Radio NRW lässt Locals im Stich


Status
Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Am Montag war Radio NRW wirklich schnell und hat einen phantastischen Service geboten. Am Dienstag kam weitaus weniger über den C-Weg und heute standen die Locals fast wieder gewohnt "nackt" da. Es gab zum Thema Afghanistan nur ein(!) Interview mit Tina Eck aus Washington. Toll - und das für drei Stunden Sendung!!!! Was macht Radio NRW mit dem ganzen Werbegeld? Die denken offensichtlich echt nicht an die Locals, die mit ihren kleinen Redaktionen gegen die öffentlich-rechtlichen Info-Riesen ansenden müssen. Ich bin sehr für musikorientiertes Formatradio, aber in diesen Tagen interessiert die meisten Hörer nach dem Aufstehen sicher die aktuelle Lage in Afghanistan. Und wenn wir in drei Stunden nur ein interview senden, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn Radio NRW bei der nächsten MA wieder kräftig verliert. Wir wissen doch auch aus dem TV-Bereich, dass gerade in Krisenzeiten die Öffentlich-Rechtlichen massiv Quote machen. Warum lässt uns unser Rahmenprogramm so bitter im Stich???
 
#2
Da gebe ich Dir aber recht Lauscher. Die Bayern haben es halt doch nicht drauf.. einen Tag kriegen sie ganz gut hin und danach ist wieder essig.. Was sagen wir da? DIE BESTE MUSIK
 
#3
Wie wärs mal mit Lokalprogramm in Hallo Wach? Ich bin heute morgen mit dem einen Eck-Korri bestens ausgekommen. Dazu die News-Teaser und die Nachrichten alle halbe Stunde - und so kam die aktuelle Weltlage regelmäßig vor...

Es gibt auch noch ein Leben vor der eigenen Haustür, das weitergeht. Wollen wir jetzt die ganzen nächsten Wochen nur noch Panik schüren???
 
#5
Na da sieht man doch mal, daß ihr Lieben Euch nur mit Eurem eigenen Radioprogramm beschäftigt. Habt Ihr Euch mal die Quoten des Brennpunktes bei ARD angeschaut??? Da ist nix mehr mit Interesse. Den meisten Leuten geht das Thema schon tierisch auf den Keks. Und einfach noch ein weiteres mal zu vermelden, daß es Luftangriffe gegeben hat interessiert doch keine Sau mehr! In den Weltnachrichten bei NRW ist das Thema sehr gut aufgehoben und ein Korri für die Frühsendung reicht vollkommen, wenn nichts außergewöhnliches passiert.
 
#6
Genauso sieht es aus. Und auch die anderen Medien (Bildzeitung/Express) finden Naddels Trennung momentan interessanter als die Luftangriffe. Ob man das gutheißt oder nicht ist ja erstmal egal, es ist jedoch ein Fakt. Also gibt es Wir freuen uns aufs Wochenende Programm und das ist gut so.
 
#7
Eure Reaktionen hier im Forum wundern mich schon etwas. Aber heute (am Freitag) stellt sich die Situation ja doch zugegebenermaßen anders dar, als noch am Mittwoch. Heute bekamen wir von radio NRW außerdem zwei Stücke. Und das ist gut, denn meine Argumente sind:

1. Ein Take in der Sendung zwischen 6 und 9 Uhr reicht nicht, weil kaum ein Hörer die ganze Zeit hindurch zuhört. Gerade morgens haben wir viele verschiedene Hörer, die nur eine bestimmte Strecke hören. Wenn wir beispielsweise um 6 Uhr 45 etwas zum Top-Thema des Morgens senden, dann kriegen das alle Hörer, die erst um 7 Uhr aufstehen nicht mit.

2. Wenn Ihr der Meinung seid, dass ein Take in der Sendung reicht, dann müsst Ihr ja auch kein zweites Stück senden. Bei so einer besonderen Nachrichtenlage sollte Radio NRW als größter Privatsender Deutschlands es aber wenigstens anbieten - für die Sender, die das Thema etwas größer bringen wollen.

3. Ich behaupte, dass ein Grossteil unserer Hörer morgens zumindest kurz wissen will, ob es etwas Neues gibt und wenn ja, was. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass wir dem Hörer zeigen, dass wir für ihn am Thema bleiben. Der ARD-Brennpunkt kann kein Gegen-Argument sein, denn keiner hat verlangt, dass wir morgens in aller Breite die Hintergründe diskutieren. Das kann wirklich der Deutschlandfunk machen.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten!
 
#8
Ich denke, das Informationsbedürfnis der HörerInnen ist noch lange nicht gesättigt. Das Thema Afghanistan "brennt" nach wie vor, achtet einfach auf Gespräche in der Stadt oder über die eigenen Gesprächsthemen.
 
#9
Treffer: Volltreffer!
So hören sich viele der Programme auch an (was die Orientierung an bestimmten Presseorganen betrifft).
Von wem hat sich denn diese komische Naddel denn jetzt schon wieder getrennt (achselzuck)
Also von mir nicht, folglich ist mirs auch egal ;)
 
#10
Wie schreibt der 'Der Lauscher' doch etwas höher noch "...sollte Radio NRW als größter Privatsender Deutschlands es aber wenigstens anbieten..."

Ist Euch eigentlich nicht aufgefallen, dass es bei Deutschlands größtem Privatsender anscheinend nur 3 (in Worten: DREI) Moderatoren gibt, denen man wohl den Umgang mit diesem Thema zutraut?
Am 11./12.09. hat sich Andreas Struppe den Wolf moderiert! Für das Nachtcafe wurde sogar Kai von Bargen eingeflogen!
Am vergangenen Sonntag wurde dann wieder Marc Weiß ab 20.00 Uhr eingeflogen; der dann auch noch die Hallo wach-Sonderausgabe am vergangenen Montag moderiert hat.

Damit das hier nicht falsch rüberkommt:
Die drei machen ihre Sache sehr gut. Nur zeigt dies genau, worauf es nämlich eigentlich ankommt. Was hat man davon, wenn es zig 'Gute Laune'-Moderatoren im Haus gibt und sobald es ernst wird, sind die anscheinend nicht mehr zu gebrauchen?
 
#11
Na ja,

ist wirklich traurig, daß ihr die Themen nicht selbst üner die Frühsendung gedreht bekommt. Dieses Thema ist definitiv durch momentan. Das merken wir hier auch an unseren Hörer Anrufen. Denn wir betreiben hier ein mini-research. Wir fragen die Hörer wenn Sie anrufen, was sie momentan interessiert und was nicht.

Und mal ganz ehrlich - wenn euch soviel dran liegt das Thema in jeder Stunde 5 mal drin zu haben und wenn es auch stimmt, daß es morgens alle 20 Minuten neue Hörer gibt...
Wiederholt das Stück doch einfach. AAAAAAch das ist auch nicht gut oder was???
Aber genau das würde dabei herauskommen, wenn es mehr Stücke geben würde. Leute ES PASSIERT MOMENTAN NICHTS!!!
So schwer euch eure Themennot auch drückt. Das Thema in den News um voll und um halb abzuhandeln und vielleicht mal EIN Stück dazu ist mehr als ausreichend.
 
#12
Vielleicht sollten wir alle nicht so viel über unsere Rahmenprogrammanbieter GmbH klagen, sondern lieber selber das Radiomachen in die Hand nehmen!!!!!
 
#14
Bei Radio NRW wurden in der Nacht 11./12.09. mehr Leute eingesetzt. Außerdem war fast jede Mod-schicht doppelt besetzt. Einer hat die Korris gebrieft, aufs Pult gelegt, Anmods und Unterleger abgestimmt. Der andere hat "nur" moderiert mithilfe TV und Agenturen.

Übrigens... wie gut, dass es Leute wie Marc Weiß, A.Struppe oder Kai von B. gibt. Bei anderen Sendern sucht man vergeblich nach "alten Hasen", ausgebildeten Journalisten, die auch mal die FAZ oder SÜDDEUTSCHE ZEITUNG in die Hand nehmen und womöglich studiert haben... - Beispiel: ffn - da kicherte der Moderator vor einer Woche irgendwas von Angriffen...
 
#15
Leider!
Was da bei manchen Sendern an Moderatoren auf die armen Hörer losgelassen wird, grenzt an Körperverletzung!
Bei Bild und der übrigen Yellow-Press mag man sich zwar manchmal über das inhaltliche Niveau beklagen, aber da stimmt wenigstens die handwerkliche Qualität. Dort arbeiten Profis.
Aber bei so manchen landesweiten Privatfunker. Da schaut (oder hört) man besser weg!
 
#16
Da macht ihr es euch aber etwas zu einfach, finde ich. Sonst werden die "Gute Laune Mods" geil gefunden, und nun haut ihr auf sie drauf. Natürlich haben Struppe und Co. einen wirklich guten Job gemacht, aber haut nicht auf die anderen. Es gibt halt keinen wirklich genialen Allround-Moderator.
 
#17
Es waren in der Nacht mehr Leute im Einsatz.
Der eigentlich unbekannte Christian Pflug hat seinen Job in HW Extrafrüh ganz gut gemacht. Fand ich zumindest.
Viel besser waren von Bargen etc. auch nicht

[Dieser Beitrag wurde von backfisch am 16.10.2001 editiert.]
 
#18
@Backfisch
Wirst Du von Pflug bezahlt ? So unbekannt ist der auch nicht...

@Seppo
Um Gottes Willen ! Ich will doch nicht, dass es keine "Gute-Laune-Mods" mehr gibt. Wäre ja fatal, dann können wir ja gleich das WDR 2 der 80er zurückfordern. Nur wären junge Talente gut beraten, statt bei Radio Energy ihr Praktikum mal bei Antene Brandenburg oder Spiegel TV zu wählen im Volontariat und Fortbildungskurse nicht nur anzunehmen, wenn Eins-Live-Moderatoren sie leiten.

Warum ist Harald Schmidt so erfolgreich ? Weil er vielseitig und gut (aus-) gebildet ist. es muss nicht jeder ein Jauch sein, aber am Schluss steht fest: Jeder Sender hat irgendwann das Publikum, das er verdient.
-- Hier liegt Radio NRW übrigens noch im grünen Bereich. Liegt auch an dem Potential an gutem Nachwuchs wie Tobias Häusler oder Raimund Fichtenberger...
 
#20
Der Grund ist ganz einfach: Christian Pflug ist ein sehr guter Moderator. Er kommt souverän und authentisch rüber. Dazu ist er auch sehr witzig. Und er hat eine gute Stimme und langjährige Erfahrung. Wenn ich mich recht entsinne, hat er den Job auf Vorschlag der „Konferenz" bekommen. Wer es noch nicht weiß: Die Chefredakteurskonferenz der Locals verfügt mittlerweile über eine erhebliche Macht im Sendegefüge von NRW. Wenn denen etwas nicht passt, dann muß auch eine Frau Schneiderbanger passen. Allerdings scheinen sich diese Machtstrukturen noch nicht herumgesprochen zu haben.
 
#22
Das ist doch egal, wo er zur Zeit eingesetzt wird. Wenn er gut ist, dann wird er seinen Weg machen. Und wenn er bei radio NRW nicht in die erste Reihe aufsteigt, dann heißt auch das nicht, dass er unbedingt schlecht ist. Es gab schon viele Moderatoren, die bei Radio NRW nichts geworden sind, bei anderen Sendern aber sehr erfolgreich waren. Mir gefällt seine Moderation jedenfalls ganz gut.
 
#23
Habe gerade auf Homepages geblättert: Pflug ist stellv. Chefredakteur in OWL.
Ich denke, das bestätigt meine "These", dass in weltpolitischen Krisenzeiten die alten Hasen ausgegraben werden und nicht die jungen Hüpfer oder Musikmoderatoren. Plötzlich stehen wieder Agenturmeldungen und Live-Korris im Vordergrund. Damit kann der "die Superhits"-Moderator, der O-Töne nur von F-Keys kennt, nicht wirklich kompetent umgehen.
 
#24
Mit Interesse lese ich soviele Meinungen über mich. Ich werte die mal positiv und strenge mich weiter an...


Zwei Dinge, um Gerüchte zu vermeiden: Als fester Redakteur kann ich natürlich nur am Wochenende in Oberhausen eingesetzt werden.
Und: Dass ich auf Vorschlag der Chefredakteurskonferenz zu NRW gekommen bin, ist mir neu.

Zum Forum-Thema: Radio NRW hat sich kräftig gesteigert, was die Belieferung der Locals angeht. Was haben wir vor 5 Jahren bekommen ?
Es gibt 24-Stunden-Sender in Deutschland, die jedes nicht selbst produzierte Stück einkaufen müssen - da wundert es mich, wenn mancher lokale 5-Stünder in NRW nicht seine Stunden vollbekommt.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben