Radiopartnerschaften allgemein


#1
Da sich hier im Forum einige engagierte Radiomacher tummeln, würde ich gern eine allgemeine Meinung zu folgendem Thema wissen:

Wir sind ein junges Radioprojekt, mit 10 Moderatoren, 4 Redakteuren, 4 festen DJs und einem breit aufgestellten Hörerkreis, welches seit 2013 aus Thüringen sendet. Wir betreiben zur Zeit 2 vollintegrierte Sendestudios mit gesamt 6 Moderationsplätzen in Thüringen und private 2 Moderationspunkte in Potsdam.

Wir haben von Anfang an unseren Schwerpunkt auf die Musikauswahl gelegt, womit wir bisher sehr gut "gefahren" sind.
In ca. 10 Sendeformaten / Woche decken wir die gängigen Musikgenres ab, allerdings kommt die redaktionelle Note, trotz eines festen stündlichen Nachrichtenblocks etwas zu kurz. Außerdem fordern unsere Hörer zunehmend mehr Rotation in den Sendungen. (mehr Themen, mehr Infos)

Unsere Idee: Man schießt eine Radiopartnerschaft mit einem oder mehreren Sendern, sendet über die jeweiligen Streams entweder stundenweise oder länger gemeinsam. Ähnlich wie das bei den terrestrischen Sendern in der Nacht oft gemacht wird. Vorteil: Man hat immer Livesendungen, man hat ein abwechslungsreiches Programm und man kann langfristig mehr Hörer erreichen.

Natürlich sollten einige Voraussetzungen gegeben sein: technisch einheitlicher Standard, verlässliche Sendungsplanung,
Gleichbestimmung der Sendeinhalte usw.

Hier nun unsere eigentliche Frage: Können sich die Betreiber von anderen unabhängigen Radiosendern eine solche Zusammenarbeit überhaupt vorstellen? Ist sowas überhaupt erstrebenswert und besteht Interesse? Hat jemand Erfahrungen oder hat jemand von euch schon einmal selber über eine Zusammenarbeit nachgedacht?

Wie möchten uns für unsere Hörer ständig weiter entwickeln und unserem Hobby "Radiomachen" ein solides Fundament bieten.

Uns wäre ein Gedankenaustausch diesbezüglich sehr willkommen!

Edit (Mod.): siehe radioforen.de-Nutzungsbedingungen, Abschnitt 3
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#2
Rückblickend denke ich, dass es eine gute Idee war, die Webradiovorstellungen und die damit verbundenen Bewertungen abzuschaffen. Erspart allen Beteiligten Frust und jeder kann weiterhin fröhlich in seiner bunten Ponyhof-Blase bleiben.
Uns wäre ein Gedankenaustausch diesbezüglich sehr willkommen!
Ein Gedankenaustausch ist eine gute Idee.
Zunächst einmal finde ich es gut, wie ihr euch selber dargestellt habt. Auf die nötigen Korrekturwerte zur Realität möchte ich jetzt nicht näher eingehen.

So ganz ist mir aber noch nicht klar, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen soll.
Na schön, ich betreibe zwar keinen Sender, aber ich kann mich gut in eine entsprechende Verhandlungsposition hineindenken. Und da lautet die entscheidende Frage: Was braucht ihr, das der Partner liefern kann und was habt ihr im Gegenzug zu bieten?

Nach meinem Eindruck habt ihr im Angebot:
  • Nichts elementares, was andere nicht ohnehin im Programm haben - teilweise sogar besser.
Eure Defizite, die in einer Zusammenarbeit behebbar wären, habt ihr vorher ja schon erkannt und beschrieben (keine Sorge, es gibt noch mehr, aber die sind hausgemacht).

Alles andere, was ihr an zu erfüllenden Voraussetzungen von den anderen erwartet, bringt ihr selber nicht (zumindest nicht von außen erkennbar) - und damit seid ihr als attraktiver und verlässlicher Partner auf Augenhöhe erstmal weg.

Aus meinem Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre: Ja, es gibt solche Partnerschaften, zumindest wird nach außen so getan. Einen wirklich dadurch erkennbaren Mehrwert für die Hörer konnte ich bislang nicht ernsthaft feststellen.

Letztlich geht es doch um Wachstum: Mehr Hörer, mehr Personal, mehr Inhalte, mehr Reichweite, attraktiveres Programm.
Das will jeder erst mal für sich - Moderatoren zum Beispiel kann man nicht teilen, höchstens untereinander "ausleihen". Nur: Wo ist da der Vorteil? Ihr könnt ja noch nicht mal für heute Abend und morgen einen Sendeplan vernünftig füllen. Keine Sorge, das geht anderen auch so. Aber wo soll denn da in der Zusammenarbeit zweier Sender mit löchrigen Sendeplänen plötzlich mehr redaktioneller Inhalt kommen - mitsamt den Leuten, die diese Inhalte transportieren sollen (gerne auch vorproduziert), wenn es jetzt schon nicht klappt?

Gemeinsames Wachstum kann nur dann funktionieren, wenn jeder etwas einbringt, das den anderen ergänzt - und umgekehrt. Sonst kann man ja gleich fusionieren oder einer stellt den Betrieb ein und der andere übernimmt die traurigen Reste.
Das einzige jedoch, was ihr mitbringt, ist ein Traum - aber sonst leider fast nichts. Ihr habt einfach nichts zu bieten.
Träume zu haben ist ja legitim, aber in eurem Fall, denke ich mir, ist das noch etwas unreif und nicht durchdacht.

Details dazu, die den Rahmen dieses Forums sprengen würden, gerne im direkten Kontakt.
 
#3
Mit 18 "Mitarbeitern" sollte es kein Problem sein, ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen - Aufgabenteilung ist das Stichwort...
 
#4
Mit 18 "Mitarbeitern" sollte es kein Problem sein, ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen
Masse ≠ Klasse bzw. Qualität und Inhalt. Das wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein. :cool:
Träfe das zu, müsste so manches Internetradio tatsächlich in der Lage sein, ein gutes Programm auf die Beine zu stellen. Aber auch große Mitarbeiterstämme vervielfältigen meist nur den Müll, statt sich inhaltlich zu verbessern.

Dabei hat dieses Radio sogar noch darauf verzichtet, externe Dienstleister - in diesem Fall der Nachrichtenproduzent - in die Teamliste mit aufzunehmen, wie es manch andere mitunter gerne machen.
Apropos Teamliste: Die angeblichen 4 Redakteure sucht man dort vergebens. Vielmehr sind dort aufgelistet:
  • 1 Geschäftsführer
  • 1 Programmleiter
  • 1 Technikleiter
  • 11 Moderatoren
  • 2 DJs
  • 1 Netzwerk (?)
  • 1 Stream Admin
  • 2 Azubis
Noch Fragen?
 
#5
Ich habe noch nicht verstanden, was ein Radiosender davon haben sollte, seine Hörer auf den Stream eines Webradios umzulenken und diesem Webradio gleichzeitig auch noch Content zu liefern, der diesem bisher fehlt. Denn darauf würde es doch hinauslaufen. Von daher teile ich die Skepsis von @Studio Rebstock
 
#7
Hallo Freunde, danke für Eure Beiträge!
Prinzipiell ist das Problem nicht der Inhalt an sich, sondern die Masse an Inhalten, die erwartet werden.
Natürlich stehen bei allen "ehrenamtlichen" Moderatoren ihr eigentlicher Job im Vordergrund, so das eine Vielzahl von inhaltsreichen Sendungen am Abend stattfinden. Tagsüber gibt es bei uns zur Zeit nur zwei Formate, die sich aber im Inhalt ausschließlich mit Musik befassen.
Wir hätten gern Sendungen, die Tagsüber den nötigen Content liefern...
Beim SWR geht das doch auch... ;)
 
#8
Prinzipiell ist das Problem nicht der Inhalt an sich, sondern die Masse an Inhalten, die erwartet werden.
Entschuldigung, aber diese hohle Phrase ist noch nicht mal eines unterdurchschnittlichen Praktikanten würdig. Da hat doch einer zu viel heiße Luft aus dem Marketing eingeatmet.
Über welche Masse und über welche Inhalte reden wir hier überhaupt? Werd' doch mal konkret!

Es ist das wie das alte, aber immer noch beliebte Spiel zwischen DJ und (meist angeschickertem) Partygast:
- "Ey DJ, spiel mal was anderes!"
- "Okay, was dann?"
- "Egal, Hauptsache was anderes!"
- :rolleyes: :confused: :wall:

Natürlich stehen bei allen "ehrenamtlichen" Moderatoren ihr eigentlicher Job im Vordergrund, so das eine Vielzahl von inhaltsreichen Sendungen am Abend stattfinden.
Mit dem "Problem" seid ihr nicht allein. Vielmehr scheint es allgemeiner Standard zu sein. Sender, die diese Problematik - zumindest tagsüber - nicht kennen, wird gerne mal unterstellt, von Hausfrauen, Arbeitslosen und Rentnern moderiert zu werden. Das muss nicht immer qualitativ schlecht und abwertend gemeint sein; in den meisten dieser Fälle ist es jedoch leider so.

Manche Sender wiederholen ihre mehr oder minder gehaltvollen Abendsendungen in der gleichen Woche tagsüber, manchmal gar mehrfach (was sich z.B. bei Zeitangaben selten dämlich anhört). Ich halte nichts davon; und wenn man Sendungen ohne direkten Zeitbezug produziert, fehlt ihnen irgendwie die Seele.
Tagsüber gibt es bei uns zur Zeit nur zwei Formate, die sich aber im Inhalt ausschließlich mit Musik befassen.
Das überrascht mich jetzt etwas, denn davon habe ich bislang noch nichts mitbekommen. Ihr habt tagsüber moderierte Musikformate?
Zumindest in meiner Welt ist eine unmoderierte Playlist an sich erst mal kein Musikformat, auch wenn sie tatsächlich einen musikalischen roten Faden haben sollte.
Wir hätten gern Sendungen, die Tagsüber den nötigen Content liefern
Und was spricht dagegen, wenn eure Redakteure, so es sie tatsächlich gibt, in ihrer Freizeit ehrenamtlich Beiträge produzieren, die über den Tag als Elemente zwischen den Titeln in einer gewissen Rotation eingestreut werden (z.B. 4 pro Stunde zzgl. wechselnde Jingles, Teaser etc.)? Kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Wer über Redakteure verfügt, hat die Schreiber - und die Moderatoren sind die Sprecher dafür. Das geht!

Im übrigen kann man sich Inhalte auch kaufen, so wie ihr es ja mit diesen Nachrichten macht (sorry, ich mag die Präsentation des Herrn W. nicht so besonders). Es gibt genug Schrott auf dem Markt - teilweise sogar kostenfrei, wobei da natürlich immer unterschwellige Werbung, mindestens aber product placement mit im Spiel ist.

Ich weiß nicht, wieso ihr so scharf auf die Sender-Kooperation seid, zumal ihr ja genug eigenes Personal zu haben scheint.
Angenommen, ich hätte auch ein Radio, das Radio Rebstock. :cool: :wow:
Jetzt produziere ich etwas selber und sende es auch bei mir. Im Rahmen der Kooperation wollt ihr das auch senden und ich frage mich: Was habe ich davon?
Klare Kiste: "Ein Beitrag von Radio Rebstock für TMR-Radio". Merkste selbst, ne?
Kooperation? Tausch? Ausgleich? Okay, ich erneuere meine Frage: Was hättet ihr denn zu bieten?
Ihr seid aber nicht Teil der ARD oder eines Webradio-Äquivalents. Außerdem, bei aller gebotenen Zurückhaltung: Im Augenblick seid ihr einfach viel zu unattraktiv für eine Kooperation. Mehr möchte ich dazu im Augenblick öffentlich nicht sagen.
 
#9
Na, na.. Nicht so negativ meine Herren! Immerhin haben wir in den letzten Wochen doch einige recht konstruktive Vorschläge für Partnerschaften erhalten. So unattraktiv scheint eine koop also garnicht zu sein. Abgesehen davon reden wir noch immer von "Webradio kooperiert mit Webradio", woraus sich schon einige Vorteile für die jeweiligen Betreiber generieren lassen. Und dabei rede ich nicht von Kostenersparnis o. ä.! Das jede Lizenzierung Geld kostet ist bekannt. Was für mich eher eine Rolle spielt ist: Ist das Radio voll lizenziert bei Gema, GVL und Künstlersozialkasse? Bestehen Versicherungen, die einen Betrieb, besonders im Event-Bereich, abdecken? Betreibt das Radio ein eigenes Netzwerk, auf das ich für meine Sendungsplanung zugreifen kann? Hat das Radio Hörer? Besitzt das Radio einen technischen Mindestmaßstab? Besitzt das Radio eigene Server für das Streaming? Ich finde sowas wesentlich wichtiger, als die Tatsache, ob ein Radio Content hinzukauft oder selber produziert. Ich denke jeder Webradiobetreiber hat einen anderen "Beweggrund" Radio zu machen. Unserer ist einfach die Liebe zur Musik (TMR --> Thüringer Musikradio), welche wir durchaus nachhaltig, besonders bei Event-Veranstaltungen (immerhin ca. 50 im Jahr 2016) untermauern. Und das ist auch aus meiner Sicht die Antwort auf deine Frage: Was hast Du davon, wenn du etwas für TMR produzierst? Du hast eine Plattform, du hast Hörer und du hast Rechtsicherheit im Bezug auf Lizenzen usw. Du wirst jetzt bestimmt sagen: OK, aber das bietet jedes Webradio, oder hat jedes Webradio zu bieten... Dann würde ich sagen: Nur in der Theorie! Du weist sicher was ich meine... Und noch kurz eine Anmerkung zu den Azubis: Deren Sendung heißt "die TMR Azubis", da Sie die Neusten im Team sind und mit gerade 18 Jahren noch viel zu lernen haben.
 
#10
Und noch kurz eine Anmerkung zu den Azubis: Deren Sendung heißt "die TMR Azubis", da Sie die Neusten im Team sind und mit gerade 18 Jahren noch viel zu lernen haben.
Da gebe ich Dir recht. Ich habe vorhin tatsächlich kurz mal reingehört und umgehend wieder abgeschaltet, denn die Moderation konnte...
einen technischen Mindestmaßstab
...nicht mal ansatzweise erkennen geschweige denn hören lassen.
Ach ja, am Rande: Gehört regelmäßiges Clipping bei euch auch zum "technischen Mindestmaßstab"?
Frage für einen technisch äußerst peniblen Sachsen (glaube ich jedenfalls; zuletzt hielt er sich wohl in der Nähe der Stadt auf, die einer dort gebrauten Plörre (seine Worte!) ihren Namen gibt), der auf so Sauereien äußerst empfindlich reagiert.

Gerne hätte ich ja in eure Mediathek gehört, aber die verweist lediglich auf YouTube.de - und auch da geht es nicht um echte Airchecks. Kein einziger Podcast ist in der Mediathek hinterlegt. :(

Die Maibaum-Nummer ist übrigens ein reportagetechnisches Glanzstück. Nicht.
Der Text wurde ja offenbar nachträglich aus dem Off eingesprochen, also mit der Chance auf ein Skript. Und dann kommt so was dabei raus?
Ich hätte es geil gefunden, wie man eine Maibaum-Aufstellung live im Radio kommentiert und bei den Hörern Bilder im Kopf erzeugt; ihnen auch ohne Video das Gefühl gibt, direkt vor Ort zu sein und den Maibaum fast selber mit aufgestellt zu haben.
DAS wäre ein Radio mit Lokalbezug, wie Du es weiter oben beschreibst. Aber diese Nummer?
So sieht also redaktionelle Arbeit bei euch aus. Ja nee, is klar. :confused:

Ihr seid übrigens das erste mir bekannte Webradio, das sich von der KSK "lizenzieren" lässt.
Also mit einem solchen Anspruch könnte es in Bezug auf Kooperationspartner vermutlich eng werden.

Was die Versicherungen betrifft: Da wird im Radiobetrieb viel eher eine Rechtsschutzversicherung nötig sein als eine im Eventbereich möglicherweise eher greifende Gewerbehaftpflicht. Wie seid ihr denn da aufgestellt? Seid ihr wirklich Veranstalter von Events oder doch bloß Medienpartner?

Tja, das "Thüringer Musikradio".
Ohne weiter in die Tiefe zu gehen - sonst würde es doch noch eine Bewertung - stellt sich mir euer Webradio als eine Waltershäuser Lokalfunzel dar, für das ich die Frage
allein schon für Erfurt, Weimar, Jena und Gera mit "äußerst wenig bis gar keine" beantworten möchte.
Ist zwar bloß eine Schätzung, aber ich habe da so meine Erfahrung.

Immerhin haben wir in den letzten Wochen doch einige recht konstruktive Vorschläge für Partnerschaften erhalten.
Nun denn: Volle Fahrt voraus! :) Ich wünsche euch ganz ohne Ironie und aus der Tiefe meines Herzens viel Erfolg dabei. Bleibt zu hoffen, dass ich mit meinen Zweifeln falsch liege.

Nur mein Bauchgefühl, das will einfach nicht verstummen. Wenn ich eure Beiträge so lese - ich lerne ja gerne hinzu -, dann steigt jedes Mal meine Erwartung und danach mache ich den Realitätscheck. Zum heutigen Zeitpunkt jedenfalls führt die von mir erkannte Diskrepanz regelmäßig zu :cry:.
Gerne wieder, wenn ihr (noch?) besser geworden seid.
Alles Gute! :)
 
#11
Mensch Rebi, jetzt sei doch mal nicht so negativ eingestellt.;) Wir machen Webradio und wir machen das als (ich nenns mal vorichtig) "Hobby". Wir müssen nicht klingen und reden wie 98% der etablierten Radios. Das langweilt nämlich gehörig.:wow: Die "Jungen" geben ihr bestes um mit den "Alten" am Ball zu bleiben. Natürlich gebe ich Dir auch recht, denn einen Limiter sollte man schon richtig bedienen können. :wall: Wobei ich es durchaus gut finde, wenn nicht alles "glattgebügelt" und "weichgespühlt" klingt. Die TMR Azubis haben eine große Fangemeinde, eben genau weil sie reden wie die Jugend und genau hier sieht man, was "konventionelle" Radiomacher (falls du einer bist), die erfahrungsgemäß "etwas" älter sind und junge Webradiomacher unterscheidet. Du hast deine eingefahrenen Wege, die du nur unter Protest verlassen würdest und wir arbeiten einfach mit dem was wir haben. :wow: Und das kommt an! Genau wie das Video vom Maibaum setzen 2014. Eines der ersten Videos jemals, mit einfachsten Mitteln und trotzdem über 1300 Klicks. Du hast recht: Vielleicht kein Glanzstück, aber das Ziel ist erreicht: Die Nutzer schauen es sich an. So wie du! :thumbsup: Vergleiche doch mal ein Video von 2014 mit einem vom 2017. Du wirst sehen das sich unser Bilderteam ordentlich entwickelt hat. Und das ohne rieses Budget! Und so soll das doch auch sein ... Sowas studieren und dann den Spaß dran verlieren kann doch jeder... :p Ganz nebenbei: Die Mediathek wird auch auf den Youtube Kanal beschränkt bleiben, denn wir möchten das unsere Hörer Radio "hören" und nicht Radio "nachhören"! Mal von den gesetzlichen Vorgaben für Webradios, was Mitschnitte und Verbreitung betrifft, ganz zu schweigen! So, was wars noch? Ach ja, Hörerzahlen ... Hierzu nur soviel: Da wir unseren Stream (wie gesagt) selber betreiben, mussten wir unseren Server jetzt das 3. mal erweitern und ganz ehrlich, das tun wir nicht weil wir zuviel Zeit, Geld oder Hardware haben, sondern um den Hörern das "Hören" zu ermöglichen. :thumbsup: Ich weis zwar nicht, auf was deine Prognosen so basieren, aber in Zeiten von Apps, BT Radios und unbegrenzten Datenvolumen ist das Hören eines Webradios so unkompliziert wie Walkmann hören geworden. :cool: Übrigens, wir befinden uns in Mitteldeutschland, das heist wir haben hier circa 40 UKW Radioprogramme, die (bis auf einzelne Ausnahmen) alle samt genau gleich klingen, genau die gleiche Musik spielen und somit genau die gleiche Unterhaltung bieten... Noch ein Grund mehr, einfach mal ein Radio zu hören, welches als Musikradio die beste Musik aus 7 Jahrzehnten spielt... ;) Wir werden in ein Paar Jahren sehen, welche Konzepte gewachsen sind und aufgehen. :) Übrigens bezahlen wir unsere gebuchten DJs bei Live-Events und so sind wir KSK Abgabepflichtig. Und weiter glaube ich auch nicht das irgendein Moderator oder DJ gewerblich ohne HP Versicherung auf eine öffentliche Bühne geht. Also erübrigt sich diese Frage. So, eins noch zum Schluß: Ich finde es sehr angenehm mal eine Meinung wie Deine von ausserhalb zu hören, von jemanden der mit uns noch nie zu tun hatte. Denn (noch) besser werden wollen wir doch alle! :D LG.
 
#12
Stichpunktartig:
  • "Hobby" ist keine Entschuldigung, sondern ein Ansporn.
  • Fans halte ich für einen problematischen Teil der Zuhörer.
  • Nein, ich bin kein konventioneller Radiomacher. Nur Webradio, zusammen mit der Chance, an mehreren Tagen UKW-Veranstaltungsfunk fahren zu dürfen und einen kurzen Ausflug in den Bürgerfunk, das war's.
  • Mediathek: Tja, mich fixt Du damit nicht an. Und sollte Deine These stimmen, hätte die Podcast-Szene nicht so einen großen Zulauf (ich liebäugele auch damit, weil meine unregelmäßigen Arbeitszeiten einfach keinen festen Sendeplan-Einsatz zulassen). Blöderweise funktioniert das aber - und in Verbindung mit Radio erst recht.
  • Egal, wo ihr seid und wie viele UKW-Sender ihr dort empfangen könnt: Webradio funktioniert nahezu weltweit und euer Wettbewerb sitzt im gesamten deutschsprachigen Raum - also mal über den Tellerrand hinaus in die anderen 15 Bundesländer sowie die Schweiz und nach Österreich hören. Da gibt es schlechte Stationen mit großer Fanbase und gute mit weniger Hörern, aber geilen Moderatoren. Ich halte euren Betrachtungswinkel momentan für falsch.
  • Wenn ihr für DJs KSK bezahlt, hat man euch bös' über den Tisch gezogen, denn DJs sind gar nicht KSK-fähig!
  • Die Versicherung ist dann aber das Problem des DJ und seiner Vollkostenkalkulation, nicht aber eures, wenn ihr kein Veranstalter seid. Solltet ihr Veranstalter sein, ist euer größtes Problem zunächst einmal die Verkehrssicherungspflicht (was sehr weit reicht, danach kommen noch viele andere kleine Baustellen). Die Kosten sind immens - vor allem bei bis zu 50 VAs p.a.; kann ich keinem empfehlen, wenn da nicht fette Umsätze locken. Übertragt ihr das dann wenigstens live?
Zurück zum eigentlichen Thema: Habt ihr eigentlich einen halbwegs brauchbaren Überblick über die Webradioszene in Deutschland? Wo ist euer USP im vergleich zu den anderen?
- Nein, "anders als UKW" und "die beste Musik aus 7 Jahrzehnten" ist es nicht! -
Auch wenn Du es beschrieben hast: Ihr habt nicht wirklich was zu bieten, was einen Partner verlocken könnte, euch seinen Content zu schenken.

Lies Dir bitte noch mal folgenden Satz durch:
Du hast eine Plattform, du hast Hörer und du hast Rechtsicherheit im Bezug auf Lizenzen usw.
Jetzt lies ihn bitte laut. Ja, Dir laut vorlesen. So, als ob es Nachrichten wären, eine Moderation oder ein Drop. Zeichne ihn nötigenfalls auf und höre es Dir - bewussst! - an.
Natürlich weißt Du schon:
OK, aber das bietet jedes Webradio, oder hat jedes Webradio zu bieten... Dann würde ich sagen: Nur in der Theorie!
... und in der Praxis auch. Fast jedes.

Arbeitet an eurem Profil! Nach vier Jahren wird das mal so langsam Zeit. So sehe ich das im Augenblick.
 
#13
Das machen wir! Und die KSK führt man nicht an die DJs ab, sondern prozentual zur Rechnungslegung direkt an die KSK. Wie handhabst du es im Bezug auf Webradios? Bist du bei einem oder mehreren engagiert?
 
#14
Nein, derzeit nicht. Meine aktive Zeit ist ein paar Tage her. Geht arbeitstechnisch einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle.
Sollte es doch mal wieder gehen (Frührente?), dann würde ich vermutlich keinen Sender finden, den ich zu mir passend empfände; umgekehrt fänden sich sicher schon so einige.

Hier sind noch ein paar alte Hasen von früher unterwegs, die mich noch aus meiner aktiven Webradio-Zeit kennen und die würden mich vermutlich als "brauchbare Mittelklasse" einstufen.
Nein, das war jetzt kein fishing for compliments!
 
#16
Naja bei Radiopartnerschaften allgemein sind, zumindest nach meinen Erfahrungen, wenn es um Internet Radios geht, Probleme vorprogrammiert, vor allem wenn unterschiedliche Radios auf dem gleichen Stream senden.
Denn wenn bei mir einer auf dem Stream sendet, dann bin ich als Radiobetreiber auch für das Verantwortlich, was auf meinem Stream passiert.
Und bei der, zumindest bei vielen Hobby Radio Machern vorherrschenden Legal Illegal scheiß egal Mentalität sollte man da schon ziemlich vorsichtig sein :)
Wie wäre es mit der Variante aufgezeichnete Sendungen aus zu tauschen ?
Zum einen hat jeder es dann in der Hand zu entscheiden welche Sendungen er bei sich in die Automation ein baut, und zum anderen kann man die ganze Nummer dann fair gestalten …... so nach dem Motto …. hey Du hast von mir nun xx Sendungen bekommen, bevor ich was rausrücke bist Du nun erst mal wieder an der Reihe ;)
 
#17
#18
Ne, schließt die Gefahr leider nicht aus.
Aber wirklich Ausschließen kann man das nicht einmal im eigenen Radio, es sei denn man Sendet aus einem Studio, in dem die Moderatoren ausschließlich den eigenen Songpool verwenden dürfen und können.
Die einzige Möglichkeit, die man da meines Wissens nach hat, ist den Partner darauf hin zu weisen das er bei den Übermittelten Sendungen bestimmte vorgaben zu erfüllen hat.
Diese Vorgaben dann detailliert aufschlüsseln.
Ich hab allerdings keine Ahnung ob einem das als Radioanbieter im Zweifellsfall wirklich schützen würde.
Aber allein schon deswegen würde ich fremde Sendungen auch niemals als eigene ausgeben.
Aber selbst bei den eigenen Moderatoren kann man nur immer wieder darauf hinweisen was sie dürfen und was nicht.
Die wenigsten wissen das sie heruntergeladene Musik nicht senden dürfen, selbst wenn sie diese Legal erworben haben.
Irgendwie lesen die Leute alle die AGB nicht und glauben das Amazon, Itune u.s.w. Download wie ne gekaufte CD ist.

Ich hab hier auch schon ab und an mal gelesen das einige Überlegen nen Podcast zu machen … feine sache … nur sobald man mal bei der GEMA nachgesehen hat welche strickten Vorgaben es da gibt …. ich hab danach jedenfalls von der Idee Abstand genommen, und nen Podcast in das eigene Radio mit ein zu bauen, ich glaub da muss man auch sehr vorsichtig mit sein.
 
#19
Aber allein schon deswegen würde ich fremde Sendungen auch niemals als eigene ausgeben.
Und das nützt dir als Betreiber genau was? Du hast weiter oben bereits ganz richtig erkannt:
Denn wenn bei mir einer auf dem Stream sendet, dann bin ich als Radiobetreiber auch für das Verantwortlich, was auf meinem Stream passiert.
Glaubst Du, das wäre bei "ausgetauschten", vorproduzierten Sendungen anders?

Die wenigsten wissen das sie heruntergeladene Musik nicht senden dürfen, selbst wenn sie diese Legal erworben haben.
Hier möchte ich akute Zweifel anmelden. Diese Zweifel wurden (allgemein zum Thema Urheberrecht: legal, illegal, scheißegal) erst heute durch einen bei Golem erschienenen Artikel bestätigt.

Ich hab hier auch schon ab und an mal gelesen das einige Überlegen nen Podcast zu machen … feine sache … nur sobald man mal bei der GEMA nachgesehen hat welche strickten Vorgaben es da gibt …. ich hab danach jedenfalls von der Idee Abstand genommen
Die Frage, die sich mir stellt ist, weshalb ein Podcast zwingend mehr als 31 (+In- und Outro) Musikstücke/monatlich, voll ausgespielte Musikstücke (zus. ohne talk over), sowie Titel, die voll ausgespielt sind, beinhalten muss. Nur um diejenigen herauszunehmen, die in erster Linie ein Podcast von einem Radio (oder einer aufgezeichneten (vorproduzierten) Sendung) unterscheiden. Die Frage ist doch: Willst Du Podcast, oder Musikradio machen?
 
#20
Glaubst Du, das wäre bei "ausgetauschten", vorproduzierten Sendungen anders?
Mit Sicherheit nicht, nur bei ausgetauschten Sendungen hat man vorher die Möglichkeit rein zu hören und kann damit das Risiko verringern.
Zumindest wenn es um Inhalte geht die ga nicht gehen, wie bestimmte Musik die man so ga nicht auf seinem Sender haben will.

Der Betreiber bleibt immer für seinen Inhalt selbst verantwortlich.
 
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