Schlampig gemachtes Radio


#27
Die Menschen in den Sendern und Senderinnen denken (und hier endet jegliche Ironie) eben schon lange nicht mehr in der klanglichen Qualität des Gesamtprogramms. Keiner fragt sich mehr "Wie klingt mein Produkt" draußen, beim Hörer. Binnensicht. Diese kleinen Dinge, die Du benennst, Grasdackel, die sind es, die mir grüne Punkte auf meine Radioseele ätzen. Und jene Reglermalträtiererin hat wahrscheinlich nicht mal ein schlechtes Gewissen, in die letzten Töne der Lesung reingepoltert zu sein. Hauptsache kein Sendeloch. Kleine Pause zum Nachdenken über das Gehörte? Einen solchen Horizont darfst Du bei den meisten heutigen Pult-Heroen wirklich nicht mehr erwarten. Und, andererseits, wahrscheinlich bist Du einer der Wenigen, denen eine solche Schluderei überhaupt auffällt...
Danke, danke, danke! Wo darf ich das unterschreiben?
 
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#29
Sowas ähnliches ist bei Kronehit Webradio so, das dort die Playlist Probleme ignoriert wird und weiter gesendet wird.
Wie z. B. Kronehit Dance sendet nur 2 Neuste Hits Pro stunde, der rest kommen nur ältere Hits aus dem Letzen jahren ohne Jingles und Werbung unterbrehcung. Und ich glaube das sollte nicht sein, da gibt es schon eine Technische Probleme. Ich habe es an Kronehit gemeldet, und die sagen das die Playlist stimmt. Aber das glaub ich gar niht, weil das war bei Kronehit Dance nie so.
 
#30
Es scheint so, als hätte jemand meinen letzten Rant hier gelesen und entsprechend gehandelt. Es ist zwar immer noch zu hören, dass bewusste Dame an einem bestimmten Tag Dienst hat, bevor sie zur Absage der Sendung ansetzt, aber es wird doch mit mehr Sorgfalt gehandelt als zuvor. Der heutige Sonntag verlief mit den Folgen der Lesung aus den vergangenen drei Wochen jedenfalls mit wesentlich weniger Ärger als in der Vergangenheit. Vielen Dank dafür, aber bitte nicht wieder nachlassen.
 
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#31
Der Titel des Threads trifft in diesem Fall nicht ganz zu, aber es gibt leider kein passenderes Thema.

To whom it may concern @hr2:
Mir ist schon öfter aufgefallen, dass am Ende von Hörspielen im Hintergrund leise Musik zu hören war, die offensichtlich nicht zum Hörspiel selbst, sondern zur nachfolgenden Pausenmusik gehörte. Mir ist dabei nicht klar, ob da im Studio eventuell kurz vor Ende der Sendung in die nachfolgende Musik vorgehört wird, oder ob die Musik backgetimed schon angelaufen ist. Jedenfalls ist auffällig, dass es sich bei der Phantommusik offensichtlich um das nachfolgende Musikstück handelt.
Ich habe mal ein Beispiel angefügt. Die zu Beginn deutlich zu hörenden Geigen gehören dabei jedoch noch zur Hörspielmusik. Ich habe sie nur dran gelassen, weil man nach dem ersten Wort deutlich die Phantommusik hört.
 

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#35
Irgendwann kommt jemand auf die Idee, die Endlos-Schleife vom Kundenservice-Telefon als Lückenfüller bei misslungenem Backtiming einzusetzen. Denn aus Marketing-Sicht (und die dominiert ja mittlerweile überall), hätte das einen unschätzbaren Wiedererkennungseffekt.
 
#36
War gerade letzte Woche mit dem Auto im Bereich des NDR. Während der Nachrichten wurden Beträge eingespielt, die wie MP3 mit 64kBit klangen. Die S-Laute klangen schlimm. Muss das in der heutigen Zeit der großen Speichermengen sein? Nach zwei Beträgen habe ich den Sender gewechselt.
 

Guess who I am

Moderator
Mitarbeiter
#39
To whom it may concern @hr2:
Mir ist schon öfter aufgefallen, dass am Ende von Hörspielen im Hintergrund leise Musik zu hören war, die offensichtlich nicht zum Hörspiel selbst, sondern zur nachfolgenden Pausenmusik gehörte. Mir ist dabei nicht klar, ob da im Studio eventuell kurz vor Ende der Sendung in die nachfolgende Musik vorgehört wird, oder ob die Musik backgetimed schon angelaufen ist.
Da fällt mir auch gerade wieder etwas ein. In der zweiten Hälfte der 90er, als es beim DLF gerade recht neu die (damals eher umstrittenen) Sendungsopener gab, habe ich mal die „Oldies und Evergreens“ aufgenommen und mich beim Abhören gewundert, dass dort bestimmt während einer Viertelstunde sämtliche Opener in Dauerschleife liefen – sowohl während der Musik als auch mitten in den Moderationen. Nun war die Sendung sicherlich aufgezeichnet (Ausstrahlung sonntags um 4 Uhr morgens), so dass der Moderator nur scheinbar ungerührt blieb, aber dass dieser Quatsch, noch dazu während dieser Dauer, in Regie und Technik niemandem aufgefallen ist, kann schon als erstaunlich gelten, um es mal höflich auszudrücken.
 
#40
Sagt mal, liebe Leute bei SR2, wer soll sich den digitalen Sondermüll, den Ihr da in Eurem Nachhörangebot anbietet, eigentlich anhören? Das ist alles so dermaßen schlecht kodiert, dass es an allen Ecken und Enden scheppert und total unanhörbar ist.
Das ging bis vor wenigen Monaten doch bei Neuproduktionen auch in anhörbarer Qualität, ohne diese ganzen Artefakte. Wobei mir auch schon früher nicht klar war, warum man Dateien einer Wiederholung, die irgendwann mal mit niedrigerer Datenrate online gestellt wurden, auf 128 kbps hoch kodiert hat.
Die Hörbeispiele im Anhang wurden von mir mit MP3DirectCut lediglich 1:1 abgeschnitten und nicht neu kodiert.
 

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#41
@Mannis Fan

Ich habe eher den Eindruck etliche Redaktion lieben O-Töne über irgendeine Chatsoftware oder fordern ihre Gesprächspartner grundsätzlich per Mobile zu telefonieren.
In Zeiten der grundsätzlich digitalen Übertragung ist es inzwischen Glückssache geworden, wie gut oder schlecht der Telefonpartner (technisch) klingt. Die Festnetz- und Mobilanbieter quetschen soviele Übertragungen wie nur irgendmöglich auf einen Weg. Kommt am Ende noch irgendwas raus, ist es mit viel Mühe noch zu verstehen? Reicht! Da bist Du dann als Radiomann aufgeschmissen...
 
#42
Allerdings ist bei den Mobiles tatsächlich auch gegenteiliges möglich: Hochwertige Sprachübertragung per Voice over LTE mit EVS. Damit schafft man bis zu 14kHz, und das klappt bereits mit Mittelklassegeräten. Da ist dann eher der Telefonhybrid im Sender der limitierende Faktor.
 
#43
Früher ist man als Reporter schon auch mal zu einem Termin rausgefahren, oder direkt zum Interviewpartner, um einen qualitativ hochwertigen O-Ton einzufangen. Lohnt sich halt für einen 30-Sekünder nicht mehr.
 
#44
Sagt mal, liebe Leute bei SR2, wer soll sich den digitalen Sondermüll, den Ihr da in Eurem Nachhörangebot anbietet, eigentlich anhören? Das ist alles so dermaßen schlecht kodiert, dass es an allen Ecken und Enden scheppert und total unanhörbar ist.
Das ging bis vor wenigen Monaten doch bei Neuproduktionen auch in anhörbarer Qualität, ohne diese ganzen Artefakte. Wobei mir auch schon früher nicht klar war, warum man Dateien einer Wiederholung, die irgendwann mal mit niedrigerer Datenrate online gestellt wurden, auf 128 kbps hoch kodiert hat.
Die Hörbeispiele im Anhang wurden von mir mit MP3DirectCut lediglich 1:1 abgeschnitten und nicht neu kodiert.
Das klingt für 128 kbit/s MP3 Stereo (nicht Joint Stereo) völlig normal. Natürlich ist die Qualität bescheiden, aber online ist das ja leider gang und gäbe. Ich kann daran jedenfalls nichts feststellen, was schlechter wäre als anderes Material mit diesen Daten. Stört halt heutzutage niemanden mehr, egal ob Livestream oder Podcast. Hauptsache digital. Dann muss es ja gut sein.
 
#46
online ist das ja leider gang und gäbe. I
Bei der ARD darf das nicht so sein!!!!! Sorry da bin ich konsequent (das müssten eigentlich die Programmchefs sein und nicht ich:rolleyes:) Schon gar nicht beim Kultur Programm. Dein Argument würde ich für Podcasts von privaten Hitdudlern gelten lassen, die ja bereits auf UKW mulmiges Processing haben.


Aber der SR wird ja in paar Jahren eh vom SWR geschluckt soviel wie die bereits übernehmen.
 
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#48
Das klingt für 128 kbit/s MP3 Stereo (nicht Joint Stereo) völlig normal.
Das mag theoretisch ja sein, aber trotzdem ist es eine Frechheit, dem Hörer so etwas anzubieten.
Bei NDR und rbb sind es ja immerhin 128 kbit/s Joint Stereo, was sich dann auch wesentlich besser anhört, und bei (im Grunde) Monosendungen auch noch verschenkte Datenrate ist.
Die Dateien zeigen aber ganz offensichtlich, dass sich keiner im Hause SR bzw. SWR (die Dateinamen seit Sommer diesen Jahres legen nahe, dass die Nichtsnutze dort ihre Finger im Spiel haben) anhört, was man da online bereit stellt, und eventuell sogar, dass man gar keine Ahnung hat, was die Qualitätsunterschiede bei der Codierung angeht.

Himmelherrgott, wir sind am Ende des Jahres 2019! Bei der BBC ist man seit Jahrzehnten bemüht, die für den Hörer angenehmste Audioqualität mit kleinsten Datenraten und verschiedenen Codecs zu liefern, mit AAC wird seit Jahren bestens gearbeitet. Und die (ich sage es bewusst) Penner im deutschen Beamtenfunk bekommen einfach überhaupt nichts hin, wenn es um Online geht.
Aber in Frankfurt will man großartig Mittel dahin "umschichten". HA!

Edit: Sorry, ich war sauer.
 
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