Radiotest 2. HJ 2015


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Weltradio

Gesperrter Benutzer
#1
Sehr geehrte Radiobegeisterte!

In der kommenden Woche finden in den zahlreichen Radiostationen unseres bescheidenen kleinen Landes wieder Meetings zum Radiotest statt. Wir dürfen gespannt sein, was sich in Österreich an den Reichweiten verändert hat.

Stürzt KRONEHIT weiter ab?
Stagniert Ö3 weiter als Marktführer oder geht es nach unten?
Gewinnt Energy Hörer dazu?
Was passiert mit Ö24 und den in letzter Zeit ziemlich guten Programmen?

Ich bin auf die Zahlen gespannt - wie ein Seil, das zwischen Bäumen baumelt!
 
#2
Ich vermute, dass sich nicht viel verändert hat. Da viele Stationen freiwillig oder unfreiwillig Ö3 kopieren, kommt es meist auf den Versorgungsgrad an. Und hier hat der ORF mit seinen Sendern bekanntermaßen einen gewissen Vorsprung. Im Vergleich zu einigen Privaten ist der ORF aber auch immer noch um Längen besser.

Ich hoffe einfach nur, dass sich FM4 weiter halten kann.

Eine Frage an Dich, Weltradio: Welche Sender bezeichnest Du als "in letzter Zeit ziemlich gut"? ;)
 
#3
Sehr geehrte Radiobegeisterte!

In der kommenden Woche finden in den zahlreichen Radiostationen unseres bescheidenen kleinen Landes wieder Meetings zum Radiotest statt. Wir dürfen gespannt sein, was sich in Österreich an den Reichweiten verändert hat.

Stürzt KRONEHIT weiter ab?
Stagniert Ö3 weiter als Marktführer oder geht es nach unten?
Gewinnt Energy Hörer dazu?
Was passiert mit Ö24 und den in letzter Zeit ziemlich guten Programmen?

Ich bin auf die Zahlen gespannt - wie ein Seil, das zwischen Bäumen baumelt!
Der Radiotest wird keine Neuigkeiten bringen. Der ORF bringt einfach mehr Nachrichten, mehr Information und hat auch die besseren Frequenzen, und hat deswegen auch mehr Reichweite.

In Wien und in NÖ wird Ö3 und Radio NÖ bzw. Radio Wien dominieren, bester Privatsender wird 88,6 Der Musiksender sein gefolgt von KroneHit. In Wien wird da mehr der Markt unter den Privaten aufgeteilt werden, wobei Radio Wien wieder die Mehrheit bekommt, gefolgt von Arabella. Grosse Verschiebungen erwarte ich nicht, auch Energy wird kaum Hörer dazugewinnen.

Ö24 gebe ich kaum Chancen, die werden vielleicht grade 2% oder so haben. Ich kenne niemanden, der Ö24 auch regelmässig einschaltet. Eine Reichweite von mehr als 5% wäre da schon eine Sensation. Auch die wiener Frequenz von Ö24 ist relativ schwach, trotz gleicher Sendeleistung wie 88,6.
 
#4
Es mag zwar möglicherweise nur bedingt bzw. kein Indikator für den Radiotest sein, jedoch wann immer ich in Wien ein car2go (Carsharing-Auto) anmiete, beobachte ich, dass von den Fahrzeugnutzern davor fast immer entweder Energy oder KroneHit eingeschaltet wurde. Daraus schließe ich, dass diese beiden Stationen derzeit hier doch gewisse Popularität haben dürften. Ich selbst schalte zumeist spätestens nach dem ersten Musiktitel (habs zugegeben als 40+ nicht mehr so mit aktueller Populärmusik, ist ja doch immer nur das gleiche jämmerliche Gejaule) dann genervt um auf Radio Wien... zuhause läuft, wenn Radio, meist Internetradio ganz weit weg abseits der hiesig über UKW angebotenen Sender :D
 
Zuletzt bearbeitet:
#5
[...] jedoch wann immer ich in Wien ein car2go (Carsharing-Auto) anmiete, beobachte ich, dass von den Fahrzeugnutzern davor fast immer entweder Energy oder KroneHit eingeschaltet wurde.
Na ich weiß nicht recht... Das ist wohl in erster Linie dem geschuldet, daß diese beiden Sender die Charts auf Dauerrotation haben und viele Leut eben immer ihre(?) Lieblingssongs hören wollen. Und es hieß ja mal, daß die Rotation deswegen so eng ist, weil im Auto bewußt zugehört wird, während im Büro usw. Radio nur wenig registriertes/beachtetes Nebenbei-Medium ist. Anders ists nämlich nicht zu erklären, daß in verschiedenen Geschäften z.B. den ganzen Tag KH läuft...
 
#6
Do sama mit de Christbama

http://www.rms-austria.at/services/media-service/radiotest/

Nach kurzem Drüberschauen fallen mir 3 Dinge auf:

* Der Gesamtmarktanteil (und die gehörten Radiominuten pro Tag) gehen seit Jahren zurück. Ist ja auch logisch (mit den neuen Musikhörmöglichkeiten), wird nur generell von Radiomachern geleugnet.

* Ö3 verliert 5% (oder 2 Prozentpunkte)

* OE24 hat in Wien stark zugelegt
 
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#8
Im Prinzip is es ja eh wurscht, wieviel Ö3 verliert. Im Fall, dass sie drauf reagieren, wird auf jeden Fall eines nicht passieren: ein hochwertigeres Programm...

Glücklicherweise "darf" ich mir jetzt zwei Tage in der Woche das Gequargel anhören, da unsere Bürobesetzungen durchgemixt wurden, und es is echt Radio zum Abgewöhnen.

Von der Musik brauchen wir eh nicht reden. Und wenn dann schon was gesprochen wird, ist es anscheinend auch das Wichtigste, alle 10 Sekunden "Ö3" zu sagen. Hier auf Ö3, auf Ihrem Ö3, der Ö3-Reporter, www.orf.oe3.at etc. pp.

Lähmend.
 
#13
Der bekannte österreichische Musikverleger Walter Gröbchen (dessen Meinung ich mich diesbzgl. anschließe) bringt es in der Presse sehr schön auf den Punkt:

Gröbchen meint, dass nicht die österreichische Musik, sondern das Formatradiokonzept die Hörer vertreibe: Heimische Musiker würden erst gespielt, wenn sie schon beliebt sind, und dann so oft, dass es bald den "Leuten bei den Ohren raus hängt. Man hat das Gefühl: Ö3 will fast beweisen, mit den Österreichern reißt man nix."
Abgesehen davon, dass man über Qualität / Unqualität von Songs endlos diskutieren kann, weil die Musik dank neuer Angebote im Web eben immer mehr differenziert betrachtet und abseits von Radio konsumiert wird, ist es meiner Ansicht nach nur logisch, dass zudem bei einer Quote von nur 15 % die Anzahl an nervenden Wiederholungen (und damit Abschalt-/Umschaltimpuls) einfach zwangsläufige Folge ist.

Wenn man sich hingegen wirklich ernsthaft mit der Musikszene befasst, es gäbe aus den letzten 15 - 20 Jahren viel viel mehr als nur bspw. Stürmer, Conchita, und die derzeit bis fast zum Erbrechen rauf und runter gedudelten Seiler & Speer, was tatsächlich sowohl qualitativ radiotauglich als auch "massentauglich" auf einem kommerziell gestalteten Sender wie Ö3 spielbar wäre, ohne damit die Hörer zu nerven und zu vertreiben. Erstaunlicherweise gibt es im übrigen auch nicht wenige Musiker/Bands, die der mittlerweile Jahrzehnte andauernden Diskussion über und mit dem ORF, insbes. der Ignoranz von Ö3, einfach mürbe wurden und für Neuerscheinungen daher erst gar nicht mehr mit dem "großen" Sender Kontakt suchen, sondern nur mehr via Konzerten, Web, Webradio und tlw. Lokalradio ihre Zielgruppen adressieren, mit allen für die Musiker wirtschaftlich-persönlich damit einhergehenden Folgen (positiv wie negativ).
 
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#14
Ich geb dir vollinhaltlich Recht.

Man darf halt eines nicht vergessen: der aktuelle Zustand ist von Ö3 und all jenen, die davon profitieren, schlicht und ergreifend gewünscht. Was sie spielen könnten, wissen sie, welche Interpreten es gibt (österreichich oder nicht), wissen sie auch.

Die D****n , denen es gefällt, tatstächlich die gewissen Songs alle 150 Minuten zu hören, werden sie früher oder später an Kronehit verlieren. Kronehit wird diese in dem Moment ans Internet verlieren, wo die Versorgung mit WLAN flächendeckend gegeben ist. Dort können sie sich dann ihre 5 Songs in Dauerschleife auf ihrem YT-Kanal an. Wenn sie sich wieder beruhigt haben, könnten sie zu Ö3 zurückkehren. Der Rest ist für immer verloren.

Es jedem Recht zu machen, wird auf Dauer nicht mehr funktionieren - allerdings lang genug, dass wir noch viel darüber reden werden ;)

Aber darüber sollten wir wieder im Stamm-Thread weiterdiskutieren...
 
#15
Ich persönlich find, es ist auch egal, ob ich nun Ö3, KH oder z.B. 88.6 höre.
Letzterer hat zwar die eindeutig breitere Rotation, dafür aber hört sich jeder Tag aufs neue annähernd gleich an. Bei mir im Büro wechselt z.B. 88.6 und Radio Wien - im Endeffekt aber sinds trotzdem wieder immer dieselben Titel. Unterschied sind die Frequenz und die Titel selbst, die sich wiederholen.

Ich sehs eigentlich so wie beim TV. Ich zappe herum, wenngleich ich aber eindeutig meine terrestrische Radioheimat bei FM4 oder sonst bei anderen, via Mobilfunk/Internet gestreamte Sender habe.
Warum Radio aber heute derart verwechselbar klingen muss, obwohl in manchen Regionen Österreichs eine Vielzahl an Sendern verfügbar sind, frag ich mich weiterhin.
Vermutlich ist aber das auch der Grund dafür, wieso man vor Jahren schon dazu übergegangen ist, nach jedem Song mind. einen Jingle unterzubringen, damit man eben den Sender wenigstens so auseinander kennt. Lachhaft aus diesem Grunde auch die "x Hits am Stück"-Rederei.
 
#16
Vermutlich ist aber das auch der Grund dafür, wieso man vor Jahren schon dazu übergegangen ist, nach jedem Song mind. einen Jingle unterzubringen, damit man eben den Sender wenigstens so auseinander kennt. Lachhaft aus diesem Grunde auch die "x Hits am Stück"-Rederei.
Seh ich ganz genau so. In Wirklichkeit alles vollkommen lächerliche Aktionen derer, die so lang wie möglich am Bestehenden festhalten, bis es irgendwann zu spät ist.
 
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