Reden wir übers Wetter...


#29
Die Kachelmannwettervideos von Fabian Ruhnau (arbeitete früher schon in der Bochumer Unwetterzentrale für Jörg Kachelmann und ist ihm treu geblieben) sind toll. Hier ganz frisch mit dem aktuellen Stand zum Sturmtief am Sonntag und Montag. Das kann recht heftig werden, aber es heute noch nicht ganz sicher, welche Regionen es voll abbekommen und welche verschont bleiben.

Solch einen detaillierten Wetterbericht würde ich mir auch im Fernsehen und Radio wünschen! Aber ARD, ZDF, die Dritten und die ARD-Radiosender möchten uns nicht überfordern und favorisieren stattdessen oberflächliche Kurzberichte. :mad:
 
#30
Uwe "Wir treffen uns auf der anderen Seite der Nachrichten" Schulz war heute morgen im WDR 5 Morgenecho um 7:20 Uhr ganz wehmütig, denn heute gab es zum letzten mal ein Wettergespräch mit dem Meteorologen Oliver Klein. Er wechselt die Arbeitsstelle und wird nicht mehr im WDR zu hören sein.

Schade, habe seine sachlichen Wettervorhersagen ohne viel Klamauk immer gerne gehört. Auf letzteres setzt man besonders beim WDR 2 Wetter ja sehr gerne, das Wetter verkommt dabei schon mal zur Nebensache.

Weiß jemand, wohin er wechselt und wer sein/e Nachfolger/in wird?
 
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#31
Kann es sein, dass der Vertrag zwischen WDR und der MeteoGroup (Nachfolger von Meteomedia) zum Jahresende ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde? Wie sieht es bei den anderen ARD-Anstalten aus?

Im WDR 5 Morgenecho gibt es jetzt keine Schalten mehr zum Meteorologen, sondern der Wetterexperte ist direkt im Studio anwesend. Diese Woche war es Jürgen Vogt. Wer das ist und welche Qualifikationen er besitzt, wurde am 2.1. im ersten Wettergespräch um 6:20 Uhr vorsichtshalber erst gar nicht erwähnt. Aber auch am 3.1. und heute am 4.1. war er live im Studio. Auch um 8:20 Uhr ist er noch live da, bisher gab es da nur einen Zusammenschnitt der Wettergespräche von 7:20 und 6:20 Uhr.

Hat zufällig jemand mitbekommen, mit wem auf WDR 2 und WDR 4 im neuen Jahr übers Wetter gesprochen wird? Gibt es da überhaupt noch einen Gesprächspartner oder leiert der Moderator die Wettervorhersage jetzt selbst herunter?

Wie sieht es beim ARD-Fernsehwetter aus, sind Claudia Kleinert, Sven Plöger, Karsten Schwanke und Donald Bäcker überhaupt noch bei der MeteoGroup beschäftigt oder direkt bei der ARD unter Vertrag? Auffällig ist schon länger, dass nicht mehr die MeteoGroup Wetterwarnungen der Unwetterzentrale verwendet werden, sondern bei Unwettern vermutlich auf die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes zurückgegriffen wird. Aber meistens wird das auch gar nicht mehr näher erläutert, woher die Daten stammen.
 
#33
Ahja, die ARD hat nun also ein Wetterkompetenzzentrum? Was genau soll das sein? Ein Zentrum für kompetentes Wetter? Gibt es dann eigentlich auch inkompetentes Wetter? Und wenn ja, wie sieht dieses dann aus?
Aber mal ernsthaft: Ist der ARD dafür kein sinnvollere Name eingefallen? Warum nicht einfach Wetterzentrum? Oder von mir aus auch Wetterzentrale. Es hätte beschrieben um was es geht und gut wärs gewesen. Aber nein, man muss wieder irgendeinen sprachlichen Furz von irgendeinem privaten Anbieter übernehmen? Wofür eigentlich? Denkt man bei der ARD noch selbst? Nur weil man einen jetzt hippen Namen hat, schaut nicht ein Zuschauer mehr hin. Und was die angeblich eingesparten 700.000 Euro angeht, dürfte man das auch eher als eine fiktive bzw. theoretische Zahl betrachten, denn ob man das Wetter nun dort oder dort für Sender A, B und C produziert ist völlig schnurz. Die Kosten für die Aufzeichnungen bleiben die gleichen und die theoretischen Kosten für die Versendung in die einzelnen Anstalten über den ARD-Stern bleiben ebenfalls dieselben. Insofern viel heiße Luft um nichts. Ich wundere mich jedenfalls nicht mehr darüber, dass immer mehr Leute manches teils völlig zu Recht an der ARD kritisieren.
 
#34
Ich finde es ziemlich unmöglich und würde mich in deren Namen sogar dafür schämen, was "die ARD" ihren Wetteransagern in den letzten Jahren so zugemutet hat. Erst mussten sie alle aus der Schweiz(?) ins teure München umziehen, weil das Wetter mit aller Gewalt bei der bavaria produziert werden sollte (die Investitionen ins Studio dürften auch nicht unerheblich gewesen sein). Und nun muss die ganze Mannschaft schon wieder nach FFM weiterziehen. Im Grunde hatte da keiner die Gelegenheit, sich eine dauerhafte Existenz an enem Ort aufzubauen.
 
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#35
Die Kosteneinsparung resultiert sehr wahrscheinlich daraus, dass endlich unnötige Parallelstrukturen abgebaut wurden. Die dadurch entstanden sind, dass die ARD vor 20 Jahren im neuen Wetter vor Acht im Werbefernsehen die hippen Vorhersagen des wortgewandten Jörg Kachelmann bevorzugte, während die Tagesschau all die Jahre weiterhin das seriöse Wetter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bezog, Aufbereitet durch die eigene Wetterredaktion beim hr.

Nun wird man alle Daten nur noch vom DWD beziehen und vom hr aufbereiten, präsentieren dürfen es in der ARD und den 3. Programmen aber weiterhin die bekannten und beliebten Gesichter, die früher mal für Kachelmann vor der Kamera standen (Plöger, Kleinert, Schwanke).

Warum es noch den Zwischenschritt mit dem Bavaria-Wetterstudio in München gab, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich kam die ARD nicht so schnell aus den alten Kachelmann-Verträgen heraus und musste noch bis 31.12.2019 die Wetterdaten von der MeteoGroup beziehen (die Kachelmanns Firma Meteomedia aufgekauft hatte, als Kachelmann hinter Schwedischen Gardinen saß). Im WDR-Hörfunk war es bis zum genannten Termin jedenfalls noch so.
 
#36
Heute ist Jörg Brunsmann der Wetterexperte im WDR-Hörfunk. Bisher war er im WDR Experte für Wirtschaft und Computer, moderierte Sendungen oder las auch schon mal die Nachrichten (Mädchen für alles). Damit ist klar, anders als bisher spricht man nun also nicht mehr mit externen Meteorologen übers Wetter, sondern mit eigenen WDR Mitarbeitern. Da es beim WDR Hörfunkwetter aber schon lange mehr um Smalltalk und Unterhaltung als um hintergründige Vorhersagen geht, ist das meines Erachtens eine sinnvolle Einsparung.
 
#40
Im öffntl.-rechtl. Fernsehen gilt man ja schon fast automatisch als ARD / ZDF - Terrorismusexperte nur weil man bei ARD bzw. ZDF arbeitet und ohne im Wörterbuch nachzuschlagen das Wort Terrorismus erklären kann.

Wenn das schon bei so etwas Belanglosen und Profanen wie Terror so ist, warum sollte es beim ach so wichtigen Wetter (alle 15 Minuten) anders sein;)

Merke: Bei den Öffis kann jeder Experte für alles sein (fast so vielseitig wie unsere Bundesminister).
Und Straßenumfragen mit Wutbürgern und Omis sind "investigativer Journalismus" oder "repräsentative Umfragen" :wow:
 
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#41
Solange man das Ganze nur WDR-Wetterstudio (so wie die diversen Verkehrsleitzentren des Landes) nennt ist es ja noch kein Etikettenschwindel, wird dann jemand als "Wetterexperte" (s. Vorpost) bezeichnet oder gar Meterologe hört der Spaß natürlich allmählich bis ganz sicher auf.

Mal ganz davon abgesehen, dass man sich in Zeiten von kachelmannwetter.com diese allgemeinen und oft tendenziösen Wetterberichte im Radio eh sparen kann. Die Zeit reicht locker für nen geschnittenen oder gepitchten Superhit :wow::wow:
 
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#43
Solange man das Ganze nur WDR-Wetterstudio (so wie die diversen Verkehrsleitzentren des Landes) nennt ist es ja noch kein Etikettenschwindel, wird dann jemand als "Wetterexperte" (s. Vorpost) bezeichnet oder gar Meterologe hört der Spaß natürlich allmählich bis ganz sicher auf.
Da werfe ich mal den Namen Claudia Kleinert in den Raum. Anders als Sven Plöger und Karsten Schwanke ist sie keine studierte Meteorologin, sondern nur Moderatorin. Wurde aber schon zu Kachelmanns Zeiten zur ARD geholt, um das Fernsehwetter für den Endverbraucher ansprechend zu präsentieren.

Mittlerweile darf sie sogar schon ihre Expertise zum Klimawandel abgeben, hier am 14.01.2020 in der Aktuellen Stunde des WDR. Immerhin richtig untertittelt als "Moderatorin WDR Wetterstudio". Trotzdem irgendwie grenzwertig. Aber die Aktuelle Stunde ist auch nicht mehr das, was sie früher mal war.
 
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