Radio-Domains für Radio-Stationen, Internet-Radios und Radiomacher


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#1


Die European Broadcasting Union, die Vereinigung der europäischen Rundfunksender, hat zum 23.August 2017 einen erfolgreichen Start der Radio-Domains hingelegt.

Berechtigt zur Registrierung der Radio-Domains sind nicht nur Mitglieder der European Broadcasting Union, sondern folgende Zielgruppen:

1. Vereinigungen von Rundfunk-Stationen, wie z.B. die EBU selbst
2. Radiosender
3. Marken mit Bezug auf Rundfunk
4. Internet-Radio
5. Amateurfunker
6. Radio-Profis

Alle wichtigen Kategorien können seit dem 23. August Domains anmelden. Bei gleichlautenden Anmeldungen gibt es eine Rangordnung, bei der Markeninhaber ganz oben stehen.

Ein Beispiel: Der Radiosender "Breisgau" meldet die Domain "breisgau.radio" mit dem Verweis auf die vom Sender gesicherte US-Marke "Breisgau" an. Der Radiosender "Breisgau Radio" bewirbt sich ebenfalls um
die Domain "breisgau.radio". Da der Radiosender "Breisgau Radio" keine Marke besitzt, erhält der Sender "Breisgau" die Domain "breisgau.radio."


Warum Radio-Domains?

Sie sind die von der European Broadcasting Union empfohlene Domains. Der Verantwortliche der Registrierungsstelle für Radio-Domains, Alain Artero, erklärt:,,We are proposing that the radio community may like to consider securing the integrity of their web presence by requesting appropriate .radio domains for defensive reasons initially." Arturo fährt fort: ,,The TLD will be focused on content and matters specific to radio and we want to prevent speculators and cybersquatting in this TLD; this extension will therefore rapidly become a high-value internet space for websites, mail systems and other internet applications.”

Die Radio-Domains bringen kurz auf den Begriff, worum es geht. Bei Rundfunksender, die Radio im Namen führen, kann die neue Domain viel kürzer aussehen, also z.B. nicht Schwarzwald-radio.de, sondern schlicht Schwarzwald.Radio. Je kürzer eine Domain, desto merkfähiger ist sie. Die Merkfähigkeit ist ein entscheidender Faktor beim Marketing von Internetseiten.

Den Zusammenhang zwischen einem besseren Ranking in Suchmaschinen und den Neuen Top-Level-Domains hat eine Studie von Searchmetrics für die Berlin-Domains bereits erwiesen. Webseiten mit Berlin-Domains sind bei regionalen Suchanfragen in Google häufig besser platziert als Webseiten mit .de-Domains und .com-Domains. Das Ergebnis der Searchmetric-Studie lässt sich wie folgt zusammenfassen:

"Bei 42% der Suchanfragen ranken .berlin-Domains lokal besser."

Eine weitere Studie von Total Websites in Houston zeigt, dass die Ergebnisse der Searchmetrics-Studie prinzipiell auf alle Neuen Top-Level-Domains übertragbar sind, also auch auf die Radio-Domains. Total Websites stellt fest, dass Google die Domainendungen der Neuen Top-Level-Domains als wichtiges Kriterium für die Bewertung einer Domain heranzieht und kommt daher zu folgendem Schluss:

"Es ist klar, dass die Neuen Top-Level-Domains das Ranking in Suchmaschinen verbessern."
Hans-Peter Oswald

Link gelöscht, Mod.
 
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#2
So ein Schwachsinn. Mittlerweile sollte gelernt sein, dass Top-Level Domains nicht funktionieren, sondern einzig die .de Endungen. Kein Mensch gibt Hamburg.radio ein, sondern radiohamburg.de. Bei kurzen Namen wie ndr2.de ist es kürzer als ndr2.radio. Geld sparen. Da es dem Sprachduktus in Deutschland widerspricht (also Verdrehung der Marke, in Deutschland (und woanders) wird eben das Radio vorangestellt. Dies entgegen des eigentlichen Markenamens einzugeben wird nicht von den Nutzern gelernt. Hat man nun auch 20 Jahre anders eingegeben.... Wo soll auch der Nutzen sein? Ob es das Ranking bei Google verbessert, ist ein ganz anderes Thema. Da der Großteil der Radiosender bei SEO ohnehin schwach ist, dürfte der Effekt (weitgehend) entfallen, wenn man erst einmal richtig optimiert. Daher kann man den Sendern nur dringend empfehlen, dass man das Geld spart (und vielleicht in SEO steckt). Wie gesagt, absoluter Schwachsinn.
 
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#3
@secura google bitte mal "berlin" - die erste TLD mit .berlin erscheint bei mir auf der dritten Seite. Bis dahin suchen die Wenigsten bei google.

Es ist seit über 20 Jahren üblich, das es berliner-zeitung.de heißt, oder berlin.de oder visitberlin.de oder berliner-morgenpost.de oder 1046rtl.com oder rs2.de oder fritz.de oder blablub was sonst noch alles wichtig ist. Mein Standort bei der Suchabfrage war Berlin.
 
#4
Guter Punkt. In Ländern wie Ungarn oder England mag das funktionieren, weil da das "Radio" hinten rangestellt wird.Also dance.radio, News.radio, Power.radio Kossuth.radio Gong.radio Balaton.radio Helikon.radio oder Talk.radio.
Aber in Deutschland? Könnte ich mir Höchstens beim Info.radio oder beim Schwarzwald.radio vorstellen.Man hat irgendwie beim Tippen immer den Eindruck da fehlt irgendwas. Und nur .DE Seiten sind in den Augen der Nutzer wirklich sicher, verschlüsselt, die Daten bleiben in D und es gibt eine Impressumspflicht. Bei .net oder .tv weiß doch keiner wo das herkommt. Von solchen Auswüchsen wie berlin.berlin news.news oder bayern.bayern einmal abgesehen :eek:
 
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#5
Um ein praktisches Beispiel aus der Medienwelt zu geben: Als der ZDFinfokanal 2011 als ZDFinfo mit neuem Konzept auf Sendung gegangen ist, bewarb man zunächst offensiv die Adresse zdf.info. Nach einigen Wochen bis Monaten ist man jedoch wieder davon abgerückt. Seitdem verweist man auf zdfinfo.de.

Das bisschen Mehraufwand beim Tippen gegenüber zdf.info ist halb so wild: Ich vermute, dass eine .de-Adresse auch von Laien klar als URL verstanden wird. Ähnliches gilt für generische Klassiker wie .com, .net und .org. Darüber hinaus wird es schwieriger. Der Absender muss kommunikativen Mehraufwand zu betreiben: "Hier, das ist eine Website! Einfach ins Adressfeld eintippen! Ja, das ist seriös! Ja, wir sind ein deutscher Sender!"

Bei URLs hat das Publikum eine klare Erwartungshaltung, von der man nicht abweichen sollte. Wer als Websitebetreiber mal auf die www-Subdomain verzichtet hat, kann davon ein Lied singen. (Neulich erst habe ich auf hessenschau.de festgestellt, dass das www in der Adresse wieder eingeführt wurde.)
 
#6
Ich verweise mal auf die Fernsehwerbung von booking.com:
Der Slogan lautet booking.com - booking.yeah!
Wird auch genauso im TV eingeblendet. Nur funktioniert http://booking.yeah gar nicht.

Beim Beispiel zdf.info stellt sich auch die Frage, nach welchem Schema man vorgeht...
zdf.info
zdf.neo
zdf.Kultur...?

Oder doch eher
info.zdf
neo.zdf
Kultur.zdf?

Auch bei Radio Hamburg...
Radio.Hamburg?
Hamburg.radio?

Da muss man erstmal ein Schema finden. Da bisher die URLs größtenteils auf den Ort bezogen hat, ändert man das anscheinend grad um 180°. Ob das sinnvoll ist...?
 

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#7
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