Radio die Nummer 1


Status
Für weitere Antworten geschlossen.

homer

Benutzer
So, nachdem ja in den letzten Wochen alle Format-Radio-Hasser und Ex-Radio-Stars konsequent rumgepöbelt haben, dass Radio nur noch unwichtiges Gelaber, immer wiederkehrende Musik aus viel zu enger Rotation und Liner_Card lesen sei folgende Diskussion:

Als ich heute morgen aus meinem Koma erwachte,kam unweigerlich der griff zur Fernbedienung..erst etwas aufwachen mit Mucke aus dem Radio, danach mal einen Blick in den Videotext. Da berichtet mir Sat1 dan, dass nach einer neuen, repräsentativen POLIS-Umfrage das Radio noch immer das wichtigste Medium für alle Bundesbürger ist. Während ca.35% auf das Internet vertzichten können, wären immer noch über 20 Prozent bereit, auf TV zu verzichten. Danach kommen dann die Print-Medien, und als Schlusslicht (und das heisst hier etwas POSITIVES!) kommt dann mit knappen 11 Prozent das Radio! Sprich: Nur jeder 9.Bundesbürger würde als erstes Medium das Radio aus seinem alltag streichen.
So, und jetzt erklärt mir bitte, warum wir angeblich Radio an den Bedürfnissen vorbei machen...?
 
Wir machen kein Programm an den Bedürfnissen der Hörer vorbei! Das ist es, was ich hier dauernd sage und wofür ich kritisiert werde. Eine erfolgreiches Radioprogramm trifft die Bedürfnisse!


Nichtsdestotrotz glaube ich, daß Radio (leider) nicht die Nr.1 ist. TV liegt klar vorne. Und das Internet wird Radio (leider) auch bald überholen...
 

homer

Benutzer
@privatradiomann
@radioactive

danke.
wenn es nicht noch leute wie euch gäbe, h#ätte ich mein vertrauen in die reale radiowelt verloren.
schön, dass es leute in diesem forum gibt, die die marktgesellschaft (und auch das radiobizz bewegt sich auf einem markt, und muss sich aus wirtschaftlichen gründen dort behaupten!!!) kapiert haben!
 

MediaManiac

Benutzer
Ich bin nicht der Meinung, dass das Internet das Radio verdrängen wird, höchstens Ergänzen (Online-Angebot). Das Plus am Radio: wir sind einfach ÜBERALL - ganz nah dran am Hörer, wie sonst keiner. Man hört uns beim Zähneputzen, unter der Dusche, auf Arbeit (soll`s ja geben) und manchmal vielleicht sogar beim SEX! Wer surft schon dabei im Netz? Also, seht die Zukunft des Radios nicht so verbissen, auch wenn wir alle gerade für drei gefeuerte Kollegen schuften müssen.
 

Radio

Gesperrter Benutzer
@MediaManiac
so ganz Schnur- bzw. Computergebunden sind Internetstationen auch nicht, immer mehr Haushalte schliessen an die Soundkarte Funkboxen, Funkkopfhörer ect. an oder es wird ein Funkheimnetzwerk betrieben. Der Trend geht eh zum kleinen Heimnetzwerk und mit den Funkboxen kannst du im Umkreis von 100m Musik von deinem PC hören. Übrigens stellte die Firma Philips auf der CEBIT das erste echte Internetradio vor.
 
Ja, ja. Noch ist das Internet natürlich keine Alternative zum Radio. Aber die Technik wird voranschreiten. Das Internet wird schneller und damit interessanter. Die Surfkosten werden fallen, Flatrates werden so normal wie die Grundgebühr beim Telefon.

Die Mediennutzung wird zunehmen, die verstärkte Nutzung des Internets wird aber zu Lasten des Radios (und des Fernsehens) gehen. Und wer weiß, wie lang es dauern wird, bis im Auto, im Bad (vielleicht sogar beim Sex) ein Internetanschluß zur Standardausstattung gehört...

Trotzdem wird das Radio natürlich nicht sterben...
 

exhörer

Benutzer
Schade, daß ich nicht gefragt worden bin.

Bei mir spielt Radio überhaupt keine Rolle mehr. Musik höre ich ausschließlich von Konserven (CD und Vinyl) und Nachrichten sind via Internet und Videotext ausführlicher, besser und zu jeder Zeit abrufbar.

Wozu also noch Radio?
 
Ohne Radio im Auto: exhörer hinkt halt hinterher. Und beschwert sich nachher ("Schade, daß ich nicht gefragt worden bin")

 

Tarzan

Benutzer
Tach !

Die Radio-Programme, die viele Hörer erreichen wollen, können gar nicht am Bedarf vorbei senden ... sonst wären sie längst abgeschaltet und im Quotenkeller. Das Internet kann im Moment nur "Stütze" für den Sender, bzw das Programm sein. Solange die Finnen oder Schweden noch mehr das Internet nutzen als die Deutschen, wird sich daran auch nichts ändern. Die Hörerbindung durchs Internet (Foren, Chat, Gewinnspiele, Club) wird aber verstärkt.

So long
 

Pirni

Benutzer
Was immer fehlt und immer verschwiegen wird und bei jeder Statistik mit Birnen und Äpflen verglichen wird.
JA, Radio ist sogar die Nummer 1 der Medien, wenn man die Einschaltzeiten vergleicht!
ABER: Radio ist das führende Medium der Hintergrundnutzung, des lange Zeit-Nichtbeachtens ! Bei keinem anderen Medium wird dieses unbeachtet-eingeschaltet-Habens in der Statistik mitbewertet !
Die aktive Nutzung des Radios beträgt etwa 10% der passiven Nutzung. Bei allen anderen Medien wird nur die aktive Nutzung gezählt, bzw. gibt es gar keine passive Nutzung zu zählen ( oder wird etwa die in der Kneippe von mir vor liegende, aber nicht gelesene Zeitung als Leser gewertet.)
WEIL Radio soviel passiv genutzt wird, hat man das Radioprogramm auch so gestaltet, so daß es auf lange Dauer auch nur passiv genutzt werden kann. Es wäre aber an der Zeit, wieder etwas zu tun, mehr aktive Radionutzung zu erreichen. !
 

homer

Benutzer
Ach! Und wenn dem sö wäre, warum sagen dann 89% der Befragten, dass sie aufs Radio auf keinen Fall verzichten wollen?
Weil es die ganze Zeit unbeachtet nebenher läuft und sie demzufolge nicht interessiert...?
Wohl kaum, Pirni...!
 

Pirni

Benutzer
Ach geh´Homer: Natürlich sagen 90% der Menschen, daß sie nicht aufs Radio verzichten wollen. DAs ist doch klar. Sie schätzen es eben als Hintergrundberieselung, als Begleitkulisse. Aber wieviele von den 90% hören wie lange auch aufmerksam zu ?
Nur das wollte ich doch hervorheben, daß man das auch beachtet und nicht so tut, als ob das Radio genauso beachtet wird, wie man aufmerksam die Zeitung liest oder einen Spielfilm im Fernsehen. Die ZEIT alleine zu vergleichen bei der Nutzung der Medien, das ist wie Birnen und Äpfel verleichen ! Auch der Aufmerksamkeitsgrad muß mit eingearbeitet sein in der Bewertung der verschiedenen Medien !
 

Pirni

Benutzer
.....und wenn irgendwo eine Bahnlinie eingestellt wird, dann protestieren auch 89% dagegen, aber nur von 5% wird diese genutzt!
 
Wo lebt Ihr denn?

Ihr glaubt doch nicht im ernst, daß Radio wieder so aktiv genutzt werden könnte wie früher??? Die Zeiten haben sich geändert, Jungs! Es gibt heute auch andere Medien. Ein Beispiel: Früher konnte man Fußball live nur im Radio verfolgen. Heute wird jedes (!) Bundesligaspiel live im TV übertragen. Aus 16 Perspektiven!

Aber, Pirni:
Auch TV läuft oft nur nebenbei. Die Talkshows/Gerichtssendungen sind die Hintergrundbegleitung beim Bügeln. Und die Omas, die beim Krimi am Abend vorm Fernsehen eingeschlafen sind, werden auch mitgezählt. Und wenn ein Werbeblock im Fernsehen läuft, heißt das: Zeit, um auf Toilette zu gehen, ein kurzes Telefonat zu führen oder ein kühles Bier aus dem Kühlschrank zu holen.
Wenn man während der Werbung nicht wegzappt...
 

radiofreund

Benutzer
Andererseits protestieren die wenigsten Menschen, denen das Einheitsbreiradio nicht gefällt. Warum denn auch? Keiner MUSS Radio hören, es gibt ja noch andere Medien.

Übrig bleiben die genügsamen Hörer und/oder die, die das Radio nur als Hintergrundberieselung nutzen. Die protestieren natürlich nicht, da sie entweder genügsam sind und/oder das Radioangebot kaum wirklich kennen. Und so entsteht bei den Radiomachern ein verzerrtes Bild von der Realität, es gäbe lauter glückliche und zufriedene Radiofans, da ja kaum einer protestiert.

Und für einen Musikwunsch oder einen Hauptpreis schleimen viele Hörer gerne ein bisschen...
 

Pirni

Benutzer
Ich sage ja nicht, daß heute ganze Fußballspiele live im Radio gebracht werden sollen.
Aber Radio ist zum nebenbeiesten Medium aller Medien geworden.
Und weil viele das Radio nur noch nebenbei nutzen, also eigentlich wenig intensiv nutzen, hat man sich mit dem Formatradio darauf eingestellt und auch ein Nebenbei-Programm gemacht.
Aber diese Entwicklung so darzustellen, das sei ein Verdienst der heutigen Formatradiomacher, daß Radio das Medium Nr.1 ist, das stimmt einfach nicht. Wenn einmal die längstmögliche Einschaltdauer erreicht ist, was macht man dann? Dann wird man sich wieder bemühen müssen, nicht nur die Einschaltzeit zu halten, sondern auch wieder merh Aufmerksamkeit zu erzielen.
Oder ist das Endziel der Formatradiomacher, daß ein Sender einmal sagen kann. Unsere Hörer lassen sich nun schon 24 Stunden pro Tag berieseln?
Von allen Medien ist Radio das am wenigsten intensiv genutze udn deshalt kann man es nicht als die Nummer 1 darstellen!!
 

honk

Benutzer
moin, moin,
@privatradioman


yiippiiihhhh.

unser aller (ehemaliger-) freund, der al bundy aus chicago würde jetzt sagen: strike!
eine sache hast du aber vergessen.
das medium mit der längsten verweildauer ist... ?

das radio?
wow, das ist eine überraschung, oder liebe formathasser?

erstaunlich!

die leute können die formatprogramme die es gibt, nicht leiden und hören sie deshalb besonders lange (im durchschnitt bis zu fast 4 stunden am tag).
wir deutsche - ein volk voller masochisten.

sehr schön...
 

Pirni

Benutzer
Verweildauder, wenn ich das schon höre !

Also, dann hat die Zeitung auch eine Verweildauer, weil dei leigt auch die ganze Nacht auf meinem Nachtkästchen !

Die sogeannnte Verweildauer beim Radio ist zweitrangig, wichtig ist, ob auch jemand wirklich zuhört !
 

Mischpult

Benutzer
Privatradiomann: Genau, und im Radio gibts nur Gerichts- und Talkshows. 24 Stunden am Tag. Spitze.

pirni: hehe, genau. Meine Zeitung wird am Tag am meisten gelesen, die liegt nämlich bei mir aufm Schreibtisch. Ich seh zwar nur die Überschrift und les mal kurz n Artikel durch, wenn nichts anderes zu tun ist - aber nach Radio-Maßstäben lese ich sie jetzt schon seit um neun. Wow.
 

radiofreund

Benutzer
Klasse, wir sind ein Volk, dass die Aufmerksamkeit verlernt (Die PISA-Studie lässt grüssen). Würden wir TV & Radio aufmerksam verfolgen, wären wir vielleicht tatsächlich ein Volk von Masochisten!
 
Meine Marktfrau nutzt die Zeitung übrigens nur, um den Kopfsalat einzupacken.

Meine Oma liest nur die Todesanzeigen.

Mein Vater nur den Sportteil.

Meine Mutter kann sich nach 15 Minuten Tagesschau nur noch an die Krawattenfarbe des Nachrichtensprechers erinnern.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben