Radio und Freizeit !


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Nicht offen für weitere Antworten.
#1
Was mich mal interessieren würde, hört ihr eigentlich privat auch Radio? Also ich muss sagen, wenn ich aus der Arbeit draußen bin hat Radio bei mir keine Chance!
Machen ist geil, hören ist sch... !!!
 
#3
Wer beim Radio arbeitet, aber kein Radio hört, ist da wohl nicht ganz richtig.
Natürlich muss man nicht den eigenen Sender hören, im Gegenteil, es ist von großem Vorteil andere zu hören, vor allem auch mal über'n Teich. Jeder braucht Inspiration und Vergleichsmöglichkeiten, und wenn es auch nur dazu dient, dass man sich denkt "das mach ich aber besser". Aber ohne Vergleich, ohne Bezug zur Konkurrenz, fehlt da wirklich etwas, meiner Meinung nach.

Wie heißt es so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber natürlich nur, wenn man sich auch damit beschäftigt (und nicht nur die GF dies tut).
 
#4
Diesen Thread bzw. den Verfasser kann man einfach nicht ernst nehmen! Alleine nach dem Satz "Machen ist geil, hören ist sch... !!!" dürfte ja wohl jedem klar sein, was Sache ist! Wie alt bist Du Poison? 13?

*kopfschüttel*

Insofern gebe ich radiosi recht! Natürlich muss man sich auch nach der Arbeit auf dem Laufenden halten und sowohl den eigenen als auch ganz speziell die anderen Sender hören!

Achja, Poison. Sollte das, was Du da geschrieben hast, wirklich ernsthaft Deine Meinung sein und Du wirklich beim Radio arbeiten, dann solltest Du aufgrund Deiner Einstellung zu der Sache den Job wechseln.

Gruß in die Szene und schönes Wochenende!

Markus
 
#5
Na ja, ich habe auch schon etliche Kollegen kennen gelernt, die nach ihrer Schicht nichts mehr mit Radio zu tun haben wollten. Das kann auch durch Frust am Arbeitsplatz entstehen, besonders durch intensive Belastung oder schlechte Behandlung durch Vorgesetzte. Grundsätzlich aber sehe ich es auch als Teil des Jobs an, bei der Konkurrenz reinzuhören und nachrichtlich auf dem Laufenden zu sein.
 
#11
Klar ist Radio ein 24 Stunden Job - ich glaube aber nicht, dass man den ganzen Tag Radio hören muß. Anregung holen ist völlig in Ordnung-mal sehen was die anderen machen -na klar. Ich gebe zu - auch meine Radiomeise ist eigentlich ein Storch.

Aber ABSCHALTEN ist genau so wichtig. Ich kenne so manchen der tatsächlich nur Radio im Kopf hat, an denen geht das Leben vorbei. Sie kriegen gar nichts mehr mit bzw. können es nicht mehr einordnen, wollen dann aber Radio für Leute machen die im Leben stehen - da kann ich nur sagen - viel hilft auch hier nicht viel. Ich möchte hier keinen persönlich angreifen, aber Leute für die es NUR Radio gibt halte ich für gestörte Schmalspurdenker mit ...... (Bitte keine Disskussion zur Berufseinstellung-Danke)

Gruß in die Runde
 
#12
Ganz so wörtlich hab ich es auch nicht gemeint - Du hast natürlich recht: Abschalten ist extrem wichtig, aber oft auch nicht einfach. Vor allem, wenn Leute im Freundeskreis wissen, dass Du beim Radio arbeitest;)
 
#13
Radio machen ist halt einerseits Leben, andererseits auch "nur ein Job".
Man muss mE die Balance finden. Auf der einen Seite Spaß und Begeisterung fürs Radio, wozu gehört, nachrichtlich informiert zu sein (nicht nur per Radio), über die Konkurrenz informiert zu sein und übers Leben "informiert" zu sein. Und damit ein Hoch auf den AUS-Knopf.
Wer nur noch Radio im Kopf hat, wird Fachidiot.
Wer mit der Redaktion auch das Medium Radio verlässt, bleibt mit dem Kopf in seinen Redaktionswänden und damit im wahrsten Sinne des Wortes borniert.
Wer die Balance schafft, hat meine höchste Achtung.
 
#14
also, beide sichtweisen haben was für sich. klar, höre ich andere sender, um zu sehen, was die so machen (oder wie ich es auf keinen fall machen würde...). aber nehmt mal zwei wochen urlaub vom mediengetöns: welt und leben gehen weiter, auch ohne 12 radios, 30 tv kanäle und das internet. was ich meine: wir produzieren vielleicht auch reichlich unnötiges. und vielleicht will das der hörer auch garnicht alles hören. war das zu philosophisch?;)
 
#15
Gegenfrage: Kann es im Leben zu philosophisch zugehen? Mitnichten. Insofern, oha, wertvoller Hinweis.
Höre im sehr seltenen Urlaub bewusst kein Radio, lese auch keine Zeitung. Kein Fernsehen, kein Internet. Aus genau dem Grund, den du nennst: Mal wieder sehen, wie das Leben ganz ohne Radio aussieht und wie nebensächlich Radio letztlich ist. Hilft neben dem Auftanken für den angenehmen Redaktionsstreß auch, das oft von uns Machern dem Medium zugewiesene überhöhte Gewicht des Radios korrekt zu relativieren und dem "Rest des Lebens" anzupassen.
Was im übrigen nicht nur vor Selbstüberschätzung schützt, sondern auch das Radiomachen verbessert, weil wir wieder näher am Leben unseres Zielpublikums sind.
 
#17
naja

Also ich für meinen Teil muss sagen, wenn ich nach meiner täglichen Show heimkomme, hab ich keine Lust mehr auf all die "Hits" auf den anderen Stationen. Denn egal welches Format ein Sender hat, die Songs und die Rotationen sind doch oft gleich.

So ertappe ich mich oft dabei, wortorientierte Sender in meiner Freizeit zu lauschen. Natürlich aber auch die eigene Station. Einfach mal etwas rumzappen ist auch drin.

Dass man die Konkurrenz abhören sollte um auf dem Laufenden zu bleiben versteht sich eh von selbst.

Knoxville
 
#18
Na gerade Wort orientierte Sender können doch sehr viel bringen - nicht nur in puncto Faktenwissen, sonder auch sprachlich. Mal wieder ne neue Formulierung, ein neues Synonym - wenn man sich immer nur selbst reden hört, wird man seine eigene Wortgewandtheit schwerlich verbessern können.
 
#19
Eben!
Sagte mir doch ein Kollege, der Öffentlichkeitsarbeit macht, er lese vor allem Die ZEIT und sprachlich anspruchsvolle Bücher, um immer wieder neue Formulierungen zu finden. Gleiches gilt auch für uns. Formulierungen, Perspektiven, Herangehensweisen und Soundeffekte etc. kann ich mir beim Hören von Wortprogrammen holen, ohne dass mich das Thema selbst interessiert.
Für mich ist das "Weiterbildung im Radioalltag".

Allerdings stimmt auch: Niemals darf auch der AUS-Knopf an Faszination verlieren!
 
#21
Mir ist schon mal eine Beziehung kaputt gegangen, weil ich nach 14 Stunden (oder so) im Sender auch zu Hause noch Radio in mich aufgesogen habe!

Man muss wohl wirklich ein wenig bekloppt sein für den Job...
 
#23
Ich höre in der Freizeit nur wenig Radio, weil ich dabei zu beruflich denke. "Die Blende war aber mist. Das hätte der jetzt einfacher sagen können. Nach AIDA wäre der Teaser besser gewesen. Warum löst er nicht - eine Pause wäre doch dramaturgisch besser gewesen. "

Entspannung ist dabei kaum möglich.
 
#25
Ich kann mir Sender desselben Formats nur anhören, um zu wissen, was die gerade am Laufen haben. Wie sie ihre Dinge umsetzen. Der Rest geht nicht, weil es mir da genauso geht wie dir, HeinzSchenk. Dramaturgie? Blende? SFX?
Aber andere Formate gehen gut. Vielleicht höre ich auch deshalb soviel DLF.
...und dann, HeinSchenk, war da ja noch die Sache mit dem AUSknop oder der verreckenden Batterie. Radio nebenbei zu hören, ist für mich völlig unmöglich geworden. Gezielt zuhören, Infos holen, Formulierungen und Idee - das geht aber ganz gut.
 
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