Pinar Atalay wechselt zu RTL


Mikey

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Wieder verlässt ein vertrautes Gesicht die ARD. Pinar Atalay ist ab August bei RTL
zu sehen. Sieben Jahre moderierte Frau Atalay z.B. die Tagesthemen der ARD.
 

Dr.Znorko

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Naja, wenn RTL künftig auf Journalismus statt Klamauk setzt mutet das wie ein "letztes Gefecht ums Publikum" an. Verzweiflungstat ist sicherlich übertrieben, aber am Ende steht dann eine Netflix-Bashing-Show und danach das Testbild - auf dem dann RTL Radio läuft und die Probleme altbekannt von vorne beginnen.

Dann könnten Dudelsender entsprechend auch auf die Idee kommen, etwas in Wortprogramme zu investieren oder zumindest die Moderatoren freier sprechen zu lassen.

Off topic: Femradio fing heute auch bereits mit journalistischem Tiefgang an. Ein Beitrag über Plakate von Frauen für Frauen in Nürnberg. So geht Qualitätsjournalismus, der den Hörer bewegt - also den Finger auf den Ausschaltknopf.
 

exhörer

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Interessant ist die hohe Fluktuation bei den ARD-Nachrichten schon, was ist denn da gerade los?

Aber Glückwunsch zur Senderwahl, andere Moderatoren und Moderatorinnen hatten da keine so gute Wahl bewiesen, gerade RTL dürfte spannend werden, wenn Peter Kloeppel in gut vier Jahren in Rente geht.
 

thorr

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Was ist denn da bei ARD-aktuell in Lokstedt los, dass selbst die Moderation des Tagesschau-Flaggschiffs zu den Privaten abhaut? Mit wieviel Geld operiert RTL da? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei den Tagesthemen schlecht verdient.

Sehr schade, dass Pinar Atalay die Tagesthemen verlässt. Ich schätze ihre unaufgeregte Art der Moderation und Interviewführung, obwohl das auch ein generelles Wesensmerkmal der Tagesthemen gegenüber dem heute-journal ist.
 
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s.matze

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Muss man bei den Privaten nicht gender*innen ?

andere Moderatoren und Moderatorinnen hatten da keine so gute Wahl
Meinst du Mark Bator, Linda Tserfakis, Susann Stahnke oder Jan Hofer?

zu den Privaten abhaut
Geht umgekehrt auch, siehe Thomas Kausch: Erst groß bei der "Sat1-Nachrichtenoffensive", heute NDR Info.



Man hat mich geholt, weil ich für ein journalistisches Profil stehe, und nun muss ich gehen, weil ich für dieses journalistische Profil stehe." Der Ex-Sat.1-Moderator ist von seiner Ablösung völlig überrascht worden. Die Entscheidung des Senders hält er für falsch.

Johannes "der Täufer" Kerner ist nach seinem großmäuligen Abgang zu Sat1 auch wieder reumütig in den sicheren ZDF-Hafen zurückgeschwommen:


Andrea Kiewel kam auch zurück:

 

Funker

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Was ist denn da bei ARD-aktuell in Lokstedt los, dass selbst die Moderation des Tagesschau-Flaggschiffs zu den Privaten abhaut? Mit wieviel Geld operiert RTL da?
Augenscheinlich mit ziemlich viel. Seit Jahresbeginn haben die Kölner erst Blome (vom Spiegel), dann Hofer, jetzt Atalay geholt. Parallel dazu hat RTL Bohlen und Pocher vom Sender genommen - die machen mit ihrer angekündigten Info-Offensive und dem neuen, seriösen Anstrich richtig Ernst.
Was anderes bleibt RTL und P7S1 allerdings auch kaum übrig, bei fiktionalen Inhalten kann das deutsche Privat-TV den Streamingdiensten schon lange nicht mehr das Wasser reichen.
 

Radiokult

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Ich würde mal sagen abwarten. Da sich bei den Privaten alles nur ausschließlich um Quoten dreht, dürfte spannend werden wie lange diese "Info-Offensive" anhalten wird. Ein gut funktionierendes und vor allem inhaltsreiches Infotainment, wie es auf neudeutsch heißt, läuft nicht von jetzt auf gleich. Das braucht Zeit bis alles rund läuft und vor allem braucht es Zeit bis es vom Zuschauer akzeptiert wird. Ob sich RTL einen so langen Atem leisten kann, wird man sehen.
 

s.matze

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Wenn diese "Info-Offensive" bei RTL genauso "erfolgreich" wird wie damals die "Nachrichtenoffensive" bei Sat1, dann wird das nicht lange dauern und die Abtrünnigen kehren allesammt wieder zurück geschippert in den sicheren Hafen ARD.
 

Funker

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Ich würde mal sagen abwarten. Da sich bei den Privaten alles nur ausschließlich um Quoten dreht, dürfte spannend werden wie lange diese "Info-Offensive" anhalten wird. Ein gut funktionierendes und vor allem inhaltsreiches Infotainment, wie es auf neudeutsch heißt, läuft nicht von jetzt auf gleich. Das braucht Zeit bis alles rund läuft und vor allem braucht es Zeit bis es vom Zuschauer akzeptiert wird.
Gerade damit hat man bei RTL in der Vergangenheit aber reichlich Erfahrung gesammelt.
Helmut Thoma hatte erst Dieter Lesche von Radio Bremen und später Heiner Bremer (ex-Chefredakteur vom Stern) nach Köln geholt. Lesche durfte 1992 "Punkt 12" entwickeln, Bremer 1994 das "Nachtjournal".
Beide Magazine hatten lange mit Quotenproblemen zu kämpfen, sind aber bis heute auf Sendung und längst Aushängeschilder des Hauptprogramms.
Bremer war bis zur Rente für RTL / n-tv tätig.
Ob sich RTL einen so langen Atem leisten kann, wird man sehen.
Wenn es sich irgendein Privatsender in Deutschland leisten kann, dann RTL. Die haben seit 1984 denselben milliardenschweren Eigentümer (Bertelsmann).
Anders als Sat1, wo die Chefs und Heuschreck....äh Investoren gefühlt jedes Jahr wechseln.
 
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Reaktionen: EMC
Augenscheinlich mit ziemlich viel. Seit Jahresbeginn haben die Kölner erst Blome (vom Spiegel), dann Hofer, jetzt Atalay geholt. Parallel dazu hat RTL Bohlen und Pocher vom Sender genommen
Wann sollen sie denn den Pocher vom Sender genommen haben? Der hat einen Exklusivvertrag mit RTL, ist beispielsweise aktuell immer samstags als Moderator von "5 gegen Jauch" auf Sendung und hat noch genug andere Projekte. Daran ändert auch seine abgesetzte LightNight, welche mit LightNight nur wenig zu tun hatte, nichts.
 

Funker

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Das bezog sich auf die abgesetzte LateNight. War ähnlich trashig wie Raabs TFG, welches ebenfalls nicht fortgesetzt wurde.
 
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exhörer

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Wenn diese "Info-Offensive" bei RTL genauso "erfolgreich" wird wie damals die "Nachrichtenoffensive" bei Sat1, dann wird das nicht lange dauern und die Abtrünnigen kehren allesammt wieder zurück geschippert in den sicheren Hafen ARD.
SAT.1 war aber auch in der Vergangenheit nie für seine journalistischen Inhalte bekannt, auch die "Nachrichtenoffensive" hat nichts daran geändert. RTL aktuell hingegen ist seit Jahrzehnten eine sichere Bank und mit Spiegel TV konnte sich RTL auch lange Zeit journalistisch profilieren, wenngleich das aus RTL-Sicht eher eine Hassliebe war.

SAT.1 hingegen bringt überhaupt nichts zustande, das einzige, was sie können, ist Frühstücksfernsehen, und selbst da wundert es mich immer, wieso SAT.1 damit erfolgreich ist. Vielleicht liegt es ja daran, dass es faktisch vier Stunden lang Dauerlachen ist und viele sowas zum Start in den Tag brauchen.
 

Johnny

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SAT.1 hat in den letzten 30 Jahren bei jeder vermeintlichen News-Offensive nach kurzer Zeit wieder die Rolle rückwärts angetreten. Völlig inkompetent und inkonsequent im Bereich Information. RTL hat das Gegenteil davon gemacht und meistens einen langen Atem bewiesen. Der Erfolg gibt RTL recht.
 

s.matze

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SAT.1 war aber auch in der Vergangenheit nie für seine journalistischen Inhalte bekannt
Das sehe ich anders. Da hast du Sat1 in seinen Anfangsjahren (1984 bis 1998) schlecht in Erinnerung!
Regionalmagazine werktags, das bis Ende der 90er hervorragende Frühstücksfernsehen was sogar als Vorbild für das erst 5 Jahre später (!) gestartete öffentlich-rechtliche MoMa diente, SpiegelTV, Reportagen, Talk im Turm, Blick, Sportclub, RAN (tonangebend bei Fußball), Akut, Einspruch, Bitte melde dich, das Sonntagsmagazin mit der Frankfurter Allgemeinen, MarktWert, Automagazin, Nun sagen Sie doch mal, Telebörse usw.

Die hatten sogar mal ein Kulturmagazin und eine Reisesendung sowie ein Umweltmagazin und eine Tiershow.
Leider hat man aus dem Enthüllungsformat "Akte - Reporter decken auf" irgendwann ein Herzschmerz-Programm "Akte - Reporter kämpfen für Sie" gemacht.

Stern*TV und Punkt12 mit Handyvideos von in-Gullydeckeln-feststeckenden-Eichhörnchen ist jetzt auch nicht gerade das, was ich mir unter hochwertigem Journalismus vorstelle. Rtl habe ich zuletzt vor über 20 Jahren eingeschaltet und daran werden auch die Zukäufe von abtrünnigen ARD-Leuten nichts ändern!

Was das mit dem Neu-Rentner Jan Hofer soll, weiß wohl nur er selbst. Andere sind mit 69 froh wenn sie nach einem intensiven Arbeitsleben endlich ihren Ruhestand genießen können. Wie lange will er das machen?
 

EMC

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Das sehe ich anders. Da hast du Sat1 in seinen Anfangsjahren (1984 bis 1998) schlecht in Erinnerung!
So weit, so gut. Und sogar als Meinung formuliert..... :thumbsup: Aber dann....
Rtl habe ich zuletzt vor über 20 Jahren eingeschaltet und daran werden auch die Zukäufe von abtrünnigen ARD-Leuten nichts ändern!
Dann aber zu wissen und beurteilen, was bei RTL in den beiden letzten Jahrzehnten entstanden ist und daß das nichts taugt - hmm.

Sofern ich zu der Zeit gerade Fernsehen gucke, passiert es in den letzten Jahren öfters, daß ich mir das nächtliche halbstündige RTL-Nachtjournal angucke.

Wenn ich mir Deine Liste von journalistischen SAT1-Sendungen der Anfangsjahre durchlese: also zu vielem gab es auch ein Pendant bei (damals) RTL(plus).

Wenn es ein hervorragendes Frühstücksfernsehen 1990/1991 gab, dann war es das von RTL zu Zeiten des Golf-Kriegs, extrem souverän moderiert vom Schleswig-Holsteiner Christian Schröder (vorher bei R.SH, danach NDR-SH) - SAT1 machte zu der Zeit lieber ein buntes Magazin mit Telefon-Spielchen u.ä., wenn ich mal rüber schaltete. Danach habe ich allerdings nie wieder morgens einen Fernseher eingeschaltet (mangels Interesse), kann das also auch nicht mehr beurteilen - auch nicht das Jahre später entstandene öffentlich-rechtliche Frühstücksfernsehen.

Auch ich erinnere mich noch an "Talk im Turm" mit Erich Boehme von 1990 bis 1999 am Sonntag Abend. Ich erinnere mich aber auch noch daran, daß es bereits zuvor (ab 1985) auf RTLplus die von Geert Müller-Gerbes moderierte Talkrunde Bonnfetti (aus dem Bonner Contra-Kreis-Theater) gab und er von 1988 bis 1992 eine Talkshow namens "Die Woche - Menschen im Gespräch" machte. (Ende der 70er und / oder Anfang der 80er-Jahre machte er Sonntag Abends um 18 Uhr auf Radio Luxemburg eine einstündige Interview-Sendung namens "Nachgefragt" mit jeweils nur einem Gast - meist aus der Politik. Ohne Musik, ohne Werbung, Gespräch pur - auch das war Teil des ehemaligen "Persil-Radios"). Zurück zum Fernsehen:

Du erwähnst "Bitte melde Dich" als journalistischen Inhalt des Senders. Nun ja. Gesehen habe ich Sendungen dieser Art, weder in SAT1 noch auf RTL, mangels Interesse. Aber gelesen in verschiedenen Medienmagazinen oft, daß der Sendung vorgeworfen wurde, mit der Verzweiflung der Angehörigen die Einschaltquote nach oben treiben zu wollen, was dem Sender wohl auch gelang.

Vor allem erinnere ich mich, daß es in früheren Jahren oft Sendungen gab, die zunächst bei RTL liefen (von denen entwickelt oder von denen aus dem Ausland importiert) und dann gab es relativ zügig entweder ein Imitat in SAT1 oder die Sendung ging 1:1 von RTL zu SAT1 (wie bspw. "Dall-As" mit Karl Dall, was zu "Jux & Dallerei" wurde) oder ziemlich ähnlich im Konzept (wie derzeit "Jenke").
SAT1 hatte ein Reisemagazin, RTLplus hatte ein Reisequiz ("Ein Tag wie kein Anderer", als Spin-Off einer früheren aufwendigen Radio-Sendung).

Du erwähnst Sendungen von Dritt-Anbietern wie das "Sonntagsmagazin der Frankfurter Allgemeinen" oder "Spiegel-TV-Reportage". Diese wurden entweder als Bedingung für die Zuteilung terristischer Frequenzen und / oder zur Vermeidung von eigenem Produktionsaufwand ausgestrahlt. So auch bei RTL: das anfangs eher haßgeliebte Magazin vom "Spiegel", das seit dem Umzug auf den Montag nicht mehr ungeliebt ist, sondern nun gut in den montäglichen "Informationsfluß" (vorher läuft "Extra", danach folgt das "Nachtjournal") reinpaßt. In den Anfangszeiten gab es auch noch als Dritt-Anbieter-TV auf RTL das etwas anarchische "Kanal 4". Dort gab es "Donner's Tag" mit Martin Zuhr (bekam einen Grimme-Preis 1991), was später auf RTL selbst als "T.V. Kaiser" fortgesetzt wurde. Eine Parodie auf die nachmittäglichen Talk-Shows mit dem "Experten im Publikum" - großartig & grausam...

Ich glaube, gerade in den Anfangsjahren waren Entwicklungen auf beiden Sendern recht ähnlich: beide waren innovativ im Entwickeln eigener Ideen oder dem geschickten Einkauf von Formaten aus dem Ausland, beide zeigten allerdings furchtlos (teils billigst produzierte) Sendungen zum "Fremdschämen", und beide ritten Formate, die irgendwann schon tot waren, noch "töter" (Gerichts-Shows usw.).

Soweit Dein und mein Blick in die Vergangenheit.

Ich gucke - vom RTL-Nachtjournal einmal abgesehen - heutzutage so gut wie nichts von alledem (mehr) (Privat-TV allgemein), nur zwei Sachen fallen mir immer wieder auf:
1): RTL hat sehr lang konstante Moderations-Teams (wie bspw. im RTL-Nachtjournal), teils von anderswo (wie Maik Meuser von der Deutschen Welle), teils selbst aufgebaut (wie Sport-Frau Ulrike von der Groeben, die fast (?) von Anfang an dort ist). Und beim ewigen "Stern-TV" kam nach Günter Jauch der NDR-Markt-Mensch Hallaschka.
2): Und beim täglichen Überfliegen der Fernsehprogramm-Übersicht fällt mir auf, daß es - bereits vor dem Ausrufen der aktuellen "Info-Offensive" - Sondersendungen zu aktuellen Ereignissen lange Zeit als Einzigen unter den großen Privaten bei RTL gab und nun seit einigen Monaten auch bei Pro7 und so gut wie nie in SAT1. SAT1 hat da bisher wirklich kaum etwas zu bieten, da ist in deren Sendergruppe Pro7 "offener".

Der Einkauf von "großen Namen" ist keine Garantie, daß daraus etwas "Großartiges" wird. Vermutlich hat SAT1 beim Einkauf des damaligen Tagesschau-Sprechers Marc Bator ja auch gehofft, daß deshalb Manche nun die zur gleichen Zeit laufenden Nachrichten von SAT1 statt der Tagesschau gucken werden. Ich kenne niemanden, der in SAT1 Nachrichten guckt. Weder davor noch seit dem....

Interessant ist es allemal die Wanderungen "großer Namen" zwischen den Sendern, die Aktionen mancher Sender sowie die Reaktionen anderer Sender zu beobachten. Und zu sehen, wie welche Ankündigung dann wirklich umgesetzt wird....
 

s.matze

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Dann aber zu wissen und beurteilen, was bei RTL in den beiden letzten Jahrzehnten entstanden ist und daß das nichts taugt - hmm.
Das habe ich nirgends getan. Ich schaue es nur nicht.
Und ich habe im Folgenden nur aufgezählt, was es bei Sat1 eben doch gab.
Nicht, was es bei RTL möglicherweise auch alles gibt.
RTL hat sich den Anspruch, niveauloses Unterschichtenfernsehen der primitivsten Sorte zu machen, hart erarbeitet. Den werden sie sowieso nie wieder los - egal wieviel Leute sie der ARD wegkaufen.

Wenn sie sich jetzt künftig vom Paulus zum Saulus wandeln möchten und stattdessen lieber politisches Verkündungsfernsehen und "Meinungsbildung" mit einem 70jährigen Pensionisten betreiben wollen, der vor kurzem gerade seinen Ruhestand verkündet hat, gut bitte - mir egal.
RTL steht für Billig-TV. Und von diesem Image werden sie nie wieder wegkommen.
Genauso wie man Sport1 immer mit nackten Mädchen verbinden wird, die sich durchs Nachtprogramm rekeln, SuperRTL mit dem Kaminfeuer, 9live mit Telefonquiz, usw..

Die können sich auf den Kopf stellen und sich meinetwegen künftig LTR nennen, die Leute bisher schon immer diesen Sender geschaut haben, werden das auch weiterhin tun.
Wer aber wie gewohnt hochwertige, qualitativ anspruchsvolle Information, saubere Recherche und tiefgründig aufbereitete Politikmagazine sehen wollen, bleiben auch weiterhin im Ersten oder bei Frontal21.
Denn all das was sich jetzt RTL auf die Fahnen schreiben will, existiert in den Öffentlich-Rechtlichen seit Jahrzehnten! Dieser Tage feiert Panorama sein 50jähriges Bestehen.

Und solange man ein paar 100km weiter ein Programm wie RTL2, pardon RTLII, nein RTL ZWEI, jetzt aber, betreibt, nimmt man denen das sowieso nicht ab. RTL bleibt quotengeil und unglaubwürdig.
Die haben nur gemerkt, dass ihre Klientel ("im Viertel") jetzt auch Internet hat und bei Netflix streamt.
Deswegen müssen sie gegenlenken.
 
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Radiokult

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RTL hat sich den Anspruch, niveauloses Unterschichtenfernsehen der primitivsten Sorte zu machen, hart erarbeitet.
Reden wir jetzt von RTL oder von RTL2?
Auch bei RTL gibt es selbstverständlich Lichtblicke im Programm. Die Nachrichtensendungen sind durchaus akzeptabel, zumal Peter Klöppel eigentlich landauf landab als ernstzunehmender Journalist gilt. Auch was die fiktionale Unterhaltung angeht, produziert RTL nicht nur Schrott. "Der Lehrer" wäre da als Beispiel zu nennen. RTL hat die Fortsetzung der Serie zwar beendet. Dennoch gibt es momentan keine Serie im dt. Fernsehen, die so gut den Spagat zwischen Humor und ernstzunehmenden Themen in Bezug auf Jugendliche hinbekommen hat. Die Deutschland-Trilogie wäre ausserdem zu erwähnen, also Deutschland 83, 86 und 89, womit man sogar international erfolgreich war. Ausserdem wären investigative Formate wie Team Walraff erwähnenswert, die sich durchaus mit diversen ÖR-Produktionen messen könnten.
Dein Verriß ist schlicht viel zu allgemein gehalten, nix konkretes, nur substanzloses Bashing.
 
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StabsstelleIV

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RTL steht für Billig-TV. Und von diesem Image werden sie nie wieder wegkommen.
Da haben wir m.E. das Hauptproblem bei der neuen Strategie von RTL. Die avisierte Zielgruppe wird diesen Sender, egal, was er macht, niemals einschalten. Das Produkt RTL ist da verbrannt. Als zweites wirft man die bisher bestens bediente Gruppe von - sagen wir mal - einfacheren Gemütern raus, die bislang mit Unterschichtenfernsehen à la Bohlen bestens bedient wurden.
 
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s.matze

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Peter Klöppel ist gelernter Agraring. also ein studierter Landwirt!
Das ist so wie ein Gesundheitsminister, der eig. Bankkaufmann ist.
Und über Katja Burkhart brauchen wir gar nicht erst zu sprechen.
Hat diese Frau eigentlich jemals eine Logopädiepraxis besucht?

Dazu kommt: Kloeppel ist 62, und hier wird über dessen Ruhestand und mögliche Nachfolger diskutiert.
Ins Spiel gebracht wird dafür dann ein Jan Hofer (bei allem Respekt für dessen Leistung, ich mag ihn wirklich), der 7 Jahre älter ist!?

Offenbar wirkt im Gesellschaftsbild der RTLler jemand seriös, nur weil er einen Anzug trägt und graue Haare hat? Man scheint die Zuschauer ja wirklich für sehr simpel gestrickt und naiv zu halten.

Der pseudo-seriöse Anstrich des Senders verblasst im Glanze solcher Highlights wie "Posch ermittelt", Familiengericht und Co., aus besten RTL-Zeiten, die man noch immer in der 30,. Wiederholung bei RTL Plus bestaunen kann.
 
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Radiokult

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Peter Klöppel ist gelernter Agraring. also ein studierter Landwirt!
Das er nach dem Studium 2 Jahre auf der renomierten Henri-Nannen-Schule in Hamburg Journalist gelernt hat, wird von dir mal kurzerhand unterschlagen. Außerdem ist Klöppel seit über 20 Jahren Direktor der RTL-Journalistenschule. Eine gewisse Fachkenntnis sollte da also vorhanden sein.
 
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