Radio NRW und seine Lokalsender machen einen guten Job


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Da höre ich seit Jahren zum ersten Mal wieder Radio NRW bzw. mein Lokalradio und bin sehr positiv angetan:

Keine dumme Anmache bei der Ansprache, die Anzahl gespielter Musiktitel scheint gestiegen zu sein. Die Moderatoren hören sich - lokal wie nrwweit - sehr professionell an. Die Jingles sind prägnant und melodiös. Und mein Lokalsender ist tagsüber sehr informativ.

Seit wann ist das so?
 
#2
MEIN Lokalsender! Dasss ich nicht lache! Der größte Teil kommt aus Oberhausen, von wegen Lokalsender!

Und "sehr informativ" sind die ja wohl auch nicht, Zeitungsmeldungen ablesen kann ich auch, dazu brauch ich keine Mod-Ausbildung. Abschaffen, den Dreck!

Von der daraus resultierenden "Frequenzblockade" in ganz NRW ganz zu schweigen.....
 
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#3
Lediglich das Rahmenprogramm kommt aus Oberhausen, wobei der tatsächlich lokale Anteil von Anstalt zu Anstalt wohl recht unterschiedlich ist. Ich kann hier nur von Radio Bonn/Rhein-Sieg sprechen und die Aussage aus #1 weitgehend bestätigen. Allerdings ist die Musikauswahl - die ja bekanntlich aus Oberhausen kommt - sehr langweilig und vorhersehbar. Wie das eben im deutschen Dudelfunk so üblich ist. Auch die Wortbeiträge im Rahmenprogramm sind - höflich ausgedrückt - eher boulevardesk. Besonders nervig sind dabei die von Oberhausen veranstalteten Gewinnspiele.

Eine landesweite private Station mit mehreren Lokalredaktionen wäre sicherlich frequenzschonender gewesen, allerdings war ja genau das Gegenteil beabsichtigt um unliebsamer Konkurrenz gar nicht erst die Möglichkeit zu geben, lukrative Frequenzen zu besetzen.
 
#6
Da höre ich seit Jahren zum ersten Mal wieder Radio NRW bzw. mein Lokalradio und bin sehr positiv angetan:

Keine dumme Anmache bei der Ansprache, die Anzahl gespielter Musiktitel scheint gestiegen zu sein. Die Moderatoren hören sich - lokal wie nrwweit - sehr professionell an. Die Jingles sind prägnant und melodiös. Und mein Lokalsender ist tagsüber sehr informativ.

Seit wann ist das so?
Seit am Ersten des Monats April Ostern und Weihnachten auf einen Tag fielen. NRW ist und bleibt der reinste Halloweenfunk, professionell gruselig halt. :eek: :)
 
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#8
Die Jingles sind in der Tat prägnant, eher sogar nervig. Allein wenn ich "den besten Mix" höre. Wer definiert "bester"? Ich könnte jetzt kleinkariert werden, aber möchte mir einfach nicht vorschreiben lassen, was das beste ist. Das entscheide ich immer noch selbst. ;)

Die Anzahl gespielter Titel ist in der Tat gestiegen, kein Wunder, wenn jeder dritte Titel gekürzt ist. Wenn schon Titel von drei Minuten Länge noch reduziert werden, ist dies ein Armutszeugnis.

Das Beste sind immer noch die lokalen Inhalte. Hier stimmt es, dass diese von Sender zu Sender ganz unterschiedlich sind. Antenne Münster beispielsweise macht einen ganz schlechten Eindruck. Bis auf die Lokalnachrichten, die von der Tageszeitung abgelesen klingen, kommt in den eigenen Sendestrecken nichts aus der Stadt. Es sei denn, es handelt sich um Kommerzielles wie Konzerte usw. Gerade wenn ich an den Dauerregen mit den Schäden denke, fiel die Berichterstattung ziemlich mager aus. Hier tun sich aber alle Lokalsender im Münsterland nicht viel. Einzig Radio Kiepenkerl hebt sich etwas positiv aus der Masse heraus.

Kurz: Radio NRW ist und bleibt aus meiner Sicht überflüssig.
 
#9
Gerade wenn ich an den Dauerregen mit den Schäden denke, fiel die Berichterstattung ziemlich mager aus.
"Mager" ist ein gnadenloser Euphemismus; als in ganz Düsseldorf zu Pfingsten Katastrophenalarm herrschte, lief beim angeblichen Düsseldorfer Lokalsender... na, was schon: der beste Wix :) Nicht mal in den Nachrichten, nicht mal im Wetterbericht wurde rechtzeitig gewarnt. Aber "immer guuuut informieeeert"... Ein Zusammenschnitt aller Nachrichtensendungen des Abends ist HIER nachhörbar.
Musikkompetenz und journalistische Leistung sind bei Radio NRW absolut kongenial...
 
#10
Ich denke das die Qualität der Lokalsender von Programm zu Programm unterschiedlich ist. Radio Wuppertal (Heimatsender) kann man z. B mittlerweile wieder sehr gut hören, die machen ihren Job sehr gut. Da ich in Leverkusen arbeite, hören wir auf der Arbeit hauptsächlich Radio Leverkusen leider kommt dort fast den ganzen Tag Radio NRW, und ich finde es schade das die meisten Beiträge wie schon im Thread erwähnt meistens Boulevardpressenmäßig sind. Habe aber eine Abhilfe, höre über mein Taschenradio auf einem Ohr über DAB + D-Radio Wissen :)
 
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#11
Bezogen auf die Musikauswahl klingen nach meinen Eindrücken in Deutschland alle großen privaten Networks in gleicher Weise bescheiden, egal ob es sich nun um den NRW-Lokalfunk, Radio ffn, Radio FFH, RPR1 usw. handelt, weil überall die selben Beraterfirmen dahinter stehen. Radio Hamburg hat bspw. ein nahezu identisches Sound-Design wie die Lokalsender in Nordrhein-Westfalen.
In anderen Bundesländern kann man aber bspw. mit Radio 21, Harmony FM oder einem NKL noch ein geringeres Übel wählen, was einem in NRW bekanntlich versagt bleibt. Gäbe es eine größere Vielfalt, würde die hier geübte Kritik mitunter gemäßigter ausfallen.
 
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#12
Die Blütezeit des Lokalfunks ist vorbei. Ach was waren die ersten Jahre schön, als alle Stationen noch eigene Jingles hatten und auch eigene Musik abspielten. Aber die Geldquelle aus Oberhausen hat alles plattgebügelt. (Wer die Musik bezahlt, der darf auch bestimmen....) Lokalfunk ist meiner Ansicht aber daduch richtig schlimm geworden. Alles was "Kanten und Ecken" hat, musste raus. Statt einer großen Rotation nur noch Mini-Playlist. Und ich dachte, es würde mit den sinkenden Quoten noch mal besser. Aber Fehlanzeige. Der Lokalantei ist scheinbar von Jahr zu Jahr stetig geschrumpft. Früher gab es noch gebaute Beiträge, Reportagen oder Ü-Wagen-Schalten. Heute werden die Hörer lieber mit der Fernbedienung live aus Oberhausen via SAT 28,2 an der Nase herumgeführt. Die denken dann meist tatsächlich, sie hören "ihren" Lokalsender - aber in Wirklichkeit ist mal wieder "Radio Centro" auf Sendung. Denn die Stationskennung und andere lokalisierte Elemente liegen bei den Buden trocken gesprochen auf Festplatte vor und werden geschickt aus der Ferne in die Elemente oder Songs hereingefeuert. Moderne PC-Technik und Blender machen den Spuk erst seit einiger Zeit möglich. (Füher ging das ja nur mit Endlosbändern, die eine Mindestdurchlaufzeit von 12 Sekunden hatten und hin und wieder hörte man sogar das Klacken des Umschaltrelais auf dem Sender :) ) Ich finde es nach wie vor schlimm, dass sich die Sender in ihrem Slogan mit 100% von hier verkaufen. Dann sollen sie doch lieber ehrlich senden und sich offiziell mit Ansage auf den Dudelfunksender aufschalten. So verrät dann nur noch die meist schlechte Lokalmoderation, dass der Lokalsender mal wieder drei bis vier Stunden selbst auf Sendung ist.
 
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#15
Man weiss ja, wer die Hörer sind! Die Zielgruppe hat Schnittmengen mit RTL.
Nennt man so was nicht auch "Hartz-IV-Funk"? :)
Wobei ich beobachtet habe, dass 1. in größeren Geschäften bzw. Ketten eh das Einkaufsradio P O S aus Kiel läuft - was recht angenehm zu hören ist und 2. in immer mehr kleineren Geschäften auch Absolut Radio oder gar CD-Musik in der Luft liegt.
 
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#16
... weswegen auch die NRW-Lokalsender in vielen kleinen Geschäften, Friseursalons, Kneipen u. Ähnl. laufen, also "blühen im Verborgenen" sozusagen ...
Mein Friseur hat das Experiment gewagt, eine Kompaktanlage aufzustellen und darüber den Salon mit Antenne AC zu beschallen. Das ganze ging circa 2 Monate gut, danach wurde das konventionelle Radio wieder verbannt. Seitdem läuft auf einem LCD-Fernseher das Programm von RTL 102.5: Die Moderation erfolgt zwar auf Italienisch, dafür ist die Musik wenigstens anhörbar.
Radio NRW ist nicht dauerhaft ertragbar, erst recht nicht für die Mitarbeiter, die sich die Grütze, die aus den Lautsprechern quillt, 8 Stunden pro Tag anhören müssen. Sowas grenzt fast schon an Folter. :wow:
 
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#18
Also, ich muss ehrlich sagen, dass man am 11.11. auf Radio Köln Karnevalslieder gespielt hat, dürfte nicht viel verwunderlich sein.
Gut, die Auswahl war einigermaßen... Aber: Radio Köln geht gar nicht, wenns aus Oberhausen kommt. Das ist kein Lokalfunk, sondern ein Wolf im Schafspelz.
Da machens aber beim domradio nen besseren Job!
 
#19
Die Blütezeit des Lokalfunks ist vorbei. Ach was waren die ersten Jahre schön, als alle Stationen noch eigene Jingles hatten und auch eigene Musik abspielten. Aber die Geldquelle aus Oberhausen hat alles plattgebügelt. (Wer die Musik bezahlt, der darf auch bestimmen....) Lokalfunk ist meiner Ansicht aber daduch richtig schlimm geworden. Alles was "Kanten und Ecken" hat, musste raus. Statt einer großen Rotation nur noch Mini-Playlist. Und ich dachte, es würde mit den sinkenden Quoten noch mal besser. Aber Fehlanzeige. Der Lokalantei ist scheinbar von Jahr zu Jahr stetig geschrumpft. Früher gab es noch gebaute Beiträge, Reportagen oder Ü-Wagen-Schalten. Heute werden die Hörer lieber mit der Fernbedienung live aus Oberhausen via SAT 28,2 an der Nase herumgeführt. Die denken dann meist tatsächlich, sie hören "ihren" Lokalsender - aber in Wirklichkeit ist mal wieder "Radio Centro" auf Sendung. Denn die Stationskennung und andere lokalisierte Elemente liegen bei den Buden trocken gesprochen auf Festplatte vor und werden geschickt aus der Ferne in die Elemente oder Songs hereingefeuert. Moderne PC-Technik und Blender machen den Spuk erst seit einiger Zeit möglich. (Füher ging das ja nur mit Endlosbändern, die eine Mindestdurchlaufzeit von 12 Sekunden hatten und hin und wieder hörte man sogar das Klacken des Umschaltrelais auf dem Sender :) ) Ich finde es nach wie vor schlimm, dass sich die Sender in ihrem Slogan mit 100% von hier verkaufen. Dann sollen sie doch lieber ehrlich senden und sich offiziell mit Ansage auf den Dudelfunksender aufschalten. So verrät dann nur noch die meist schlechte Lokalmoderation, dass der Lokalsender mal wieder drei bis vier Stunden selbst auf Sendung ist.
 
#20
Das Problem ist, dass es im Gegensatz zu Bayern, wo sich der BLR-Mantel erst am Abend einschaltet, in NRW eigentlich keinen oder kaum einen Lokalfunk gibt. Das, was sich da Lokalfunk nennt, ist im letzten Ende eine Rumpftruppe von ein paar Leuten in einem Ort, wo man meint, für die Region zu senden. Und der Rest macht radio NRW.
 
#23
Es gibt sie tatsächlich: Menschen, die sich tagtäglich stundenlang das NRW-Gedudel anhören. Ich erlebe es täglich auf meiner Arbeitsstelle, gleich in mehreren Räumen läuft dort immer dieser Schrottfunk.:eek:
Zwar regt sich jeder darüber auf, daß immer die gleiche Musik läuft, aber man schaltet's wieder ein, es ist ja "der Sender von hier".
Als ich einem Kollegen gegenüber mal erwähnte, daß der Moderationsroboter nicht in MG, sondern im 60Km entfernten Oberhausen sitz schaute er mich mit grossen Augen erstaunt an und wunderte sich über mein "Insiderwissen".
Immerhin ist dem ein oder anderen schon aufgefallen, daß Sender X und Sender Y "zeitweise das Gleiche senden".

Wie soll man auch die Radiohörer in NRW grossflachig über die Lokalfunklüge aufklären? Irgendwie sind alle Zeitungen, der WDR, selbst RTL ja an diesem System beteiligt.:cry:

Frage an den Thread-Ersteller: Was hastDun genommen, als Dir diese Überschrift einfiel?;)
 
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