RT1 Nord und Süd (ex Prima1) de facto abgeschaltet


#1
Klammheimlich (offizielle Meldung gabs natürlich keine keine) wurde letzte Woche in Augsburg ein dicker Rotstift ausgepackt.
RT1 Nordschwaben (Donauwörth) und Südschwaben (Memmingen) sind ganztägig komplett nach Augsburg (96,7) geschaltet worden. Von 5 bis 20 Uhr gibt es, neben der Werbung, dann noch den einzigen lokalen Unterschied: 2-3 Lokalnachrichten die in die Hauptnachrichten eingebaut werden.

Getestet wurde das Konzept wohl mit dem Neuburg/Schrobenhausen Ableger in den letzen 3 Jahren.
 
#3
Es geht kurz auseinander während im Hauptprogramm Meldungen aus Augsburg vorgelesen werden. Die Zeit ist überall fix vorgegeben. Unterschiedliche Werbebuchungen im Wetterblock werden mit Eigenwerbung zeitlich passend aufgefüllt.
 
#5
Haben sich die ganzen RT.1-Stationen musikalisch überhaupt unterschieden?
Dass lokale Elemente zurückgefahren werden ist natürlich nicht schön, aber leider überall Gang und Gäbe. Ja, selbst bei den öffentlich-rechtlichen.
 
#6
Die musikalische Ausrichtung spielt kaum eine Rolle. RT1 sendet auf allen Standorten jeweils ein Hot AC Format. Es geht um die lokale Berichterstattung, den Mitarbeitern vor Ort und somit vielmehr um die Frage, ob es sich "nur" um eine Corona-Zwischenlösung handelt...? Ich weiß, dass bei der Mediengruppe Pressedruck Kurzarbeit derzeit groß geschrieben wird. Betrifft ja auch die Zeitungsredaktionen, wo beispielsweise in Gersthofen anstatt der lokalen einfach die Stadtausgabe der AZ zugestellt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
#7
Der Ex Morgenmoderator hat das Ende auf seiner privaten Seite bestätigt. Am ehesten hätte man ja auch noch die Morgenschiene lokal belassen können. Deswegen gehe ich auch davon aus dass die Büros gekündigt wurden/werden.
Die Musiktitel waren sogar anders gelegt, die Rotation aber exakt die gleiche.
 
#8
Ist die Sparmaßnahme noch ein "Abschiedsgeschenk" des scheidenden Daniel Lutz oder schon ein Mitmischen der ab Juli Verantwortlichen? Oder ist die Entscheidung für die Zusammenschaltung weiter oben in der Mediagroup entschieden worden und somit der Personalwechsel direkt im Sender für die Entscheidung völlig irrelevant? Weiß da jemand was? Ich frage mich ehrlich, ob die zusammengewürfelte Führung aus diversen Bundesländern sensibel genug mit der gewachsenen bayerischen Lokalradiolandschaft umgeht oder ob man sich - liest man den Beitrag über Antenne MV - ernsthaft Sorgen hinsichtlich purer Effizienz (merkt ja eh keiner) machen muss. Und, andere Frage: Wie siehts denn wirklich im Wettbewerb im Testgebiet ND/SOB aus? Hat sich die Sparvariante mit lediglich ein paar Minuten Regionalnachrichten in der Morgenshow bewährt oder konnte der Platzhirsch "Radio IN" seine Hörer zum Umschalten auf die verbliebenen Frequenzen bewegen... Die FAB 2019 weist für RT1 ND/SOB ehrlich gesagt seeeehr magere Zahlen aus. Schön, dass man auch bei der Präsentation der neuen Mitarbeiter mit seinen "vier Sendern - Augsburg - Südschwaben - Nordschwaben und ND/SOB - hausieren geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
#9
Ich frage mich auch, ob das so einfach ist. Es gibt laut BLM-Seite auch noch andere Gesellschafter bei rt1 Nord- und Südschwaben, außerdem eigene Redaktionsleiter und Studio vor Ort. Ist das wirklich alles eingestampft worden? Ja mit "vier Sendern" sind dann wohl vier "UKW-Frequenzen" gemeint. Bei der FAB im vergangenen Jahr hatte Radio IN im Kreis ND-SOB eine Tagesreichweite von 14,2% , rt1 kam im eigentlich bedienten Sendegebiet dort auf 9,5%.
 
#10
Beim gezielten Reinhören zum Nachrichtenblock konnte ich hören dass die ehemaligen Moderatoren immer mal wieder beim Vorlesen der der drei Meldungen auftauchen.
Auf der Augsburger Seite sind plötzlich auch alle gemischt aufgeführt, inkl. Lutz und Wohlrab.
Die Studios vor Ort gibt es auch noch.
Aktuell ist (noch) kein Spareffekt und Logik zu erkennen.
 
Oben