Relaunch: Wird aus WDR 4 ab 21. März 2011 eine weitere Format-Dudelwelle?


Ein zusätzlicher Schlagerkanal müsste gar nicht zwingend sein. Was WDR 4 allerdings dringend gebrauchen könnte, wäre eine explizite und gezielt einschaltbare Sendung mit alten und neuen Schlagern sowie damit kompatibler Musik nach einstigem Gestaltungsvorbild. Sozusagen zwei oder drei Stunden "Schönes bleibt" pro Woche.
Vielleicht mit Musikwünschen, auch eine kleine Hitparade wäre denkbar. Ein Sendeplatz ließe sich auftreiben, fähiges Personal wäre sowieso im Hause.
Und obendrein hätte die Programmleitung ein stärkeres Argument in der Tasche, unzufriedene Hörer zu besänftigen bzw. abzuspeisen.

Die "Retroschlager" zwischen 9 und 15 Uhr machen den Kohl nicht fett. Die taugen allenfalls als Zuckerchen für den Teil der Hörergemeinde früherer Jahre, der WDR 4 bislang noch treu ist. Über die Woche betrachtet sind die deutschen Kulthits in der Stückzahl schlicht zu wenig, außerdem wird die aktuelle Schlagerszene damit gekonnt ignoriert. (Über die Qualität heute dominierender Disco- und Elektro-Schlager lässt sich trefflich streiten, ihre "Abnehmer" haben sie trotzdem, das sollte man anerkennen.)
Es ließe sich also wesentlich mehr bewerkstelligen, ohne den eingeschlagenen Kurs grundlegend korrigieren zu müssen.
 
Der bräsige Rundfunkrat nickt doch alles ab was ihm die Sendeleitung vorlegt, Hauptsache die Bezüge stimmen und das Festbankett fällt gewohnt üppig aus. Und da WDR4 seinen sündteuren Beratervertrag mit Valeries Consulting-Kumpanen ohnehin nicht mehr auflösen kann und auch sonst im gegenwärtigen, in Würde (?) ergrauten Führungsgremium Beatles und Beach Boys als Leitplanken der abendländischen Musikkultur gelten, bleibt eben alles beim Alten.

Aber wer braucht heute noch WDR4 mit seinen stündlichen Schlagerkrümelchen?

Und warum sollte dies geschehen? Die Hörer scheinen mit der derzeitigen Mischung durchaus gut zurecht zu kommen und das Programm verzeichnet Hörerzuwächse.
Un wo kommen die her? Handelt es sich etwa um ausgediente WDR2-Hörer, die ihren Ex-Sender heute zu flippig finden und einmal in der Stunde (nämlich während des Kultschlagers) gewohnheitsmäßig die Augen verdrehen und wild grimassieren?
 
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Es handelt sich durchaus um Ex WDR2 Hörer, die die dortige Musik unerträglich finden und daher gewechselt sind. Es sind aber auch Menschen, die der Generation der Beatles Hörer entspringen und sich über diese oldiebasierte Musikfarbe freuen.
 
Mit der Musikfarbe könnte ich mich als Ex-WDR 2-Hörer auch anfreunden. Allerdings gefällt mir Bayern 1 deutlich besser. Sowohl was die meiner Meinung nach ansprechendere Musikauswahl betrifft als auch die Moderation, die nicht ganz so altbacken daher kommt wie auf WDR 4.
 
Es sind aber auch Menschen, die der Generation der Beatles Hörer entspringen und sich über diese oldiebasierte Musikfarbe freuen.
Vermutlich nehmen sie es eher als kleineres Übel hin. Welcher Hörer wird sich schon über die ständig gleichen ausgelutschten Oldies freuen? Ich seh es schon vor meinem geistigen Auge wie die Hörer geradezu ausflippen, weil man bei WDR 4 mal wieder ewig nicht gehörte Perlen wie "Dancing Queen", "Oh Carol", "Pretty Flamingo", "El Condor Pasa" oder "Time of my life" spielt. Die bekommen das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.
(Nachdem sie sich übergeben haben)
 
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Die Mischung. Mal Deutsch, mal Englisch, mal was Aktuelles, mal ein Oldie. Alles schön und gut. Aber melodiös nicht abgestimmt. Aber lassen wir das.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie man diesen unfähigen WDR hier noch verteidigen muss, dafür zahle ich zu Unrecht GEZ, für ein Programm, dass mir nicht gefällt, aber danach fragt leider keiner.
 
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