Private wollen Gebühren


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#1
Die öffentlich formulierte Forderung privater Sender, doch angemessen an den Gebühren beteiligt zu werden,
Siehe hier: http://www.t-online.de/digital/fern...auch-prosiebensat-1-will-rundfunkgebuehr.html
haben sich die Öffentlich Rechtlichen selbst zuzuschreiben. Zu diesem Urteil kommen die Nachdenkseiten. Siehe hier:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=39028#more-39028
Unter anderem heißt es da:
Es kam wie vorhergesagt: Öffentlich-rechtliche Formate wurden den kommerziellen angepasst. Die herrschende Ideologie des Neoliberalismus und auch der Konfrontation mit Russland und die Bewunderung für Kriege zogen in diese Sender ein. Es gibt noch viele gute Sendungen; es gibt noch viele sehr viel bessere Sendungen als im kommerziellen Funk. Aber die Anpassung ist nicht zu übersehen und der Qualitätsverlust auch.

Da ist es dann kein Wunder, dass die kommerziellen Sender und ihre Repräsentanten in die Offensive gehen. Der Pro 7-SAT 1-Vorstand Conrad Albert verlangte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 2. Juli 2017 einen Anteil an den Gebühren, die bisher für die öffentlich-rechtlichen Sender alleine bezahlt werden. Das ist schon eine beachtlich freche Forderung. Aber die Hauptmacher der öffentlich-rechtlichen Sender sind mitverantwortlich für diesen unglaublichen Vorstoß.
 
#3
@Mannis Fan
Was ist denn mit dir los? Und was ist eigentlich mit den Nachdenkseiten passiert? Das was Pro7/Sat1 da fordert ist schlichtweg dummes Zeug, denn deren Begründung ist belegbar an den Haaren herbei gezogen. Am meisten erschüttert, das ausnahmslos alle durch die Bank weg dieser skurillen Argumentation von Pro7/Sat1 ohne Überprüfung folgen. Näheres dazu hier: http://uebermedien.de/17342/prosieben-leistet-beitrag-zur-grundversorgung-von-milchmaedchen/
Davon unabhängig hat RTL der Gebührenfantasie von Pro7/Sat1 inzwischen eine klare Absage erteilt.
http://www.chip.de/news/Streit-um-die-Rundfunkgebuehrt-RTL-stellt-sich-gegen-Pro7Sat1_118165799.html
 
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#4
Sie sollen ihre Gebühren doch direkt bei den Doku-Soap-geschädigten Zuschauern einheben, z.B. im Gegenzug für eine Statistenrolle am Blaulicht-Set.
 
#5
Zum wievielten Mal läuft diese Debatte schon? Damit sind die Privaten schon mehrmals gescheitert.

Aber selbst wenns so kommt und es würde nur noch "verschlüsselt" gesendet, ich würde nichts vermissen.

Ganz im Gegenteil, ich begrüsse sowas sogar, vieilleicht wird dadurch der ÖR-Rundfunk vielleicht mal wieder besser.
 
#6
Ist mir die Aufregung nicht wert. Irgendwie muss Herr Albert seinen Laden ja im Gespräch halten - und mit dem armseligen Programm allein schafft er's halt nicht. Die Idee ansich ist aber süß.
 
#7
Wo ist das Problem? Ich sage schon seit Jahren das Ende des ör-Rundfunks voraus. Und genau mit der Verflachung des Programms gibt man sich immer mehr selbst zum Abschuß frei.

Daß die "vertraulichen-Sprachregelungen der ARD" (https://www.heise.de/tp/features/Die-vertraulichen-Sprachregelungen-der-ARD-3758887.html) erst über diesen Artikel der Nachdenkseiten Einzug in dieses Forum gehalten haben, ist übrigens auch bezeichnend für dieses neoliberal angehauchte Forum. Der Artikel ist schon über eine Woche alt und keiner der "Journalisten" hier hat sich daran versucht. Eigentlich eine Schande, aber durchaus verständlich, wenn man am Gebührentropf hängt. Man siebt also bewußt Nachrichten oder schneidet Aussagen auf einen Satz zusammen:

https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Volk-betruegt-3760767.html

Noch Fragen?



BTW: Hätten wir alle mal "was ordentliches" gelernt...
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/...r-die-bildungsluege-und-berufe-a-1156053.html

Das Thema wird uns noch einholen. Ziemlich schnell sogar. Und nein, ich fange jetzt nicht wieder mit dem BGE an.
 
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#8
Und was genau, geschätzter Zwerg, haben deine Einwürfe jetzt mit der Forderung von Pro7/Sat1 nach Beteiligung am Gebührentopf zu tun? Schlichtweg nichts.
Was die "Sprachregelungen" der ARD angeht, so gibt es die schon lange. Sie betreffen allerdings nicht die ARD, sondern Tagesschau und Tagesthemen. Das ist ein ganz erheblicher Unterschied. Bereits 2015 ist im Selbrund-Verlag ein entsprechender Sammelband erschienen, in dem mehrere Autoren diesem "Phänomen" auf den Grund gehen.
Was deine Meinung in Sachen Grundeinkommen (nichts anderes ist der verlinkte Artikel) angeht, so streiten sich darüber ganz andere Eyperten und Ökonomen. Obs sinnvoll wäre oder nicht, will ich hier nicht in Gänze beurteilen, weil ich das schlicht und ergreifend nicht kann. Fakt ist, das sich unter anderem im Zuge der Digitalisierung die Arbeitwelt dramatisch verändern wird. Und für das dann frei werdende "Menschenpotential" braucht es halt in absehbarer Zeit irgendeine Lösung. Übrigens ist auch das aus der neoliberalen Ecke so gern postulierte Wachstum nicht unendlich. Kann es gar nicht sein. Auch deshalb wirken in dem von dir verlinkten Artikel ein paar Anmerkunden etwas subtil. Aber sei es drum. Eine Lösung für das Problem werden wir hier beide nicht auftun können.

In Sachen böse Meinungsmache der ARD empfehle ich übrigens mal das hier zu lesen. Ist sehr aufschlußreich!
http://uebermedien.de/16080/nein-es-sind-nicht-98-der-ard-berichte-ueber-trump-negativ/
 
#9
@Radiokult: Bitte noch etwas Geduld! Glaub mir, ich warte nur wieder auf den Werbespot einer "Zeitarbeitsfirma", den ich in den letzten Wochen sehr oft im SW-Radio gehört habe.

Im Spot sagt "Kulti" - nennen wir ihn einfach mal so - sinngemäß: "Schon mein Vater - Zwergi - hat vor 30 Jahren für "XYZ" gearbeitet! Heute heißt die Firma anders - "ABC"! Und ich bin auch noch dabei!"


Meine erste Reaktion auf diese WERBUNG war: "Hättest Du mal was anständiges gelernt, Kulti! Denn dann müsstest Du deine Arbeitskraft nicht verleihen!"

Aber ich möchte kein Spielverderber sein. Echt nicht? Okay . Das glaubt mir eh niemand...

Ich stelle nur die Frage, warum "Arbeitnehmer" für "Leiharbeitsfirmen" (Ihr könnt sie nennen, wie ihr wollt) arbeiten sollten? Gut 400 Euro weniger in der Tasche als ein "normaler Facharbeiter"? Warum?

He@Radiokult. Wir werden uns schon einig.
 
#11
Wer die Privatsender künftig sehen will, muss auch dafür zahlen, ca. 70€ im Jahr. Interessant wird es zu erfahren, wie viele Fernsehzuschauer tatsächlich Geld dafür locker machen und ob bekannt ist, wie viele heute schon diese HD+-Karte kostenpflichtig haben?

Möglicherweise gehen die Zuschauerzahlen der Privaten künftig zurück, aber sie erhalten mehr Geld durch Werbung und jetzt den Zusatzbeitrag. Mein Einschätzung.
 
#12
Momentan gibt es laut offiziellen Angaben gut 2 Mio HD+-Nutzer. Im Vergleich zu den normalen SD-Privat-TV-Nutzern ist das eine geradezu mikrige Zahl. Außerdem wird bei den Angaben auch nicht auseinander gerechnet, wieviele Sky-Nutzer da dabei sind, bei denen HD+ zugebucht wurde. Die meisten merken nämlich gar nicht, dass sie dafür nochmal 5 Euro extra an Sky abdrücken müssen.

@Mannis Fan
So war das nicht gemeint. Ich war lediglich überrascht, denn von dir bin ich durchaus analytische Beiträge gewohnt. Soll heißen das dir die Pro7-Ente hätte auffallen können.

@Zwerg#8
Was die Machenschaften der Zeitarbeitsfirmen angeht, sind wir uns ohne Wenn und Aber einig. Das hat aber auch nichts mit dem hier diskutierten Thema zu tun. ;)
 
#13
@Radiokult: Weil ALLES miteinander zu tun hat. Das ist unsere Gesellschaft, in der wir momentan leben. BTW: Praktisch alle heute agierenden Politiker in Europa haben Krieg niemals erlebt. Da kann man schöne Reden halten. Rein ökonomisch gesehen, wird es wieder höchste Zeit für einen "Schnitt". Man arbeitet daran. Das Erstarken des Nationalismus in Europa ist ein Indiz für den Wandel in unserer Gesellschaft. Und Du kennst selbstverständlich die Thesen von C.F. v. Weizäcker...

Aber okay, ich machs etwas anders - weniger politisch:

Mal abgesehen davon, daß RTL u.a. die "Unabhängigkeit" (Wie bitte?) nicht mehr gewährleistet sieht, wenn man GEZ-Geld annehmen würde, warum getraut sich Conrad Albert mit dieser (absurden?) Forderung überhaupt an die Öffentlichkeit? PR-Gag, Sommerloch?

Nöö. Das Problem ist einfach, daß der ÖR-Rundfunk immer angreifbarer wird, weil die Grenze der "Grundversorgung" längst überschritten ist und das ganze Gebilde immer mehr "verschwimmt" - und natürlich auch immer teurer wird. Da kann man als Privatsender durchaus auf den Gedanken kommen, auch etwas vom GEZ-Kuchen haben zu wollen. Warum auch nicht?


BTW: Stimmt das, daß die Gewerkschaft gerade massiv versucht, die sog. "festen Freien" in ordentliche Arbeitsverhältnisse zu bringen? Ja, ja, - das versuchen die schon immer. Aber warum höre ich sowas gerade erst - sagen wir vor ein paar Monaten? Zufall?



EDIT: Den oben angesprochenen Werbespot hab ich mittlerweile. Aber wenn ich den hier "uppe", bringt das auch niemanden ernsthaft weiter. Es ist halt ein Spot, bei dem man erstmal "schluckt", wenn man darüber nachdenkt.
 
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#16
Scheinbar läuft die neue Einnahmequelle, der DVB-T2 Zwang ja nicht so gut wie erhofft. Hier in der Region wurde vor ein paar Monaten umgestellt und ich kenne nahezu niemanden, der sich einen entsprechenden Receiver zugelegt hat. Geschweige denn der passenden Karte für die privaten.... Die Forderung an den Rundfunkgebühren beteiligt zu werden finde ich allerdings absurd...
 
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