Schneiden: "und-äh" sowie "undääh"


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#1
Liebe Freunde,

eine merkwürdige ÜBerschrift, wie ich zugeben muss.
Aber wie der schnitt-erfahrene Leser merkt, geht es hier um das richtige und gute Schneiden von O-Tönen.
Man kann einen Satz à la "und-äh dazu ist zu sagen" wunderbar schneiden. Das "und" sowie das "äh" sind getrennt gesprochen.

Anders sieht es aus, sagt der Interviewte häufig: "undää".
Entweder nimmt man das "äh" raus und nimmt dabei auch ein kleines Stück des "d" des "unD" weg oder man trennt akkurat und dann hört sich das folgende merkwürdig geschnitten an.

Was tun?
Lasst Ihr das "UNDÄH" drin?
Sicher, man soll ja auch nicht alles schneiden. Teilweise geht dadurch ja auch ein wenig der GesprächsAtmo verloren.

Sowas kommt je nach Thema selten vor, denn die meisten Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sprechen gut und damit "schnittfreundlich".
Wer allerdings weniger Praxis mit Interviews hat, kann natürlich nicht so gut sprechen. Wie auch.

Grüße
Sandra
 
#2
AW: Schneiden: und-äh sowie undääh

Ich würde es drin lassen, weil es dann natürlicher klingt. Aber da ich die Aufahme nicht kenne, kann ich nicht viel dazu sagen. Poste doch mal den Ausschnitt, vielleicht gibt es hier ein paar Schnitttalente?
 
#3
AW: Schneiden: "und-äh" sowie "undääh"

Hallo Sandra,

wenn Du aufmerksam hörst, wirst Du feststellen, daß im gesprochenen Satz bei "und dazu" nur ein einziges d vorkommt: "undazu".

Wenn Du also vor dem d des "und" schneidest, könnte es sein, daß das Ergebnis Deinen Wünschen eher entspricht.

Gruß TSD
 
#5
AW: Schneiden: "und-äh" sowie "undääh"

Je nach 'äh'-Länge sollts schon raus, aber wie Du schneidest, hängt natürlich immer von der Aussage selber ab. Bsp:
'wir haben ein grünes Auto gefunden - undähhhhh - dazu ist zu sagen, daß es schon ganz verrostet war' - da kannst Du getrost das 'undähhh' komplett rausnehmen, weil das 'dazu' schon den nötigen Anschluß schafft. Anderes Bsp:
'... grünes Auto gefunden undähhhh - weil es so dreckig war, danach gewaschen ...'
Hier könntest du das 'danach' direkt in das 'undähh' schneiden, also nur ein 'un' an das 'danach', weil es sehr menschlich ist, aufeinanderfolgende Konsonanten zu 'verschlucken'. Ohne das 'ähhh' gäbs oft kein 'd' (hey, das reimt sich;) ), weswegen Du das 'weil' in meinem Beispiel auch direkt reinschneiden kannst, das würde dann zu einem 'unweil...' - halb Deutschland redet so jeden Tag ...
Hängt natürlich auch von der Atmo im Hintergrund ab, ob man sowas machen kann. Ist auch ein bisschen SChnippelei, bis es sich gut anhört, aber danach denkt selbst Dein OT-Geber, daß das so auch tatsächlich von ihm ist :)
...
 
#6
AW: Schneiden: "und-äh" sowie "undääh"

du brauchst nicht unbedingt ein anderes "und".....ein beliebiges wort, welches auf "t" endet, reicht dafür auch aus.......dieser einfache peak ist, wenn sauber gesprochen, für alle vermurksten endungen auf t und d verwendbar.
wenn man glück hat, sogar von verschiedenen personen.
 
#7
AW: Schneiden: "und-äh" sowie "undääh"

Genauso isses, Commander. Zisch -und Explosivlaute sind im Nachhinein so gut wie niemandem zuzuordnen. Ähnliches gilt übrigens für das "k".
 
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