SDTV-Abschaltung der ARD über Satellit beginnt noch 2020


Cha

Benutzer
Ach, die ts-Datei in mp4 oder mpg umbenennen. Dann sollte die jedes gängige Schnittprogramm fressen.

Für MP4 nutze ich gern LosslessCut. Jedoch funktioniert das mit TS-Dateien leider nicht. Selbst die in LosslessCut integrierten Converter helfen nicht weiter. Da bleibt für mich leider nur ProjectX oder eben (wie Chris anmerkte) der REC-Button vom VLC für kurze Clips. XMediaRecode nutze ich zwar schon zum Umwandeln von Dateien, jedoch hab ich mich mit Schnittfunktion noch nicht befasst - sollte ich mal tun.
 

lg74

Benutzer
Sowas ist dann aber richtig schräg: eine Eisenbahnromantik-Folge, die man sich momentan ziehen kann, beinhaltet einen DB-Imagefilm von 1951. Der wird nun also in 1080 angeboten. Mir lag von vor einigen Jahren die 720er Fassung vor.

SWR 720.jpg
vs.

SWR 1080.jpg

Außer dass der Matsch bissl anders strukturiert ist, sieht das auf Bildschirmgröße aufgeblasen (also beide gleich groß dargestellt) exakt identisch aus. Wie sollte es auch anders sein angesichts dieses Materials?

Es gibt allerdings einen kleinen, aber feinen Unterschied: die 720er hatte damals 770 MByte, die 1080er hat nun 1,33 GByte. Offenbar ist genug Bandbreite und Kohle dafür da, pauschal unbesehen des Inhaltes in 1080 bereitzustellen. In diesem Fall wäre dann schon interessant, ob die Abtastung mit 1080 erfolgte und vor Jahren heruntergerechnet wurde oder ob das als 720p vorlag und nun aufgeblasen wird.

Selbst HD 720 und SD 576 müssen bei altem Material auf gleiche Größe gebracht (SD auf 720 aufgeblasen) nicht unbedingt unterschiedbar sein oder einem bestimmten besser/schlechter-Schema folgen. Mir liegen Olsenbanden-Folgen als 576 (MDR SD dereinst) vor und ich habe später mit HD verglichen. Die SD-Fassung waren so geschickt geschärft, dass es nur bei echten Details auffiel, dass das eine Stufe schlechter war. Sofort zu sehen war das nicht. Altmaterial halt.
 

lg74

Benutzer
West-Synchro wäre in der Tat Frevel. Die hat auch mit der gewollten Stimmung des dänischen Originals nichts zu tun. Die Charaktere wurden durch die West-Synchro komplett ruiniert.
 
@lg74 Der DB-Image Film wurde wahrscheinlich in 720er Auflösung archiviert, und später mit einem Modernen Algorithmus nachgeschärft.

So ähnlich wurde es auch mit vielen Tatort-Folgen aus den 90er gemacht, die wurden vom 16mm Negativ ins 576er PAL-Format digitalisiert, und später dann mit verschiedensten Color Grading- und schärfungs Methoden auf einen HD ähnlichen Standard aufgeblasen.
 

Radiokult

Benutzer
Mir liegen Olsenbanden-Folgen als 576 (MDR SD dereinst) vor und ich habe später mit HD verglichen. Die SD-Fassung waren so geschickt geschärft, dass es nur bei echten Details auffiel, dass das eine Stufe schlechter war. Sofort zu sehen war das nicht. Altmaterial halt.
Vorsicht. Vor ein paar Jahren sind die Olsenbande-Filme alle komplett neu in HD abgetastet und neu veröffentlicht worden. Da wurde auch ein riesiger Werbehype drum gemacht. Es ist gut möglich, dass dir da diese neuen Kopien untergekommen sind. Davon abgesehen entsprechen diese alten, auf 35 mm gedrehten Filme in etwa der heutigen HD-Auflösung. Deshalb sehen die neu abgetastet auch so brilliant aus. Bestes Beispiel dafür sind für mich noch immer die Winnetou-Filme.
 

s.matze

Benutzer
Die Charaktere wurden durch die West-Synchro komplett ruiniert.

Welcher Filmfan schaut sich auch übersetzte und nachgesprochene Filme an, wo die Schauspieler ihrer originalen Stimme und die Dialoge ihrer ursprünglichen Aussagekraft beraubt wurden? Als Beispiel nenne ich hier mal Little Britain oder Family Guy. Das ist grobe Kunstverfälschung. So als wenn jemand ins Museum geht und mit Pinsel und Wandfarbe bei einem Chagall oder Monet selbst Hand anlegt.
Wenn ein Regisseur einen Film auf Französisch mit französischsprachigen Schauspielern dreht, dann hat das schon einen Grund.
Bei der Übersetzung gehen ursprünglicher Ausdruck, Wortwitz und vor allem aber die originalen Stimmen verloren.
Wer Synchros schaut spricht sich aus meiner Sicht selber das Recht ab sich als Filmliebhaber zu bezeichnen. Es steht jedem frei, sich so etwas anzutun. Aber dann ist er kein Cineast sondern eine anspruchslose Couchpotato.
 

lg74

Benutzer
Es ist gut möglich, dass dir da diese neuen Kopien untergekommen sind.
Soweit ich mich eirnnere, waren das diese Neuabtastungen. Ich hatte seinerzeit in HD live geschaut, aber in SD mitgeschnitten - das war eine Zeit, in der manche Leute noch DVDs wollten und die konnte man ja aus SD ohne Recodierung erstellen (einige Filme waren dann aber doch zu lang, so dass sie auch nach Entfernen der damals in SD massiv vorhandenen stuffing bytes mittels https://basicmaster.de/mpeg2cleaner/ nicht auf eine DVD passten und doch nochmal durch DVDshrink gewürgt werden mussten).

Diese SD-Variante war natürlich bei sensiblen Stellen (Haare! Anzugstoff!) im Vergleich als schlechter zu erkennen, ohne Vergleich aber nicht wirklich schlechter als die 720p. Die Mediathek-Fassung in 720p ist etwas beeinträchtigt gegenüber der 720er Fassung des linearen TV.

@Guess who I am: Darf man hier Film-Screenshots zwecks Vergleich reinstellen? Ich habe das zwar oben schon mit dem DB-Imagefilm gemacht, aber bei der Olsenbande ists für mich gefühlt etwas heikler. Wie sieht es da urheberrechlich aus? Ein Bild, 4 Varianten? Und das ganze nochmal für ein zweites Szenenbild?
 

Grenzwelle

Benutzer
Schon interessant, wie vermeintlicher technischer Fortschritt auch Rückschritt sein kann. In den 80ern gab es ja die ersten grossen Seifenopern Dallas und Dynasty (Der Denver Clan). Die ersten Staffeln wurden auf Film (35mm?) gedreht, irgendwann ging man auf MAZ über. Der Qualitätsabfall war sogar im deutschen PAL (analoges SD 576) durchaus sichtbar, weil von der schlechteren 480 Zeilen US-Norm hochgerechnet (wahrscheinlich analog umabgetastet?) wurde. Auf Anixe HD (gibt es das noch?) konnte man vor einigen Jahren unwirklich brilliante HD Abtastungen von fruehen Dynasty-Folgen sehen.

Auch Captain Kirk aus der Sci-Fi Steinzeit kalauert und prügelt sich heute gestochen scharf durch Star Trek, wahrend der modernere Picard recht verwaschen auf seiner Brücke moralisiert.

Apropos Kalauer und Synchronisation: Es gab mal eine Zeit, da peppte man die Dialoge bei der Synchronisation auf, Kirk ist im Original nicht ganz so flapsig wie in der deutschen Fassung.
 

s.matze

Benutzer
Was soll eigentlich immer diese dumme Werbung "Auf rot gehts los" bei JEDER Sendung im Ersten, natürlich immer schön mit Geräusch, damit bloß keiner den Film aufnimmt. Es nervt!

Es reicht ja nicht der bunte animierte Farbbalken mit dem Satz "Diese Sendung JETZT in der Mediathek" bei 3sat einmal oben und einmal unten während jeder (!) Sendung von links ins Bild geflattert. Weil der Zuschauer der sich gerade hingesetzt hat auch dann sofort den Fernseher und den Receiver ausschaltet, den PC hochfährt und sich da nach langer Wühlerei durch die Mediathek dann die selbe Sendung in schlechterer Bildqualität reinzieht, ja nee is` klar ...

So verübelt man den letzten Fernsehfans noch seine schöne Naturdoku.
 

Radiokult

Benutzer
Meinst du jetzt die nächtlichen Naturdokus auf Sport1? Das du 3sat und arte schaust, kann ich mir nämlich so gar nicht vorstellen.
 

s.matze

Benutzer
Auf 3Sat kommen schöne Impressionen aus der Schweiz u.a. zu den Seen oder zur Tierwelt in den Städten ("SRF Dok") die man sonst in Deutschland nicht ohne weiteres auf normalem Wege empfangen kann. Die ganzen Sendungen vom Schweizerfernsehen muss man sich sonst im Internet zusammensammeln. Daher ist es gut dass es 3sat gibt wo das kommt.
Da kann man jetzt diskutieren ob das in SD überhaupt zur Geltung kommt.

"Traumseen aus der Schweiz" ist so ähnlich wie MareTV, eine Mischung aus interessante Menschen und schöne Landschaftsaufnahmen, nur nicht ganz so extreme Persönlichkeiten. Sport1 habe ich das letzte Mal geschaut als dort die letzte Folge von "Takeshi's Castle " gezeigt wurde. Die hießen damals glaube ich noch "Deutsches Sportfernsehen". Danach nie wieder. Lief schon damals selten Sport da, meistens Teleshopping oder Spielshows.

Daher ist es besonders schade, dass man ein Programm wie 3Sat so mainstreamorientiert ausrichtet mit ständigen Werbeeinblendungen auf die Medieathek oder endlosne Programmhinweisen zwischen den Sendungen (auch zwischen zwei einzelnen Folgen der selben Reihe). Da merkt man deutlich die Handschrift des ZDF. Aber warum muss das bei einem Kulturprogramm sein, was sowieso nicht die breite Masse erreicht? 3Sat ist doch ein Sender den bewusst Menschen wegen Anspruch einschalten. Modern und jung ja, aber nicht nervtötend und penetrant!
 
Zuletzt bearbeitet:

Cha

Benutzer
Auf Anixe HD (gibt es das noch?) konnte man vor einigen Jahren unwirklich brilliante HD Abtastungen von fruehen Dynasty-Folgen sehen.
Sämtliche HD-Abtastungen, die ich auf Anixe HD gesehen hab (ja, gibt's noch, sogar als 2 Sender), sahen ziemlich mies aus. Da war immer so ein starkes Bildrauschen drauf.

Noch mehr OT: Aktuell versenden die eher Dokus und Reportagen, die wenigstens in natives HD sind. Das sieht zumindest auf "Anixe HD Serie" ganz gut aus (bei 11-12 Mbit/s), im Gegensatz zu "Anixe+ HD" welcher bei unter 4 Mbit/s rumdümpelt (bei meinem letzten Test vor einigen Wochen).
 

Radiokult

Benutzer
Vor allem bei den alten Serien und Filmen ist das bei Anixe nur ein aufgeblasenes SD. Das ist leider überdeutlich zu sehen. Dadurch das man in der Regel das 4:3 auch noch zu einem 16:9 aufbläst, sprich oben und unten ein Stück vom eigentlichen Bild fehlt, wird das Ganze nur noch verschlimmert. Da helfen auch die 12 MBit nichts. Eine Bildinformation die nicht mehr da ist, kommt nicht dadurch zurück das man die Bitrate hochschraubt. Komplett neu in HD umkopieren wäre da sinnvoller gewesen. Aber dafür fehlt vermutlich das Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tonband

Benutzer
Modern und jung ja, aber nicht nervtötend und penetrant!
Schön, dass das mal jemand auch so sieht.

In dieser "modernen" Programmgestaltung sind auch die "modernen" Audiodesigner zum echten Problem geworden: Fast jede Sendung wird inzwischen mit penetrant-eintönig-nervtötenden Klängen versaut, die überhaupt nicht zum Bild passen (siehe z.B. "nano"). Es scheint, als würden die Programmgestalter hilfesuchend nach jedem Strohhalm, jedem Hype greifen, der Einschaltquoten bei der jungen Bevölkerung verspricht. Und daran glauben sie dann offenbar. Diese ständigen Alarmtöne aus billigen Klangbaukästen orientieren sich am mittelalterlichen Marktschreier. Mich erinnert das Gehabe an alte Erziehungsmethoden für junge Schäferhunde.
  • Wo sind die seriösen Umfragen/ Studien, die ein solches Vorgehen rechtfertigen?
  • Sollten Kultursender denn nicht (junge) Alternativen zum sonstigen Einerlei bieten? :rolleyes:
Hier haben wir das selbe Problem wie in der Entwicklung des Bayern2-Radios u.a., leider.
mfg. TB
 

Funkminister

Benutzer
@lg74
Ob das wirklich überall noch so ist kann ich nicht 100%tig sagen, aber böse Zungen in einem großen Digital-Fernsehen Forum behaupten, das die Sendeabwicklung größtenteils immer noch in 720p50 läuft.
Das ist (ich sage mal "wohl") verhältnismäßig inkonsistent. Die Distribution ist bei den Länderanstalten, also den sogenannten Dritten Programmen, meistens nicht direkt an die Sendeabwicklung angegliedert. Soll heissen, die Signale für die unterschiedlichen Ausspielwege wird andernorts (Potsdam: https://www.rbb-online.de/unternehm..._ard_play_out_center_beim_rbb_in_potsdam.html) aufbereitet und in ihre Formate brikettiert.
Aus der NDR Sendeabwicklung tropft unten schon noch volles 1080i heraus.
 
@Funkminister Das die SAW des NDR noch im Interlace läuft finde ich etwas skurril, vorallem weil dies nirgendwo übertragen wird : S2 = 720p50 T2 = 1080p50 Web = Verschiedene auflösungen (alles Progressiv).
Hinzu kommt noch das die meisten modernen Aufnahmemethoden (Kameras und CGI-Effekte), so oder so in Progressiv-scan sind, und deshalb zwangsläufig hin und her konvertiert werden muss.

Beispiel : Quelle = 1080p50 (ProRes 4:2:2, XDCAM oder was die da auch immer nutzen?) -> SAW 1080i (also von Progressiv zu Interlace [Qualitätsverlust?!]) -> Ausspielweg z.b S2 720p50 (de-Interlace + downscale).

Schon verrückt was die ÖR-Anstalten da so treiben :rolleyes:
 

Funkminister

Benutzer
Verrückt ist das nicht, wenn man in die Betrachtung mit einbezieht, dass der Formatstandard nicht alle zwei Jahre der (Geräte)Industrie hinterhergeändert werden kann. Da bestehen vielfältige Abhängigkeiten innerhalb der ganzen Produktionskette vom Dreh bis zur Sendung, im Programmaustausch innerhalb der ARD, und letztendlich ist die Entscheidung für ein bestimmtes Format immer ein Kompromiss.
Das Hausformat im NDR ist XDCam HD422 im MXF OP2a Container in 1080/25i. Der Codec ist ja verhältnismäßig alt, und auch das Hausformat ist schon fast 10 Jahre alt, jedenfalls wenn man die Planung mit einbezieht. Einen Codec, der 50 Vollbilder in 50MBit/s quetscht und sich halbwegs entspannt weiterverarbeiten lässt, gab es damals nicht. Das zeitgleich eingeführte Schnittsystem (Final Cut Pro) hatte schon mit den 50 Halbbildern in einem Long-GOP Codec arge Schwierigkeiten; ein Codec mit 100MBit/s (AVC-Intra) hätte das Problem zwar behoben, aber Netzwerkauslastung und Speicherverbrauch erhöht.

Interlaced mit 25 Bildern ist eben auch ein Kompromiss, man hat 50 Bewegungsphasen (=Halbbilder) um auch schnelle Bewegungen (Sport!) ruckelfrei abbilden zu können, und trotzdem nur die Datenmenge von 25 Vollbildern.

Die aktuell gültigen TPRF HD-TV der ARD sehen folgendes vor:
TPRF_HDTV_2016.jpg
(nachzulesen hier: http://webdb.irt.de/richtlinien/ )

Natürlich wären 50 Vollbilder heute längst kein Problem mehr und absolut wünschenswert. Das wird aber erst mit der Einführung eines ARD/ZDF-UHD_HDR-Standards etwas werden - wofür es zwar schon Endgeräte gibt, aber ausserhalb des Video on demand noch keinen Verbreitungsweg.
 
Das zeitgleich eingeführte Schnittsystem (Final Cut Pro)
Wird als Schnittsystem immer noch Final Cut Pro verwendet? Wenn ja, wie wird das betrieben? Über eine art Cluster-System mit vielen Clients, oder über einzelne Hardware (Mac Pro?) die in ein Netzwerk eingebunden ist?
ein Codec mit 100MBit/s (AVC-Intra) hätte das Problem zwar behoben,
Ist der AVC-Intra nicht eher etwas aus dem Pro-sumer Bereich? Bei 100 MBit/S gibts schon genügend andere Alternativen direkt von den Herstellern (Sony,Panasonic und co.) aus dem Professionellen Bereich.
Natürlich wären 50 Vollbilder heute längst kein Problem mehr und absolut wünschenswert.
:thumbsup::thumbsup: Auflösung < Bildrate ;)
 

Funkminister

Benutzer
Nein, derzeit Adobe Premiere CC2018 auf vernetzten MacPros, kein lokales Material, Material und Projekte werden zentral gespeichert und verwaltet (Harmonic MediaGrid). Final Cut Pro war schon damals ein Anachronismus, weil es eine 32Bit/1 Prozessorkern-Anwendung war. 11/12 des MacPro schliefen, während der eine Prozessorkern bei 130% schwitzte... und da FCP nativ kein MXF konnte, hing da noch ein "Softwareadapter" zwischen, der der Software vorgegaukelt hat, das Material wäre etwas anderes.

AVC-Intra nutzt Panasonic für ihr P2-HD Format, ist also schon ein professioneller Codec. Und wie gesagt, um 2010/2011 gab es einige aktuell benutzte Codecs noch nicht, bzw. die hohe Datenrate hat die Anwendung für die aktuelle Fernsehproduktion unmöglich/unsinnig gemacht - oder sie sind proprietär, wie DNxHD von AVID.
 
@Funkminister Dann muss das aber eine sehr alte Final Cut Version gewesen sein (5.0?), weil vor 10 Jahren gab es schon Final Cut Versionen die die Dual-Sockel Mac Pros (8 und 12 Kerner) 100% unterstützt haben, und mit dieser Hardware sollte auch schon 100 Mbit/s Material möglich gewesen sein (was vielleicht die Server Struktur nicht mitgemacht hätte, aber das ist ja wieder ein anderes Thema ;))
 

Funkminister

Benutzer
Die Hardware waren bzw. sind MacPro 5.1, auch heute noch hoch potente Rechner die absolut zeitgemäß für die Anwendung sind, und im Gegensatz zum nachfolgenden "Papierkorb" reichlich Konnektivität für professionelle Video-Hardware bieten (AJA Kona 3G SDI-Karten). Es gab aber ziemlich beknackte Abhängigkeiten der Software untereinander, die dann insgesamt eine ziemliche Bremse darstellten - auch das dem Zeitpunkt der Projektierung geschuldet, und dem Konzept einer vernetzten Produktionsumgebung die nicht komplett aus der Hand eines Anbieters kommt. Das hätte es u.a. von AVID gegeben, allerdings weit ausserhalb des Budgets und mit dem Pferdefuß der Abhängigkeit von einem Quasi-Monopolisten.
Betriebssystem war OS X 10.6.8, die Final Cut Version war die letzte vor Final Cut X, letzteres war indiskutabel für professionelle aktuelle Fernsehproduktion (Bedienkonzept) und daher aus dem Rennen.
Letztendlich musste das OS auf 32Bit laufen, FCP konnte von den 16GB RAM nur 2 adressieren, und war eben nicht mehrprozessorfähig.
Letztendlich musste für die komplette Produktionskette Hard- und Software gefunden werden, die sich in die vernetzte Produktionsumgebung einbinden ließ, und von Ingest bis Playout das Hausformat nativ verarbeitet, um die Notwendigkeit von Formatwandlungen auszuschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Funkminister (Ist zwar OT aber wo wir schon beim Thema Apple sind ;) : ) Der Mac Pro 5.1 (und 4.1) ist meiner meinung nach mit einer besten Mac´s aller Zeiten! (Der Mac Mini 2018 ist meine persönliche Nummer 1, vorallem wegen der Kompaktheit und des P/L Verhältnis.)

Hier mal ein Paar gute gründe dafür, die olle Käsereibe auch noch in Zukunft zu nutzen :
1. Das Teil lässt sich mit einem EFI Flash und Boot Patch auf das aktuelle MacOS 10.15 bringen, und dadurch werden auch in einigen Jahren noch die aktuellen Creative Cloud Versionen von Adobe laufen.
2. Seit OS X 10.9 gibt es keine limtierung mehr auf 96 GB Arbeitsspeicher, heißt also man kann im Mac Pro ganze 128 GB (!) DDR3 Arbeitsspeicher nutzten! (Der 2013er kann auch nicht mehr!)
3. Speicher (HDD & SSD) upgrades sind ein Kinderspiel dank SATA (und nicht PCie-only SSDs wie beim 2013er Mülleimer), und wem SATA2 zu lahm ist der kann problemlos auf eine NVME2-SSD wechseln (die über einen PCie Adapter zugesteckt wird).
4. Die 32 nm Westmere CPUs halten noch locker mit den Ivy-Brige und Haswell Prozessoren mit, und werden dies auch noch in ein paar Jahren tun, solange man bei ARD & ZDF nicht auf UHD umstellt.
Letztendlich musste das OS auf 32Bit laufen
Wieso eigendlich? Das OS und die Hardware waren doch schon 64 Bit kompatibel, oder wurde hier etwa doch noch alte PPC-Software verwendet? (Dies würde auch erklären, wieso das ganze noch auf OS X 10.6.8 genutzt wurde.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben