Podcast-Mikrofon: Shure PG42 vs. Rode NT-USB (Kaufentscheidungshilfe)


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#1
Hallo Freunde,

ich hätte mal eine Frage bezgl. einer Kaufentscheidung. Ich quäle mich seit einigen Tagen mit der Entscheidung, für welches USB-Mikrofon ich mich entscheiden soll. Im Rennen ist das „Shure PG42 USB“ und das „Rode NT-USB“.

Vorab zwei Grundfragen, welche sicher kommen werden. Wofür wird das Mikrofon benötigt? Und weshalb USB?

Ich möchte meinen eigenen Podcast starten, dementsprechend benötige ich das Mikrofon für die reine Sprachaufzeichnung. Die Stimme soll klar abgebildet werden. Die Stimmqualität spielt in meiner Kaufentscheidung die entscheidende Rolle. Gesang oder die Aufnahme von Instrumenten ist nicht geplant. Es geht um die reine Podcast-Funktionalität. Man muss der Stimme, qualitativ gesehen, lange zuhören können.

Wieso USB? Weil ich die Flexibilität haben möchte. Zwar ist der Podcast nur Indoor geplant, d.h. keine Aufnahmen im Freien, trotzdem möchte ich den Podcast auch bei Freunden & Co produzieren können. Ich habe keine Lust dicke XLR-Kabel, Mischpulte und anderweitigen Anhang mitzuschleppen. Da würde mir die ganze Freude an der Sache vergehen.

Welches Mikrofon wäre eurer Meinung die bessere Wahl für einen Podcast? Da das Shure PG42 bereits seit 2009 auf dem Markt ist, finden sich kaum aktuelle Testberichte. Ich habe einige Soundbeispiele bei Delamar finden können, außerdem bei Soundcloud. Es ist wirklich schwer eine Entscheidung zu treffen. Es ist auch schwer zu sagen, ob ein USB-Mikrofon von 2009 überhaupt technisch mit einem Mikrofon von 2014 mithalten kann.

Ein Freund sagte: ,,Das Shure klingt manchmal besser, allerdings klingt das Rode echter. Subjektiv dämpft das Shure ein wenig, weshalb es manchmal besser klingt, manchmal aber auch deplatziert ist"

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

PS: Bevor es mir jemand empfiehlt. Das „Rode Podcaster“ gefällt mir nicht, da es sich um ein dynamisches Großmembranmikrofon handelt. Man muss mit dem Mund zu nah am Mikrofon sein, außerdem klingt es für meine Ohren leicht blechern. Es wäre super, wenn ihr euch auf das PG42 und NT-USB beschränken könntet.


Vielen, vielen Dank.
 
#2
Ich kenne beide Mikrofone nicht, kann Dir also nur schildern, wie ich die Sache angehen würde in Deiner Situation.
Mein Tip währe in der Tat das Podcaster gewesen, weil für Großmembran-Condenser die meisten Leute gar nicht die richtigen Räumlichkeiten haben. Ich habe ein Procaster und das braucht schon einen ordentlichen Vorverstärker, in wie weit das Podcaster da vorbereitet ist, kann ich nicht sagen. Ich habe allerdings auch das Mikrofon gerne direkt vor der Nase und liebe die Richtcharakterestik.
Gut, Du wirst Dir da schon Deine Gedanken gemacht haben, lassen wir meinen Kommentar also einfach mal so im Raum stehen. (Schönes Wortspiel) ;)

Bei USB Mikrofonen fällt ein wesentlicher Punkt weg, nämlich der Ausgangspegel, dafür fällt die Qualität der internen Soundkarte deutlich ins Gewicht. Die PG Serie bei Shure hat für mich immer so einen "Billig-Touch", mag sein dass das aus dem Bereich der Bühnenmikrofone kommt und ich total falsch liege. Der Preis ist ja auch eher im Mittel Segment angeordnet.
Beide Firmen wissen sicherlich wie man Mikrofone baut, da hat sich in den letzten Jahrzehnten auch nicht ganz so viel getan, würde ich meinen. Bleibt also eher die Frage ob ein A/D Wandler in 2009 genau so gut war, wie einer, der in einem 2014ner Mikrofon sitzt. Rode macht dazu immerhin eine klare Aussage: JFET impedance converter with bipolar output buffer, A/D converter 16bit 48kHz, Bei Shure habe ich dazu nichts gefunden.
Du wirst bei beiden einen Plopschutz und die Spinne brauchen, das solltest Du also gleich mit einrechnen. Den Plopschutz finde ich bei Rode irgendwie durchdachter, überhaupt würde mir das glaube ich eher zusagen, ich kann aber nicht einmal genau sagen warum.
Ach, sehe gerade bei Thomann, beim Rode ist der Plopschutz, 'ne Tasche und ein 3-Bein dabei und beim Shure, ist die Spinne und ein Koffer dabei.
Vielleicht hilft es, ansonsten, der nächste bitte, mit bessere Argumenten :cool:
 
#3
Hallo,

hast du dir das Audio Technica ATR 2100 USB schon mal angesehen?
Damit nehme ich alle Podcasts auf. Wenn du es über Amazon in den USA bestellst, kostet es nur 70 $, viel weniger als in Deutschland.

Ich bin super zufrieden damit. Angeblich klingt es ähnlich, wie ein Shure SM58.

...Mein Tip währe in der Tat das Podcaster gewesen, weil für Großmembran-Condenser die meisten Leute gar nicht die richtigen Räumlichkeiten haben...
Das stimmt, deshalb würde ich als Anfänger immer wieder ein dynamisches Mikrofon nehmen. Ich muss zwar näher an das Mikro rangehen. Aber mit Plopschutz vermeidest du viele Probleme mit Raumhall.

Und wenn ich dir noch einen Tipp geben darf. Halte dich nicht zu lange mit dem idealen Equipment auf.
Krame lieber dein altes Gameing-Headset aus der Schublade und fange an zu Podcasten.
Dein Equipment kannst du später immer noch hochrüsten. Bis dahin lässt du die Audiodatei mit Auphonic.com "schön rechnen".
 
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