Reporter-Aufnahmegeräte


Hallo!

Aha, ein SPDIF - Eingang (Coax) ist auch noch dabei. Kann man mal gebrauchen...

Tascam hat jedenfalls am Mikrofonvorverstärker gebastelt, wenn die Angaben auf der Website stimmen. In der Schalterstellung "HIGH" gibt es nun 12 dB mehr Empfindlichkeit ("Bumms"), in der Stellung "MID" sind es 6 dB mehr. Wenn das Rauschen im Rahmen bleibt, ist das sicher ausreichend. Auch "taube" dynamische Mics (~2mV/Pa) sollten jetzt am DR100MK2 einen einigermaßen anständigen Pegel bringen. Mein altes Sennheiser DJ-Mic dürfte mit dem "12dB-Boost" vom DR-100MK2 sogar lauter sein, als dein AKG C-1000 (6mV/Pa) am alten DR-100. Aber "zusätzlich" Rauschen darf es dabei natürlich nicht, sonst wird das auch bloß Mist. ;)

Rein theoretisch hat der DR-100MK2 jetzt sogar 10dB mehr Reserve als der TASCAM HD-P2. (Nominaler Eingangspegel: -60dBu bei "Trim Max" und 16dB Übersteuerungsreserve, also -16dBFS.)


DR-100 (alt) - HIGH
Nominaler Eingangspegel: -58dBu (entspricht -16dBFS)
Maximaler Eingangspegel: -42dbu (entspricht 0dbFS)

DR-100MK2 - HIGH
Nominaler Eingangspegel: –70 dBu (entspricht -16dBFS)
Maximaler Eingangspegel - 54 dBu (entspricht 0dbFS)



DR-100 (alt) - MID
Nominaler Eingangspegel: -36dBu (entspricht -16dBFS)
Maximaler Eingangspegel: -20dbu (entspricht 0dbFS)

DR-100MK2 - MID
Nominaler Eingangspegel: -42 dBu (entspricht -16dBFS)
Maximaler Eingangspegel - 26 dBu (entspricht 0dbFS)



Grüßle
 
Mein lieber Zwerg#8,

so sehr ich Deinen Sachverstand und Deine Beiträge auch schätze, aber jetzt gibt's was auf die Mütze, bis sie rot wird.
:p

Auch "taube" dynamische Mics (~2mV/Pa) sollten jetzt am DR100MK2 einen einigermaßen anständigen Pegel bringen. Mein altes Sennheiser DJ-Mic dürfte mit dem "12dB-Boost" vom DR-100MK2 sogar lauter sein, als dein AKG C-1000 (6mV/Pa) am alten DR-100.
Wenn Du jetzt noch einmal ein dynamisches Mikrofon um die 2 mV/Pa als "taub" bezeichnest, dann schicke ich Dich mit einem AKG C1000s zur nächsten Reportage über Hooligans und randalierende Fans - inklusive Bierdusche und anderen Sauereien.

Natürlich bringen dynamische Mikrofone weniger Pegel, aber sie sind an der Front / auf der Straße / im Feld oftmals die bessere Wahl. Die Sennheiser-Homepage weist bei den technischen Daten der Mikrofone MD421, MD42 und MD46 allesamt 2,0 mV/Pa aus - und die sind nun wirklich alles andere als taub, selbst an den Miniklinken-Eingängen der MD-Recorder, falls Du sie noch kennst.

Relativiere das mit der Taubheit bitte - das finde ich für einen "Großohr-Zwerg" wirklich unangemessen. Du tust den sehr guten Arbeitspferden hier unnötig Unrecht.
 
Genauso meine ich das, Mork02.

@Hefeteich: Ich lasse auch nichts auf mein altes Sennheiser "profiPOWER" kommen. Jeder normale DJ-Mixer verstärkt das Mikrofon anständig - ohne großartig zu rauschen. Ein TASCAM DR-100 kann das aber leider nicht. Und das steht hier in diesem Thread. Wenn der DR-100MK2 mit diesen +12 dB "nichts" anfangen kann, dann ist er "unten durch". Das weiß hoffentlich auch TASCAM.

Ansonsten bin ich gerade richtig stinksauer: Ich kann praktisch meine ganze Feuerwerksaufnahme mit dem DR-100 in die Tonne hauen. Unfassbar! Wenn es stimmt, was ich denke, woran es gelegen hat, dann hat der DR-100 (nicht nur) bei mir "verschissen". Ihr würdet mir meine Story "roh" jetzt sowieso nicht abnehmen. (Ich würde sie euch auch nicht glauben!) Also muß ich meine These erstmal beweisen. Das sollte nicht weiter schwerfallen, denn die aufgezeichneten Wavedateien liegen ja alle vor...

Die Story ist echt am "Limit" - im wahrsten Sinne des Wortes!

Grüßle Zwerg#8
 
Hefeteich, wie Zwerg sagte, und ich muss ihm recht geben, steht in diesem Thread die Sache geschrieben: Dynamische Mics am DR100 gehen gar nicht. Null. Und komischerweise gehen sie fast alle an den MD-Consumer-Geräten. Mir ist das auch ein Rätsel. (Am besten gehen sie alle, wie schon gesagt, an HD-P2 und co).

Zwerg! Erzähle die Geschichte, erzähle sie ganz!
 
Wegen der Specs des DR-100 MKII herrscht im Net einige Aufregung. Beispielsweise auf http://www.personal-view.com/talks/discussion/1638/tascam-dr-100-mk-ii/p1

Improved preamps with more gain and less noise (this is big)
Natürlich wäre das "big"! Einen "richtigen" Test habe ich aber noch nicht gefunden. Das Teil ist einfach noch zu neu.


Zwerg! Erzähle die Geschichte, erzähle sie ganz!
Falls du damit meine "Feuerwerksgeschichte" meinst, da bin ich echt am grübeln. Ich habe im Moment keine Erklärung, kann aber auch einen "DAZ" (Dümmster Anzunehmender Zwerg) nicht zu 100% ausschließen! Es kann sein, daß ich im "Eifer des Gefechts" (es war ja schließlich zappenduster) zufällig diesen "Auto/LMT" Schalter auf der Rückseite betätigt habe, denn die Wave sieht wie ein "Brikett" aus. Das spricht für den Limiter im Gerät. Das kann aber nicht sein, denn nachdem ich dieses "Brikett" im Editor gesehen habe, habe ich in den Settings nachgeschaut: AUTO. Das ist 100%ig sicher, denn das ist die Werkseinstellung und ich habe nie daran "rumgespielt"!

Der Witz an der Sache ist nicht so sehr, daß die Pegelspitzen praktisch "wegrasiert" sind (im schlimmsten Fall "kleben" über 400 Samples am Stück fast waagerecht "oben"), sondern der "Einsatzpegel" bei dem das passiert ist: -5dBFS. Ein Take mit wegrasierten Spitzen ließ sich sogar um 5,66dB anheben (Normalisieren). Da brauch ich mich auch nicht wundern, daß während der Aufnahme die Clipping-LED nicht "anzuckt". Ich warf nämlich bei einer nahen Explosion einer Rakete immer einen Blick auf das Gerät: "Toll, der Pegel "stimmt"". Zu früh gefreut.

Außerdem bleibt noch die Frage mit dem "AUTO", der automatischen Lautstärkeregelung. Die Aufnahmen "pumpen" nicht. Und selbst wenn es bei der Regelung pumpt, dann dürfen die Pegelspitzen nicht "glatt" wegrasiert werden.

Alles etwas mysteriös.

Ich schneide das Material etwas zusammen und lade es hoch (96kHz/24 Bit Wave mit Winrar oder Flac gepackt). Dann könnt ihr reinhören.


Unten drei Fotos vom Ambiente und der Aufstellung der Mics... (Ja, ja - die Aufnahmen sind sehr hell! Bitte Sonnenbrille aufsetzen! :D)
 

Anhänge

So richtig sicher bin ich mir nicht, ob mein Posting hier in den Thread gehört. Aber notfalls kann man das ganze Thema ja auch problemlos verschieben.

Ich hoffe, der Link funktioniert. Das ist ein RAR-Archiv mit knapp 28 MB Größe.

http://ul.to/z58mv5om

Entpackt wird daraus eine Wavedatei 96kHz/24 Bit mit einer Laufzeit von knapp 90 Sekunden. Ich habe nur geschnitten und geblendet. An der Lautstärke habe ich nicht "gedreht".

Achtung! Wiedergabelautstärke zunächst herabsetzen! Es knallt zu Beginn ganz ordentlich...


Anhand der Bilder oben sieht man es zwar schon, hier aber die offiziellen Daten:
Mikrofone: Rode NT5 Stereoset mit NT-45 Kapseln (Kugel)
Aufnahmetechnik: AB-Technik mit etwa 60cm Basisbreite
Rekorder: Tascam DR-100 96kHz/24 Bit

Was hört man?

0 bis 12s: Das übliche Einpegeln - alles übersteuert, aber das "Band" läuft! (Man achte aber auf den "Blubb" zwischen den beiden Explosionen im rechten Kanal!)

12- 40s :Ich schalte die Vorverstärkung auf "MID". Es wird daher schlagartig leiser. Ein paar Spitzen kratzen aber an der 0dB-Marke. Ich drehe daher am Input-Tandempoti die Aufnahmelautstärke noch weiter zurück. Eigentlich sind wir jetzt "im grünen Bereich". Wirklich?

40s: Das Unheil beginnt. "Brikettfabrik" at its best. Genau aus diesem Grund gibt es dieses Posting! Ich habe nach wie vor keine Ahnung, wie das passieren konnte!

80s: Eine Rakete "verunglückt" und explodiert etwa 10 Meter vor den Mikrofonen. Selbst ich als alter Pyrotechniker konnte mir daraufhin ein (dreckiges) Lachen nicht verkneifen! Normalerweise lache ich nicht in meine eigenen Aufnahmen! Aber das hat wirklich richtig "gerummst"! ;) Leider hat der Rekorder diese Stelle nicht zufriedenstellend aufgezeichnet - hier findet ihr die über 400 Samples, von denen ich oben schon sprach.


Was nun?

Im Moment gehe ich von DAZ aus. Ich werde aber die XLR-Eingänge des DR-100 mit einem "Testton-Feuerwerk" beballern. Anders wird das nix.

Grüßle
 
Ist das Gerät empfehlenswert?
Ich weiß nicht, ob die Frage beantwortbar ist. Der DN-F20R ist elf Jahre alt, hat mal über 1000 Euro gekostet und ist mit Batterien ziemlich schwer, obgleich im Plastikgehäuse. CF-Karten sind billiger, schneller und größer geworden, so dass unkomprimierter Aufnahme nichts im Weg stehen sollte, sofern der Denon sie akzeptiert, was nicht immer der Fall ist. Auch der Stromverbrauch ist hoch. Der Mindestpreis 199 Euro geht sicherlich ebenso okay wie das Sofortkaufenangebot für 299 Euro. Ich Frevler würde ein kleineres, leichteres, MP3 unterstützendes Gerät mit eingebauten Mikros dennoch bevorzugen ;)

Einfach mal das Forum durchsuchen: http://www.google.de/search?q="DN-F20R"+site:radioforen.de
 
Ich Frevler würde ein kleineres, leichteres, MP3 unterstützendes Gerät mit eingebauten Mikros dennoch bevorzugen ;)
Na, ob das mit MP3 was wird?

Sorry, ich habe dein Posting erst jetzt gesehen. Ich muß dich aber dringend auf mein Posting vom 8.März hinweisen! Sperr bitte die Ohren auf! Du solltest deutliche MPEG-Artefakte während des O-Tons hören.

http://radioforen.de/index.php?thre...ürs-radio-selber-schneiden.34552/#post-583411

Möglicherweise hast du das Tonbeispiel in der Zwischenzeit ja schon gehört und deine Meinung geändert. So klingt es halt, wenn MPEG mehrfach umcodiert wird. Man müßte direkt mal versuchen nachzuzählen, wie oft das eigentlich (unbewußt) geschieht.


1.) Aufnahme im Reporteraufnahmegerät (verlustbehaftet)
2.) Import in Schnittsoftware des Redakteurs (verlustbehaftet)
3.) fertiger Beitrag (landet als WAVE oder MP2 mit 384kBit im Speicher) (verlustbehaftet)

4.) Dekodierung & DA-Wandlung während der Sendung im Sende-Mischpult (verlustbehaftet)
5.) AD-Wandlung und Encodierung nach MPEG (verlustbehaftet)


6.) Optimod (verlustbehaftet)

6.) Aufbereitung für DVB-S oder DAB+ (natürlich verlustbehaftet)
6 a) Aufbereitung für die UKW-Abstrahlung (dito.)

7) Übertragung zu den einzelnen Sendern (nicht zwangsläufig verlustbehaftet, wenn die Übertragung digital geschieht - evt. nur Umcodierung)


8) Decodierung des MPEG-Datenstroms, DA-Wandlung im Empfänger.


Das war jetzt ganz grob dargestellt. Möglicherweise ist es noch "schlimmer".


Grüßle Kodier-Zwerg
 
Möglicherweise hast du das Tonbeispiel in der Zwischenzeit ja schon gehört und deine Meinung geändert.
Zweimal "Nein". Zum einen, weil der Schluss vom Speziellen aufs Allgemeine unzulässig ist, zum anderen, weil es immer darauf ankommt, was man braucht. Vor allem aber, weil der von Dir skizzierte Weg falsch und unnötig ist.
1.) Aufnahme im Reporteraufnahmegerät (verlustbehaftet)
2.) Import in Schnittsoftware des Redakteurs (verlustbehaftet)
3.) fertiger Beitrag (landet als WAVE oder MP2 mit 384kBit im Speicher) (verlustbehaftet)

4.) Dekodierung & DA-Wandlung während der Sendung im Sende-Mischpult (verlustbehaftet)
5.) AD-Wandlung und Encodierung nach MPEG (verlustbehaftet)


6.) Optimod (verlustbehaftet)

6.) Aufbereitung für DVB-S oder DAB+ (natürlich verlustbehaftet)
6 a) Aufbereitung für die UKW-Abstrahlung (dito.)

7) Übertragung zu den einzelnen Sendern (nicht zwangsläufig verlustbehaftet, wenn die Übertragung digital geschieht - evt. nur Umcodierung)


8) Decodierung des MPEG-Datenstroms, DA-Wandlung im Empfänger.
Gegenvorschlag:

1. Aufnahme im Reporteraufnahmegerät (verlustbehaftet)
2. Öffnung mit bevorzugter Audiosoftware (verlustfrei)
3. Abspeichern im bevorzugten verlustfreien Format (verlustfrei)
4. Was auch immer (verlustfrei)
 
Moin!

Schade.

Zum einen, weil der Schluss vom Speziellen aufs Allgemeine unzulässig ist, zum anderen, weil es immer darauf ankommt, was man braucht.
Selbstverständlich weiß ich nicht, was du brauchst. Ich gehe aber einfach mal davon aus, daß du möglichst hochwertige Ergebnisse erzielen willst. So wie im Hörbeispiel sollte es jedenfalls nicht klingen.

Es gibt heute eigentlich keinen Grund, im MP3-Format aufzunehmen. Das Argument "Platzsparen" lasse ich im Zeitalter der billigen 4 oder 8 GB fassenden Speicherkarten nicht gelten. Natürlich muß man die Speicherkarte ab und zu mal "aufräumen"... :D


Gegenvorschlag:
1. Aufnahme im Reporteraufnahmegerät (verlustbehaftet)
2. Öffnung mit bevorzugter Audiosoftware (verlustfrei)
Nöööö, nix mit verlustfrei im Schritt zwei.

Bei Schritt 2 kommt ein Decoder ins Spiel, der die MPEG-Daten wieder ins PCM-Format ("wave") wandelt. Wenn du Pech hast, "fiept" das Ding beim Import. Ob man das sofort hört, kommt sicher aufs aufgenommene Material an (Verdeckungseffekt). Das Thema hatten wir vor drei Jahren schonmal und ist noch nicht "ausgestanden". Dort geht es zwar um MP2, aber dieses Format spielt ja trotzdem eine wichtige Rolle, zumindest bei den ÖR. http://radioforen.de/index.php?threads/mpeg-matsch-mit-mp2-cool-edit.19497/page-2#post-324925

Du siehst sicher auch ein, daß man sich diesen fehlerträchtigen Zwischenschritt ersparen kann, wenn das Material gleich im Wave-Format vorliegt.


Grüßle
 
Nöööö, nix mit verlustfrei im Schritt zwei.
Doch. Das bloße Öffnen verändert die Datei in keiner Weise. Bei Schritt 3 bin ich eventuell zu optimistisch. Vielleicht ist die Umwandlung in ein verlustfreies Format mit geringem Verlust behaftet. Für mich unhörbar, für Dich vielleicht Ohrenschmerz. Damit musst Du leben.

Nur der Vollständigkeit halber: MP3 lässt sich auch ohne Neukodierung schneiden, verlustfrei also.
Du siehst sicher auch ein, daß man sich diesen fehlerträchtigen Zwischenschritt ersparen kann, wenn das Material gleich im Wave-Format vorliegt.
Wie gesagt: Nein.
 
Mit Verlaub:

Da fallen mir spontan Begriffe wie 'Digitalfuzzi' und 'Konsumopfer' ein, wobei die Argumentation (die genau genommen nicht mal eine ist) auf eine verhängnisvolle Kombitation beider hindeutet. So etwas kommt heraus, wenn man in grundsätzlichem Un- und Mißverständnis der Funktionweise seiner Klamotten diese unreflektiert benutzt.
 
3. Abspeichern im bevorzugten verlustfreien Format (verlustfrei)
4. Was auch immer (verlustfrei)
Ab Punkt 3 muß ich wiedersprechen und dem Zwerg rechtgeben, weil die Darstellung so nicht dem gängigen Workflow in den großen Funkhäusern entspricht. Erschwerend kommt hinzu, das die semiprofessionellen Geräte in MP3 aufzeichnen, wenn denn datenreduziert werden soll, im Funkhaus aber MP2 verwendet wird.

Also (der Einfachheit gehe ich von durchgängig 48 kHz aus):
1) Aufzeichung verlustbehaftet MP3 z. B. in 192 kbps Mono
2) Direktimport in die Datenbank, (stille) Wandlung in üblichwerweise MP2, 384 kbps Stereo, davon bekommt der "normale" Anwender gar nichts mit.
3) öffnen mit dem Editor. Sobald hier festgestellt wird, das man innerhalb der Frames nicht sauber schneiden kann und man den Schnitt hören würde (was häufig vorkommt), wird auf WAV aufgeblasen, um samplegenau arbeiten zu können.
4) Beim Abspeichern Recodierung in MP2, 384 kbps Stereo.

jetzt schiebe ich noch einen Worst Case ein: ein Redakteur möchte nachträglich nachbearbeiten / kürzen.
5) öffnen mit dem Editor. Sobald hier festgestellt wird, das man innerhalb der Frames nicht sauber schneiden kann und man den Schnitt hören würde (was häufig vorkommt), wird auf WAV aufgeblasen, um samplegenau arbeiten zu können.
6) Beim Abspeichern Recodierung in MP2, 384 kbps Stereo.

Den Rest des Weges hat der Zwerg passend beschrieben. Wobei ich nicht sagen kann, welche Sender noch linear zugeführt werden. Sicherlich aber die Wenigsten. Und ja, ich höre die Kaskadierung der einzelnen Datenreduktionen auch locker raus, vor allem, wenn die Quelldatenrate schon entsprechend niedrig war (da gab's mal ne Rundfunkanstalt, die hat ihre Leute schon mit "fortschrittlichen" 64 kbps Mono losgeschickt, während andere noch den TC-D5 schwangen).

Ich beuge vor, in dem linear aufgenommen wird und es vor Speicherung der finalen Version des Beitrags keine Wandlung gibt. Damit entfallen in diesem Workflow die Punkte 1 - 3.
 
Mit Verlaub:

Da fallen mir spontan Begriffe wie 'Digitalfuzzi' und 'Konsumopfer' ein, wobei die Argumentation (die genau genommen nicht mal eine ist) auf eine verhängnisvolle Kombitation beider hindeutet. So etwas kommt heraus, wenn man in grundsätzlichem Un- und Mißverständnis der Funktionweise seiner Klamotten diese unreflektiert benutzt.
Bitte sachlich bleiben, Beleidigungen nehme ich zwar zur Kenntnis, sie führen aber niemanden weiter.

Was glaubst Du nicht: Dass sich MP3 verlustfrei schneiden lässt? Oder dass Öffnen noch nicht zu Qualitätsverlust führt?
Ab Punkt 3 muß ich wiedersprechen
Nein, Du musst nicht widersprechen.
weil die Darstellung so nicht dem gängigen Workflow in den großen Funkhäusern entspricht.
Ulkige Begründung. Was schert es mich, wie ARD-Anstalten gewöhnlich arbeiten?

Noch mal zur Erinnerung, der Zwerg störte sich an dieser Aussage:
Ich Frevler würde ein kleineres, leichteres, MP3 unterstützendes Gerät mit eingebauten Mikros dennoch bevorzugen ;)
Die Aussage ist mit Bedacht getroffen und fußt auf Erfahrung. Eure Bekehrungsversuche wirken arg überheblich und haben mit dem Topic nichts mehr zu tun, denn verlustfrei zeichnen alle relevanten Geräte auf. Dass ich darüber hinaus von *meinem* Reportergerät wünsche, dass es kompakt ist und MP3-komprimiert aufzeichnet, müsst Ihr mir eingestehen. Cut.
 
Ulkige Begründung. Was schert es mich, wie ARD-Anstalten gewöhnlich arbeiten?
[...]
Dass ich darüber hinaus von *meinem* Reportergerät wünsche, dass es kompakt ist und MP3-komprimiert aufzeichnet, müsst Ihr mir eingestehen. Cut.
Damit, was Du Dir von deinem Gerät wünschst, ist hier aber niemandem geholfen. 98% der Nutzer hier werden vermutlich der ARD zuliefern, zumindest, wenn ich mir so anhöre, was im Privatfunk überhaupt noch an Beiträgen läuft. Also sollte man sich wohl zwangsläufig den Produktionsgegebenheiten anpassen, ob man sie nun sinnvoll findet oder nicht.
 
Was glaubst Du nicht: Dass sich MP3 verlustfrei schneiden lässt? Oder dass Öffnen noch nicht zu Qualitätsverlust führt?
Selbstverständlich kann man MP2/3 ohne Dekodierung auseinanderschneiden - mit mp3directCut beispielsweise. Das funktioniert. Wie Ralle aber schon schrieb, fuktioniert das nur auf Framebasis und das kann oft einfach zu ungenau sein.

Im Normalfall wird man andere Programme für den Schnitt benutzen, beispielsweise Samplitude. Wenn du dort eine MP3-Datei ins Projekt "reinhaust", wird sie zunächst decodiert und landet im Waveformat auf der Festplatte.

Egal wie man es dreht, immer bevor man einen Ton aus einer MPEG-Datei hören kann, muß der Datenstrom decodiert werden, denn die Soundkarte im Rechner "versteht" nur Samples im PCM-Format, also Wave. Ohne Decoder kommt "hinten" aus der Soundkarte nur übelstes Rauschen raus. (Datei einfach in *.pcm umbenennen...)

Einen weiteren Nachteil hat die Aufnahme im MP3-Format trotzdem noch: Man ist auf die Qualität des Encoders in der Firmware des Reportergerätes angewiesen. Man kann nicht einfach ein neues "Codec-Pack" installieren.


Die Aussage ist mit Bedacht getroffen und fußt auf Erfahrung. Eure Bekehrungsversuche wirken arg überheblich und haben mit dem Topic nichts mehr zu tun, denn verlustfrei zeichnen alle relevanten Geräte auf. Dass ich darüber hinaus von *meinem* Reportergerät wünsche, dass es kompakt ist und MP3-komprimiert aufzeichnet, müsst Ihr mir eingestehen. Cut.
Ich will dich nicht bekehren, ich will nur gern wissen und evt. verstehen, warum du MP3 "wünschst", wenn du verlustfrei mit PCM (und zwar vom Anfang bis zum Ende) arbeiten kannst. Wozu brauchst du MP3 direkt bei der Aufnahme?

Grüßle
 
Die Antwort hat er doch gegeben. Übersetzt lautet sie in etwa:

"Ich koche mit meinem Wasserkocher auch einen Liter Diesel, denn zum Erhitzen von Flüssigkeiten ist das Ding schließlich da! Diesel ist eine Flüssigkeit und die kann man auch in einen Wasserkocher kippen, also koche ich Diesel! Und ihr seid alle doof, wenn ihr einen Wasserkocher zum Wasserkochen benutzt! Und überhaupt: Ich lasse mir doch von euch Amateuren nicht sagen, dass es besser und zweckmäßiger wäre, mit einem Wasserkocher Wasser zu erhitzen!"
 
Nur mal zur Erinnerung: dancingdwarf hatte auf eine Frage von incontext geantwortet, die sich auf ein elf Jahre altes Gerät höherer Gewichtsklasse bezog. In dem Zusammenhang sollte man auch seine Aussage hinsichtlich MP3 sehen.

Damit, was Du Dir von deinem Gerät wünschst, ist hier aber niemandem geholfen. 98% der Nutzer hier werden vermutlich der ARD zuliefern ...Also sollte man sich wohl zwangsläufig den Produktionsgegebenheiten anpassen, ob man sie nun sinnvoll findet oder nicht.
Ist doch eine interessante Diskussion. Also lasst die beiden doch mal. In diesem Thread wären gewiss nicht so viele Geräte durchdiskutiert worden, wenn das hier ein reines 3-Buchstaben-Forum wäre. ;)

Dass unkomprimierte Aufnahmen im Zweifel besser klingen, ist klar, und warum auch. Andererseits: Wo wären wir heute, wenn es komprimierte Formate nie gegeben hätte? Dw wird seine Gründe haben. Von daher interessiert auch mich:
Zitat von Zwerg#8:
Ich will dich nicht bekehren, ich will nur gern wissen und evt. verstehen, warum du MP3 "wünschst", wenn du verlustfrei mit PCM (und zwar vom Anfang bis zum Ende) arbeiten kannst. Wozu brauchst du MP3 direkt bei der Aufnahme?
 

Radio4U

Gesperrter Benutzer
Mal was anderes: Das FlashMIC ist wohl Geschichte. Heimlich, still und leise hat HHB die Produktlinie eingestampft. Auch Musikhaus Thomann verkauft keine mehr. Wie seltsam, wirkte es doch aufgrund seiner Spezifikationen ideal für Reporter!
 
Flashmic- das hat einen 16 Bit Wandler. Wie relevant ist für einen Profi die Bitrate? Ich als Amateur arbeite nur mit 24 Bit, finde ich einfach bequemer. Gerade bei Interviews ist doch Clipping ein Thema, oder? Da wären mir die Reserven der -6db Aussteuerung der 24 Bit Wandler wichtig. Die 16 Bit Zeiten fand ich immer ein wenig abenteuerlich, zumindest ohne Limiter. Habe oft mit Minidisc Sprachaufnahmen gemacht. Entweder zu viel Rauschen oder dann doch wieder übersteuert.
 
Wie gut sind die eingebauten Preamps und der Wandler vom H4n? Ist das Zoom geeignet, um regelmäßig Sendetauglich mit externen Mikros aufzunehmen, ohne sich "billig" anzuhören? Klar, ist relativ, aber es gibt ja einen gewissen Standard, den man nicht unterschreiten sollte. Im Vergleich mit 1000 Euro Preamps wird es abstürzen.
 
Oben