Quo vadis, Deutschlandradio?


Noch ist es nur der, aber mit etwas Pech gefällt es den Beteiligten und vielleicht sogar manchem Hörer so gut, dass es nach dieser Phase fortbesteht. Ausgeschlossen ist nichts.
 
Dafür ist aber die Radionacht im Deutschlandfunk ab nun wohl eine Übernahme der Tonart von Deutschlandfunk Kultur. Entsprechend tauchen auch im Programmschema erst einmal keine Nachrichten mehr um 4.30 auf.
 

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Man erhoffe sich schnell Rückkehr zum alten Schema! Gut aber, dass es jetzt mehr Flexibilität in der aktuellen Berichterstattung gibt...

unverständlich, dass man nachts im
DLF statt Informationen auf Musik setzt
Sie haben es grad im Programm erläutert: die Radionacht besteht aus Wiederholungen des Tagesprogrammes. Die fallen wegen des Krisenschemas grad weg => keine Radionacht. Für ein Infoprogramm dürften keine Ressourcen da sein, denke ich.
 
Das Schema ist da, im tagesaktuellen Programmkalender hat man dagegen eine Rolle rückwärts gemacht, muss wohl nochmal überarbeitet werden, so wie es ausschaut, tauschen Religion und Forschung die Plätze, der Rest bleibt so noch vorhanden wo er ist und das Wochenende sowieso.

Und da eh fast überall die Infonacht und auch ein Nachtkonzert gesendet wird, find ich die Durchstellung der Tonart sehr gut.
 
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Und da eh fast überall die Infonacht und auch ein Nachtkonzert gesendet wird, find ich die Durchstellung der Tonart sehr gut.
Stellt sich nur die Frage, ob die Tonart auch in einen Sondermodus wechselt oder tatsächlich noch die Genre-Tonarten stattfinden. Gestern Nacht nannte die Moderatorin Elisabeth Hahn die Sendung "Tonart Nacht" und nicht "Tonart Klassik".

Ich denke, zum Teil ist den Verantwortlichen selbst noch nicht abschließend klar, wie man den Krisenmodus gestalten will und vor allem kann. Vermutlich will man soweit wie möglich an den bisherigen Inhalten festhalten, dabei aber offen sein für kurzfristige Veränderungen und aktuelle Berichterstattung.

Laut Hahn in der gestrigen Tonart soll die Übernahme im Deutschlandfunk im Voraus auf eventuelle personelle Engpässe reagieren, die die gewöhnliche Radionacht unmöglich machen könnten.

Also das aktuelle Schema im DLF tagsüber sieht nun wieder so aus wie immer?
Das Online-Sendeschema ist jedenfalls nicht richtig. Dort heißt Corso sogar wieder "Kultur nach 3" und geht eine Stunde. Ich denke, was nun belastbar ist, ist das Schema, das du oben gepostet hast. Dort tauchen grundsätzlich in jeder Schiene die dort auch normalerweise verorteteten Themen auf, aber ohne in feste Sendeabschnitte gegliedert zu sein. Im "Kultur-Nachmittag" sind auch Medienthemen à la mediasres vorgesehen.
 
Jetzt passt es, wie gesagt, Forschung und Religion tauschen quasi ihre Flächen ("Forschung aktuell" gibts auch noch wie gehabt, nur eben nun morgens) und die Abgrenzung der Magazinformate untereinander ist aufgehoben, z.B. mittags.
 
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Warum liefern die ARD-Wellen nicht Teile für den DLF zu?? Da wird soviel produziert was man unter Kollegen gut mit den Wellen des DRadios austauschen bzw. dort zuspielen könnte, alles Material eines Tages was der DLF-Hörer noch nicht kennt. Alternativ wäre wenn alle Stränge reißen auch die Übernahme der Infonacht im DLF denkbar. Sinnvoller als die derzeitige LÖsung wäre das alle Mal. Irgendwie unbefriedigend was die beiden DRadios da machen... klar dass die weitgehend unabhägig sind aber bei Morgen- und Mittagsmagazin arbeiten ARD und ZDF ja auch zusammen. Warum soll das nicht im Radio in Krisenzeiten möglich sein?
 
Ich habe gestern lange DLF gehört. Ein paar Spitter zum neuen Programmscha:

- Es kommt auf den Inhalt an, nicht auf die Verpackung. Und der Inhalt war gehaltvoll.
- Sollte das Ziel gewesen sein die Duchhörbarkeit zu erhöhen, so ist das gelungen. Durch das Abschleifen von sperrigen Ausschaltimpulsen, wie z.B. der halbstündigen Religionssendung um 9:30 Uhr, bleibe ich länger dran.

Dumm nur, dass ich mich gar nicht dauerhaft von Informationen bedudeln lassen möchte, sondern umfassend informiert werden möchte, ohne Stunden dafür aufzuwenden. Ich suche quasi konzentrierten Inhanlt. Das Aufweichen einzelner Programmkästchen erlebe ich aber als Streckung, als Verdünnung des Inhalts.
Ich wünsche mir mindestens ausführliche Zusammenfassungen a 30 Minuten, wie Berichte von heute, oder Tagesthemen. Diese würde ich gerne zu festen Zeiten im Programm hören.
Darüber hinaus sollten Inhalte, wie z. B. eine 90 minütige Diskussionsrunde (früher die Sendung "Kontrovers") im Programm und im EPG und zum Nachhören erkennbar sein.

Die neuen Sendungsnamen sind nichtssagend und unpraktisch. Sie erschweren die Orientierung im Programm bei Programmhinweisen, im EPG und auf den Rückspul-, Nachhör-, Nachlese- oder Podcast-Gelegenheiten. Sie setzen keine Einschaltimpulse und wichtige Themenblöcke (früher Sendungen :censored:) gehen im nichtssagenden Namen einer Programmstrecke, wie in der Wahrnehmung, unter.
Konsequent zu Ende gedacht, müsste sich der Deutschlandfunk umbenennen: "Hier ist Das Radioprogramm, sie hören Der MIttag, am Mikrofon der Moderator." o_O

Sollte das Programm(schema) so beliebig und breiig bleiben, so würde ich mir wahrscheinlich einen Podcast abonnieren, oder eine andere Infoquelle wählen, die mich knackig, aber ausführlich informiert. Hinterher wird man dann sagen, so ist der Gang der Dinge und lineares Radio nicht mehr zeitgemäß gewesen. :rolleyes:
 
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Naja, der Sendungsname ist wie viele andere entfallen. Die Inhalte der DLF TheologieJournalisten werden jetzt 16:30 bis 17:00 eingestreut. Dem Hörer wird diese Struktur aber verheimlicht.
 
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Die Forschung, als einzige innerhalb der Zeit nach 9 und vor 23 Uhr noch in der bisherigen Form gekennzeichnet und auch gesendet, fügt sich dort wo sonst "Tag für Tag" kam wohl nun besser ein.
 
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Vielleicht will man der Forschung aktuell einen prominenteren Sendeplatz einräumen, da sie sich natürlich sehr intensiv mit dem Thema Corona aus wissenschaftlicher Perspektive auseinandersetzt.

Ich fasse es nicht: Tag für Tag entfällt einfach?!
Ich verstehe sowieso nicht, warum "Tag für Tag" da morgens reingrätscht. Die Themen können ja ganz nett sein, und es ist auch nicht so, dass mich Religion gar nicht interessieren würde. Aber um 9.30 Uhr, direkt im Anschluss an den Zeitfunk, ist eine Religionssendung ein arger Fremdkörper. Mal ganz plakativ und banausisch gefragt: Was soll ich damit auf dem Weg zur Arbeit?

Sollte das Programm(schema) so beliebig und breiig bleiben, so würde ich mir wahrscheinlich einen Podcast abonnieren, oder eine andere Infoquelle wählen, die mich knackig, aber ausführlich informiert. Hinterher wird man dann sagen, so ist der Gang der Dinge und lineares Radio nicht mehr zeitgemäß gewesen. :rolleyes:
Das seit gestern aktive Programmschema ist ja offiziell ein Krisenmodus, um auf aktuelle Nachrichtenlagen schneller reagieren und eventuellen Krankenstand in der Belegschaft kompensieren zu können. Ich finde aber sehr schön, wie du das Programmschema weiter gedacht hast:
Konsequent zu Ende gedacht, müsste sich der Deutschlandfunk umbenennen: "Hier ist Das Radioprogramm, sie hören Der MIttag, am Mikrofon der Moderator." o_O
 
Sorry, aber Religion ist kein Kulturprogramm, sondern eine Querschnittmaterie, die auch traditionell zu dieser Sendezeit verortet ist und hier einfach ohne Ankündigung aus dem Programm verschwindet. Das ist nicht angemessen, gerade in dieser Zeit braucht es Religion.
 
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Die Kirche (genauer gesagt die beiden "großen" deutschen Kirchen) weiß die derzeitige Lage geschickt für sich zu nutzen. Seit Jahren brechen denen die Zahler weg und die Kirchen sind nur noch an Weihnachten und zu Konzerten mit Gospel oder Populärmusik gut besucht. Jetzt bleiben die Bänke ganz leer und die Gotteshäuser geschlossen. Als Ersatz drängt man massiv in die öffentlich-rechtlichen Programme. Es fällt auf dass derzeit ständig Kirchenvertreter für längere "Gespräche" dort zu Gast sind, am Wochenende z.B. ein Kapuzinerpater bei HR4 und vor kurzem ein Geistlicher für 45 Minuten Talk bei DAS im NDR. In Zeiten wo z.B. durch Programmzusammenlegungen ganze Sendungen mit kirchlichen Themen (oft komplett von der "kirchenredaktion" =Kirche gestaltet) wegbrechen klammern sich die evl. und kat. Kirche an jeden Strohhalm. Es ist aber auch ein Dilemma: Man "muss" diese Programme senden, aber kaum einer will das hören und die trockene Art der Präsentation stört im Tagesprogramm. Also wann will man so eine halbstündige Reliogionssendung senden? Vor 6 Uhr früh?
 
Und natürlich könnte man eine Sendung wie Tag für Tag auch – wie gehabt – im Nachtprogramm wiederholen. Oder den Büchermarkt. Oder … Hier wird Kahlschlag mit vorgeblichen Sachzwängen begründet. Woher kenne ich das?
 
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