Russischer Giftgasanschlag


@Tonband , Du musst mal aufhören, nur die Überschriften zu lesen und aufgrund von selbstzusammengereimtem Halbwissen irgendwelche Vorwürfe zu erheben. Es ist doch ein ganz anderer Anlass der Berichterstattung als die von Dir zitierte Pressemitteilung vom 20. April.

Darüber informierte die Bundesregierung gestern im geheim tagenden parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages.
Über die Erkenntnisse eines geheim tagenden Gremiums einen Tag später zu berichten, finde ich noch schnell. Welche Medien haben denn noch über die Sitzung vom 6. Juni berichtet?
 
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Wenn die Nachdenkseiten (wie in deinem Link) dabei ertappt werden, dass sie sich selbst als die einzigen aufspielen, die bestimmte Themen aufgreifen und darstellen, obwohl das nicht stimmt, dann ist das eine Facette von "plumpes Marketing in eigener Sache".
Ach so, anderen irgendwas vorwerfen, es aber selbst so tun. Und das ist dann irgendeine verkorkste Form von "plumpen Marketing"? Sorry, aber es widerstrebt mir das Ernst nehmen zu können und zu wollen.
 
@Radiokult
Willst du den Unterschied nicht verstehen, oder kannst du es nicht? Wir reden über zwei Dinge:
1. Eigenwerbung: Wir sind die Tollsten, die Kritischsten, die einzigen, die seriös berichten! Das ist Marketing!

2. Über Dinge so oder so berichten, oder überhaupt nicht! Das ist journalistisches Handwerk und Qualität.

Wenn dir die Nachdenkseiten nicht gefallen (weil sie vielleicht die falsche Haltung haben), oder wenn du dich als Vertreter der etablierten Medien vielleicht angegriffen fühlst, dann ist das ja zu verstehen und zu akzeptieren. Es ist aber noch kein Argument dafür, dass es mit den Nachdenkseiten "bergab" ginge oder sie nicht ernst zu nehmen seien.
 
Du hast das schon richtig verstanden.
"Wir informieren über (nachweislich falsche) Dinge, über die sonst keiner berichtet" ist die typische Desinformationstaktik von rechts außen.
Und das als Marketingstrategie schönreden zu wollen, ist ... [hier schweigt des Sängers Höflichkeit]
 
@Mannis Fan : Diese "Eigenwerbung" verdreht und lügt. Wenn diese Art von "Eigenwerbung" dann auch noch so in die Artikel eingewoben ist, dann gehe ich davon aus, dass es auch keine Sprupel gibt, beim Rest der Berichterstattung zu verdrehen und zu lügen.

Hier hat Uebermedien an einem anderen Fall einmal aufgeschrieben, was meiner Meinung nach symptomatisch für die Nachdenkseiten insgesamt ist:

"Er fordert kritischen Journalismus, und tatsächlich hat kritischer Journalismus etwas damit zu tun, Fragen zu stellen. Kritischer Journalismus belässt es aber nicht dabei, sondern sucht Antworten (insbesondere, wenn sie nur einen Klick entfernt liegen).
... Er (der Autor) kritisiert nicht das, was ist, sondern das, was sein könnte, wenn man sich nicht die Mühe macht, herauszufinden, ob das auch ist."
Dieses Geraune und "ich-stelle-ja-doch-nur-fragen-die-ich-nie-beantworte" beherrscht auch Tonband sehr gut!
 
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Nur der Vollständigkeit wegen: In die rechte Ecke würde ich die Nachdenkseiten nun wirklich nicht stellen wollen. Da gehören sie eigentlich nicht hin. Davon unabhängig habe ich mich zu dieser Webseite hier aber oft genug geäußert. Mich stört seit geraumer Zeit an deren Artikeln, das sie zunehmend in der gleichen Selbstherrlichkeit Artikel verfassen, wie man es unter anderem den Öffis vorwirft. Man hält sich für den alleinigen Inhaber der absoluten Wahrheit. Und das ist leider ziemliches Gift, worunter die Artikel nachweislich zunehmend leiden.

2. Über Dinge so oder so berichten, oder überhaupt nicht! Das ist journalistisches Handwerk und Qualität.
Falsch! Journalistisches Handwerk ist es eben nicht so oder so zu berichten, sondern alle Aspekte einfließen zu lassen und allumfassend zu betrachten. Und genau das tun die Nachdenkseiten aus meiner Sicht halt nicht mehr. Wenn du ganz konkret fragst, könnte ich dir den Anfang des qualitativen "Niedergangs" der Nachdenkseiten sogar benennen. Er begann zeitlich in etwa mit dem Ausstieg von Wolfgang Lieb.

oder wenn du dich als Vertreter der etablierten Medien vielleicht angegriffen fühlst
Erstens nicht im geringsten, weil ich kein Vertreter dieser von dir als etabliert betitelten Medien bin. Und das führt mich zu zweitens: Was sind denn etablierte Medien? Die Nachdenkseiten gibt es seit mindestens 10 Jahren, wenn nicht sogar länger. Sie haben viele tausend Leser. Wenn das kein etabliertes Medium ist, was ist es dann?
 
Du willst doch nicht etwa die Nachdenkseiten als "einseitig Nazi" bezeichnen? ...
Du hast das schon richtig verstanden. "Wir informieren über (nachweislich falsche) Dinge, über die sonst keiner berichtet"
ist die typische Desinformationstaktik von rechts außen.....
sagte der "höfliche Sänger."

Dazu habe ich einen passenden Kommentar unterm oben verlinkten Niggemeier-Artikel gefunden:
Zitat von Symboltroll:
"Wenn man dann noch erinnert, wie Zapp Müllers Seite gemeinsam mit „Mein Kampf“ und dem Koppverlag in einem „Familienfoto“ arrangierte, versteht man mehr. Wie derlei Methoden fruchten, erkennt man hier ja auch an den wohlfeilen „Aluhut-“ Kommentaren hier.

Man kann die NDS und AM’s Haltung hinreichend fundiert kritisieren. Aber die überkonformistischen „Aluhut“-Plapperer muss man nur auf die Fährte setzen, um eine maximale Dosis billigster Schubladenpropaganda zu induzieren."
 
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Ich möchte mich keineswegs zum Generalverteidiger der Nachdenkseiten machen, auch an ihnen gibt es reichlich zu kritisieren. Aber viel mehr "links" als die Nachdenkseiten findet man weder Print noch Online eigentlich nicht viele Medien. Wie man auf die Idee kommen kann, die Nachdenkseiten in die Nähe von Kopp-Verlag, Nazis oder generell "rechtem Lager" zu rücken, ist mir schleierhaft. Vielleicht kann das mal einer durch Zitate belegen.
 
Das Schaubild gibt meine Einschätzung der Großwetterlage ganz gut wieder. Aber die Empfehlung "Lieber nicht lesen" ist eine Anmaßung. Ich soll mir also kein eigenes Urteil bilden ("lieber nicht lesen") und blind darauf vertrauen, dass die Schöpfer des Schaubildes mir die Welt schon richtig erklärt haben. Das ist auch eine Form von Arroganz des Besserwissers.
 
@chapri
Das ist wirklich ein guter und hilfreicher Link. So stelle ich mir auch einen Diskurs über journalistische Qualität vor, und die Anwürfe von Augstein vs. Nachdenkseiten wiegen schwer, weil sie gut begründet sind. Das hat ein anderes Niveau als "lieber nicht lesen", und das setzt einen Leser (wie mich) auch in die Lage, zu urteilen, bzw. bisherige Urteile auf den Prüfstand zu stellen und ggf. zu revidieren.
 
@Tonband: Ähm, ja, Politikberatung, da werden die Berater sicher politisch Einfluss nehmen, denn sie werden nach ihrer Meinung gefragt.
Unglaublich, was für eine Verschwörung Du durch Klicken auf den "Team"-Link aufgedeckt hast.

Und was genau verdient an dem Team das Adjektiv "illuster"?
 
@Beyme, was soll das "Verschwörung"-Garaune. Frag Dich lieber wozu Stiftungen und Denkpanzer nützlich sind. - Ähem, ja, "illuster" ist falsch. Sie sind doch nur Steigbügelhalter gewisser Eliten.
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Zu den Nachdenkseiten: Die Plattform besteht ja nicht nur aus dem inzwischen 80-jährigen Müller. Sie bietet auch anderen die Möglichkeit zu publizieren, die von der Elitenpresse nicht gerade bevorzugt werden. Auch Niggemeyer und Rosenkranz standen schon in der Kritik. Wie-auch-immer: Hauptsache es gibt sie.
Zitat von Jens Berger:
Mit solcher Kritik können die Medien natürlich sehr gut umgehen, wissen sie doch, dass der publizistische Kettenhund Niggemeier zwar stets laut bellt, aber niemals zubeißen würde. (quelle)
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Putin hat möglicherweise wieder zugeschlagen: 30. Juni: Incident in Amesbury
  • Um ca. 6:20 werden eine, zwei oder drei "zugedröhnte" Personen ins Hospital eingeliefert.
  • Gegen 7:00 wird die Feuerwehr alarmiert, die eine Anzahl Personen aus ihren Häusern evakuiert.
  • Zeugen am Ort berichten von Menschen in Chemieschutzanzügen.
  • Polizeiautos und Krankenwagen werden in Begleitung von ca. acht Feuerwehrautos gesehen.
  • Die Gegend wird von der Polizei abgesperrt.
Wurde dort nicht etwas übertrieben mit der Hilfsbereitschaft ? :rolleyes:

P.S.: The town is close to Salisbury :oops:
Charlie Rowley and Dawn Sturgess named as couple in hospital in critical condition
 
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Zufällig ist Salisbury die Partnerstadt unserer Gemeinde und wir hatten letztens Besuch aus England. Grundsätzlich ist die Gegend ein eher verschlafenes Nest die mit Weltpolitik eher weniger bis gar nichts zu tun hat. Bis vor dem Anschlag aus Skripal wusste man gar nicht, wen man da als Mitbürger hatte. Das sich Russen in England niederlassen ist ja eher nicht so ungewöhnlich und so hat man auch keinen Verdacht geschöpft. Nach dem Anschlag war natürlich alles anders. Polizei, Geheimdienste, Presse, Funk und Fernsehen, Giftstoffexperten, Ärzte usw. haben sich da die Klinke in die Hand gegeben. In der ganzen Gegend hat sich eine tiefe Verunsicherung breit gemacht, weil man offenbar vieles auch nur aus den Medien erfährt. Die Regierung sagt nix und die offiziellen Stellen wissen nichts oder dürfen nichts sagen. Jetzt hatte sich die Sache etwas beruhigt und jetzt sowas. Da die Briten von je her ja eher etwas "bodenständig" sind, hatte man bisher die Sache noch irgendwie im Griff, aber jetzt macht sich wohl wirklich Panik breit und es gibt nicht wenige die den Ort und die Gegend verlassen wollen, weil man Angst hat, wer könnte der Nächste sein.
 
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