unruhe versetzt werden könnten, kann ich nur mit dem Kopf schütteln: Was soll das? Sind die Spekulanten inzwischen bereits mächtiger als der Staat? Muss es nicht vielmehr umgekehrt so sein, dass sich auch der Bankensektor staatlichen Regularien unterzuordnen hat?

Höchste Zeit, dass sich endlich Widerstand in der Bevölkerung regt!
 

laser558

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

makeitso schrieb:
sie stünden vor den Gebäuden von Griechenlands Parlament und Regierung, wo man sich mit gefälschten Zahlen Zutritt zum Euro erschlichen hat und wo man anschließend mit dem billigen Geld, das nicht der eigenen Wirtschaftsleistung wegen so billig war, sondern wegen der Wirtschaftskraft der Nordländer in der Eurozone,
Ganz richtig. Die Zahlenjongliererei war schon abenteuerlich. Die Ungarn hatten es aber bereits vorgemacht?

Der Argumentation in posting #9 kann man weitgehendst folgen. Aber daraus gleich eine sozialistische Weltverschwörung machen? Dies sind meines Erachtens persönlich von den Krisen betroffene Bürger. Die ähnlich wie damals zu Beginn der AKW-Bewegung vom einfachen Bauern bis Büger erst politisiert wurden. Und dann feststellen mußten daß sie von der Partei, die sie gewählt hatten, plötzlich auf die Fresse bekamen.
 

Keek

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Bin ja mal gespannt, wie lange die ARD-Radios noch brauchen, bis sie endlich breitflächig über die für Samstag angekündigten, in ganz Deutschland stattfindenden Aktionen berichten.
Eines ist mal wieder mehr als auffällig: Über Occupy Wall Street hat als einer der ersten Spiegel Online berichtet. Erst Tage später hat dann die ARD das Thema für sich entdeckt. Warum immer so langsam??
http://occupyfrankfurt.de/doku.php
http://de-de.facebook.com/occupycologne

Mal unabhängig von der sonstigen Diskussion, was ist denn das für eine schwachsinnige These? Spiegel Online war schnell, aber die ganze ARD hat gepennt? Wie hast du das denn recherchiert? Und da du ja sämtliche Inhalte aller ARD-Programme komplett im Auge hast, sag doch bitte mal kurz an, welche Programme (ÖR und TV) wann über die Occupy-Chose berichtet haben.
 

XXLFunk

Gesperrter Benutzer
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Nein, nicht die ganze ARD. Versteckt lief hier und da was, während Spiegel Online und teilweise auch die SZ das Thema ganz oben auf ihren jeweiligen Online-Auftritten hatten. Hatte ich aber alles bereits schon erwähnt und hat bislang auch keiner angezweifelt.

Ist so ähnlich wie mit Spiegel und Panorama. Wenn letzere beginnen zu recherchieren, lief die Story bereits im Spiegel. Naja, investigativer Journalismus fällt der ARD eh schwer - leider.
 

laser558

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Das sehe ich doch etwas anders. Journalistisch gesehen ist es eine Frage der Gewichtung. Und ob man durch die blosse Erwähnung das Thema nicht erst zu einem Thema macht. Dadurch nämlich hochpusht und sich unabsichtlich zu einem Werbeträger für diese oder jene Veranstaltung macht. Und aufbauscht! Tagesschau und Politikmagazine unterliegen auch dem in der Redaktion stattfindenden Bewertungen: Ist es wichtig genug, heute nacht bzw. diese Woche bereits Erwähnung zu finden? Wenn ja, an welcher Stelle, mit welcher Ausführlichkeit? Und welche Tendenz hat die Aussage bzw. der Begleitkommentar?

Als die Sache begonnen hatte waren es nicht mehr als einige hundert sogenannter Aktivisten. Daß in Deutschland sich einige mehr als erwartet beteiligt haben war auch nicht absehbar.
Wie auch immer, eine sogenannte sozialistische Weltrevolution ist es nicht. Dies wiederum ist Vokabular der sogenannten bürgerlichen Kreise und Parteien.
 

Makeitso

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Radiokult schrieb:
Im Umkehrschluß behauptet eine gewisse Partei ebenso, sie würde die Mehrheit des Volkes repräsentieren und nimmt trotz eines nie da gewesenen Umfragetiefs für sich in Anspruch Regierungspartei zu sein.
Ach, Kulti, nun wisch mal den Schaum vom Mund ab. Wann und wo hat denn die "gewisse Partei" jemals behauptet, die Mehrheit zu repräsentieren? Und daß sie Regierungspartei ist, muß sie nicht für sich in Anspruch nehmen, das ist sie, auch wenn es Dir nicht paßt.
 

Radiokult

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Ich habe lediglich auf deine Behauptung reagiert, die Demonstranten würden die Mehrheit der Deutschen repräsentieren, was sie im Moment natürlich nicht tun. Das steht völlig ausser Frage.
Das du aber elegant die Beantwortung meiner Frage umgehst, war mir eigentlich vorher klar... :p :D
 

stereo

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Dann ist es doch aber nur ein Gebot der Vernunft, dass sich die Banken, insbesondere größere Kreditinstitute, gleich in staatlichen Händen befinden, mit strikten Auflagen, verantwortungsvoll zu wirtschaften; somit das genaue Gegenteil der deutschen Landesbanken, die in der Vergangenheit besonders risikofreudig waren.

Es ist die grenzenlose Gier einiger weniger Individuen, die einen ungeheuren Schaden anrichtet, für die am Ende der kleine Mann haftet.
Wenn die jetzigen Protestler das anprangern, ist das in meinen Augen gut und richtig.

Wenn ich aber höre, er dürfe als Bundeswirtschaftsminister nicht offen eine Staatspleite Griechenlands in Betracht ziehen, weil deshalb die Finanzmärkte in Unruhe versetzt werden könnten, kann ich nur mit dem Kopf schütteln: Was soll das? Sind die Spekulanten inzwischen bereits mächtiger als der Staat? Muss es nicht vielmehr umgekehrt so sein, dass sich auch der Bankensektor staatlichen Regularien unterzuordnen hat?
Ja, hat er. Jeder Handgriff, der in einem Kreditinstitut vorgenommen wird, unterliegt irgendwelchen Regularien. Und alles wird mehrfach geprüft, durch interne Revisoren, Verbands-/Wirtschaftsprüfer und staatliche Aufsichtsbehörden. Manchmal reicht das alles nicht aus, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und korrekt einzuschätzen. Daher frage ich mich, was eine Verstaatlichung da eigentlich bringen soll. Auf welche Weise soll dann alles "besser" werden!? Mit welchen Mitteln lässt sich dort "verantwortungsvolles Wirtschaften" (was auch immer damit gemeint ist) gewährleisten, die nicht auf privat organisierte Unternehmen anwendbar sind?

Über Staatspleiten können Politiker natürlich auch öffentlich philosophieren soviel sie wollen. Aber wie schlau ist es, wenn Regierungsmitglieder Unruhe auf einem Markt stiften, auf dem sich auch der Staat immer wieder Geld holt!?
 

kk

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@internetradiofan: Erst mal richtig zitieren - das zweite stammt nicht von mir. Und nein, es wurde die HypoRealEstate gerettet - da gab es kaum echte Privatsparer. Und es wurde die Commerzbank 'gerettet', die sich so die Übernahme der Dresdner Bank hat finanzieren lassen und die Kriso auch locker so durchgestanden hätte. In D sorgt übrigens ein Einlagensicherungsfonds dafür, daß keine normale Spareinlage bei einer Bankenpleite verloren geht. Banken haben nur dann Systemrelevanz, wenn die Öffentliche Hand sich bei Ihnen allzu freudig bedient - auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich. Bislang hat noch jede echte Bankenpleite bewiesen, daß die Wirtschaft und auch die Sparer das sehr viel schneller 'wegstecken' als uns so manch ein Politiker weismachen will. Warum mußte eine West-LB ihr Zocken überleben? Warum eine HSH, die zuletzt ja auch durch sehr fragwürdige Methoden im Umgang mit eigenen Mitarbeitern und mit Pressevertretern aufgefallen ist? Wer profitiert davon? Es sind nicht ein paar gierige. Das ist zu einfach, hört sich nur so schön an und läßt sich so leicht zum Neidhammeln verwenden. Die schuldigen sind diejenigen, die sich keinen Kopf darum machen, womit der persönliche Rentenfondsmanager die tollen 5 % Rendite erwirtschaftet. Das sind so ziemlich alle Riestersparer. Und gewisse Damen und Herren in den Bundes- und Landesministerien, die so gern ebenfalls fette Renditen der Bundeseigenen Aktienpakete sehen und gleichzeitig relativ schönes Geld in Aufsichtsräten verdienen - von Banken, die den beteiligten Regierungen billig Kredite beschaffen sollen. Die Staatengemeinschaft ist nicht zum Spielball geworden, sie hat sich selbst dazu gemacht!!! Mit dem Segen eines jeden Wählers in D! Und ist deshalb extrem abhängig, will sie nicht den Preis für ihre Großmannssucht in Form teurerer Zinsen zahlen! Wer jetzt eine regulierung der Geldgeber fordert, verkennt die Verantwortung unserer Verantwortlichen in den Beamtenstuben!
 

Tweety

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Schade, gerade von Gauck hätte ich ein bisschen mehr politisches Fingerspitzengefühl erwartet, aber der hat seine Schäfchen ja wohl auch im trockenen.

Nun, würden sie tatsächlich "da hingehen wo die wirklichen Verursacher der Krise sitzen", dann stünden sie vor den Wohnungen jener zehntausenden Amerikaner, die Häuser gekauft haben, obwohl sie sich gar keine leisten konnten

Ach ja, da können sie ruhig demonstrieren, da wohnt mittlerweile wohl eh keiner mehr.:rolleyes:

Wieso haben diese Leute denn die Kredite bekommen? Wer hat die Ihnen denn gegeben? Sind die vom Himmel gefallen oder waren da vielleicht doch Banken mit im Spiel die nicht so genau hingeschaut haben und alles durchgewinkt haben, weil man die Dollarzeichen in den Augen hatte?
 

Mittelwelle

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Es ist leicht Menschen zu mobilisieren gegen etwas was scheinbar keiner mehr will, sei es beispielsweise die FDP oder Atomkraftwerke oder die Geschäftsbanken.
Dabei wird leicht übersehen, dass alles was ist sich aus der gesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung eines Staatesw ergibt und jeweils Teil eines weit vernetzten Systems ist.
Es ist auch leicht, sich unter Bankmanagern inkompetente und geldgierige Menschen vorzustellen, die politisch geleitet werden müssen, wenn nicht gar ganz entmachtet werden sollten.
Wieviel Kompetenz und Sachverstand, auch bei gelegentlichen Fehlentscheidungen, dort vereint ist und wie armselig wir ohne ein funktionierendes Bankenwesen dastehen würden, kann sich hingegen kaum jemand vorstellen.
Das Vorgehen der Protestler scheint mir von sehr einfach hergebrachten Meinungen getragen zu sein.
 

doglife

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Mal sehen wie lange der Traum dauert. Revolution wird in D jedenfalls keine stattfinden. Wegen: Rasen Betreten Verboten!
 

Grenzwelle

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Banken haben nur dann Systemrelevanz, wenn die Öffentliche Hand sich bei Ihnen allzu freudig bedient - auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich. Bislang hat noch jede echte Bankenpleite bewiesen, daß die Wirtschaft und auch die Sparer das sehr viel schneller 'wegstecken' als uns so manch ein Politiker weismachen will.
Hier liegt m.E. der eigentliche Kern der Debatte. Die sogenannte Systemrelevanz der Banken kommt durch das ungehemmte Schuldenmachen der öffentlichen Hand zustande. Letztlich also durch uns alle. Ich fände daher mal viel interessanter, welche Journalisten uns diesen Begriff der Systemrelevanz so unreflektiert eingehämmert haben.

Auf Spiegel Online gibt es ausnahmsweise einen sehr treffenden Kommentar dazu.
 

XXLFunk

Gesperrter Benutzer
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Zunächst mal haben die Banken ohne Sinn und Verstand Kredite vergeben. Wer sollte die mit den erwünschten verbundenen hohen Renditen tragen, wenn nicht die Zocker selber? Schließlich hat die erste Bankenrettung Staaten doch finanziell erst dahin gebracht, wo sie heute stehen. Griechenland wäre ohne Bankenkrise immerhin nicht pleite.

Und was ist mit Renditezielen von über 20 Prozent und diesen ganzen durchtriebenen, wertlosen "Bankprodukten"? Bei diesen "Produkten" kann man den Politikern natürlich vorwerfen, sie genehmigt zu haben. Aber dür die Zockerei sind die Banken ganz alleine verantwortlich. Im Zweifel muss man sich nur anschauen, wofür bislang Boni gezahlt wurde. Das zeigt, wie sehr sich das Geld von der realen Welt gelöst hat.
 

Radiokult

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AW: Occupy Berlin, Occupy Frankfurt, Occupy Cologne etc.

Mannis Fan schrieb:
Unsäglich albern" findet der ehemalige Präsidentschaftskandidat Gauck die Protestbewegung:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,792098,00.html

Fällt mir dazu etwas ein? Ja, tut es. Es ist geradezu beschämend, wie jemand der ohne die Demonstrationen 1989 in Leipzig und anderswo nie das hätte werden können, was er heute ist, so etwas ernsthaft von sich geben kann!
Ausserdem wäre das hier noch eine weiterführende Erläuterung der Person Gauck, die vermutlich nicht jedem schmecken dürfte.
 

Pfui!

Gesperrter Benutzer
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Occupy my Ass.
Mehr ist zu dieser Versammlung von Pfeifen und Losern nicht mehr zu sagen.
 

Mannis Fan

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@Pfui!
Dieses Posting wird jetzt aber aus mehreren Gründen XXL-Funk auf den Plan rufen!:D
 

empire1970

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@radiokult: Erstaunliche Einsichten und Ansichten, doch.
pfui schrieb:
Mehr ist zu dieser Versammlung von Pfeifen und Losern nicht mehr zu sagen.
Immerhin setzen sie ein Zeichen. Und es sind mehr als man dachte.
Und wenn Sie schon mal von einer Bank über den Tisch gezogen worden sind sehen Sie das vielleicht ganz anders. Das ist auch gutgehenden mittelständischen Unternernehmern passiert. Die erst dann einen Kredit bekommen haben nachdem sie die gleiche Summe als Sicherheit nachweisen konnten. Ein Witz.
 
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