Radiotest 1. HJ 2004


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Nicht offen für weitere Antworten.
#4
AW: Radiotest

ein paar infos sickern schon via standard durch:

Ö3 muss nachsitzen vor Neustart von Kronehit - Radiotest verteilt Zensuren
Setzen sich die Trends des ersten Quartals fort, könnte Ö3 mit dem Jubeln Probleme haben ...


Wild gerechnet wird seit Mittwoch bei den Dutzenden österreichischen Privatsendern und dem ORF: Am Donnerstag, zwölf Uhr mittags, werden die Ergebnisse des so genannten Radiotests veröffentlicht. Soll heißen: Wie viele hören was? Bis dahin wollen die passenden Zielgruppen gefunden sein, mit denen für die Presseaussendung Hörerschwund in Zugewinn umgejubelt wird.

Setzen sich die Trends des ersten Quartals fort, könnte Ö3 mit dem Jubeln Probleme haben. Wie berichtet gingen die Daten vor allem in Wien merkbar zurück.

Ö3, die "Cashcow" der Anstalt

Die Werbeumsätze von Ö3 zählen zu den wichtigsten Geldquellen des ORF, und das bei geringsten Kosten. Der Sender gilt als "Cashcow" der Anstalt. Den Sommer dürften sämtliche Verantwortlichen des Popradios also vor allem in Klausuren verbringen, wie man auf die gewohnten Quoten kommt.

Denn mit Jahresbeginn 2005 will die Mediaprint (Krone, Kurier) mit Kronehit noch einen Anlauf zu österreichweitem Privatradio starten. Das neue Gesetz erleichtert das ab Jahreswechsel spürbar. Deshalb beendete der Sender wie berichtet die geplante Partnerschaft mit Energy (siehe dazu: Kronehit bläst Fusion mit französischer NRJ-Gruppe ab).

In Wien verlor im ersten Quartal auch das spät, aber dafür senkrecht gestartete Radio Arabella im ersten Quartal deutlich. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 15.7.2004)
 
#5
Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

Radiotest 1.HJ 2004 - Privatradio Top 5 Österreichweit 10+, werktags

#I/04_#II/03___Name____________HörerI/04_Hörer II/03__Veränderung

1._____(1)_____Kronehit____________342.000___302.000____+40
2._____(2)_____Radio Arabella_______234.000___217.000____+17
3._____(4)_____Antenne Steiermark__183.000___181.000_____+2
4._____(5)_____Radio Energy________176.000___135.000____+41
5._____(3)_____Life Radio___________174.000___183.000_____-9


Radiotest 1.HJ 2004___Charts__Wien___14-49___Mo-Fr


Sender____________Hörerzahl__Jahresvergleich
Ö3________________313.158______-79.280
Radio Energy_______116.850______+11.762
Radio Wien_________111.397_______+4.667
FM4________________85.690______+10.158
Ö1_________________81.795_______+7.905
88,6 Supermix_______66.215_______-6.854
Radio Arabella_______57.646______-10.497
Kronehit____________47.519_______+5.648
Antenne Wien_______29.602______-12.269
Radio NÖ___________19.475_______-3.513
Radio Stephansdom___9.348_________-504
Radio B_____________8.569______-11.135
 
#7
AW: Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

würde mich auch mal interessieren. ots zeigt noch nichts.
ö3 hat gerade in den news davon berichtet, dass sie die große nr. 1 sind und FM4 soll bei 14-49 j. 6,6 % haben!
 
#9
AW: Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

die 5 erfolgreichsten Privaten in Österreich im jew. Verbreitungsgebiet sind (Hörer total ab 10 J, Mo-Fr):

1. Antenne Steiermark 16,6% (- 0,1% 1. HJ 2003)
2. Antenne Salzburg 14,3% (+ 3,7%)
3. Life Radio OÖ 14,2% (+ 2,2%)
4. Antenne Vorarlberg 13,0% (-1%)
5. Radio Arabella 11,2% (-0,9%)

Bei den 14-49-jährigen haben Energy, Antenne Salzburg, Antenne Steiermark, Life Radio und Antenne Tirol zum Teil massiv dazugewonnen.
Große Verlierer in dieser Altersgruppe sind Ö3 in Wien und Welle 1 in Salzburg.
 
#10
AW: Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

Glückwunsch an die Antenne Salzburg.


Ich höre seit Jahren nicht mehr Ö3, weil ich es einfach nicht aushalte. Scheinbar geht es heuer ein paar mehr Leuten wie mir.
 
#11
AW: Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

www.etat.at schreibt über Ö3:

Popradio verliert laut Radiotest im ersten Halbjahr 2004 massiv Hörer - Mit Daten als Download

Das Popradio des ORF verliert im ersten Halbjahr 2004 massiv Hörer – wenn auch auf vorerst uneinholbarem Niveau. Nicht zuletzt die Regionalradios des ORF, FM 4 und Ö1 machen Ö3 die Kundschaft streitig. Wirtschaftlich muss das keinen Sinn ergeben.

Minus 5,9 Prozentpunkte in Wien, minus 3,1 im Burgenland, minus zwei in Kärnten, minus 3,3 in Salzburg, minus 2,4 in Vorarlberg: Die Reichweiten von Ö3 entwickeln sich laut Radiotest im ersten Halbjahr nicht gerade erfreulich. Die absoluten Daten über die Reichweiten beim Publikum ab zehn Jahren finden Sie links nach Bundesländern aufgeschlüsselt.

Noch krasser so mancher Wert bei der für Werbung spannenden Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen: minus 8,3 Prozentpunkte in Wien von 47,2 auf 38,9 Prozent Reichweite. Minus 1,1 in Niederösterreich, drei Prozentpunkte weniger im Burgenland, minus 4,8 Prozentpunkte in Kärnten, minus 5,2 in Salzburg, minus 2,9 in Tirol, 3,4 weniger in Vorarlberg.

(Zitat Ende)
 
#13
AW: Radiotest erstes Halbjahr 2004 - erste Details

Zitat von bobby_johnson:
Ich höre seit Jahren nicht mehr Ö3, weil ich es einfach nicht aushalte. Scheinbar geht es heuer ein paar mehr Leuten wie mir.
Da könnte man zwar daraus ableiten dass die Leute jetzt wirklich schön langsam draufkommen dass dort seit Jahren fast nur noch Sch**** läuft, andererseits kann ich mir dann die hohen Werte von Energy nicht so ganz erklären. Da hören die Leute wohl auch noch auf die international bekannte Marke und nicht auf das Programm.

Gibt von der Antenne Wien schon Jubelmeldungen, dass sie das beste Programm auf 102,5 MHz sind? (weils da sonst halt nicht so viele gibt ;)
 
#16
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Auf 102,5 gibts auch Truck Radio in Spittal ...

Die Zahlen von Kronehit im Versorgungsgebiet VL, VI und KL sind eine einzige Katastrofe, aber das interessiert keinen.
 
#17
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Zitat dxprojekt:

Ist logisch, dass Kronehit mehr Hörer hat, wenn sie in letzter Zeit so viele neue Sender aufgestellt haben...

---

Innsbruck ist im Test nicht dabei - es sind sogar weniger Sender als ursprünglich, weil im November soweit ich weiß ja Welle 1 in Steyr angefangen hat. (und 7% erreicht hat, Kompliment dazu)
 
#18
AW: Radiotest 1. HJ 2004

ö3 hat hörer verloren ja aber "massiv" ist hier nichts.
aber bleiben wir bitte bei den tatsachen:
ö3 hat (10+) eine trwl von 40 % (2003:41.9) und einem marktanteil von 47% (!) (2003:52%)
Diese Verluste wurden zu fast 100% von anderen ORF Radios FM4.ö1 uund vor allem den ORF Regionalsendern "verursacht"
Nicht annähernd also ein Grund für Jubel im Privatradiobereich. (jeder kennt die Schwankungsbreiten besonders bei den Marktanteilen.)

Die Privatsender gesamt (66 Sender) erreichen 10+ gerade mal 16% Marktanteil
Dem stehen 81 % ORF Hörer gegenüber.
Der stärkste "Verbund" der Privaten (Antenne) erreicht weniger als das Kulturradio ö1 , nämlich 6,6 %
Hier ist riesiger Handlungsbedarf, eine wiederholte massive Niederlage für die Privatradios liegt vor, sorry.

ö3 ist über diesen Radiotest alles anders als verwundert, 2,8 Millionen Hörer täglich sind doch eine mehr als solide "Arbeitsbasis"
 
#19
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Natürlich ist Ö3 immer noch eine Macht, aber der erste Stein ist aus der Mauer gefallen und deswegen wird heute ein Fläschchen aufgemacht!
 
#20
AW: Radiotest 1. HJ 2004

ad Toyota:

entschuldige bitte, aber Du vergleichst Äpfel mit Birnen:wenn ich Dir auch darin Recht gebe, daß die "Ö3-Niederlage" keine ist, so kannst Du nicht einen bundesweit agierenden, überall empfangbaren (= Ö1) Sender mit einer Dachmarke vergleichen, die weder im Burgenland, noch in Niederösterreich noch in Oberösterreich einen Sender hat!
Siehst Du Dir hingegen die Vergleiche Ö1 oder FM4 mit Privaten im jeweiligen BUNDESLAND an, dann hat zB Antenne Steiermark im Heimbundesland eine DOPPELT so große Reichweite wie Ö1 UND FM4 zusammen...
 
#21
AW: Radiotest 1. HJ 2004

@berni : dein optimismus in ehren aber ich hab schon dutzende male solch ein fläschchen geöffnet, inzwischen schmeckt dieser hoffnungssekt schon etwas schal.
unglaublich ist wie stark ö3 auch diesmal trotz (und ich meine das nicht in dem sinne dass ich das schade oder falsch finde) stark limitierter werbemöglichkeiten etc. geblieben ist. (international gesehen unnatürlich stark)
 
#22
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Vor genau einem Jahr habe ich in diesem Forum Verluste für Ö3 vorhergesagt. Heute sind sie da und ich glaube, dass sich dieser Trend noch fortsetzen kann.
 
#23
AW: Radiotest 1. HJ 2004

@viennacalling :
die regionalen privatsender (antenne/kronehit etc) tun aber der werbewirtschaft gegenüber so als wären sie "ketten"
klar ist der vergleich ein wenig hinkend (du hast recht, keine frage) aber er soll nur die echten größenordnungen im markt darstellen.
so zb in wien :
die antenne hat 2.9 %
krone 3,5 %
ö1 13,5 % und das sind TRW 10 plus.

Da stimmt doch was nicht im Programm und in der Vermarktung dieser Privatsender ..
 
#24
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Nun ja, ich gebe ja zu, dass mancher Privater froh wäre, überhaupt soviele Hörer verlieren zu können. Andererseits ist die Erwartung vermutlich so gering, dass viele Private gerne noch mehr solcher "massiver Niederlagen" hätten.

Aber gerade das Wiener Ö3 Ergebnis (85.000 Verlust bei 14-49 im Jahresvergleich, 65.000 zum letzten Test, Tagesreichweitenverlauf 45,8-46,2-47,2-44,8-38,9 Montag bis Sonntag bzw. 47,4-46,4-47,8-47,1-40,2 Montag-Freitag) muss doch - und wird auch - Grund zur Analyse (und das war immer eine Stärke von Ö3) geben.

Was den Marktanteil und seine Schwankungen betrifft bin ich voll bei dir. Muss aber hinzufügen, dass der ORF diese Messmethode gegen alle Innovationen (Sample-Aufstockungen, elektronische Messung, Aufteilung auf mehere Institute) verteidigt hat. Vielleicht bestätigt sich ja, was man schon lange gedacht hat: Die Branche bekommt erst dann bessere Messverfahren, wenn der ORF bessere Quoten braucht - bisher hat sich der ORF zumindest exakt so verhalten.

Zur Zeit finde ich es einfach schade, dass wir - wie von dir zurecht angemerkt - den Marktanteil nicht zur Analyse heranziehen können. (und viele kleinere Stationen wie zB Welle 1 Szbg oder HiT FM russisches Roulette beim TKP spielen müssen)

Daher ein Blick zur Tagesreichweite:

Ich habe die von dir zitierte Aussendung der ORF-Medienforschung auch gelesen. Bezweifle aber, dass sie in Wien 14-49 zutrifft.

Minus 7,6 Prozentpunkte Tagesreichweite bei Ö3. Das bedeutet: Es haben einfach deutlich weniger Leute angegeben, Ö3 gehört zu haben. Zu sagen, sie wurden durch öffentlich-rechtlichen Mitbewerb abgezogen ist von den Zahlen her nicht argumentierbar, da ja immer auch mehrere Sender bei der Tagesreichweite angegeben werden können - und auch wurden. Und selbst wenn es so ist: Warum macht der ORF das? Auf Ö3 kann er werben, bei den anderen Sendern weniger oder garnicht.

In diesem Zusammenhang muss ich nochmals die Marktanteile bemühen, weil nur sie eine Prognose der durchschnittlichen Viertelstunden (=Werbewährung bei Agenturen)ermöglichen: 45:29 war das Match vor einem Jahr zwischen Ö3 und RMS in Wien, jetzt heißt es 38:29 - klar, Ö3 bleibt vorne, aber die RMS wird wohl mit etwas Geschick - und scharf kalkulierenden Mediaplanern - ein bisserl mehr Werbegelder (etwa 10% des auf Wien entfallenden nationalen Radiovolumens) zu den Privatradios lotsen.

Interessant werden jetzt die Dekaden-Auswertungen: Da wir ja einen Halbjahrestest mit obendrein aufgestockten Samples haben, hoffe ich hier auf mehr Klarheit. Auch die Auskreuzungen (hören jetzt Energy Hörer weniger Ö3) könnten ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Und ja: Es besteht Handlungsbedarf bei den Privaten. Aber nicht erst seit heute.
Und: Wann ist ö3 verwundert?
 
#25
AW: Radiotest 1. HJ 2004

Ö3 baut auf hohem Niveau langsam aber stetig ab, das ist ein Fakt, egal ob man es jetzt "massiv" nennt oder nicht. Unterm Strich ist es sicher nicht massiv, aber in manchen Bundesländern (z.B. Wien) nicht unbeträchtlich.
Handlungsbedarf scheint offenbar nicht nur bei den Privaten zu bestehen. Ob die intensiven (oder zum Teil nicht nachvollziehabren) Personalrochaden (zum Teil ins Out) des neuen Chefs daran zum Teil schuld sind?

Eigenartig ist es aber wirklich, dass diese offensichtliche leichte Schwäche von den Privaten kaum genutzt werden konnte. Gerade jener Sender, der eine österreichweite Lizenz anstrebt, grundelt bei katastrophalen Quoten rum, bedenkt man, wer dahinter steckt und was da investiert wurde. Aber wer KH hört, braucht sich nicht wundern. Da ist ebenfalls Handlungsbedarf angesagt.

Gratulation übrigens an jene Sender, die auch auf Inhalte setzen (Ö1, FM4, Osttirol, Arabella). Das scheint sich bezahlt zu machen.

Die guten Energy-Ergebnisse sind mir aber auch ein Rätsel, das dürfte sich nur vom Namen und Marketing ergeben (habe selbst bei ner Umfrage vor kurzem Energy unter die drei Lieblingssender gereiht, nach dem Telefonat dachte ich mir, stimmt ja eigentlich gar nicht).
 
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