Quo vadis, Deutschlandradio?


@Andreas W ...
Ich bin für kritische Distanz zu allen Parteien, NGOs, Kirchen, Gewerkschaften, Wirschaft etc.. Dafür bin ich verpflichtet Gebühren zu zahlen. Diese Gewissheit bietet der DLF nicht. Das kritisiere ich. Wer meint, es ist richtig, wenn ein Sender sich parteipolitisch einseitig ausrichtet, darf sich nicht wundern wenn das Finanzierungssystem der Öffis hart kritisiert wird. Ich will keinen Haltungsjournalismus.
Ich stimme Dir voll zu, dass keine parteipolitische Ausrichtung geben darf. Das sehe ich aber gar nicht. Man kann immer einzelne Beiträge rausziehen und daran beweisen, wie einseitig der ÖR ist. Wenn ich aber zum Beispiel beim DLF eine Recherche nach Stichworten durchführe, gibt sich ein viel weniger homogenes Bild, als man meint.

Wenn ich mir dazu die allgemeinen Umfragen ansehe (Wichtigkeit von Themen zum Beispiel), sehe ich die Relevanz der Themenauswahl des ÖR weitestgehend bestätigt.

Allerdings muss und soll Kritik am ÖR immer zulässig sein. Und im Zweifelsfall würde ich dieses Recht für dich, Fu Man Chu, auch sofort verteigen.
 
Deine unfassbare Naivität, mit der Du glaubst, allein die AfD als Lügenpartei entlarvt zu haben, während alle anderen es mit der Wahrheit sehr genau nähmen, macht Dich wirklich zu einem Kandidaten, der ehrliches Mitleid verdient hat. In welchem Workshop haben sie Dich eigentlich so indoktriniert, dass Du glaubst, hier und sonstwo Leute bekehren zu können? Und vor allem, was ist eigentlich Dein Gegenbeispiel zur "Lügen-AfD", etwa die AWO-SPD?
 
Grundsätzlich scheint in den Programmelementen auch ein wenig "Facelift" Einzug zu halten. Ich höre den DLF leider eher wenig linear, sondern einige Podcasts daraus. Dabei ist mir in der Samstagssendung "Computer und Kommunikation" aufgefallen, dass einige Elemente nun frischer und prägnanter klingen, als nur mit dem reinen Klavier, so der Verweis auf den Twitter-Account @Dlf_forschung und der Opener der Sternzeit klang auch anders als sonst. Ob da noch größere Veränderungen anstehen mit dem Wegfall des Verkehrsfunks?
 
Auf jeden Fall beginnt gemäß der Programmvorschau montags bis freitags die Strecke am Vormittag mit Sendungen wie "Kontrovers", der "Sprechstunde" oder dem "Marktplatz" bereits um 10.08 Uhr, zumindest hier nutzt man die freiwerdende Zeit also für die nachfolgende Sendung, ansonsten wohl für die Nachrichten.
 
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Deine unfassbare Naivität, mit der Du glaubst, allein die AfD als Lügenpartei entlarvt zu haben, während alle anderen es mit der Wahrheit sehr genau nähmen, macht Dich wirklich zu einem Kandidaten, der ehrliches Mitleid verdient hat. In welchem Workshop haben sie Dich eigentlich so indoktriniert, dass Du glaubst, hier und sonstwo Leute bekehren zu können? Und vor allem, was ist eigentlich Dein Gegenbeispiel zur "Lügen-AfD", etwa die AWO-SPD?
Ich habe nicht behauptet, dass die anderen Parteien eine strahlendweiße Weste haben. Aber ich finde es extrem unappetitlich, dass die AFD und Konsorten von Lügenpresse oder Nordkorea-Rundfunk sprechen (warum empört dich das denn nicht?), während sie selbst alternative Wahrheiten erfinden und eben auch einfach Lügen.
Solange sie das Wort Lügenpresse benutzen, benutze ich das Wort Lügen-AFD. Muss dir nicht gefallen. Ich bekehre hier niemanden. Es ist einfach meine Meinung, so wie du gern anderer Meinung sein darfst.
 
@Neper
Nun, ich weiß zwar nicht was "neo-liberale" Ergüsse sind. Aber, die müssen Dir scheinbar persönlich gewaltig gegen den Strich gehen. Nur zur Deiner Info, in der Presseschau wird auch regelmäßig das ND, immerhin das Zentralorgan der SED und heute im Besitz der Linke, zitiert. Kann von mir aus in einer Presseschau zitiert werden, ich habe da kein Problem mit.

Ein Frage hätte ich, Du spricht vom DLF als 'unseren' Sender. Auch wenn ich Stammhörer des DLF bin, als meinen Sender würde ich ihn nicht bezeichnen. Aber, vll. ist er ja dein Brötchengeber, wer weiß das schon so genau?

Ansonsten, das der Verkehrsfunk eingestellt wird, ist sinnvoll. Wobei, die Zeiten als die Verkehrsmeldungen im Stil die 'Luftlage' noch angekündigt wurden, die hatte was unfreiwillig komisches. Denn auf eines kann man sich beim DLF immer verlassen, Ironie, Leichtigkeit und ein gewisser Stil sind Fremdwörter. Man ist meilenweit von der BBC entfernt.

Das Programmkonzept von DLF Kultur, ist wohl aus einem Eckhard Henscheid Roman abkopiert worden, so wahnsinnig ist es. Schon lustig, wie die Deutsche Classe Dirigeante in ihrem grün-linken haltungs-moralischen Biotop so tickt.

Zweimal Nachrichten pro Stunde, ist arg analog und linear. Zumal vieles ist in den Nachrichten mehr als redundant oder die Auswahl ist auch gern mal grenzwertige Faktenhuberei.
 
Nun, ich weiß zwar nicht was "neo-liberale" Ergüsse sind.
Das wundert hier wohl niemand. Als Hohepriester des Kommerzfunks würdest Du die nicht einmal erkennen, wenn sie Dich in den Hintern beißen würden.

Nur zur Deiner Info, in der Presseschau wird auch regelmäßig das ND, immerhin das Zentralorgan der SED und heute im Besitz der Linke, zitiert. Kann von mir aus in einer Presseschau zitiert werden, ich habe da kein Problem mit.
Danke für die Aufmerksamkeit. Wäre aber nicht nötig gewesen. Die Presseschau gehört zu meinem täglichen Hörfahrplan. Und nein, ich habe weder ein Problem mit der NZZ - auch wenn Du mir gern eins andichten würdest - noch mit dem ND. Das nennt man wohl Meinungsvielfalt. Aber man muss ja nicht jede Meinung zu seiner eigenen machen.

Ein Frage hätte ich, Du spricht vom DLF als 'unseren' Sender.
Aha? Wo soll das denn gewesen sein?

Aber, vll. ist er ja dein Brötchengeber, wer weiß das schon so genau?
Das darfst Du ruhig genau wissen. Ich war da in der Tat eine Weile tätig. Ist aber schon länger her. Und mein Sender ist das schon lange nicht mehr.

Ansonsten, das der Verkehrsfunk eingestellt wird, ist sinnvoll.
Siehste, das ist doch glatt mal was, wo wir uns einig sind.

Denn auf eines kann man sich beim DLF immer verlassen, Ironie, Leichtigkeit und ein gewisser Stil sind Fremdwörter.
Naja, wenn schon Verkehrsfunk dann lieber ohne Grinsesprech und Musikbett.

Man ist meilenweit von der BBC entfernt.
Die ist schon lange nicht mehr das, was sie mal war.

...die Deutsche Classe Dirigeante in ihrem grün-linken haltungs-moralischen Biotop...
Hmm... Wie schriebst Du so treffend: "die müssen Dir scheinbar persönlich gewaltig gegen den Strich gehen," dass Du Dich so echauffierst. Sag Du noch mal was gegen 'neoliberale Ergüsse'.

Zweimal Nachrichten pro Stunde, ist arg analog und linear. Zumal vieles ist in den Nachrichten mehr als redundant oder die Auswahl ist auch gern mal grenzwertige Faktenhuberei.
Ja, schrecklich so ein lineares Radio, nicht wahr? Und dann noch ganz ohne Leichtigkeit. Und überhaupt, was man in der Zeit nicht alles an Jingles, Teasern und Werbung senden könnte, gelle?
 
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@neeper
Ich freue mich richtig, denn ich habe scheinbar deine Fantasie angeregt:
  • Ich habe nicht in einer Zeile geschrieben, dass ich mir Werbung beim DLF wünsche.
  • Ich habe nicht geschrieben, dass mehr Jingles, Teaser oder Musikbetten beim DLF geben soll.
  • Die BBC mag 'schlechter' geworden sein, hat aber immer noch einen deutlichen Vorsprung vorm DLF.
  • Ich von Ironie geschrieben, Du machst daraus Grinsesprech. Ich denke, dass sagt alles.
 
Ab April 2020 wird der Mitternachtskrimi (samstags um 00:05Uhr im Deutschlandfunk) vom Format Blue Crime abgelöst:

„„Blue Crime“ heißt das neue Format, in dem Kriminalhörspiele, Dokus und Gespräche zum Kriminellen sich abwechseln. In erster Linie widmen sich die Sendungen wahren Verbrechen, ganz gleich, ob sie als kriminelle Fiktion, als Tatsachenbericht über wahre Fälle oder als literarische Gerichtsreportagen fürs Radio aufbereitet sind. Das Erzählen als Serie wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch internationale Dokus werden in Original- sprache gesendet, begleitet von Informatio- nen online. Die Geschichte der Gerichts- reportage reicht weit zurück. Häufig waren es engagierte Zeitungsreporterinnen und Zeitungsreporter, die die menschlichen Ein- zelschicksale und die gesellschaftlichen Muster, die sich an Prozessen erkennen ließen, für die Nachwelt festgehalten haben. Um diese Reportagen wird es im April bei „Blue Crime“ gehen. Die Moderatorinnen von „Blue Crime“ stellen meist als Bücher erschienene literarische und dokumentarische Gerichts- reportagen vor und lassen mit Ihnen wahre Kriminal-Fälle noch einmal Revue passieren. Online ist die Sendung „Blue Crime“ bei hoerspielundfeature.de unter der Rubrik „Krimi“ zu finden.“

☝🏼 finde den Schreibstil nicht so gut, Text ist aus dem Programmheft kopiert.
 
Oh Schreck! - Der "Mitternachtskrimi" fällt weg???
Okay, man kann ja Neues probieren, wer sich nicht bewegt ist tot, ... das Bessere ist der Feind des Guten.

Der Mitternachtskrimi im DLF in der Nacht von FR zu SA ab 00:05 ist Kult! - Als neues Angebot auf dem Sendeplatz "Blue Crime"? - Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Verbesserung wird. Mal hören!
 
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So wie ich das verstehe, fällt er nicht komplett weg, wohl aber die wöchentliche Ausstrahlung, er muss sich den Sendeplatz ab April dann mit den anderen genannten neuen Formaten teilen.
 
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Kriminalhörspiele soll es auf dem Sendeplatz weiterhin geben, aber eher selten würde ich denken. Im April und Mai gibt es schon mal keine.

Die Dlf-Pressemitteilung dazu:
Ab dem 4. April 2020 ändert sich das Programmangebot in der Radionacht von Freitag auf Samstag ab 00.05 Uhr. Das neue Format „Blue Crime“ präsentiert Kriminalhörspiele, Dokus und Gespräche über Verbrechensgeschichte und Kriminelles. ..
Die Sendungen behandeln wahre Verbrechen, ganz gleich, ob sie als kriminelle Fiktion, als Tatsachenbericht über wahre Fälle oder als Gerichtsreportagen fürs Radio aufbereitet sind. Das Erzählen als Serie wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch internationale Dokus werden in Originalsprache gesendet, begleitet von Informationen online.

Seit Januar 1968 ist die Nacht von Freitag auf Samstag im Deutschlandfunk eine feste Adresse für Krimifans. Im „Mitternachtskrimi“ fanden dort Woche für Woche Kriminalhörspiele statt. Mehr als fünf Jahrzehnte präsentierte Deutschlandfunk auf diesem Sendeplatz ausgewählte Produktionen aus den Archiven des deutschsprachigen Hörspiels. Mit dem überarbeiteten Format wagt der Deutschlandfunk nun etwas Neues.

Ein Team von Moderatorinnen und Moderatoren wird die neue Sendung „Blue Crime“ gestalten. In den ersten vier Sendungen im April 2020 werden dokumentarische und literarische Gerichtsreportagen vor dem Mikro verhandelt. Im Mai folgt die britische Doku-Serie „The Puppet Master“ über Ränkespiele in der internationalen Politik, ausgezeichnet mit dem Prix Europa 2019.


https://www.deutschlandradio.de/ab-...ime-loest.2174.de.html?dram:article_id=469531
 
Als ich Ende der 90er den Deutschlandfunk entdeckt habe war der Mitternachtskrimi sofort eine meiner Lieblingssendungen. Neben dem "Krimitermin" auf Bayern 2 habe ich ihn fast jede Woche gehört. Dann ist der Krimitermin leider unbrauchbar geworden (Erwin Weigel ging in Pension, soweit ich mich heute erinnern kann gab es danach kaum mehr BR-Neuproduktionen). Danach war es der Mitternachtskrimi alleine. Zwar habe ich über Sat- und Internetradio dann auch andere Krimiformate empfangen (z.B. MDR Figaro am Sonntag), aber mit denen habe ich mich nie recht angefreundet. Leider ist auch der Mitternachtskrimi selbbst immer unspannender für mich geworden. Zu viel SciFi-Zeug und mindestens einmal zu oft Paul Temple. Die Programmumstellung jetzt könnte durchaus dazu führen, dass ich Freitags mal wieder den DLF einschalte. Wobei: "Puppet master" kann man aktuell ohne Probleme bei der BBC finden: https://www.bbc.co.uk/programmes/m0003jhg/episodes/player Warum sollte man das also im deutschen Radio noch einmal hören wollen. Vielleicht unterschätzt der Sender sein Publikum da etwas. Wer sich für True Crime begeistern kann kennt solche Dokus doch längst. Eigene DLF-Sendungen zum Thema würden mich aber schon interessieren.
 
Ab Montag, 23.3., weist die Programmfahne des Dlf einen sehr kryptischen Tagesablauf aus (https://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=23.03.2020). Angeblich beginnt der Tag zwar wie üblich mit den "Informationen am Morgen", darauf folgen aber bis zum "Journal vor Mitternacht" lange Sendestrecken mit den Titeln - kein Scherz - "Der Vormittag", "Der Mittag", "Der Kultur-Nachmittag", "Der Abend" und "Der Kultur-Abend". Durchhörbarkeit beim Dlf? Oder ist das eher der Corona-Krisenmodus, um die personelle Fluktuation im Tagesprogramm einzuschränken? Entschuldigt bitte, wenn da eine Ankündigung offensichtlich an mir vorbeigegangen ist - ich habe jedenfalls nichts mitbekommen und bin gerade sehr überrascht.
 
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