Radio Garda 3 in den 80ern


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#1
Hallo,
Hat irgendjemand in der Runde noch irgendwelches Material über Radio Garda 3, oder weiss was aus den Mitarbeitern geworden ist? Ich weiss dass da am Ende von RG3 Kontakte zu ffn bestanden. Ich hatte in den 80ern einge Produktionen gemacht, die dort mehrmals on air waren, wie mir bestätigt wurde.
 
#3
AW: Radio Garda 3 in den 80ern

Hallo!
Ich habe damals als erste bei GARDA 3 gearbeitet - 1979, damals noch im Eierkarton-isolierten Gemeinschaftsstudio mit CANALE 6-4.
Betreiber war das Fotografenehepaar Deisenroth (beim Namen bin ich nicht mehr ganz sicher).
Erstaunlich, was wir mit primitivsten Mitteln alles gemacht haben - immerhin Sendung rund um die Uhr. Morgens und nachmittags jeweils 3 Stunden live deutsch-italienisch im Wechsel, natürlich viel Musik, dazu Mini-Sprachkurs, Touristik-Infos, Albereien, Fussballbundesligaergebnisse, Kurznachrichten (damals aufgrund eines Abkommens aus der Münchner ABENDZEITUNG entlehnt) .... und ab und zu lief jemand in den nahen Supermarkt, um zu checken, ob auch etwas über den Äther kam.
Damals besuchte ich die Deutsche Journalistenschule und verbrachte den Sommer vor meinem letzten Studienjahr und der Magisterprüfung bei Garda 3 in Riva del Garda. Leider konnte ich diese Erfahrung im darauffolgenden Sommer nicht wiederholen, weil ich zu beschäftigt war mit Studium, Magisterarbeit usw.
Und danach begann ich, als feste freie beim Bayerischen Fernsehen zu arbeiten ... Aber eine gewisse Nostalgie habe ich mir immer bewahrt zu Garda3-canale6-4 ...
Es würde mich auch interessieren, was daraus geworden ist.
Jetzt lebe ich seit 6 Jahren in der Bretagne, Frankreich und arbeite dank Internet weiterhin als Freie für diverse Medien.
Ciao,
Beate
BeateKuhn@aol.com
 
#4
AW: Radio Garda 3 in den 80ern

Ja, ja - lang, lang ist's her. Die Deisenroths aus Riva hatten ja auch echte Konkurrenz: RGI - Radio Gloria International, die sendeten aus dem Süden (erst San Felice del Benaco, dann Pesciera). Das Ende kam wohl, weil bei beiden Sendern (man munkelte eine Zeit lang von einer Fusion) das Geld mangels mutiger deutscher Werbekunden ausging. Irgendwie verzettelte man sich dann mit Abschreibungs-Geldgebern (ein paar windige Zahnärzte sollen es gewesen sein) und auch ein paar frühe Privatfunkinteressenten, die erst "groß einsteigen" wollten, sprangen wieder ab.
Last but not least nicht zu vergessen: auch im anarchischen Italien wurden in der zweiten Hälfte der 80er Jahre die gesetzlichen Bestimmungen härter und teurer.
 
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