Pegelunterschiede


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#1
Hallo!

Hätte da mal ein paar technische Fragen...

1. mir fällt immer wieder auf, das vor allem die öffentlich rechtlichen mit "sehr leisem" Pegel die Musik fahren. Im Gegensatz zur Stimme fährt z.B. der DLF seine Moderatoren so gefühlsmäßig ca. 10db leiser... Bei BR1 ist mir das teilweise auch schon aufgefallen.
Liege ich mit meiner Vermutung richtig? Wenn ja - warum macht die ARD das? Gibts da andere technische Gegebenheiten, und wenn ja, welche? Oder steckt da eine Philosophie dahinter?

2. Hat hier schon mal jemand von den "ARD Pflichtenheften" gehört? Da steht nach meinen Informationen drinnen wie die Techniker das Programm und der gleichen technisch zu gestalten haben... Stimen meine Informationen? Kann man diese Hefte irgendwo bekommen? Was kosten die?

Technikbegeisterte Grüße
<img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" />
FreakFreak
 
#2
Hallo FreakFreak,

1.) bei den OeRs (bes. Wort / Klassik / Kulturprogramm) wird nahe zu ganz auf Soundprozessing verzichtet. D.h., die Stimme wird nicht durch einen Kompressor verdichtet. Es ist die volle Dynamik vorhanden. Nur nur der Pegel macht die Lautstärke, sondern auch die Dynamik.

2.) Pflichtenheft macht rein technische Angaben, wie S/N-Ratio etc. keine Journalistischen Vorgaben. Schau mal hier:

<a href="http://www.irt.de/IRT/publikationen/pflichtenhefte.htm" target="_blank">http://www.irt.de/IRT/publikationen/pflichtenhefte.htm</a>
 
#3
@Hinztriller

Ja super! Genau das habe ich gemeint!
Es gibt Momente in denen ich dieses Forum für die fachlichen Antworten wirklich liebe!

Danke! <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" /> :cool:
 
#5
Zumal NDR Info auch schon ganz schön hart processt, die NKLs in Niedersachsen sind nun ja auch komplett mit Soundprocessoren (Omnia 4.5-fm) ausgerüstet..

Sehr gut auch bei hr1 zu hören, die fahren auch genau nach den Richtlinien.

<small>[ 28-11-2002, 19:47: Beitrag editiert von TheSpirit ]</small>
 
#6
Hi,

ich könnte mir auch vorstellen, dass es an der Programart liegt...

In einem Wortprogramm, in dem die Musik nur als "Berieselung" dient, wird Sprache eben lauter gefahren als Musik.

Bei Musikprogrammen ist das Wort nicht so wichtig und deshalb die Musik da etwa genauso laut wie Musik.

Gruss,

Christoph
 
#7
@Hinztriller

Alles klar - der Link war auch super! Ich glaub da werd ich mir mal das ein oder andere Heftchen bestellen...

Bei der Gelgenheit: die Schule für Rundfunktechnk (SRT) hat auch einige interessante Technikforen am Start...
<a href="http://www.srt.de" target="_blank">SRT</a>

MfG

FreakFreak
 
#8
In einem TV-Beitrag über BR 1 habe ich vor einigen Monaten gehört, dass die die Musik leiser fahren, als die Mikros. Soll in etwa heißen: Musik bei -10 db, Wort bei 0.
Begründet wurde das damit, dass Musik akkustisch stärker wahrgenommen wird, als das Wort. Deswegen muß das Wort lauter gefahren werden, als die Musik.
Das verstehe ich aber nicht ganz. Wie groß ist denn der Unterschied, wenn Musik UND Wort auf 0 db fahren. Welcher Höreindruck ensteht denn dann? Ich war bisher immer der Meinung, dass alles auf 0 db angeglichen wird im Studio und dann auf 0 auch rausgeht, bei einigen Sendern auch bei 3 - 5 db, so lange die Telekom nicht meckert.
 
#9
Da musst du unterscheiden zwischen processten und nicht processten Stationen. Die nicht processenden Minoritätensender fahren dann tatsächlich Musik mit -10 und Wort mit 0db. Wenn alles auf 0db gezogen wird, klingt es durchhörbarer. Der Wort/Musik-Unterschied ist im Privat(ähnlichen)funk nicht so gegenwärtig/soll nicht soo wahrgenommen werden.

PS: Und es soll tatsächlich Techniker(freaks) geben, die mit, an T*** übergebenen +18db austesten, wie weit sie gehen können. <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" />
 
#11
+18???
Ich dachte, es geht nur bis maximal 10.
Da fliegt einem doch das Radio um die Ohren. Obwohl, so wie SAW und Antenne Sachsen durch die Gegend blasen, kann das schon hinhauen. <img border="0" title="" alt="[W&uuml;tend]" src="mad.gif" />
 
#12
Nochmal ich...

Wenn wir schon beim Thema Lautstärke sind möchte ich mal folgende Behauptung in den Raum voller Technikbegeisterter Freaks stellen...

Antenne Bayern fährt sein Programm angeblich über 3 Optimods um die größtmögliche Lautstärke rauszuholen.

1. Stimmt das? 2. Was bringt das außer das alles total komprimiert ist, und 3. ab wann schiebt die Post einen "Riegel" (keinen aus Schoko <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> ) davor... Erst bei Überschreitung eines gewissen Pegels oder auch bei einer gewissen Dichte des Signals?

MfG in die Runde...

FreakFreak
 
#14
@ freakfreak:

Bei ABY kann ich es nicht mit Sicherheit sagen, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass einige Stuttgarter Sender Optimods für Spreche und Mucke haben. Macht zwei, wenn die das Ergebnis noch mal durch den Prozessor jagen wären wir bei drei.

btw: Bin ich eigentlich der einzige, dem auffällt was ABY für merkwürdige Soundeinstellungen hat?

Adios! Chefkoch
 
#15
@freakfreak

Ich glaube, da wird der Hub gemessen, also sozusagen Audiosignal + RDS + TP und da darf ein gewisser Wert nicht überschritten werden...

Vielleicht kann das ja irgendjemand präzisieren ?

Gruss,

Christoph
 
#16
Ich finde gegenüber mach anderem Sender Ant.Bay. gut eingestellt. Guter Sound. Lautstärke angenehm, zuweilen könnte es etwas lauter sein. Gegenüber BR 3 kann ich nur minimale Unterschiede feststellen. Gegenüber Jump ist Ant.Bay. Balsam für die Ohren, was den Sound angeht. Ich möchte nicht wissen, was Jump so alles mit dem Signal anstellt.
 
#17
Also ich finde den Sound von ABY zum ko****. Klingt total aufgeblasen und zu sehr Stereo (bei denen ist der Stereomax bis zum Anschlag aufgedreht...) Dadurch klingt das zwar "schön" räumlich (beim Auto fahren hat man das Gefühl der Wagen ist drei Meter länger und breiter <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> ) aber unter den ganzen Effekten leidet für mich die allgemeine Tranzparenz im Sound - außerdem zischen die Hochtöne manchmal unangenehm... Aber dieser weichgespülte Sound passt ja ganz gut zum superultraweichgespülten Programm... B3 hingegen klingt da wesentlich sachlicher (=für mich angenehmer) aber lange nicht so amtlich wie SWR3... Den besten Sound überhaupt habe ich bei Hitradio Ö3 gehört... Unglaublich fett, "angenehm" laut und leicht "verbreitert" - echt fett!
Noch Fragen?

FreakFreak
 
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