Paukenschlag in Hamburg: alsterradio macht zum Jahresende 2017 dicht


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#1
Was bislang Gerüchte waren, ist jetzt Fakt: alsterradio macht in HH dicht, nach 26 Jahren. Am 31.12. gehen die Lichter aus. Na ja nicht ganz, es bleibt ein Rumpfteam bestehen, das dann die ROCK ANTENNE aus Bayern als Mantel übernimmt. Der neue Sender heißt ROCK ANTENNE HAMBURG. Schon übel, wie mies es den deutschen Radiosendern geht, wenn sich nicht mal mehr die Nummer 2 in einem großen Radiomarkt halten kann...
 
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Frikadelle

Gesperrter Benutzer
#2
Hast du dafür auch eine Quelle ("ist jetzt Fakt") oder ist das nur dein persönliches Wunschdenken?
Bevor etwas Fakt ist gilt die Tatsache das es erst auf mind. 2 unabhängigen SERIÖSEN! Medien / Portalen stehen muss! Deine Infos zur HR Reform stimmten ja auch nicht. Und auch dass AR die Nr.2 ist in HH stimmt auch nicht meines Wissens ist NDR 90,3 HH Welle noch dazwischen.

Auf der AR Seite gibt es keine Anzeichen dafür, im Gegenteil! Man wird noch aufgefordert am Radiotest teil zu nehmen: Welcher Sender spielt die geilste Rock Musik?!
Ausserdem dort zu finden: Neu jetzt auch auf DAB.

Dass AR es nie geschaft hat an R.H. vorbei zu kommen und auch viel Weniger Höhrer hat ist Ja bekannt aber die Finanzen hatte man doch wie es Scheinbt, die letzten 10 Jahre ganz gut im Griff. Radio 107 war damals schon eine andere Sache.

Bleibt die Frage was zb aus der91,7 wird. Immer hin hatt man da ja auch erst vor paar Jahren xfm 91,7 Neu gestartet.

Und die Rock Antenne aus Bayern in Hamburg? Ist das ein verfrühterFaschingsscherz???

Wie solll dass medienrechtlich gehen? Selbst wenn die MSH dass durchwinken sollte (siehe Bob Hessen in SH auf UKW) glaube ich kaum das ein Hamburger Radio Höhrer sich morgends mit "Grüss Gott" in den Nachrichten wecken lassen wird oder sich das Wetter für Rock City Augsburg und München antut. Und dafür braucht man kein "Team" sondern es reicht ein Computer und ein Mischpult um das durchzuschleifen.

Wenn es also wirklich stimmen sollte und da echt was drran ist kann man wohl sagen das die hohen Kostenfür die total unnötige DAB Verbreitung (auf UKW kommt AR sehr viel weiter!) der Todesstoss waren!!!
 
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#5
Natürlich meinte ich die PRIVATE Nummer 2, was trotzdem ein Armutszeignis für Hamburg ist - und Radio in Deutschland. Wobei ich solche Markenbildungen generell noch viel mehr erwarte.

Traurig ist aber, dass Radio in Deutschland fertig hat, sobald zwei andere Sender das bisherige 50:50-Format (80er/90er bei Hamburg 2, Rock bei Radio BOB!) übernehmen. Es gibt wirklich keine anderen Formate?? Traurig, das ganze, echt traurig.

Wobei alsterradio NIE an Radio HH rankam. Hamburg ist Radio Hamburg-Land, was anderes hatte nie eine reelle Chance, und hätte man sich noch so stark angestrengt. Alleine auf John Ment entfallen 70% der Radionutzung hier in der Hansestadt :)
 
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Frikadelle

Gesperrter Benutzer
#6
Aha also ab 1.1. 2018 dann Rock Antenne Bayern mit den Antenne Bayern Nachrichten und "Servus!" auf der 106,8 für ganz HH und SH und auf der 91,7 Rock Antenne Hamburg mit Live Konzert Übertragung 1x im Monat mittwochabend von 22 bis 23 Uhr oder wie ?? Wie sieht der Plan für xfm 917 aus ??

Ja ja dann war es wohl die hohen Kosten verbunden mit dem geringen Nutzen für die Digital Verbreitung auf DAB. Die wissen schon warum sie nicht über Sattelit senden. Schade drum wenn es so kommen würde denn so werden die Monopolisten (R.H. + H2 und NDR) nur gestärkt.

Mann sollte die Frequenzen ausschreiben und unterschiedliche Leute zun Zuge kommen Lassen die Geld und Bock haben!
pure fm auf die 91,7 meinetwegen und Schlagerparadies auf die 10,6,8 Mal sehen wann ihnen die Kohle ausgehen.
 
#7
Wenn es also wirklich stimmen sollte und da echt was drran ist kann man wohl sagen das die hohen Kostenfür die total unnötige DAB Verbreitung (auf UKW kommt AR sehr viel weiter!) der Todesstoss waren!!!
Also so hoch sind die Kosten für eine DAB Verbreitung in HH ja nicht, wenn sich das Antenne Sylt schon leisten kann, dürfte das für einen Sender der noch einen starken UKW-Sender in Hamburg betreibt jetzt nicht so ins Gewicht fallen. Außerdem wird niemand gezwungen auf DAB zu senden. Von daher müssen da noch andere Gründe mit reinspielen. Wenn sich ein etablierter Stadtsender noch nicht mal die paar tausend EUR im Jahr für DAB leisten kann, dann dürfte es wirtschaftlich schon ganz übel aussehen.
 
#8
dann freue ich mich auf den nächsten Hamburg-Besuch. Was Alterradio da in den letzten Jahren gemacht hat war einfach schlecht. Rockantenne macht es besser, viel besser als BOB. Und wenn es eine regionale Morgensendung gibt reichen getrennte Nachrichten für den Rest des Tages. Und vielleicht gibt es dann irgendwann mal Rockantenne-NRW auf DAB+.
 
#9
Die Großen kannibalisieren die Kleineren. Was als typisches Marktbereinigungsphänomen unter liberalen Wettbewerbsbedingungen noch Empörung auslösen würde, ist angesichts des zentral gesteuerten Werbeerträge- und Geldausschüttungsproporzes im deutschen Radiowesen nicht allzu verwunderlich, wenn auch in dieser Größenordnung eher selten.

Am Ende hängen auch die "Unabhängigen" am Tropf des Verlegerkartells, das die Verteilungsmechanismus festlegen und damit das UKW-Angebot inhaltlich und quantitativ bestimmt. Sollen sie doch alles kurz und klein hauen und noch mehr Gleichschritt erzwingen, der Rubel rollt längst in die andere Richtung.
 
#10
Interessanter, spannender Ansatz, wenn es nicht nur leeres Blubblub ist mit der Formulierung "...die Zukunft gehört nationalen Radionetzwerken...".

Spannend deshalb, weil Konsolidierung bislang in der Vorstellung der Möchtegernkonsolidierer anders aussah. Man wollte nicht teilen, sondern immer nur übernehmen. Bei den Vorkaufsrechten und Kleinstaaterei und hohen Preisen ein mühseliges Unterfangen. Kaum einer der Möchtegernkonsolidierer ist wirklich vorangekommen.

Mit Überkreuzbeteiligungen sieht es anders aus. Die Bayern haben einen Guckposten in Hamburg und die NWZ darf in Bayern eine Fuß in die Tür setzen. Gleichzeitig können die Bayern Kosten skalieren und die NWZ kann sparen und ein Format besetzen, mit dem man vielleicht mehr Erfolg haben wird als mit AR. Kann funktionieren. Weitergedacht ist das Modell natürlich auch noch übertragbar.
 
#11
Ist nur die Frage wie das tatsächlich umgesetzt wird, ala Energy mit jeweiligen regionalen Programm, oder wird tatsächlich alles aus Bayern übernommen (Servus), glaube ehrlich dann nicht an einen Erfolg. Zumal bei AR ja die Moderatoren sehr viel ausgemacht haben. Die Zeit zwischendurch ohne Maren und AC am Morgen sah ja ganz düster aus und gerade Hamburger wollen doch eher eine norddeutsche Ansprache.....
 
#12
Ich glaube das die Nachrichten sowie Wetter und Verkehr von den restlichen Team vom Alsterradio was noch übrig bleibt gemacht wird und die ganzen Moderatioen Vorproduziert werden. Heißt also Radio BoB 2.0 denn dort wird ja auch alles aufgezeichnet
 

Frikadelle

Gesperrter Benutzer
#14
Stimmt dass führt abens und am Wochenende auch schonmal dazu das irgendwelche Fußballspiele / Handballspiele für den Abend angekündigt werden die wenn diese Uralt Nachrichten laufen schon längst wieder abgepfiffen sind und man das Ergebniss kennt!!! Selber schon gehört.
 
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#15
Siehe auch: https://www.wuv.de/medien/die_rock_antenne_wird_hamburgerin

Natürlich meinte ich die PRIVATE Nummer 2, was trotzdem ein Armutszeignis für Hamburg ist - und Radio in Deutschland.
"Armutszeugnis" - trifft es ganz gut. Oder anders gesagt: Privatradio in D hat fertig.
Hamburg ist die zweitgrößte und reichste Stadt Deutschlands. Trotzdem schafft man es nicht, mehr als einen privaten Lokalsender (RHH mit Beiboot HH2) wirtschaftlich zu betreiben. Eigentlich unfassbar.

Was jetzt kommt, hat man nebenan in Kiel längst: Ein bundesweites Programm mit bisschen lokalem Voicetracking. Fertig.

Im Ergebnis hat das neue Programm dann noch weniger Hörer (siehe die katastrophalen Reichweiten von BOB in S-H), aber es kostet halt auch nix.
Die Gesellschafter sind vorerst zufrieden und RHH darf sich über weitere Zuwächse freuen.
 
#16
Im Ergebnis hat das neue Programm dann noch weniger Hörer (siehe die katastrophalen Reichweiten von BOB in S-H), aber es kostet halt auch nix.
Die Gesellschafter sind vorerst zufrieden und RHH darf sich über weitere Zuwächse freuen.
Das würde ich so nicht unterschreiben. Alsterradio hatte immer ein Problem: Keiner wusste, für was das Programm steht (Rock? Pop? Rockpop? Poprock? 80s?). Grund dafür waren sicherlich die zahlreichen verwirrenden Relaunches, aber auch die traditionell unklare Positionierung und - so habe ich es immer wahrgenommen - Mutlosigkeit, die dem Programm eine Konsens-Minirotation beschert haben, die keinen stört, aber auch keinem wirklich gefällt.

Es ist tragisch, dass ein Programm aus München die notwendige Aufgabe übernehmen muss und in Hamburg vermutlich kaum Produktionsaufwand anfällt. Aber ich glaube, durch die klare Positionierung hat die 106,8 jetzt endlich eine Chance, mal als ernsthafte Alternative wahrgenommen zu werden. Ich wünsche mir, dass man die zweifellos auch vorhandenen guten Seiten von Alster rüber retten kann.

Die Situation mit Nora und Bob ist eine ganz andere. Man hat in Kiel ein relativ klar positioniertes Programm aufgegeben und durch ein anderes klar positioniertes eingetauscht. Dass das offensichtlich nicht ankommt, geschenkt. In Hamburg wird es mMn anders kommen.
 
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#17
Alsterradio hatte immer ein Problem: Keiner wusste, für was das Programm steht
Alsterradio war seit Jahren nicht mehr klar positioniert (genau genommen schon seit 2002) und die zahlreichen Soft-Relaunches haben es eher verschlimmert. Soweit richtig.
Das ist aber kein rein hanseatisches Phänomen und auch kein Grund, die ganze Bude platt zu machen.

Hier geht es primär um Einsparungen bei Programm und Personal durch Übernahme eines Fremdanbieters.
Und ob man mit einem bayrischen Mantel und lokalen Inserts in Hamburg viel reißen kann erscheint doch eher zweifelhaft.

Klar gibt es Synergieeffekte durch die etablierte Marke und in der Sparte kannst du damit Erfolg haben, aber für RHH und NDR wird die 106,8 auch in Zukunft nicht zur Bedrohung.
Bedrohlich werden dafür die nächsten Wochen für die Mitarbeiter am Meßberg.
 
#19
Alsterradio war seit Jahren nicht mehr klar positioniert (genau genommen schon seit 2002) und die zahlreichen Soft-Relaunches haben es eher verschlimmert. Soweit richtig.
Das ist aber kein rein hanseatisches Phänomen und auch kein Grund, die ganze Bude platt zu machen.
Doch, das kann schon sein. Die Reichweiten waren sehr schlecht, vielleicht war der Name verbrannt. Mit RA bekommt man ein gut eingeführtes Programm, das auf jahrelange Erfahrung mit der Zielgruppe blicken kann. Für die Alster-Gesellschafter wohl ein Weg mit geringem Widerstand. Für die Münchener ein Möglichkeit zur Expansion. Win Win für beide.

Mal schauen, wie viel in HH produziert wird. Könnte mir vorstellen, dass da relativ viel noch gemacht wird. Aber ich habe auch keinen Einblick.
 
#20
Interessanter, spannender Ansatz, wenn es nicht nur leeres Blubblub ist mit der Formulierung "...die Zukunft gehört nationalen Radionetzwerken...".
Es ist eine reine Sparmaßnahme. Die Entscheidungsbevollmächtigten haben innerhalb ihres Verfügungsbereiches entschieden ein zu kostspieliges Regionalradio in einen bayerischen Mantel zu hüllen, der als Rocknischenformat (AOR/Soft-Rock) gerade noch ihren traditionellen Vermarktungsambitionen entspricht (zu einer echten Weiterentwicklung des Gesamtangebots sind sie ganz und gar unfähig). Während das Alsterradio fortan als Minoritätenwelle kleine Brötchen bäckt, wird der Marktführer, auf dem alle Verdiensthoffnungen ruhen, schlagartig "quotenträchtiger".
 
#21
Es ist und bleibt im einfachen Sinn unfair. Unfair für den kleinen Mann oder Frau (Mitarbeiter) die am Jahresende zum Arbeitsamt gehen dürfen. Und Fassungslos war ich schon bei Radio BoB! , was man aus einer Frequenzkette machen kann , wenn man einfach keinen Bock mehr hat (MA Ergebnisse). Andreas Claussen ist wohl die Stimme von Alsterradio , und man kann nur hoffen das er und die anderen Mitarbeiter schnell Arbeit finden.
AC und John - Die Machwacher..... toi toi toi :D
 
#22
Wie viel oder wenig Programm beim Noch-Alsterradio auch immer künftig aus Hamburg kommen wird, allzu bajuwarisch wird der Mantel kaum werden. Die Rockantenne ist demnächst nicht nur in der Hansestadt zu empfangen, für den DAB+-Landesmux in Baden-Württemberg hat sie auch eine Lizenz bekommen. Jetzt ist die Entfernung von Ulm nach Neu-Ulm wesentlich geringer als die vom Funkhaus Ismaning auf den Meßberg, dennoch wird man das RA-Hauptprogramm auf absehbare Zeit überregional und ohne zu großen Bayern-Bezug ausrichten. Und es spricht ja nichts dagegen, neben dem "entschärften" Rahmen auch eine Version zu produzieren, die dann ausschließlich über die angestammten Frequenzen im Freistaat läuft - gerade jetzt, nachdem in München M 94,5 erfolgreich seiner UKW-Verbreitung beraubt wurde.
Und so wird man weder Altona mit "Servus" noch Augsburg mit "Moin" begrüßen, da macht Euch mal keine Sorgen. ;)
 

Frikadelle

Gesperrter Benutzer
#23
Und so wird man weder Altona mit "Servus" noch Augsburg mit "Moin" begrüßen, da macht Euch mal keine Sorgen. ;)
Ja du hast völlig recht bei Radio 21 in NDS läuft auch NIE irgendein Jingle von Rockland Radio aus RP und umgekehrt hört man auch zu keinen Zeitöpunkt auf Rockland Radio in Mainz oder Koblenz Werbung aus Niedersachsen ich stimme dir total zu !!! LACH
 
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#24
Ich denke, dass in kürzester Zeit ein zusätzliches neutrales nationales RA-Programm aus dem Boden gestampft wird, welches dann die Frequenzen außerhalb Bayerns bespielt. Auch Berlin steht ja diesbezüglich in den Startlöchern. Auf reichweitenstarken Frequenzen (derzeit also dann nur die HH 106,8) wird man evtl. dann zusätzlich lokale Fenster, wie z.B. eine Morningshow, produzieren.
 
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