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Reden wir übers Wetter ...

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mannis Fan, 08. August 2018.

  1. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    ... oder besser gesagt übers Klima: Hitzewelle, Dürre, Rekordtemperaturen - neue Horrorszenarien der Klimaforscher: Die Meeresspiegel werden um 60 Meter steigen und die mittleren Temperaturen bis zum nächsten Jahrhundert um fünf Grad.
    Und was findet in unseren Medien statt: Kann ich noch täglich duschen? Die besten Biergartentipps! Müssen wir Wasser sparen? Darf ich noch den Garten wässern? Sonne-Freibad-Eislaster! Das nenne ich mal Tiefenjournalismus. Anstatt dass jemand sich mal den Ursachen der aktuellen Wetterlage nähert, pflastert man lieber freizeitlustig an den Symptomen herum. Oder hat hier jemand den Eindruck, dass durch unsere Medien, speziell durch die Radiostationen, ein Erwachen geht und endlich mal die wirklich wichtigen Fragen gestellt werden?
     
  2. U87

    U87 Benutzer

    Wenn Politiker auf irgendeiner Konferenz beschliessen, die Erderwärmung dürfe nur 2 Grad im Zeitraum X betragen... ist das an Lächerlichkeit kaum noch überbieten. Unser Planet steht hab acht und sagt, ok?

    Das Klima war und ist in einem steten Wandel, und ob wir (Menschen) einen Furz mehr oder weniger lassen, interessiert unseren Planeten nicht die Bohne. Alle angeblichen Maßnahmen gegen den Klimawandel sind reine Wertschöpfungsmaßnahmen. Sprich, der Otto Normalverbraucher wird zur Kasse gebeten.

    Was viel schlimmer ist: Die Vermüllung unseres Planeten mit Plastik, Abholzung der Regenwälder, Monokultur in der Landwirtschaft. Und das Menschen einfach durch einen Großkonzern das Wasser abgegraben wird.

    Diesen ganzen Mist mit dem Feinstaub kann ich schon länger nicht mehr hören. Und jetzt wegen eines Rekordsommers in Hysterie und Panik zu verfallen, ist auch reichlich übertrieben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. August 2018
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  3. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    „Wo gibt es noch Ventilatoren?“
     
    Mannis Fan, NOWORUKA61, DelToro und 2 anderen gefällt das.
  4. DelToro

    DelToro Benutzer

    Durchaus relevante Fragen und Themen. News you can use. Im Alltag jedenfalls um ein Vielfaches nützlicher als pseudo-wissenschaftliche Zukunftsprophezeiungen.
    In wie vielen Jahren genau Venedig wie tief unter Wasser steht (und natürlich die Wassertemperatur, aufs halbe Grad genau, bitte!) kann man ja in die Zeitung schreiben.
     
  5. chapri

    chapri Benutzer

    Hat NIEMAND behauptet, da es nur eine Maximal-Befürchtung war.
    Diese dümmlichen Fragen habe ich NIRGENDWO gehört. Entweder hast Du schlecht geträumt oder Du hörst die falschen Stationen... Oder willst Du einfach nur weiterhin wie ein verbitterter alter Mann vor Dich hin schimpfen?
     
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  6. Radiokult

    Radiokult Benutzer

  7. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    Na dann, machen wir einfach so. Wir schaffen das irgendwie. Gruß, Dr. Merkel

    hast du zu viele Sonnenstrahlen abbekommen? Nicht gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. August 2018
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  8. chapri

    chapri Benutzer

    Deine Zeilen sind völlig überflüssig und daher - in diesem Falle WIRKLICH
     
  9. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    @Radiokult
    Man kann dem Ganzen natürlich mit satirischem Zynismus begegnen, wie es Wischmeyer tut. So ist er eben, der Mensch, was er lästig findet und was ihm die Gegenwart vergällt, das macht er lieber lächerlich, als dass er sich ernsthaft damit beschäftigt. Gilt auch für @chapri
     
  10. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Ich sags mal so: Zum einen halte ich so manchen Superlativ in Bezug auf diesen Sommer für reichlich übertrieben, denn das ist bei weitem nicht der erste lange und heiße Sommer. Und zum anderen ist es kein großes Geheimnis das sich das Klima seit Anbeginn der Erdenexistenz in einem stetigen Wandel befindet. Die eigentliche Frage ist, inwieweit der Mensch auf diesen stetigen Wandel tatsächlich Einfluß nehmen und dabei verschiedene Entwickliungen entweder fördern oder eben abwenden kann.
    Davon abgesehen ist dein Einwurf im ersten Posting dieses Threads schlicht falsch, denn es haben sich sehrwohl Medien auch ernsthaft mit diesem in der Tat sehr besonderen Sommer beschäftigt. Das begann spätestens nach dem klar war, dass vor allem die Landwirtschaft in diesem Jahr vielerorts teils erhebliche Ernteausfälle zu verzeichnen hat. Zugegeben, in Sachen Radio fand das mutmaßlich wohl eher beim DLF und den Infowellen statt. Aber die Oberflächlichkeit des hiesigen Mediums Radio ist ja allseits bekannt. In puncto TV könnte ich jetzt zahlreiche Links zu Mediatheken verschiedenster Sender posten. Da reicht es Google zu bemühen. Und im Zeitungswald der Republik wurde der sogenannte Klimawandel in den letzten Tagen ebenfalls gut diskutiert. Auch da genügt es Google zu bemühen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2018
  11. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wie du vielleicht bemerkt hast, steht hinter meinem "Einwurf" ein Fragezeichen, und die Frage war in die Runde der Forenuser gerichtet, weil ich mir davon auch Beispiele für qualifizierte Beschäftigung mit dem "Rekordsommer" erhoffte.

    Wenn du aber das Beispiel "vor allem hat die Landwirtschaft Ernteausfälle zu verzeichnen", als ein solches Beispiel anführst, dann wird daran ganz besonders exemplarisch deutlich, wie wenig es wirklich über ein Kratzen an der Oberfläche hinausgeht. Denn eigentlich wäre die Frage angebracht gewesen, welchen Anteil eigentlich die Landwirtschaft an unseren Klima- und Umweltveränderungen hat. Massenproduktion, Monokulturen, Pestizideinsatz, Tiertransporte, Gülleausbringung etc. sind ja alles kleine Mosaiksteinchen, die das Ihre dazu beitragen. Solange aber für Politik und Medien die bedeutendste Frage lautet, wie man durch Umlegung auf den Steuerzahler die Verdienstausfälle dieser fragwürdigen Landwirtschaft kompensieren kann, haben wir in unserer Gesellschaft die Diskussion noch nicht wirklich angenommen. Wir kaufen uns frei, indem wir Klimaziele für 2040 und ferner beschließen. Das geht uns dann mehrheitlich nichts mehr an, weil wir bis dahin unser Leben gelebt haben. Nach uns die Sintflut (mancherorts auch die Dürre)!
     
  12. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Moment! Ich schrieb, das man sich damit ausführlicher zu beschäftigen begann als klar wurde, das vor allem der Landwirtschaft der diesjährige Sommer zu schaffen macht. Das mit den deutlichen Ernteausfällen würde ich eher als eine Art Auslöser dafür betrachten, das sich (mal wieder!) verschiedene Redaktionen ausführlicher mit dem Thema Klimawandel befassen.
     
  13. chapri

    chapri Benutzer

    Ja! Denn das, was ich sachlich und ganz ohne "satirischen Zynismus" gehört habe, betraf
    - Grundwasserspiegel
    - Fischsterben
    - Sauerstoffeinleitung in den Neckar
    - Ernteausfälle
    - vorgezoge Lese des Federweißer
    - Wespenaufkommen
    - Frachteinbußen der Schifffahrt
    - Hitzeschäden an Autobahnen
    - Wasserspenden an Straßenbäume
    - Auftauen der Permafrostschichten u. a. in Sibirien.
    Reicht fürs erste, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2018
  14. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    ja Chapri-Sonne! Es reicht. Danke! Schön, dass du die richtige Radiostation hörst. Wie blöd müssen nur die anderen sein? Satirisch kommst du tatsächlich nicht daher, sondern beleidigend. Und von oben herab.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2018
  15. chapri

    chapri Benutzer

    Das ist nur beabsichtigt bei Leuten, die mir Sonnenstich unterstellen und mir blöde Spitznamen verpassen!
    Bei allen anderen entschuldige ich mich, sollte ich Ihrerseits einen solchen Eindruck gemacht haben.
     
  16. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    tja, warum nur...? Eincremen nicht vergessen.
     
  17. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    @chapri
    All die Themen, die du aufgezählt hast: Ja, sind wichtig, sind ernsthaft, benennen das aktuelle Problem. Man könnte auch sagen: Handeln von den Auswirkungen des dahinter stehenden, wahren Problems. Und da fehlt mir noch der Link.
    Es ist ungefähr vergleichbar mit den Reportagen über überfüllte Flüchtlingsheime, kriminelle, integrierte, vom Schicksal gebeutelte oder zu Unrecht abgeschobene oder nicht abgeschobene Flüchtlinge. Das sind alles auch nur Symptom-Themen. Auch hier machen wir einen Bogen um die Ursache-Themen, weil wir - ebenso wie beim Hitzesommer und der gebeutelten Landwirtschaft - dann nämlich schnell mit dem Finger auf uns selbst zeigen müssten.
     
  18. chapri

    chapri Benutzer

    Sehe ich nicht ganz so pessimistisch, weil immer wieder Diskussionspartner darauf hinweisen, wie wirs ändern könnten. Erst bei der Umsetzung haperts - aus Bequemlichkeit, aus Egoismus, gelegentlich auch aus Hilflosigkeit...
    Deswegen finde ich es auch besser, die Lösungen anstatt der Probleme bzw. die Fehler aufzuzählen - und das geschieht tatsächlich auch im Radio (leider zu selten)!
    Bespiele:
    statt "das große Fressen" lieber "weniger verschwenden"
    statt "geile Autos" lieber "Fahrgemeinschaft"
    statt "Avocados - noch nie gegessen" lieber "regionale Produkte kaufen"
    statt "Tassimo" lieber "Kaffeemühle"
    usw. usf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09. August 2018
    Berlinerradio gefällt das.
  19. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Laut der Pressemitteilung des HR bezüglich "hr1 - Koschwitz am Morgen", widmet man sich in dieser Sendung ab dem 13. August aller 15 Minuten dem Thema Wetter:
    Na bitte - geht doch, @Mannis Fan! Das ist Service, Information - ja, auch ein Stück "Grundversorgung/Bildungsauftrag"! Nicht immer nur "rumnörgeln", Du Spaßgesellschaftsbremse!

    Der hr wird selbstverständlich die für das Wetter veranschlagte Sendezeit nicht nur mit den Frühtemperaturen aus Frankfurt, Kassel etc. und dummen Gelaber füllen, sondern sich mitunter auch mal ein paar Minuten Zeit nehmen, um etwas tiefer in die Materie einzudringen. Spontan fällt mir dazu die Rubrik "Wetterbox" auf SRF1 ein, in der einmal pro Woche Hörerfragen zum Thema Wetter behandelt werden. Die beiden "hr1-Wetterfrösche" werden das schon super hinkriegen. Da habe ich - schnell mal nach den beiden gegoogelt - absolut keine Bedenken...
     
  20. Tweety

    Tweety Benutzer

    Dass das Klima in diesem Sommer nicht mehr "normal" ist, dürfte ja jetzt jedem klar sein. Das ist auch mit dem Wort "Jahrhundertsommer" sicherlich nicht mehr trefend zu umschreiben. Wir haben seit 4 Monaten Dauersommer, das hat es in Deutschland noch nie gegeben. Man freut sich mittlerweile über REGEN!!!! :eek:
    Der Wandel kommt schneller als man befürchtet hat, jetzt heisst es die richtigen Schlüsse darauf zu ziehen, aber das sehe ich bei unsere Politikern schwarz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2018 um 16:03 Uhr
  21. Grasdackel

    Grasdackel Benutzer

    Man könnte sich auch über "Das Wetter vor 15 Jahren" unterhalten. Ein so wunderbar unterhaltendes Hörspiel, dass eine Wahl zum "Hörspiel des Monats/Jahres" natürlich vollkommen ausgeschlossen ist.
     

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