Radio Nordseewelle (Norden/Ostfriesland, Inseln)


Fader72

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#1
Die Versammlung der NLM hat am 18. Dezember 2013 lokale UKW-Frequenzen in der Region Ostfriesische Inseln / Küstenstreifen vergeben. Die Radio Nordseewelle GmbH & Co. KG mit Sitz in Leer erhielt die Zuweisung für das Programm „Nordseewelle“. Ursprünglich hatte sich auch die Radio SWS Sturmwellensender GmbH mit Sitz auf Norderney beworben. Nach einer Einigung beider Bewerber hat die Radio SWS Sturmwellensender GmbH ihren Antrag jedoch zurückgenommen.

Mit der Entscheidung der Versammlung ist das rundfunkrechtliche Zulassungs- und Zuweisungsverfahren für das neue Programm abgeschlossen. Vor dem Sendestart muss noch ein Frequenzzuteilungsverfahren durch die Bundesnetzagentur erfolgen.

An der Radio Nordseewelle GmbH & Co. KG sind beteiligt:


28,1 % Frank Wilken, Leer
24,9 % ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH, Leer
17,0 % TBD Technische Baudienstleistungen GmbH & Co. KG, Friedeburg
17,0 % Holger Franz, Leer
13,0 % Joachim Klemm, Leer
Quelle: http://www.nlm.de/481.html?&cHash=e2627ff04e94f7ffe0cf94ad0122dcbd&tx_ttnews[tt_news]=631
 
#2
Da bin ich mal gespannt wann die Frequenzen koordiniert sind und wann es dann endlich losgeht. Ich vermute aber, dass man wieder mal nur irgendwelche Funzeln bekommt, die schon nach wenigen Kilometern schwächeln. Ausserdem hört sich das ganze auch schon wieder nach einem weiteren "Hitradio" an, wovon es in OF ja bereits mehr als genug gibt. Wenn man überhaupt eine Chance haben will, dann muss man anders klingen, als die Mitbewerber. Ansonsten wird man da kaum den grossen Erfolg haben. Man will ja wohl auch insbesondere die Touristen ansprechen und die sind auch nur in der Zeit von März-Oktober reichlich vorhanden. In der übrigen Zeit ist OF ja eher "bevölkerungsarm".
 
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#4
Ist der Sturmwellensender nicht ein ehemaliger Radio-Pirat auf Norderney gewesen, der jetzt über UKW 104 mit schwächelnden 1 Watt Sendeleistung eine Art Veranstaltungsfunk betreibt? http://www.radio-sws.de/ Hört mal rein - glaub die Einigung war eine gute Entscheidung. Würde nur mal gerne wissen wollen, wer sich hinter den neuen Betreibern verbirgt. Vielleicht kommen ja endlich mal Profis und keine Bürgerfunker! Allerdings muss Bürgerfunk ja nicht immer was schlimmes bedeuten. Wenn ich nach Osnabrück schaue, scheint dort wohl der NKL der professionellere Lokalsender zu sein...
 
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#5
Ist der Sturmwellensender nicht ein ehemaliger Radio-Pirat auf Norderney gewesen, der jetzt über UKW 104 mit schwächelnden 1 Watt Sendeleistung eine Art Veranstaltungsfunk betreibt? http://www.radio-sws.de/ Hört mal rein - glaub die Einigung war eine gute Entscheidung. Würde nur mal gerne wissen wollen, wer sich hinter den neuen Betreibern verbirgt. Vielleicht kommen ja endlich mal Profis und keine Bürgerfunker!
ehemaliger Radio-Pirat: ja
eine Art Veranstaltungsfunk: nein. Reiner Veranstaltungsfunk gemäß der gesetzlichen Vorgaben. Die passende Veranstaltung veranstaltet man gleich selbst. Früher z.B. war das eine Anhänger mit Boxen steht auf dem Marktplatz-Veranstaltung ;)
UKW 104.0: ja
1W: nein, 6 Watt
Hört mal rein - glaub die Einigung war eine gute Entscheidung: ja :D
Vielleicht kommen ja endlich mal Profis und keine Bürgerfunker!: nein, zumindest ist keiner der Anteilseigner irgendwie mit Radio in Verbindung zu bringen, außer der TBD, die auch als Spender für Radio Ostfriesland in Erscheinung tritt.
 
#6
Da bin ich mal gespannt wann die Frequenzen koordiniert sind und wann es dann endlich losgeht. Ich vermute aber, dass man wieder mal nur irgendwelche Funzeln bekommt, die schon nach wenigen Kilometern schwächeln. Ausserdem hört sich das ganze auch schon wieder nach einem weiteren "Hitradio" an, wovon es in OF ja bereits mehr als genug gibt. Wenn man überhaupt eine Chance haben will, dann muss man anders klingen, als die Mitbewerber. Ansonsten wird man da kaum den grossen Erfolg haben. Man will ja wohl auch insbesondere die Touristen ansprechen und die sind auch nur in der Zeit von März-Oktober reichlich vorhanden. In der übrigen Zeit ist OF ja eher "bevölkerungsarm".
Immerhin kommt mal ein bisschen Bewegung in die niedersächsische Radiotristesse. Ob der Sender eine Bereicherung wird, bleibt natürlich abzuwarten.
Mal schauen, wie die großen Platzhalter mit der neuen Situation umgehen werden.

In Schleswig-Holstein geht den Großen ja auch schon ziemlich der Stift, wie wir im Nordischen sagen würden. ;)
 
#8
All zu voll dürfte die Kasse nicht werden. Nur gut, daß man mit den neuen Radiokunden nicht hauptsächlich beim eigenen Kundenstamm (ZGO) knabbert/nur Einnahmen umschichtet, sondern in fremdem Zeitungsgebiet (Soltau Kurier-Gebiet) Kunden gewinnen (muss...)

Vielleicht lassen sich Synergieeffekte erzielen?
Da hätten wir einen Zeitungsverlag, einen Anwalt, einen Steuerberater, einen Bankvorstand und eine Baufirma, sowie die "Einigung mit SWS".
Alles sicherlich ganz brauchbar, wenn man noch nie was mit Radiomachen zu tun hatte... Nur für den Bankvorstand fällt mir keine legale Verwendung ein...
 
#10
Falsch: Der Anwalt wird treuhänderisch involviert sein.
So denke ich mir das auch. Aber muss nicht zumindest gegenüber der NLM klar sein, für wen er treuhänderisch tätig ist? Allein schon aus konzentrationsrechtlichen Gründen? Irgendwie habe ich auch schon einen Gedanken im Hinterkopf, für wen das wohl sein könnte (und was auch konzentrationsrechtlich bedenklich wäre: dieser Akteur musste sich damals auch aus der ZGO zurückziehen und wäre tatsächlich einer mit Erfahrungen in Sachen Radio) ...
 
#11
So denke ich mir das auch. Aber muss nicht zumindest gegenüber der NLM klar sein, für wen er treuhänderisch tätig ist? Allein schon aus konzentrationsrechtlichen Gründen? Irgendwie habe ich auch schon einen Gedanken im Hinterkopf, für wen das wohl sein könnte (und was auch konzentrationsrechtlich bedenklich wäre: dieser Akteur musste sich damals auch aus der ZGO zurückziehen und wäre tatsächlich einer mit Erfahrungen in Sachen Radio) ...
Die haben einen "Akteur" aus Radiokreisen, aber keinen von ffn. Den meintest du doch iro..
 
#12
Nein, ich dachte eigentlich an einen gewissen Verlag (bzw. jetzt: Medienhaus) aus Oldenburg, der an ffn, Antenne, Radio 21 und Energy Bremen (und diversen weiteren Stationen außerhalb Niedersachsens) beteiligt ist ;)

@sws schön, daß Du hier bist. Vielleicht kannst Du den einen oder anderen Spekulatius hier richtigstellen - zumindest soweit Du reden darfst ;) Grüße auf die Insel!

Wir würden natürlich alle hier gerne wissen:
Wie sieht diese "Einigung" aus?
Wieviel SWS steckt in der Nordseewelle?
Wer ist der "Akteur"?
Für wen werden ggf. treuhänderisch Anteile gehalten und von wem?
Stehen schon Frequenzen fest?
Sind es welche von diesen:
Norden 88.2 (oder 91,3) 0.25kW
Borkum 90.6 0.2kW
Wangerooge 91.0 0.08kW
Langeoog 107.4 0.032kW
Norderney 104,0 0,05kW​

...wie gesagt: soweit reden erlaubt ist...
 
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#14
Frequenzen und Studiostandort sind jetzt bekannt.
http://www.radioszene.de/77958/radio-nordseewelle-bekommt-vier-ukw-frequenzen.html
http://www.radiowoche.de/radio-nordseewelle-bereitet-sendestart-vor/

88,2 MHz Norden 250 W
90,6 MHz Borkum 200 W
99,5 MHz Aurich Popens 1.000 W
100,1 MHz Neuharlingersiel 1.000 W
104,0 MHz Norderney 50 W

Studio:
Am Markt 6
26506 Norden
Google: 53.596332, 7.205623

Das ist quasi direkt unterhalb des Norder FMTs (mit der 88.2 MHz), direkt neben der Post, in der ehemaligen Soltau Buchdruckerei.
 
#18
Sehe ich nicht so. Man versorgt immerhin komplett Ostfriesland und da dürften schon ingesamt so um die 200.00 tsd. Leute wohnen. Dazu kommen noch hunderttausende Touristen jedes Jahr. Von daher dürfte da schon was gehen. Wenn z.B. in Spanien das Inselradio auf Mallorca überleben kann, sollte das auch möglich sein. Viele kleine Lokalsender in Bayern oder NRW haben ein ähnliches Sendegebiet und schaffen es auch. Wird sicherlich nicht einfach, aber da das Radioangebot an der ostfriesischen Küste eh überschaubar und vor allem austauschbar ist, sollte da was möglich sein. Man darf nur nicht den Fehler machen wie ein FFN oder HRA Antenne Kopie zu klingen. Wenn man sich aber Mühe gibt und Radio mit Herzblut für die Küstenregion macht, dann wird man sich am Ende auch durchsetzen.
 
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#19
@iro:
Ich vermisse da irgendwie eine Frequenz für Wangerooge. Irgendwie war für die Insel die 107.4 koordiniert worden.
Wahrscheinlich wird wohl die 100.1 von Neuharlingesiel Wangerooge mitversorgen.
 
#21
Wie kann sich dieser Sender refinanzieren? Ich das angestrebte Sendegebiet nicht viel zu klein?
Das frage ich mich auch. Das wird bestimmt ein Abenteuer. Die Skala ist doch dort (wie z.B. im Großraum Osnabrück oder an anderen Stellen bzw. Orten in NDS doch auch) bereits reichlich belegt. Allein aus NL kommen in Ostfriesland sehr viele flotte Profi-Sender rein (3FM :) )und Radio Ostfriesland hat schon eine echte Fan-Gemeinde dort. Zudem funken neben NDR und Radio Bremen dort noch FFN und Antenne um die Gunst der Hörer. Und dann werden immer mehr DAB+ Geräte verkauft....
Vor allem: Wovon wollen die ihr "...zehnköpfiges Team..." bezahlen? Oder sind das alles Ehrenamtler?
 
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#22
Das frage ich mich auch. Die Skala ist doch dort zudem (wie z.B. im Großraum Osnabrück oder an anderen Stellen NDS auch) bereits reichlich belegt. Allein aus NL kommen in Ostfriesland sehr viele flotte Profi-Sender rein (3FM :) )und Radio Ostfriesland hat schon eine echte Fan-Gemeinde dort. Zudem funken neben NDR und Radio Bremen dort noch FFN und Antenne um die Gunst der Hörer...
So belegt ist die Skala da oben eben nicht. Die Niederländer spielen dort an der Küste keine Rolle mehr und sind auch nur mit etwas Aufwand zu empfangen und im Auto schonmal sowieso nicht störungsfrei. Ebenso werden holländische Programme dort praktisch nicht gehört. Weder in Geschäften, Cafes, Hotels oder sonstwo habe ich dort jemals was holländisches vernommen. Ebenso verhält es sich mit Radio Bremen. Die Programm gehen bestenfalls noch im Wangerland im östlichen OF störungsfrei. Mit jedem Kilometer den man weiter nach Westen kommt, wirds schwieriger. Radio Ostfriesland wird an der Küste auch kaum gehört, da der Empfang dort auch bereits grenzwertig ist. So richtig dolle ist der Empfang an der Küste nicht. Dafür ist die Sendeleistung in Aurich zu gering. Allerdings düfte Radio OF tatsächlich der Hauptkonkurrent sein. Allerdings ist das Programm auch eher ein Gemischtwarenladen und erinnert teilweise an den Bürgerfunk. Von daher denke ich, dass man dort sicher auch Hörer abluchsen könnte.
 
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#25
Ich hatte nur ein Sony-Kofferradio mit Teleskopantenne dabei. Gut - das Teleskop musste ich ausziehen. Mit eingeschobener Antenne gingen nur die NDR-Sender und Antenne so wie ffn.
 
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