Radio TEDDY - eure ehrliche Meinung


#1
Ich wollte euch mal zu euer Meinung zu Radio Teddy fragen:

Als wir den Sender vor einigen Monaten im Radio entdeckten, waren meine Kinder sehr erfreut.
Aber inzwischen finde ich, dass dort fast nur Gewinnspiele stattfinden.

Beiträge, bei denen Kinder etwas lernen, gibt es kaum.
Die Anzahl der unterschiedlichen Musiktitel ist sehr gering.
Der Anteil der Werbung im Programm ist enorm - Werbeblöcke + Sponsorings + Gewinnspiele mit Preisnennung + Herstellernennungen. Das macht vielleicht jeder Sender, aber in dem Ausmaß?
Und ich finde, Radio Teddy macht extrem viel und penetrant Eigenwerbung: Sendungen, CDs, Website, App. Das habe ich in dem Ausmaß bisher bei keinem anderen Radiosender gehört Daher die Frage: Wieviel ist normal.
Ich hatte mir unter einem Kinderradio etwas anderes vorgestellt.
 
#2
Vor allem läuft da viel zu viel Chart Musik und somit ist es tatsächlich ein Kinder und Familien Radio, wie dort ständig geclaimt wird.
Ich habe jetzt ungefähr eine Dreiviertelstunde zugehört, aber viel Werbung habe ich außerhalb des Werbeblocks um kurz vor halb 7 nicht gehört. Die Beiträge fand ich auch OK. Es lief ein so genannter hab Spaß Tipp, eine Reportage und eine Rubrik namens Mirkos Musik Stunde, in der einiges über das Klavier erklärt wird.
Also es ist nicht schlecht gemacht, aber es ist kein Sender nur für Kinder mehr.
 
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#3
Radio Teddy ist nach meiner Einschätzung Dudelfunk für alleinerziehende Mütter ab 20 incl. Morningshow.
Soll offensichtlich einzig und allein dem Zweck dienen, künftige Zielgruppen an das Formatradio heranzuführen. Das ganze unter dem Deckmantel eines angeblich pädagogisch wertvollen Programms.

Man muss sich auch mal fragen, wer das hören soll? Die Kids sind tagsüber in der Kita/Krippe/Krabbelgruppe/Schule, die Eltern im Normalfall auf der Arbeit oder haben wichtigeres zu tun. Abends und nachts läuft nur Musik und reichlich Eigenwerbung / Backselling für den Morgen. Also richet man sich doch ganz offensichtlich an die, die tagsüber zuhause sind. Also junge / studentische Singles oder Frauen im Mütterjahr (Männer soll es auch geben, aber die hören laut Umfragen eher Rock).

Die Gewinnspiele sollen natürlich den reiferen Nachwuchs sensibilisieren, die Eltern zu gängeln bei den Partnern / Kunden zu kaufen bzw. als zukünftige Kunden dort später selbst einmal für Umsatz zu sorgen.

Handwerklich solide gemacht, sind hier natürlich keine Inhalte zu erwarten. Die Musik ist 0-8-15 und besteht neben den wenigen Kinderliedern im Tagesprogramm überwiegend aus Deutsch-Gejaule (Poisel, Bourani, Forster, Silbermond, Weiss...).
Bessere Alternativen gibt es auch (RadiJojo, KiraKa, Kakadu, Figarino, Ohrenbär, Mikado).

Warum sollte ich meinen Kindern das antun? Dann doch lieber die 3 Fragezeichen oder TKKG als Hörspiel.
 
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#4
Was ich mich immer frage, wie die das mit den Verkehrsmeldungen machen. Die müssen dann doch aufgezeichnet sein, weil die immer an das jeweilige Bundesland angepasst sind. Und dann müssen die doch auch jedes mal gleich lang sein, damit man dann wieder aufs Liveprogramm umsteigen kann
 
#5
Tja, bei dem Sender gilt wohl wirklich die Phrase "Früher war alles besser". Radio Teddy war tatsächlich mal ein sehr ambitioniertes Kinderradio, welches den Namen auch ohne weiteres verdient hatte. Ein sehr vielfältiges Programm mit engagierten Moderatoren und zumindest für die Jüngsten ein Highlight, wenn man den Filmpark Babelsberg besuchte. Das ist aber alles auch ziemlich lange her. Im Filmpark sitzt der Sender schon längst nicht mehr und spätestens seit der Übernahme des Programms durch die IR Holding, sprich Brandenburgs erfolgreichstem Dudelsender BB Radio, geht es dort inhaltich hörbar abwärts.
Auch hier im Forum war Teddy des öfteren Thema. Da hilft die Suchfunktion weiter.
 
#6
Ich würde dem Threadersteller angesichts seiner Erwartungshaltung an private Kinder-Rundfunkprogramme dringend davon abraten, die Programmplätze von Super RTL, Nickelodeon oder Disney Channel anzuwählen. Den ganzen Tag nur Cartoons, viel zu wenig Wissensvermittlung, viel zu viel Werbung, Gewinnspiele und Programmhinweise und immer dieselben 50 Episoden in Dauerrotation!
 
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#7
Das Problem ist, dass Kinder das ganz anders wahr nehmen.

Ich bin wahnsinnig Musik und Medieninteressiert, mein 9 jähriger Sohn gar nicht. Der konsumiert halt. Er liebt Fernsehen und Videospiele, aber der Hintergrund und die Technik sind ihm doch egal.

Wenn der Film oder die Serie packend ist, dann schaut er sie, ebenso ist es mit Spielen. Ob das dann von 1960 oder neu ist, oder auf welchem Sender das läuft und welchen pädagogischen Anspruch das hat, ist ihm eigentlich ziemlich egal.

Mit so öffentlich-rechtlichen Sachen kann man ihn meist jagen, wobei ich leider auch sagen muss, dass Sachen wie Löwenzahn stark an Anspruch verloren haben und das Meiste im KiKa echt so billig produzierter Animationsmüll ist, dann lieber doch die Privaten, da kommen vielleicht nicht die pädagogisch wertvolleren Inhalte, dafür aber die unterhaltenderen.

Als Kind mochte ich auch lieber Nickelodeon als den Kinderkanal. Da liefen eh immer nur die alten Tschechischen Filme und Serien, viel von der DEFA und jede Menge so Akademiker-Eltern-Fernsehen, wo man das Gefühl hat das guckt das Kind nicht, weil es da wirklich Bock drauf hat, sondern weils halt nix Anderes gibt.

Ich kenne das Problem aus meiner eigenen Kindheit:

Da gab es in den Sommerferien immer das Ferienfieber im ZDF von 9 bis 11 und das beinhaltete immer einen Spielfilm, das war sehr oft ein Film aus der UDSSR oder von der DEFA.

Es gibt wirklich tolle Ostfilme, hab ich auch genossen, auch wenn das damals schon ne ganze Weile her war. Und natürlich sind Sachen wie Luzie der Schrecken der Straße oder der fliegende Ferdinand tolle Serien, aber Märchen fand ich schon immer doof und so Ostsachen haben einen ganz anderen Anspruch, die wirken oft wie ein Arthouse Film und das ist für Kinder nunmal echt öde.

Ich hab auch total gerne Hallo Spencer, die Maus, Sesamstrasse, die Sachen ausm Disney Club oder Alfred J Kwak oder im Kinderprogramm bei 1 Plus Fury oder Es war einmal... und Janoschs Traumstundd geschaut.

Als es das alte Tele 5 noch gab, kamen da total viele Schrottserien, aber vor Allem die hab ich gern geschaut, weils für mich immer was besonderes, denn ich konnte das zuhause anfangs nicht sehen.

Wenn ich das jetzt so analyisiere, habe ich als Kind viel Mist geschaut: He Man, Saber Rider, Marshall Brave Starr, bei Nickelodeon Ren und Stimpy und Rocko‘s Modernes Leben, aber auch die hatten tolle Serien mit pädagogischem Wert: Doug, Hey Arnold, Pete & Pete, die ich ebenfalls gerne gesehen habe.

Aber mit dem Kinderradio ist das halt ähnlich. Als ich Kind war, war das Kinderprogramm bei hr2 und in den Kulturradios für mich doch irgendwie total Weird, hab’s zwar immer mal wieder angehört aber meistens war das total lahm. Sowas, was Pädagogen dann für anspruchsvoll und wertvoll halten und womit Kinder aber nix anfangen können.

Das ist was für Eltern, die ihre Kinder vom bösen Mainstream fern halten wollen und die dann einfach nix anderes dürfen als unbehandeltes Holzspielzeug.

Mein Kind entwickelt sich von allein. Ich zeige ihm Sachen von früher oder die ich durch Zufall entdeckt habe, wo ich denke das könnte ihm gefallen. Wenn’s mal nicht so ist, dann schauen wir halt was anderes. Aber man hat keinen Einfluss darauf, was er aus dem Kindergarten oder der Schule mitbringt und was ihn dann ganz besonders interessiert.

Ich hab ihm jetzt gezeigt wie man netflix bedient. Wenn ich Urlaub habe oder er am Wochenende hier schläft (er lebt bei seiner Mutter), möchte ich ausschlafen und er darf dann bis dahin fern sehen, wenn er früher wach ist.

Bevor er seine medienzeit verplempert mit irgendwas, was er nicht sehen will, weil nix gutes läuft ist es mir lieber, er schaut das, was er auch wirklich mag.

Meistens ist das halt Pokemon oder Dragons und wenn ich dann einen Gegenvorschlag mache ist er nicht so begeistert. Was bringt’s ihm was aufzuzwingen? Er soll seine Medienzeit ja nicht absitzen sondern für ihn sinnvoll nutzen.

Und mit Audio ist das genau so. Ich habe ihm immer mal wieder alte Hörspiele von mir gezeigt, die hat er auch gut angenommen, vor Allem hört er 3 Fragezeichen und da eben auch Dragons auf Spotify. Wenn er handyfreie Zone hat (z.B. Zum einschlafen), gebe ich ihm einen Walkman und er kann Cassetten hören, was er auch echt annimmt. Auf die Weise lernt er auch mit alten Medien umzugehen.

Aber auch wenn ich ihm versuche viel zu zeigen, was Medien angeht hat er seine 2 oder 3 Lieblinge mit denen er die meiste Zeit verbringt.

Musik hört er von sich aus gar nicht. Wenn wir im Auto sitzen läuft halt das, was ich höre, oder ich mache mal unbemerkt Rolf Zuckowski an oder was Anderes für Kinder, oder wenn er grad malt, sich mit sich selbst beschäftigt lege ich mal eine Platte mit Klassikern auf (vorgestern saß er bei mir auf dem Sofa und war beschäftigt mit seinen Ninjago Karten, da hab ich Billy Joel mit Pearl Spring Harbour aufgelegt.

Bei der Mutter läuft nur FFH, ich zwinge ihm aber auch nichts auf.

Am Sonntag habe ich das Computerspiel „Trüberbrook“ gekauft, vorher habe ich ihm den Trailer gezeigt und wir haben das dann gemeinsam gespielt. Das hat Spaß gemacht.


Und das soll keinesfalls heißen, dass der Junge bei uns nur vorm Fernseher oder Videospiel hockt.

Wir unternehmen viel mit ihm, gehen raus und seine Medienzeiten sind begrenzt. Wenn mal so ein Event ist wie Trüberbrook nehme ich mir bei schlechtem Wetter auch mal mehrere Stunden Zeit und zocke durch mit ihm aber das sind absolute Ausnahmen. Sonst geht’s auch bei uns auf den Spielplatz, mit anderen Kindern treffen, Fahrrad fahren usw.

Aber das zeigt mir halt, dass die Einschätzungen hier stimmen. Radio Teddy ist bloß noch ein Alibi, Kinder an den Dudelfunk zu gewöhnen, aber man kann auch Niemanden dazu zwingen, sich für Musik zu interessieren.

Die Meisten hören als Erwachsene nunmal Dudelfunk, was daran liegt, dass sie sich nicht für Musik interessieren.

Ich bin auch davon überzeugt, dass das schon immer so war. Die große Stereoanlage in den 70er und 80er Jahren war nur wichtig, weil es eben kein Internet und die Masse an technischen Freizeitaktivitäten gab, wie heute.

Bei wie vielen HiFi Interessierten von früher ist die Anlage verbannt und wird heute über die Lautsprecher vom Fernseher oder das Küchenradio gehört?

Wenn Jemand Musikinteressiert ist, fängt er irgendwann von ganz allein an sich damit zu beschäftigen und dann hat mein Sohn Spotify und kann selbst raus finden, was er gern hört und wenn nicht hört er eben gar nix oder das was Alle hören, auch wenn mir das nicht schmeckt, aber ich zwinge ihn zu nix. Z.B. Kann ich auch mit Pokemon Go nix anfangen, aber er liebt das. Warum sollte ich also nicht mit ihm auf Raids gehen oder mit ihm rum laufen und Pokemon jagen? Wenn ihn das glücklich macht und seine schulischen Leistungen nicht darunter leiden, alles seine Grenzen hat und er so unkompliziert und lieb bleibt wie er ist, bin ich zufrieden ;)

Teddy fand ich auch ne Zeit lang mal gut. Vor Allem im Abendprogramm lief nur deutsche Musik und auch mal ein Klassiker dazwischen, da kam auch mal Ruben Cossani und kleinere Alternative Bands. Jetzt ist das Programm sehr abgeflacht, aber das ist nunmal Privatradio, auch das richtet sich nach Zahlen und wenn die Masse es so will ist es vielleicht traurig, aber dann muss man sich eben so ausrichten.

LG Tobi
 
#8
Und du bist auch wirklich sicher dass seien schulischen Leistungen nicht darunter leiden, Tobi? Ich bind einem Schreiben nach in deinem Alter und ich habe gerne den Kinderkanal geschaut. Es gab dort auch viele schöne serien wie die mumins spellbinder und alfred kwak, die ich gerne geschaut habe. Die Spielfilme aus Ferienfieber waren zwar älter passten aber in unsere zeit damals hinein. Heute nicht mehr... außerdem hat man sich darauf gefreut.
 
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#10
Was ist das denn fürn Unfug? Er schaut Pokemon, Dragons und typische Serien, die eben im Disney Channel, auf Super RTL oder Nickelodeon laufen, neulich hab ich ihm Allein Gegen die Zeit bei Amazon Prime gezeigt, was ursprünglich im KiKa lief oder Animes wie Your Name und Ame und Yuki - Die Wolfskinder, was ich ihm auch mal als Manga zu Weihnachten geschenkt habe.

Was ist das bitte für ein dämlicher Vergleich?

Ich habe explizit geschrieben, dass er feste Medienzeiten hat und auch Dinge wie FSK eingeschränkt sind. Er darf schon mal nen Film sehen, der eigentlich ab 12 ist (fährt wahnsinnig auf Dinos ab und da hab ich mal Jurrassic Park mit ihm geguckt), aber das schaue ich dann auch mit ihm zusammen und wenn er ein Wort sagt weils ihm zu gruselig ist schalte ich sofort aus, kam aber noch nie vor.

Ich meine einfach nur, dass man einem Kind nichts aufzwingen kann, nur weil man meint das wäre pädagogisch wertvoller als der Schrott im Privatfernsehen.

Ebenso habe ich geschrieben, dass ich selbst als Kind Öffentlich Rechtliches Fernsehen geschaut habe und dass es dort sehrwohl gute Sachen gab (Alfred J Kwak habe ich sogar genannt), aber eben auch viel weirdes Zeug, das eher an klassische Theaterstücke oder Arthouse Filme erinnert, womit die meisten Kinder nunmal nicht viel anfangen können. Das guckt man eben wenn’s nix anderes gibt, aber nicht weil Mans wirklich gut findet.

Ich hab auch gerne Süderhof, Achterbahn, Hals über Kopf, Siebenstein und natürlich Löwenzahn oder als ich dann in dem Alter war auch Schloss Einstein geschaut, aber im Nachhinein eben auch viel Müll, gerade auf den Privaten, aber als Kind empfindet man das anders und auch auf den Privaten kam viel mit Anspruch - vor allem japanische Animes die immer einen Roman als Vorlage hatten (Anne mit den roten Haaren, Eine fröhliche Familie, Das Mädchen von der Farm, Die Schweizer Familie Robinson etc.), das fand ich manchmal auch ganz schön trocken oder auf RTL im Li La Launebär kam immer David, der Kabauter.

Und ich habe mehrfach deutlich geschrieben, dass ich mein Kind nicht vor dem Fernseher absetze, es ging hier nur darum, was er sieht, dass er aber auch auswählen darf, was er sehen möchte und solang es kindgerecht ist darf er es ruhig sehen, auch wenn es vielleicht keinen pädagogischen Anspruch hat.

Das heißt nicht, dass er das jeden Tag 3 oder 4 Stunden macht. Aber ich möchte ihm nicht vorschreiben, was er sehen darf, wenn er es sowieso nicht mag, nur weil ich denke es hätte pädagogischen Wert.

Was ist das für ein unfassbar dummer Satz mit den Pornos? Er hat einen Kinderaccount bei Netflix und ich weiß auch dass er nix guckt was ich ihm verbieten würde. Er macht ja auch nicht heimlich den Fernseher an, wenn er nicht gucken soll.

Wieso sollten seine schulischen Leistungen darunter leiden, wenn er alle paar Wochen mal ne Stunde oder zwei raus geht und sich mit anderen trifft um Pokemon zu jagen?

Ey ganz ehrlich. Ich habe Arbeitskollegen, die sind Mitte 20 und die reden sie alte Männer. Da kommen so Sprüche wie „Wir sind früher noch raus gegangen.“, ich hasse diese Argumentationen, die tun so als seien sie in Holzhütten im Wald ohne Strom aufgewachsen, mein Kind ist viel draußen - auch ohne Handy. Aber ich bin aus der Generation Super Nintendo und wir haben uns oft bei Freunden getroffen und da den ganzen Nachmittag gezockt nach der Schule. Die Eltern haben dann die Tür zu gemacht und das geduldet, aber ich habe da schöne Erinnerungen dran und die soll und darf mein Sohn auch irgendwann mal haben.

Genau so wie ich ich mich erinnere, dass wir Staudämme am Bach gebaut und Fahrradtouren gemacht haben. Wir sind in Bunker eingestiegen, haben Klingelstreiche gemacht und sind mit den Mädchen vom Mattenberg im Gebüsch rumgeklettert...

Es ist Alles in Ordnung, solang es seine Grenzen hat, aber es bringt nix ihm irgendwas aufzuzwingen. Verschrobene Pädagogenkinder sind am Ende immer die, die in der Pubertät komplett ausrasten, weil sie nix durften, oder später mal nicht wissen, wie man Spaß hat.

LG Tobi
 
#12
Ich fand Radio Teddy früher um einiges besser, da liefen wirkliche Kindersendungen und verstärkt Kinderlieder, Samstagabend lief z. Bsp. von 18 bis 22 Uhr die "Kinderdisco". Aber wenn man heute Kinderlieder auf Radio Teddy hören möchte, muss man einen der Webchannels einschalten. Dort gibt es auch einen Stream Namens "Gute Nacht Lieder" unter dem Slogan "Die richtige Musikstimmung für Kinder zum Einschlafen und Träumen". Die Musik ist zu 95% auch in der Tat ruhig und wirklich Kindgerecht, ABER nach JEDEM Lied läuft eine "Radio Teddy" Sendernennung, oder Hinweise auf andere Streams bzw. den Hauptsender und die sind meistens von der Lautstärke viel höher als die Musik und reißen einen ja immer viel völlig raus. Das nervt extrem, schade!
 
#13
Ja vor allem weil da auch so Sachen kamen, die man mit Kindern hören kann und die groß und klein verbinden.

Warum bin ich so fröhlich ist ja im Original eigentlich ein ganz normaler Album Track von Hermann Van Veen, der hat die Geschichte zu Alfred J Kwak erfunden und das Lied dann mit anderem Text für die TV Serie verwendet.

Auf Teddy lief immer die Originale Version. Junge Eltern verbanden das mit ihrer eigenen Kindheit und definieren es dadurch auch automatisch als Kinderlied.

Aber es gibt ja auch viele Songs aus der NDW, die man gut mit Kindern hören kann, auch wenn sie vielleicht doppeldeutig sein mögen, aber das verstehen sie dann ja nicht unbedingt. Ebenso wie Schlager, spontan fällt mir da Skateboard von Benny ein, das ist super für Kinder. Oder von mir aus auch so Spassnummern wie Ich und mein Holz.

Es gab mal von der ARD Anfang der 80er eine Sendung mit lauter Märchen -und Filmfiguren, das hieß irgendwas mit Wunderland. CBS hat dazu auch einen Sampler veröffentlicht. Da gibt es z.B. Den unfassbar fetzigen Elefanten Rap von Edgar Ott als Benjamin Blümchen. Das ist so gut arrangiert, dass es mit anderen Text ein ernstzunehmender Breakdance Titel hätte sein können. DÖF spielen Max und Moritz und interpretieren das in einem Song im typischen DÖF Sound. Da ist so Einiges an hörenswerten Poptiteln für Kinder drauf, sowas kommt leider nie mehr im Radio :(

Ich finds halt ätzend, dass Kinderlieder oft so billig klingen. Das hat dann entweder diesen Ballermann Sound wie Peter Rusin oder man hört halt direkt „die Musik ist zu scheisse für Erwachsene, aber Kinder merken das nicht so.“ oder Erwachsene meinen, Kinderlieder müssten immer klingen wie Wolf Biermann in den 70ern oder Gerhard Schöne.

Es gibt da Kindermusiktechnisch echt verdammt wenig, an das ich mich gerne erinnere. Rolf Zuckowski ist natürlich Nummer 1, den kann ich jetzt noch hören, dann noch so Sachen aus der DDR (Lakomy, Ulf und Zwulf) und von Pläne gabs ein paar tolle Sachen (Auto Blubberbumm oder Namba Wann)... Dann noch diese ganzen Film Sample Dinger aus den 90ern wie La Le Lu von Cinematic oder Dolls United...

Auch jetzt gibts tolle Kindermusik z.B. Deine Freunde.

Ich verstehe nicht warum man all das nicht mit einbindet und mal „richtiges Kinderradio“ macht. Dann kann auch Justin Bieber und Tim Bendzko laufen, ohne dass es mich stören würde...

Auf der anderen Seite: ich hab als Kind auch die Tekkno Schlümpfe CDs vom Taschengeld gekauft und würde sie heute eher verbrennen.

LG Tobi
 
#14
Es gab mal von der ARD Anfang der 80er eine Sendung mit lauter Märchen -und Filmfiguren, das hieß irgendwas mit Wunderland. CBS hat dazu auch einen Sampler veröffentlicht. Da gibt es z.B. Den unfassbar fetzigen Elefanten Rap von Edgar Ott als Benjamin Blümchen. Das ist so gut arrangiert, dass es mit anderen Text ein ernstzunehmender Breakdance Titel hätte sein können. DÖF spielen Max und Moritz und interpretieren das in einem Song im typischen DÖF Sound. Da ist so Einiges an hörenswerten Poptiteln für Kinder drauf, sowas kommt leider nie mehr im Radio
Stimmt!
Der Sampler hieß wie die Sendung "Wunderland" und erschien 1983.
https://www.musik-sammler.de/media/309330/
 
#15
Ich hab die als Kind mal gehabt. Ist leider verloren gegangen. Jetzt kann Mans aber bei Spotify hören.

Sind ein paar schöne Titel drauf, Paola als Schneewittchen oder Beatrice Richter als Pipi Langstrumpf, Alles zeitgemäße Popmusik. Es geht dort aber in Alle Genres. Fredl Fesl macht volkstümlich den Räuber Hotzenplotz. Und heute gibt’s Giraffenaffen...

LG Tobi
 
#16
Radio Teddy ist in ganz Bayern über DAB+ zu hören. Für mich leider ein Beispiel für die verseuchte deutsche Medienlandschaft. Mit dem Argument, ein Programm für Kinder zu machen, sendet man in Wirklichkeit ein austauschbares, beliebiges und jederzeit auf Werbeeinnahmen schielendes Chartformat. So etwas gibt es auch in jedem grösseren Schuhhaus als Hintergrundberieslung.
 
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