Russischer Giftgasanschlag


#27
Ich halte es nur für sehr gefährlich, im Gegenzug dann der Gegenseite ALLES zu glauben.
@Andreas, darum ging es mir gar nicht, sondern um die gefährliche Einseitigkeit und (für uns sinnlose *) Provokationen.

Wir befinden uns bereits mitten in einem brutalen und perfiden Informationskrieg in dem es notwendig geworden ist nicht EINER Seite blind zu vertrauen, auch wenn sie noch so "AMTLICH" daher kommt. Und wenn ein britischer Diplomat mit seiner Kritik bei der BBC kein Gehör findet und sich an RT wendet ist das denen natürlich willkommen, muss deshalb aber nicht russische Propaganda sein, oder? Auch Beweise können (von Geheimdiensten) fabriziert werden.

MEDIEN-Beispiel in Übermedien vom Feb.2018: "Russische Desinformations-Kampagne?"

Nachdem die Einseitigkeit gegen Alles was sich den radikalen "West"-Strategen nicht unterwirft mir unerträglich wurde habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht auch den "Feindsender" (kritisch) zu hören und mir aus möglichst vielen Informationen mittels (eigener) Plausibilitätsprüfung ein (persönliches) Urteil zu bilden. Da heute ein solcher Sender praktisch nicht mehr verboten werden kann liegt es auf der Hand die Reputation dieser unliebsamen Konkurrenz möglichst komplett zerstören zu wollen. - Ich denke mir inzwischen bei JEDER Nachricht in diesem Infowar: "Könnte es nicht auch anders gewesen sein". Der Kontext ist wichtig.

Im Übrigen hat @doglife m.E. oben schon die richtigen Fragen gestellt.
TB.

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*) natürlich machen diese Provokationen für die Strategien gewisser Leute doch Sinn.
 
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#28
Wenn man die politische Großwetterlage vor dem Giftgasattentat in Großbritannien betrachtet - die Brexit Diskussion, die drohende Abspaltung vom Rest-Europa, die Freihandels- und Zolldiskussion, die fehlende Kriegslust der übrigen NATO-Partner in Syrien - dann konnte doch England und den USA nichts besseres passieren, als dieser Anschlag. Plötzlich üben alle wieder den Schulterschluss und der böse Feind ist identifiziert: Der Russe! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
 
#29
"Der Russe kommt", steht in der Regionalpresse, wenn Wladi Kaminer auf Lesereise ist.
"Das klingt für uns immer noch furchtbar" (Schwäbisches Tagblatt).

Der Russe war schon immer der Böse. Dabei ist der Russe selbst ein anderer geworden. Er will nicht mehr den Bolschewismus, sondern das, was alle wollen, Freiheit und Demokratie, was zu essen (zum Saufen hat er) und ein Auto.

Nach Kalter Krieg, Wirtschaftskrieg und Informationskrieg wollen gewisse Cliquen evtl. einen Heißen Krieg? Damit wäre "cui bono" beantwortet.
 
#30
In die ganze Diskussion passt auch die Meldung vom EU-Infrastrukturprogramm, welches vorsieht, Brücken und Straßen von West nach Ost so aufzurüsten und auszubauen, dass reibungslos und schnell Panzer und schwere Geschütze in diese Richtung transportiert werden können.
 
#31
Nach dem vorgeblich an der Haustür Skripals eingesetzten Super-Nervengift gehen Skripal und seine Tochter noch in ein Restaurant und kontaminieren andere Gäste, ehe sie dann nach der Mahlzeit und nach dem Verlassen des Lokals auf einer Parkbank ohnmächtig werden?
In Blitzeseile wird der Kampfstoff identifiziert, in den Abendnachrichten der Öffentlichkeit präsentiert und die Russen zur Kooperation aufgefordert. Eine daraufhin angeforderte Probe des Giftes wird den Russen verwehrt, obwohl Absatz 2 des OPCW-Protokolls recht eindeutig ist: https://www.opcw.org/chemical-weapo...x-consultations-cooperation-and-fact-finding/
Ach, und kuck mal, Julia Skripal ist wieder auf den Beinen!

Nebenbei noch so eine Frage: Haben die Amis für den Einsatz von "Agent Orange" jemals Wiedergutmachung geleistet? Wurden Sanktionen verhängt, Diplomaten ausgewiesen?
 
#32
Und die naheliegendste Frage: Wenn die Russen Skripal wirklich umbringen wollten, sind sie dann so bescheuert und setzen dieses "völlig unauffällige" Nervengift ein? Hätte es nicht ein Autounfall auch getan?
 
#34
Und die naheliegendste Frage: Wenn die Russen Skripal wirklich umbringen wollten, sind sie dann so bescheuert und setzen dieses "völlig unauffällige" Nervengift ein?
Als Erfolg könnte man so eine Aktion nur dann betrachten, wenn es gar nicht darum ginge, nicht erwischt zu werden. Sondern etwa darum eine Warnung an andere abtrünnige Russen im Ausland zu schicken. Oder darum, dass die Vorwürfe des Westens auch kalkuliert sind und Russland einen Präsidenten hätte, der schon lange davon profitiert hat, sich als Verteidiger des russischen Volkes gegen einen äußeren Feind zu präsentieren, weil etwa die Versprechungen des wirtschaftlichen Aufstiegs zunehmend ins Leere gehen. Aber wer weiß das schon.
 
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#36
Und die naheliegendste Frage: Wenn die Russen Skripal wirklich umbringen wollten, sind sie dann so bescheuert und setzen dieses "völlig unauffällige" Nervengift ein?
Das wird dir hier im Forum niemand beantworten können. Da musst du schon Putin oder den Geheimdienst schon selber fragen. Autounfall? Dein Ernst? Das wäre sicherlich nicht spektakulär genug. Es soll ja auch eine Warnung an andere sein. Ein fingierter Autounfall eignet sich dafür eher nicht. Es muss schon klar sein wer dahintersteckt. VW oder Mercedes taugen da als Urheber zur Abschreckung eher weniger. Obwohl... bei VW bin ich mir da nicht so sicher.:D;)
 
#38
@Mannis Fan

Möglich wäre es, aber dort scheint mir das Motiv eher schwach. GB hat im Moment wohl wirklich dringendere Probleme und die Falken in den USA schreien das eh immer, auch nicht immer ganz zu Unrecht, wie ich finde. Die brauchen dafür so einen konstruierten Anschlag in "Übersee" nicht. Außerdem war Skripal doch Doppelagent. Man tötet doch nicht die "eigenen" Leute und bringt dabei auch noch die eigene Bevölkerung in Gefahr. Also der englische MI6 scheint mir von allen Beteiligten am wenigsten ein Motiv zu haben.
 
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#40
Inzwischen wird gemeldet, dass die höchste Konzentration des Gifts an der Wohnungstür gefunden wurde. Ob die beiden selber mit einem "alten Souvenir" hantiert haben?
 
#44
Ja, ja, die Agenten mit der Lizenz zum Töten...

Für mich steht die Sache fest: Mordversuche und Morde, wie die an Skripal und Litwinenko, werden nur dann von von einem russischen Dienst auf Anweisung Putins begangen, wenn es Absicht Putins war, daß sie so verstanden werden. War die Absicht Putins eine andere, hätte er den Anschlag so organisiert, daß dessen Umstände die "Bild dir deine Meinung"-Deppen in eine ganz andere Falle gelockt hätten.

Derweil sucht sich der gemobbte Putin unheilige Allianzen in China und der Türkei...
 
#45
Tagesschau gestern: "Neue Identität für die Skripals?"
"Der Zustand des russischen Ex-Spions Sergej Skripal und seiner Tochter Julia ist stabil -
nun gibt es Spekulationen über eine Zukunft der beiden in den USA"
Neue Identität? Mit Gesichtsoperationen (nachdem ihre Gesichter weltweit im Fernsehen gezeigt wurden) ? :rolleyes:
Jedenfalls wären sie dem Zugriff des freien Journalismus damit entzogen.

Noch 'ne Spekulation:
Vielleicht sollten die Skripals gar nicht sterben? Dann wäre 'Putin' doch auffallend schonend mit ihnen umgegangen. ;)

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P.S.: Inzwischen wird von Wissenschaftlern bezweifelt, dass Novichok zur Anwendung kam. (>siehe auch<)
Was hätten die dann "geraucht"? - Stay tuned.
 
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#46
Zitat von ARD Weltspiegel vom 25.3.2018:
"Die beiden werden qualvoll sterben (..) falls sich bewahrheitet, dass die beiden damit vergiftet wurden."
(Novichok-Chemiker Wil Mirsajanov)
Großbritannien und Deutschland blamieren sich im Fall Skripal bis auf die Knochen.

Nun bekommt das britische "Giftgas-Ereignis" noch eine starke Parallele im syrischen Duma. Sogar der Claus Klebers Korrespondent Roland Strumpf bezweifelt jetzt die Sinnhaftigkeit von "Assads Giftgasanschlag":
Zitat von aus Heute Journal vom 8.4.2018 ab 11'13'' :
"Ganz eindeutig ist die syrische Armee auf dem Vormarsch, warum sollte Assad dann noch zu chemischen Waffen greifen?"
... während sich Kleber windet wie Regierungssprecher Seibert.

Weiterhin auffällig ist die aggressive Eile bei Frontalangriffen gegen Russland und seine Verbündeten. Sieht das angelsächsische Imperium seine Felle im Einflussbereich davonschwimmen?

Weiterhin Empörungsmanagement statt Aufklärung.
(Diese Aktionen ähneln schon krass den Vorbereitungen zu Adolfs Russlandfeldzug.o_O)
 
#47
@Tonband Du kennst Dich doch so gut aus in dem Fall. Hat Russland eigentlich schon die Beweise dafür vorgelegt, dass dieser Giftanschlag vom britischen und amerikanischen Geheimdienst inszeniert ist?
 
#48
Hmmm :rolleyes:,
ist mir nicht bekannt. Hast Du diesbezüglich Hinweise, @Beyme ?
Vermutlich haben die das nicht so nötig wie die Gegenseite?
Vermutlich haben die Russen auch weder gegen Britannien noch gegen Amerika einen Krieg geplant?
...
 
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