Reporter-Aufnahmegeräte


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Es hilft nur Ausprobieren. Allerdings kannst Du folgende Faustregel mitnehmen: Wenn ein Sennheiser MD 421 am Gerät rauscht (die klassische Reporterkeule), dann kannst Du die Gattung der dynamischen Mikrophonvertreter an deinem Gerät komplett vergessen und mußt mit Elektret- oder Kondensatormikrophonen arbeiten, die per se eingebaute Verstärker haben und daher auch möglicherweise kleinere Eingangsimpedanzen 'verdauen' können. Da ist das Fabrikat nur noch eine Frage Deines persönlichen Gustos und Deiner persönlichen Ansprüche an Qualität und Klang. Die dürften aber in der Mehrzahl gut laufen. Könnte nur sein, daß Du häufiger mal ne Batterie wechseln mußt.
Vielen Dank, ich interpretiere deine Antwort so, dass das Gerät also mit einem Rode M3 oder AKG C1000 gut funktionieren müsste, rauschfrei muss es ja nicht sein, nur laut genug, wie man eben so Interviews mit einem Handmicro macht. Ich werde mir also so ein Micro besorgen und über meine Erfahrung berichten. :)
 
Hier ist also der Praxisbericht:

Vielen Dank, ich interpretiere deine Antwort so, dass das Gerät also mit einem Rode M3 oder AKG C1000 gut funktionieren müsste, rauschfrei muss es ja nicht sein, nur laut genug, wie man eben so Interviews mit einem Handmicro macht. Ich werde mir also so ein Micro besorgen und über meine Erfahrung berichten. :)
Ich habe mir gleich gestern das Rode M3 besorgt und getestet. Fazit: Perfekt! Es ist am Swissonic laut genug, obwohl man bei einem normalen Interview in mäßig lautstarker Umgebung die Regler voll aufziehen muss. Das Rauschen hält sich stark in Grenzen. Ich habe noch ein Interview in leiser Umgebung geführt, da ist das Rauschen ebenfalls ziemlich erträglich. Für ganz pingelige hab ich es es dann noch einmal digital durch den Denoiser gejagt und anschließend leicht komprimiert. Super-Ergebnis!

Das Rode M3 ist auch ein Super-Micro. Liegt vor allen Dingen gut in der Hand und hat kaum Griffgeräusche. Auch den optischen Effekt eines großen Handmicros sollte man beim Interview nicht unterschätzen. Mit den eingebauten Dingern hampelt man nämlich immer so rum wie die Sekretärin mit dem Diktiergerät, manche Leute empfinden das als nicht professionell.

Eine wirklich gute Sache beim Swissonic sind die beiden dicken Klinkeneingänge, das macht einen wirklich stabilen Eindruck. Daran kann man übrigens auch die beiden mitgelieferten Electret Clips anschließen und ein Stereo-Interview an einem normalen Tisch führen. Ich clippe die Dinger dann an so ein kleines Löthelferlein (als Stativ) an und stelle das dann auf einen Topfschwamm als Rumpelgeräusch-Bremse. Sieht ein bisschen improvisiert aus, ist aber alles schön klein und supertransportabel.

Resummé: Nun bin ich mit dem Swissonic richtig glücklich, es erledigt alle meine Wünsche (in wav-Format) wirklich gut und ist zu dem Preis absolut unschlagbar!

Meinen Sony-Walkman halte ich natürlich weiter in Ehren, er hat mir schon wertvolle Dienste geleistet und die Leute mit den dicken Nagras damals ziemlich beeindruckt. Hin und wieder hol ich ihn natürlich och raus und lass mal eine Cassette laufen. Aber das harte Arbeitsleben ist für ihn beendet, das hat er sich wirklich verdient! :D

Grüße und Danke an alle!

Nicolai
 
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Interessant. Ich hatte kurzzeitig auch überlegt, mit dem Swissonic einzusteigen, dachte dann aber, das sei rausgeschmissenes Geld. Irgendwo meine ich auch gelesen zu haben, dass das Gerät Einstellungen nach dem Ausschalten vergisst (vielleicht betraf dies aber den MDR-4, nicht den MDR-2, ich finde es gerade nicht).
Das dachte ich anfangs auch, als ich die ersten Aufnahmen mit den eingebauten Micros hörte. Zugegeben, ich finde die Bedienung auch nicht so optimal und das ganze Kistchen wirkt nicht gerade hochwertig. Aber nun, nach ewas Fummelei und Ausprobieren kann ich wirklich sagen, dass es für meine Anwendungsbereiche nicht nur ausreichend, sondern gut ist.
 
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Der ist nicht mit Deinem Swissonic zu vergleichen. Nach der Überarbeitung der ersten Fertigungsserie lieferte der PMD 660 hervorragende Ergebnisse. Ich glaube, das geschockte Gesicht ist anders zu deuten. Ganz schön billig.
 
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hallihallo,

ich stehe wie alle hier in dem chat wohl kurz vor dem kauf eines gerätes hauptsächlich für atmo/natur aufnahmen. habe sämtliche internetseiten durchforstet und folgende gruppe eingekreist:

sony pcm-d50
olympus ls-11
nagra ares ml mit optionalem stereo aufsteckmic von nagra

dazu habe ich folgende fragen:

1. pcm d50 vs ls11 : sony is mir eigentlich zu gross und "nur" 4gb intern vs 8 bei olympus, ABER ich will die beste quali interner mics.. alle soundfiles die ich finde sagen mit der sony ist signifikant besser, testberichte die olympus gleichauf sehen -> hat da wer erfahrung, vergleichsmöglichkeit? der kleine sony pcm-10 is ja bei dem vergleichstest von audiotranskription im vergleich mit olympus ls-10 echt zu dumpf für natur/atmo recordings...

2. gibt es IRGENDWO aufnahmesamples vom nagra ares ml die zeigen wie die quali mit dem optionalen stereo steckmicro von nagra ist :confused:
zu dem gerät finde ich leider fast nichts?? ich kenn nagra nur vom hifi bereich in dem sie erste sahne sind.. is das gerät also sein geld wert, ist schön klein wie das olympus und wenn die quali noch WIRKLICH gut wäre würde ich über den kleinen internen speicher wegsehen..

jegliche hilfe dankend willkommen :)
 
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Ich schwanke derzeit zwischen folgenden Modellen:

TASCAM DR-100 / 429,- Euro
MARANTZ PMD 620 / 299,- Euro
ZOOM H-4 N / 349,- Euro

Wie unabdingbar sind XLR-Anschlüsse für den täglichen Reportereinsatz, bzw. sind die im PMD 620 verbauten Klinkeneingänge zu kurzlebig? Welches Gerät würdet ihr mir empfehlen?
 
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Wie unabdingbar sind XLR-Anschlüsse für den täglichen Reportereinsatz
Absolut empfehlenswert. Man ist auf praktisch jede Aufnahmesituation vorbereitet: Mikrofone mit XLR-Anschluss sind gesunder Standard und XLR-Mikrofonkabel gibts wie Sand am Meer.
Da kann kommen was will, man ist immer vorbereitet.

Mit Adapterkabeln oder kaskadierten Adaptern (mag ich nicht) habe ich erhebliche Bauchschmerzen. Wenn es wirklich mal brennt, sitzt Du mit dem Zeug auf dem trockenen.
Das war für mich damals auch das Argument gegen den H-2 und für den H-4. Passt immer.

EDIT
Matthias war schneller, aber absolut d'accord.
 
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Gruß an alle!

Ich empfehle jedem, sich ein Mikrofon zu beschaffen, was seiner eigenen Stimme entspricht und man sich selbst gerne zuhört.

Grundsätzlich sind Kondensatormikrofone im Livebetrieb ungeeignet, da diese aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit zusehr den Diffusschall mitnehmen und nur bei Konzertmitschnitten erwünscht ist.

Viele Kollegen benutzen an digitalen Geräten das Sennheiser MD421, das beste dynamische Mikro und ARD-Standart seit den 60ern.

Ein U87 klingt warm, hat viel Output (mV/Pa) und daher Pegelsprünge, mit denen digitales Spielzeug überfordert ist. Niemand läuft mit einem U87 durch die Straßen!

Große Kapseln haben nur den Vorteil, dass man meim Moderieren am Tisch herumwuseln kann, ohne aus der Richtcharakteristik (breite Niere) des Mikrofones heraus zu kommen, was bei Stäbchen leichter der Fall ist.

Von der Kugelcharakteristik rate ich ganz ab, das diese auch wieder zuviel Diffusschall mitnehmen, Ausnahme; man hat eine Gesprächsgruppe ab Tisch sitzen und verfügt nicht über genügend Mikrofone.

Möchte man aber etwas von den Umgebungsgeräuschen mit dabei haben, wie das auf Volksfesten z.B. der Fall ist, rate ich zum Sennheiser MD21. Das ist das beste dyn. Kugelmikro.
Alternative: Sennheiser K6 mit ME62 ect.

Vorteil der Nagra 4.2: Phantomspeisung on Board, kräftiger Kopfhörerausgang, bis zu 13 Stunden Betrieb mit Akkus (12 Monozellen), bis zu +15dB Ausgangsspannung (4,4Volt) für ananaloge Postleitungen, kann aber auch mit ihrer 2 Mikroeingängen eine Reportage machen und das bereits aufgenommene Band abspielen in einem Arbeitsgang zum Ü-Wagen, oder mit einem Codec in ISDN-Leitungen ins Funkhaus spielen und dort live auf Sendung geschaltet werden!

Ich nutze seit Jahren dazu meinen YouCom Ü-Wagen im Koffer.

Euer Rudy
 
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Zu Beitrag 14:

Mit der Phantomspeisung wird die Elektronik und die Kondensatorkapsel mit Spannung versorgt. Die a und die B Ader des Mikrokabels erhalten über 1,8k Widerstände die positive Spannung, über den Schirm die negative.

Je nach gewünschter Charakteristik wird die Kapselmembrane als Anode mit +60, -60 oder bis zu 120V (U87) aufgeladen. Da die Membrane gegenüber dem Kapselkern (Kathode) mit den Kontrollbohrungen isoliert gespannt wurde, entsteht beim Einschwingen durch die Geräusche in der Luft eine kapazitive Änderung nach dem Kondensatorprinzip.

Eine neue Kapsel liegt so bei 37pf (Pikofarad) und wird im Laufe der Betriebsjahre schlechter.

Auf der Unterseite eine mit über 4000 Betriebsstunden alten Kondensatorkapsel entsteht Abbrand und verringert den Abstand zwischen Anode und Kathode.

Kommt jetzt ein großer Schalldruck wie z.B. ein Knall, schweißen sich die beiden zusammen und ergeben einen Kurzschluss. Gleiches passiert, wenn Feuchtigkeit durch die Kontrollbohrungen unter die Kapsel kommt und diese unbrauchbar macht.
Optisch kann man das durch einen bläulichen Schmierfilm erkennen.

Was auch passieren kann: Ein hochwertiges Kondensatormikrofon fällt hin, oder wird im Flugzeug mitgenommen. Durch Sturz und raschem Luftdruckabfall kann die Kapselmembran reißen!

Optisch zu erkennen dadurch, dass die Membran wellig wird.

Beim alten Neumann U47 wurde die erste Generation der Kapsel geklebt und mittels Fixierring gehalten. Der Kleber floss unkontrolliert ungleichmäßig unter die Membran und hatte den Erfolg, alle hörbaren Resonanzen aus der Kapsel zu entfernen und die Membran bei der Montage aufzuweichen und so vor Rissen zu schützen!

Danach wurde die Membran mittels Spannring trocken geschraubt, ein Verfahren welches bis heute verwendet wird.

Bedeutet: Es gibt heute keine original U47 mehr. Das nur mal am Rande erwähnt.

Kauftipp bei hochwertigen Kondensatormikrofonen: nach dem Alter der Kapsel fragen!

Rudy
 
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BTW: Ein Hinweis darauf scheint mir nach Studium der Nutzungsbedingungen (hoffe, ich habe nichts überlesen) erlaubt zu sein: Biete meine Nagra Ares-M zum Verkauf an.
Grund: Brauche ein Gerät, das sich auch als Fieldrecorder im Zusammenspiel mit meiner Canon 5D Mark II besser eignet (Video-DSLR), Stativaufnahme, XLR-Anschlüsse etc. Habe mir aus diesem Grund einen Tascam DR-100 zugelegt.
Zum Gerät: Einen älteren Testbericht findet ihr u.a. hier im Forum.
Das Gerät ist klein, absolut robust (Alugehäuse), hochwertig verarbeitet und hat, was mich damals zum Kauf bewogen hat, Vorverstärker, die auch im Zusammenspiel mit dynamischen Mikrofonen ein erstklassiges, rauscharmes Ergebnis bringen. Nagra eben. Es ist 1a gepflegt, sieht aus wie neu, nur die Verschlusskappe der oberen Mikro-Eingänge ist verlustig gegangen, kann aber für ein paar Euro nachbestellt werden.
Nachteile: Nur integrierter Speicher (1Gb), Übertragung über USB 1.1., also etwas langsam. Die Mikroeingänge sind trotz Miniklinke sehr robust. Sämtliches Zubehör ist dabei.
Hat mal 950 Euro gekostet und ich biete es für 290 an. Bei Interesse bitte PN an mich. Telefonnummer angeben, ich gebe gern weitere Auskünfte.

Sollte wider besseren Wissens dieser Post nicht erlaubt sein, bitte löschen.
 
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Mikrofone mit XLR-Anschluss sind gesunder Standard und XLR-Mikrofonkabel gibts wie Sand am Meer.
Da kann kommen was will, man ist immer vorbereitet.

Mit Adapterkabeln oder kaskadierten Adaptern (mag ich nicht) habe ich erhebliche Bauchschmerzen. Wenn es wirklich mal brennt, sitzt Du mit dem Zeug auf dem trockenen.
Das ist natürlich wahr, und mit Mini-Klinke als Eingang braucht mir niemand mehr zu kommen.

Jedoch: Vor dem Kauf sollte man sich halt Gedanken darüber machen, wo und wie man so ein Gerät hauptsächlich einsetzt.

Bei mir sieht's so aus, daß ich in 90% mit einem dieser Mini-Digitalrecorder mit eingebauten Mikros völlig ausreichend bestückt wäre.

Bei den restlichen 10% der Anwendungsfälle ist eine "grössere" Lösung nötig: XLR-Anschlüsse für ein externes Mikro, 10 Meter Mikro-Kabel, Stativ, evtl. LINE-Eingang.

Wer hauptsächlich Pressekonferenzen mitschneidet, braucht eher die "grosse" Lösung. Wer hauptsächlich seine Gesprächspartner um sich gruppiert und mit ihnen direkt Interviews führt, wird mit einer "kleinen" Lösung sicherlich eher glücklich.
 
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Hallo!

Ich habe mir gestern den Tascam DR-100 zugelegt und "spiele" jetzt natürlich damit rum. Gleich schwinge ich mich aufs Fahrrad und fange ein paar Atmos ein.

Eine erste Testaufnahme mit den gerichteten Mics entstand heute um Mitternacht in Whyl. Ich saß im Auto (grüner Punkt) und hielt den Recorder aus dem Fenster. Leider ging die Uhr der Kirche etwa eine Minute nach und ich wollte gerade auf meine Uhr schauen... Genau in diesem Moment fingen die Glocken an zu läuten und Griffgeräusche sind zu hören. Schade. Der gesprächige Radfahrer (Kann das jemand übersetzen? ;)) kam von Süden um die Kurve. Man hört ihn aus gut 25 Meter Entfernung.

Am Anfang der Aufnahme ist die Stille im Ort bzw. das Eigenrauschen zu hören. Tieffrequentes "Geblubber" stammt mit Sicherheit von meinem Arm, denn es ging kein Wind.

Mic-Gain: High
Input-Level: 7,5

vg Zwerg#8
 
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Ich weiß nicht, ob es schon zu spät ist, aber zum Sony PCM 50 kann ich folgendes sagen: Ich arbeite jetzt seit mehr als einem Jahr damit. Vorwiegend mache ich Aufnahmen zu Videos für ein Sprachlehrprogramm. Es sind also kontrollierte, planbare Situationen. Ich benutze dafür entweder ein Sony Stereomic mit Klinkenstecker oder die eingebauten Mics. Für Außenaufnahmen sind die eingebauten Mics nur bei völliger Windstille zu gebrauchen. Zwar gibt es einen Windschutz, aber der ist auch nur sehr eingeschränkt brauchbar.
Für Innenaufnahmen oder im Studio sind die eingebauten Mics sehr gut und das Gerät ist insgesamt brauchbar.
Was am meisten dagegen spricht, ist die Tatsache, dass das Gerät keine XLR-Anschlüsse hat. Man kann dafür ein Zusatzteil kaufen (was ich gemacht habe), aber damit wird es sehr unhandlich und schwer. Außerdem ist die Befestigung sehr wackelig. Nebenbei wird der Formfaktor auch zerstört.
Und noch etwas: Obwohl das Gerät bei mir nicht sonderlich rauh behandelt wird, lösen sich schon die Beschriftungen der Bedienungselemente ab. Etwas ärgerlich bei dem Preis.
Ach ja: Als Speicherkarten kann man nur "Memorysticks" verwenden. Auch das ist etwas unpraktisch.
 
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Hallo!

Ihr wartet sicherlich schon gespannt auf meinen Bericht zum Tascam DR-100. Was soll ich sagen? Ich bin leicht entäuscht, hatte mehr erwartet von Tascam und für 429 €.

Grundsätzlich kann ich schon folgendes bestätigen:

Der interne Lautsprecher rauscht immer ganz leise vor sich hin. Das Problem ist Tascam bekannt, eine Lösung gibt es bisher nicht und ich glaube auch nicht, daß sich das über ein Update der Firmware lösen lässt. Zumindest Aufnahmen über die gerichteten Mics dürften davon aber nicht betroffen sein.

Die Aufnahmen sind leise. Um überhaupt "Pegel" zu bekommen, muß man "MIC-GAIN" (an der Unterseite des Gerätes auf "HIGH" stellen und das Tandempoti voll aufdrehen. Bei (fast) Stille im Raum rauscht es dann schon bei etwa -40 dBFS.

Mein gutes altes Sennheiser MD 431 mag der Tascam überhaupt nicht. Man muß bei voll aufgedrehter Verstärkung schon ziemlich "reinbrüllen", um die Aufnahme in den Clip zu treiben. Und ja, beim Monitoring über die Kopfhörer während der Aufnahme rauscht es "wie Sau", die eigentliche Aufnahme rauscht deutlich weniger. Trotzdem ist der Aufnahmepegel viel zu gering.


Sodele, ich muß erstmal weg. Morgen gibts mehr. Bis dahin könnt ihr euch ja die Zeit mit den drei Beispielen vertreiben.
 
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Manno! Ihr sollt euch die Oggs anhören, nicht die Fotos runterladen! Oder ist das hier neuerdings ein Fotoclub? Die Fotos sind nur dazu da, damit ihr euch die jeweilige Aufnahmesituation besser vorstellen könnt.

Ich bin gleich wieder da...
 
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Ich finde, das Rauschen des Tascam ist absolut im tolerierbaren Rahmen. Ich kann leider nicht mit so idyllischem Ambiente dienen, lade hier aber dennoch zwei Dateien zum Vergleich hoch.

Einmal eine Wiese, bei der tausendfach heftigst gezirpt wird. Die ist mit einem Beyerdynamic MCE 82 (X/Y-Stereo) und einem HHB Portadisc aufgenommen.

Auf dem "ruhigen Platz" hört man im Hintergrund nicht nur die Schritte einer Dame, aber leider auch eine stärker befahren Straße im Hintergrund. Das lässt einen richtigen Eindruck über das Rauschverhalten nicht so richtig zu. Es Ist das gleiche Mikro und ein Marantz PMD 671.

Tja, da ist dann beim achten Zwerg leider noch der mangelnde Pegel bei dynamischen Mikros. Auch scheint mir das Gerät wie für Handhelds üblich stärkere Handgeräusche zu erzeugen. Das muss er wissen, ob er damit leben kann oder nicht. Für Atmoaufnahmen scheint das Ding ganz gut geeignet zu sein.
 

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Ich finde, das Rauschen des Tascam ist absolut im tolerierbaren Rahmen.
Ja, durchaus. Ich will den DR-100 hier auch nicht "zerreißen", denn das Gerät fühlt sich sich absolut "wertig" an und macht auch was es soll. Die Hörbeispiele (ich habe noch einige in petto, zwei neue hängen unten dran) klingen durchaus gut und sind als Atmo brauchbar.

Ich habe nur etwas "mehr" erwartet. Dazu gehört selbstverständlich, daß man gängige dynamische Mics problemlos anschließen kann und dabei auch genug "Bumms" da ist.


Am kommenden Samstag probiere ich ein Stereoset (Rode NT 5) aus. Soweit ich das einschätzen kann, liefern diese Mics 12mV/Pa und sind damit 12-18 dB "lauter" als ein MD 431. Stimmt das?


@Regie 510 oder andere "Freiburger": Wer am Test teilnehmen will ist herzlich eingeladen. Näheres über PN.



Ich kann leider nicht mit so idyllischem Ambiente dienen...
;) Ich wohne halt dort, wo andere Urlaub machen. ;) Und nein, ich lebe nicht "hinter dem Mond": Thomann & DHL haben es beispielsweise geschafft, mir den DR-100 innerhalb von 23 Stunden zu liefern. Das war Klasse, denn du weißt ja wie das ist: Man kann es nicht erwarten und fühlt sich wie ein Kind, welches auf den Weihnachtsmann wartet. *zappel, zappel* :D


PS: Ich habe schon gelernt: Siehe den Gummi um den Windschutz. Nun bläßt der Wind nicht mehr "von hinten" in die Mics... (Macht viel aus.)

PS2:
Wolle, ich brauch mehr Speicherplatz. ;)


PS3:
@divy: Hier noch das "vergessene" Foto bezüglich der Atmo "Straße". Luftlinie zu den Glocken etwa 100m.

PS4: Man hüte sich unbedingt vor DECT-Telefonen in der Nähe! Die gerichteten Mics (Stellung: Uni) fangen diese Störungen wie Antennen ein! Kein Witz.



vg Zwerg#8
 
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Hallo Zwerg, die Atmos sind sehr gut. Allerdings ist der Rekorder hier ja auch auf einem Stativ aufgebaut. Ich wüsste gerne mal, wie sich das anhört, wenn Du ihn in der Hand hälst und evtl. sogar etwas nachführst. Ich denke, das ist immer noch der Schwachpunkt.

Die NT-5 werden sich natürlich toll anhören, wollen aber ja Phantomspeisung. Wo willst Du die her nehmen, aus dem Rekorder? Da würde ich mal anfangen zu rechnen, wie lange die Akkus dann halten. Da bist Du ja der Experte.

Einen Vergleich mit dem MD 431 halte ich für unzulässig. Wie willst Du ein Kondensator-Stereopaar mit einem dynamischen Mikro vergleichen, das geht nicht. Auch ist die Ausgangsspannung des Sennheisers gar nicht soooo niedrig. Das Beyerdynamic M59, eines der "lautesten" dynamischen, hat auch nur 3mV/Pa. Wenn Du gerne ein dynamisches verwenden möchtest, und das geht mit dem Tascam nicht, solltest Du dann vielleicht doch über einen PMD 661 nachdenken. (??)

Schade, selbst die ersten Consumer-MD hatten noch ganz ordentliche Eingänge, an die man auch gut dynamische Mikros anschließen konnte.
 
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Ich wollte noch mal ganz kurz was zu Marantz sagen, nachdem ich die hier ja auch nicht schlecht kritisiert habe. Ich hatte mich ja über den hohen Stromverbrauch meines PMD 671 beschwert. Inzwischen war er in der Wartung, dort ist kurzerhand die gesamte Leiterplatte ausgetauscht worden. Das bedeutet, der Rekorder ist vom Gehäuse und den Anschlüssen abgesehen praktisch neu. Tatsächlich hat sich das Stromproblem jetzt gelöst. Ich bin mir aber nicht sicher, ob jeder Hersteller so verfahren wäre und es nicht doch erst mal mit kleineren Reparaturen versucht hätte - oder nicht sogar das Problem gar nicht anerkannt hätte. Hier im Forum sind auch mehrmals Fehler bei Marantz-Rekordern angesprochen worden, die offenbar niemals in der Werkstatt waren (heißlaufende Batterien, lädt die Akkus nicht, etc.)

Leute, wenn Eure Kiste nicht tadellos funktioniert, schickt sie ein. Der Kundendienst ist professionell und kulant. Vielleicht sollte man das beim Kauf von dem Equipment auch auf der Rechnung haben.
 
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