Reporter-Aufnahmegeräte


Mich stört schon die Tatsache, dass alle Geräte nur einen 3,5mm Klinkenanschluss haben. Bei einem Preis von ca. 300€ nicht akzeptabel.
Für mich kommt ein unsymmetrischer Anschluss des Mikrofons auch nicht in Frage, es gibt aber Leute, die genau solche Hosentaschengeräte suchen - und dann mit allen Risiken des Anschlusses über Miniklinke leben müssen.

Der SD kann aber symmetrisch, mittels enes Adaptterkabels, dass dort angeschlossen wird, wo man auch die unterschiedlichen Mikrofonkapseln aufsteckt. Das ist auch mechanisch gut arretiert.
Beim älteren ARES-M war das identisch - den haben wir so mit dynamischen Nieren getestet. Leider war dessen Bedienung etwas umständlich und die Geräte hatten damals Softwareprobleme, eins von zwei Testgeräten fiel sogar ganz aus. Hätte ich damals von Nagra nicht erwartet. Die Wahl fiel damals deshalb auf die Marantz PMD 660, da kann ich (bei extrem kurzer Batterielebensdauer) auch mit zwei phantomgespeisten Kondensatormikros ran, um Stereoaufnahmen zu machen.

Dann lieber warten bis mir mal ne "günstige" Senkelnagra über den Weg läuft - für gelegentliche private Einsätze und um mein kleines "Rundfunkmuseum" zu vervollständigen ;)

Zitat von Pianist_Berlin:
Ich schließe mich gleich mal an: Ist eigentlich der Sound Devices 702 in Hörfunkkreisen im Einsatz oder ist das nur was für uns Filmleute?
Ein schönes Gerät, gefällt mir. Zumindest in der aktuellen Berichterstattung habe ich den allerdings noch nicht gesehen. Dürfte für die meisten Reporter, die ihre Geräte selbst bedienen müssen auch etwas umständlich sein.
Dafür bekommt man oft Material von Billigheimern unter die virtuelle Schere. Letztens wieder ne Sprachaufnahme von den internen Mikrofonen des Zoom H2n zugeliefert bekommen. Toll war das überhaupt nicht, nach Bearbeitung mittels EQ dann etwas besser.

Wir benutzen gerne Marantz PMD 660 und PMD 661, für die schönen Sachen (die ja schon noch produziert werden, so ist das ja nicht) gehe ich auch als Techniker mit, wenn mit Aufwand zu rechnen ist und es die Zeit zulässt. Zum Einsatz kommen dann meistens (je nach Situation) MD 421 oder 441 für die Sprachaufnahmen und MKE 44 oder zwei KM 184 auf Stereoschine für Atmo.
 
Eigentlich ist das hier eine Antwort auf die letzten Beiträge im Kugelthread. Um der Forenpolizei die Arbeit zu erleichtern, würde ich aber vorschlagen, alles mit Aufnahmegeräten hier rein zu packen:

Die Flashmics haben sich bei freien Kollegen, die "hin und weider einen Beitrag abliefern", auch nicht durchgesetzt. Warum sollte sich ein Freier ein Flashmic für 1100 Euro zulegen? Die sind sicher bequem, so kabellos, aber teuer und unflexibel. Ab 500 Euros wirds schwierig, ab 1.000 praktisch unmöglich, so was am Markt zu positionieren. Ist auch irgendwie überflüssig. Die Handhelds eigenen sich für gebaute Beiträge, es wird auch immer mehr über Aufnahmen mit Mobiltelefonen diskutiert. Ralle wird's dabei bestimmt unwohl, aber selbst die ARD-ZDF-Medienakademie macht Schulungen an solchen Geräten. Wer mehr will, kauft sich einen Marantz 661 (Music Store hat übrigens noch den alten 661 ohne MK II für 400 Euro im Angebot), eine Niere, eine Kugel und ein Stereomikro, einige wenige basteln sich noch eine Schiene - und erzielen damit optimale Ergebnisse vom normalen Beitrag bis zum Stundenfeature. Da sitzen immerhin anspruchsvolle Tonmeister an den Reglern, wenn die nicht meckern, ist es ok. Der Sound Devices liegt lt. Music Store in Köln bei 2.300 Euro. Was soll bei Radioreportern dafür sprechen außer der Anschlussmöglichkeiten, die tatsächlich für Filmleute interessant werden könnten? Man kann immer mehr Geld ausgeben, aber der Qualitätgewinn ist dann so marginal, dass sich die Investition aus professionellen Gründen kaum mehr rechtfertigen lässt. Mein Eindruck ist, dass es da oft mehr um die eigene Eitelkeit geht.
 
Die Handhelds eigenen sich für gebaute Beiträge, es wird auch immer mehr über Aufnahmen mit Mobiltelefonen diskutiert. Ralle wird's dabei bestimmt unwohl, aber selbst die ARD-ZDF-Medienakademie macht Schulungen an solchen Geräten.
Passt schon, wir haben sowas auch, für den Havariefall...

"Handheld" mit einigermaßen brauchbarer Vorstufe oder Mikrofon mit hohem Ausgangspegel ist zwar meistens nicht optimal, aber grundsätzlich für nen kurzen BmE gut verwendbar. Bei Featuren hätte ich schon gerne schöneren Mikrofonklang. Wenn mir unter mäßigen Abhörbedingungen (Auto) am Anfang eines Halbstundenfeatures auffällt, dass die O-Töne rauschen und die Atmo durchweg blechern ist ärgere ich mich. So viel Aufwand (Recherche, Aufnahme, Produktion) für sowas? Nach fünf Minuten hab ich was anderes gehört.

Man kann immer mehr Geld ausgeben, aber der Qualitätgewinn ist dann so marginal, dass sich die Investition aus professionellen Gründen kaum mehr rechtfertigen lässt. Mein Eindruck ist, dass es da oft mehr um die eigene Eitelkeit geht.
"Schwere" Verarbeitung im Ganzmetallgehäuse, sauber gleitende, große Tasten, gute Bedienlogik, sinnvolles Zubehör... das wären für mich auch noch Gründe, mehr auszugeben. Jetzt nicht speziell auf den Sound Devices gemünzt.
 
Du hast mich falsch verstanden oder ich habe mich zu schnodderig ausgedrückt. Die Eignung der Handhelds von Olympus, Marantz oder Smartphones galt ausschließlich für kürzere Beiträge.

Für alles darüber halte ich den PMD 661 oder den kleinen Fostex für empfehlenswert. Ein bisschen Liebe zum Audiomaterial darf man ja noch erwarten. Ich kaufte mir damals den 671, da die Lebensversicherung Limiter am kleinen Bruder fehlte, ich die Anordnung der Mikroanschlüsse unter dem Gerät nicht mochte und ich mit dem alten Zigarrenkistenformat immer noch am besten klar komme. Das habe ich im Laufe dieses threads sicher schon irgendwann mal erwähnt. Habe ihn auch schon ein paar mal verflucht, aber das liegt nicht an den Aufnahmen. Zur Qualität: Wir haben ein paar Features in der Hörspielregie produziert. Sicher geht immer noch ein bisschen mehr, aber die Töne und Atmos waren schon sehr, sehr sauber. Ich habe mich selbst gewundert, da man ja selten so optimale Abhörbedingungen vorfindet. Ich glaube kaum, dass es da ein Qualitätssprung drin ist, der eine vierfache Investition rechtfertigen würde. Hm, viel Neues ist aber auch nicht nachgekommen, sieht man mal von den Kleinstrekordern ab.

Übrigens: Der neue PMD 661 MKII ist hier noch gar nicht gewürdigt worden. Auf den ersten Blick sind da aber nur ein paar Softwaredetails neu: http://www.recordingindex.com/dm-professional-introduces-new-pmd-661and-620-mkii-recorder/

Spannend fände ich zu erfahren, ob Marantz endlich die Übertragung der Marker beim Überspielen ins System unterstützt. Haben Sie Dich gefragt, Zwerg?
 
Du hast mich falsch verstanden oder ich habe mich zu schnodderig ausgedrückt. Die Eignung der Handhelds von Olympus, Marantz oder Smartphones galt ausschließlich für kürzere Beiträge.
Ich glaube, ich habe mich eher falsch ausgedrückt. Mein zweiter Absatz war keine Replik auf Deine Feststellung, sondern sollte sie lediglich noch mal unterstreichen. Gestern noch Handheld+MD 421 in einigen Beiträgen verwurstet, mit durchaus akzeptablem, wenn auch leicht angerauschtem Ergebnis.

Übrigens: Der neue PMD 661 MKII ist hier noch gar nicht gewürdigt worden. Auf den ersten Blick sind da aber nur ein paar Softwaredetails neu: http://www.recordingindex.com/dm-professional-introduces-new-pmd-661and-620-mkii-recorder/
PMD 661 oder als Handheld PMD 620 sind auch meine derzeitigen Favoriten. Neben den ordentlichen Audioeigenschaften ist die Bedienung echt OK. Ein großes Plus, wenn man - wie ich - die Geräte in viele unterschiedliche Hände geben muß. Anordnung der Tasten, Menüstrukturierung, wie-viele-Schritte-zur-Aufnahme etc. werden in desem Faden viel zu wenig besprochen.
 
Nöö divy, Marantz hat sich nicht bei mir gemeldet. ;)

Das ist ja eigentlich auch nicht nötig, denn Marantz müßte der PMD6x -Firmware ja nur das Schreiben "standardmäßiger" Wave-Dateien beibringen. Stattdessen hat man völlig unnötig ein eigenes Marker-Format gebastelt, damit "Gehirnschmalz" verschwendet und letztendlich die Kunden (z.B dich) verärgert. Und ich mußte hinterher wieder "die Welt" retten. ;)

@TiBel:

Mal abgesehen von den Messwerten: Beide Rekorder spielen in der höchsten Liga, etwas viel besseres gibt es auf dem Markt nicht. Ich hatte vor längerer Zeit mal mein Fostex und ein Marantz zum Vergleich da, ich glaube mit einem Sennheiser MD46. Gefühlt war das Fostex minimal rauschärmer, das kann aber auch daran liegen, dass es den Ruf hat, einen Tick besser Preamps zu haben und meine Ohren sich da möglicherweise haben leiten lassen. Hörbar ist ein Rauschen bei beiden Rekordern nur mit sehr weit aufgedrehtem Gain. Vom Tascam DR-100 (den du, Zwerg ja bestens kennst) meilenweit entfernt, eine ganz andere Liga. Da war ich wirklich geschockt, als ich - ansonsten Fostex-verwöhnt - dessen Preamps hörte.
Das ist schon richtig, aber wir alle jammern auf ganz schön hohem Niveau! Echt. Natürlich geht es immer "etwas" besser! Aber dieses "etwas" kostet dann aber auch "etwas" mehr. Denkt einfach mal 20-30 Jahre zurück. Stellt euch einfach mal vor, daß ich 1983 mit meinem "DR-100" und den Worten "Hey, Alter! Probier dieses Ding mal aus!" in irgendein Tonstudio gehen würde. Der Tonmensch würde mir die Füße küssen. ;)

Daß der Mikrofonverstärker beim TASCAM DR-100 nicht "State of the Art" ist und bei dynamischen Mikrofonen richtig "patzt", ist Tatsache und leider nicht zu ändern. Wie schon geschrieben, warte ich eigentlich auf einen Test des Nachfolgers.

Es ist aber nun auch nicht so, daß die Aufnahmen mit diesem Gerät "Scheiße" sind! Ihr kennt ja meine Aufnahmen mit dem Rode NT5-Stereoset. Diese Aufnahmen klangen schon "ganz gut" - sind praktisch "sendefähig". Bei Aufnahmen im Freien spielt das Grundrauschen des Verstärkers praktisch keine Rolle. Man hört es einfach nicht, denn dieses Rauschen geht im allgemeinen "Grundrauschen" der Umgebung einfach unter!

Und natürlich habe ich auch am 31.12.2012 wieder meine Mikrofone im Garten hinter dem Haus aufgebaut und das Feuerwerk aufgezeichnet. Diesmal habe ich mit den Kugelkapseln im Abstand von 150 cm (das war m.E. etwas zu viel Abstand) gearbeitet und auch den Aufnahmepegel massiv abgesenkt, damit es nicht zu Übersteuerungen kommt. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe bisher leider nicht die Zeit gefunden, um mir diese Aufnahem genauer anzuhören und euch ein paar Kostproben zu geben...


BTW: Der 671 reizt mich schon... :D

Grüßle
 
Stereoaufnahmen mit den eingebauten Mikrofonen dürften wenig räumlich klingen weil die Mikrofoncharakteristik bei dieser Anordnung ungünstig ist, wie Zwerg#8 schon schrieb. Bei den kleinen Rekordern ist außerdem noch die Störanfälligkeit des Miniklinkenanschlusses zu bedenken.
Also, wir haben das Gerät Tascam DR -05 angeschafft. Es ist wirklich gut, prima zu bedienen und sehr handlich. Der Limiter ist klasse, mit einem Röde M3 zum Beispiel ist der Sound absolut rauschfrei, bei Dynamo-Mics immerhin noch laut genug, wenn auch mit Rauschen, was bei normalen Umgebungsgeräuschen aber keine große Rolle spielt. Für Interviews also ideal. Eine Miniklinke ist natürlich kein XLR-Anschluss, da muss man eben aufpassen. Die eingebauten Milrofone werden nur benutzt, um Konferenzen protokollarisch aufzuzeichnen, mit der eingebauten Automatik geht das perfekt. Alles in allem für uns ein super Gerät, bei einem Preis von 119 Euro. Natürlich nix für High-End Produktionen, nehme ich an, für unsere Zwecke aber mehr als ausreichend.
 
Die eingebauten Milrofone werden nur benutzt, um Konferenzen protokollarisch aufzuzeichnen, mit der eingebauten Automatik geht das perfekt.
Danke für das Feedback! Klingt für den kleinen Preis gut. Etwas interessiert mich noch... wie klingt z. B. eine Straßenatmo, die mit den internen Mikrofonen und Handaussteuerung aufgenommen wurde? Ist sie wirklich so wenig räumlich wie die technischen Daten vermuten lassen oder sind die Mikrofone doch zu einem gewissen Teil gerichtet?
 
Alternativ zum DR-05 gibt es ja noch den 30€ teureren DR-07, der hat keine Kugeln, sondern Nieren und die Mikros lassen sich zwischen A/B und X/Y umschwenken. A/B-Kugeln mit einer Basis <5cm machen für mich wenig Sinn, daher könnten die Nieren beim DR-07 interessant sein. Mein Bruder hat ihn sich kürzlich für Gitarrenrecording gekauft, ich werde in den Semesterferien mal ein paar Stereo-Atmos aufnehmen und dann berichten. Insgesamt war ich überrascht von der Transparenz und Linearität dieses Billig-Recorders. Auch die Bedienung ist Top, Verarbeitung in Ordnung. Klare Kaufempfehlung!
 
Danke für das Feedback! Klingt für den kleinen Preis gut. Etwas interessiert mich noch... wie klingt z. B. eine Straßenatmo, die mit den internen Mikrofonen und Handaussteuerung aufgenommen wurde? Ist sie wirklich so wenig räumlich wie die technischen Daten vermuten lassen oder sind die Mikrofone doch zu einem gewissen Teil gerichtet?
Ich finde, die Atmos klingen durchaus Stereo. Beiliegend eine gerade aufgenommene Atmo. Preisfrage: Wo befinden wir uns?
 

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Also ich höre mehrere Sprachen und im letzten Drittel auch Turbinen im Hintergrund. Könnte die Lobby eines Flughafens sein.

Unter Kopfhörern klingt die Aufnahme durchaus sehr räumlich, obwohl man bei dieser Mikrofonanordnung (und nur durch die Signallaufzeit bedingt) nur maximal 17% "Stereo" bekommt. Ein Schallereignis kommt in seiner Wirkung also nie direkt voll von Links oder Rechts aus den Boxen.

Siehe dazu http://www.sengpielaudio.com/Visualization-AB.htm
Dort einfach oben 0,055 m Abstand eingeben. Mehr kann man bei zwei Kugeln an diesem Recorder ja nicht verändern.
 
Uni, Seminarräume, dazwischen Gänge, am Ende Mensa oder Fachschaftscafé. Das war mein erster Eindruck, über Kopfhörer war auch der Begriff Klausuren zu vernehmen.

Ihr habt Euch offenbar während der Aufnahme auch recht schnell durch die Räume bewegt und Richtungen geändert, das erschwert die Bewertung des Stereobilds. Es wirkt ein wenig matschig, finde ich. Am Rekorder steuer ein Einstellrad durch's Menü, wenn ich mich recht erinnere. Dieses Rad löst sich recht leicht heraus. Alle beweglichen Teile, Knöpfe usw. sind sehr wackelig und erzeugen auch leicht störende Nebengeräusche, wenn man nicht sehr aufpasst. Das Teil ist sicher ganz gut für die Aufnahme von Sitzungen zwecks Protokollierung, für's Campusradio, ja warum nicht. Im Sender würde ich den Rekorder aber nicht gerne jungen Praktikanten in die Hand geben.
 
So richtig schlau werde ich aus der Aufnahme nicht. Aber vielleicht hat ja jemand eine plausible Erklärung für mich.

Ich beziehe mich auf das Geräusch bei 1:52 Minuten im MP3-File. Schaut euch dazu bitte das Bildchen unten an. Im linken Kanal sehen wir zwei markante Pegelspitzen. Links vom Marker beträgt die Pegeldifferenz zwischen dem rechten und dem linken Kanal genau 3dB. Das muß uns nicht weiter beunruhigen - die Aufnahme ist minimal linkslastig.

Rechts vom Marker beträgt die Pegeldifferenz zwischen dem rechten und dem linken Kanal aber über 8dB! Wie geht denn sowas, bei zwei Kugeln im Abstand von unter 6 cm?

Der Limiter kann hier nicht zugeschlagen haben, denn nach dieser zweiten Pegelspitze ist die Lautstärke auf beiden Kanälen wieder einigermaßen gleich groß.


Liegt das evt. am MP3-Format? Wie sieht die Waveform an dieser Stelle bei euch aus - die Peak Amplitude? Der Rest der Angaben ist Unwischtuch.

@Nicolai: Bitte mal diese Stelle aus der Aufnahme (zwei, drei Sekunden Länge reichen völlig aus) - unbearbeitet - im Waveformat hochladen!
 

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Uni, Seminarräume, dazwischen Gänge, am Ende Mensa oder Fachschaftscafé. Das war mein erster Eindruck, über Kopfhörer war auch der Begriff Klausuren zu vernehmen.

Ihr habt Euch offenbar während der Aufnahme auch recht schnell durch die Räume bewegt und Richtungen geändert, das erschwert die Bewertung des Stereobilds. Es wirkt ein wenig matschig, finde ich. Am Rekorder steuer ein Einstellrad durch's Menü, wenn ich mich recht erinnere. Dieses Rad löst sich recht leicht heraus. Alle beweglichen Teile, Knöpfe usw. sind sehr wackelig und erzeugen auch leicht störende Nebengeräusche, wenn man nicht sehr aufpasst.
And the winner is: divy! Complimenti, esatto! Der Kommentar beweist: Das Ding nimmt tatsächlich Stereo auf. Was dann kommt, verstehe ich allerdings nicht ganz. Einstellrad? Wackelige Knöpfe? Sind da gar nicht dran. Aber eh' wurscht, wofür wir das Ding brauchen, habe ich ja geschrieben.

@ Zwerg#8: Meintest du diesen Ausreißer? Keine Ahnung woran das gelegen hat. Dazu noch als Bonus-Track ein Geräusch, das mir gar nicht so gefällt. Taucht so sporadisch auf und zwar nur, wenn man die eingebauten Micros benutzt. Eher selten, aber gern auch in geräuschvoller Umgebung. Produziert der Gerät selbst. Jemand eine Ahnung, was das sein kann?

Ciao & merci

Nicolai
 

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Hey Nicolai!

Bevor wir hier überhaupt weiterreden, solten wir zunächst einmal über "Begrifflichkeiten" reden. Es kann ja nun wirklich nicht sein, daß du von einem "Klirrgeräusch" schreibst und ich dann in der von dir gelieferten Wavedatei nur etwas Infraschall (Windgeblubber) sehen kann. Wo bitte ist der "Klirr" versteckt? Markiert ist ein ganzer "Wellenzug" mit einer Länge von rund 0,25 Sekunden. Das entspricht also einer Frequenz von 4 Hertz...

Sowas mußt du doch selbst sehen und erkennen, bevor du hier "aufschlägst" und mir dann auch noch vollmundig vorhältst, daß ich dir Dinge erzähle, die dich eigentlich gar nicht interessieren... Bitte! Merkst/spürst du was?



Die Wavedatei vom Geräusch bei 1:52 min sieht etwas besser aus - mal abgesehen vom Clippimg im linken Kanal. Der große Pegelunterschied ist aber immer noch nicht erklärbar...
 

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Zu den Pegelspitzen: Ich tippe auf eine Pendeltür, die zwei mal durchschlägt, erst mittig, dann deutlich links vom Aufnahmegerät. Das ist halt ein recht verhunztes Stereobild, weil Nicolai mit dem Recorder durch die Räume gelaufen ist, sich dabei wohl auch mal nach links und rechts gedreht hat.

Ach ja, das schöne Cool Edit. Was mochte ich die Jungs von Syntrillium! Adobe behandelt das Programm ein wenig stiefmütterlich, finde ich.
 
Eine Pendeltür - darauf wäre ich nicht gekommen.

Im DR-100 sind auch zwei Kugelmikros eingebaut. Bisher habe ich die wirklich fast nie benutzt. Jetzt werde ich sie aber mal wegen des Stereoeffekts testen. Das sollte am Ende ja ungfähr so wie bei Nicolai klingen. Mal sehen.
 
Wo bitte ist der "Klirr" versteckt? Markiert ist ein ganzer "Wellenzug" mit einer Länge von rund 0,25 Sekunden. Das entspricht also einer Frequenz von 4 Hertz...

Sowas mußt du doch selbst sehen und erkennen, bevor du hier "aufschlägst" und mir dann auch noch vollmundig vorhältst, daß ich dir Dinge erzähle, die dich eigentlich gar nicht interessieren... Bitte! Merkst/spürst du was?
Ja, habe ich gemerkt, nämlich dass ich die Datei verwechselt habe. Ich möchte mich dafür bei den Teilnehmern dieses Forums in aller Form entschuldigen und versichere, bei meinen Beiträgen künftig sorgfältiger vorzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolai
 
Entschuldigung angenommen, Nicolai. Mach dir bitte keinen unnötigen Streß!


Ich habe heute mal kurz mit den Kugeln im DR-100 "probiert" und während des Tests meine Kopfhörer auf den Ohren gehabt. Leider hat es geregnet und ich konnte keine vernünftigen Außenaufnahmen (z. B. am Eingang eines Supermarkts - Autos fahren vorbei, die Leute schieben klappernde Einkaufswagen quer durchs "Stereobild" etc.) machen.

Was ich aber sofort gehört habe ist, daß der "Stereoeindruck" der oben beschriebenen "Erwartungshaltung" entsprach - also praktisch (fast) Mono. Mein Höreindruck war "meilenweit" vom Stereoeindruck in deinen Aufnahmen entfernt!

Das bringt mich zur Vermutung, daß in deinem DR-05 keine Kugelmikrofone eingebaut sind. In deinen Aufnahmen gibt es kaum nennenswerte Laufzeitunterschiede zu sehen, dafür aber Lautstärkeunterschiede - Nieren (ORTF) mit geringer Basis, so wie am DR-100. Der Klangeindruck kommt durchaus hin...

Stay tuned.
 
Hallo!

Jetzt aber... Eigene Fotos habe ich nicht, denn die extra im Markt gekauften Akkus, die laut Verpackung

"VORGELADEN: SOFORT EINSATZFÄHIG"

sind, waren es nicht. (Einer der vier Akkus hatte nur 0,9 Volt - möglichrweise eine "taube Nuß".)


Google hilft und ihr könnt euch einen kleinen Überblick verschaffen. Die wichtigsten Schallquellen sind markiert.

Hier der Originallink: http://maps.google.de/maps?hl=de&ll=48.026425,7.590381&spn=0.001521,0.004128&t=h&z=19
 

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Und hier sind die Aufnahmen.

Ich würde zuerst die "Nieren-Aufnahme" nehmen, denn dort kann man sich ganz gut in die Szene reinhören. Das ist dann auch gleich die Aufnahme, die der Aufnahme von Nicolai sehr "nahekommt"!

Die "Kugel-Aufnahme" ist praktisch nicht in "Stereo" - vollkommen lächerlich! Ich habe nur die Seiten vertauscht und den Pegel auf etwa "Mitte" verstellt.


Was sagt ihr?


Ich sage, daß im "DR-05" von Nicolai keine Kugelmikrofone verbaut sind.
 

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Du sagst zwar nichts darüber, wie die Nieren angeordnet waren. Aber hier wird immer mal wieder über x/y-Stereophonie gelästert, ich halte die für sehr brauchbar. Dagegen: Einfach zwei Kugeln nebeneinander zu platzieren, ist halt noch keine Stereophonie. Bei den Kugeln rauscht der Rekorder außerdem sehr deutlich. Angesichts des Preises wundert das mich sehr. Liegt hier vlt. ein Defekt vor? Die Zeit, in denen hunderte zirpende Grillen ein solches Grundrauschen zu verantworten haben, haben wir ja eigentlich noch nicht.
 
Hallo divy!

Ich habe nichts über die Anordnung der Nierenmics am DR-100 geschrieben, weil ich das für "bekannt" hielt. Auf Fotos des Gerätes sieht es zwar so aus, als ob die beiden Mikrofone genau nach vorn gerichtet sind, sie sind in den Käfigen aber schräg eingebaut und bilden einen Winkel von etwa 120°. Wir haben beim DR-100 also eine Art "Mini-ORTF" mit 55 mm Mikrofonbasis.

Und so wird das auch beim DR-05 von Nicolai sein, denn anders ist "die Breite" seiner Stereoaufnahmen mit diesem Recorder nicht zu erklären. Die Tascam-Angabe (das steht überall), daß es sich bei den im DR-05 verbauten Mikrofonen um Kugelkapseln handelt, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht richtig.

@Nicolai: Halte den Recorder mal gegen das Licht (Monitor reicht) und schau mal durch die Mikrofonkörbe. Siehst du die Kapseln? Wie sind sie angeordnet?



Die Kugelmics am DR-100 (Abstand 50 mm) klangen bei mir schon immer so (beschissen).


Grüßle
 
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