Seminare JA! Aber welche bitte?


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#1
Guten Abend!

Welche Seminare für Radio-Moderatoren kennt Ihr denn und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?
Haben sie Euch etwas gebracht und konntet Ihr die dort erlernte Theorie auch in der täglichen Praxis anwenden um Euch zu verbessern? Ich meine jetzt nicht irgendwelche Einsteigerkurse oder so, sondern eher Aufbauseminare für erfahrenere Mods. In Nürnberg gibt es die BCI und die Radiopraxis, die solche Trainigs anbieten. Da diese nicht ganz billig sind, will ich mich erstmal hier umhören, was Ihr so empfehlen könnt. Muss auch nicht in Bayern sein, denn für ein gutes Seminar würde ich auch weiter fahren.

Freu mich auf Feedback!

Danke!

Euer "Radiobayer"

<small>[ 28-09-2002, 20:27: Beitrag editiert von radiobayern ]</small>
 
#3
Also so viele Anbieter von Seminaren für Moderatoren gibt es gar nicht. Die Deutsche Hörfunkakademie in Dortmund fällt mir da noch ein. Auch an der Akademie für Publizistik in Hamburg gibt's im Rahmen der Reihe "Radio intensiv" sehr gute Seminare für Moderatoren. Aber das waren dann auch schon die bekanntesten Anbieter...

<small>[ 01-10-2002, 17:05: Beitrag editiert von Niedersachse ]</small>
 
#5
wieviel ist ein Volo ohne Seminar wert? Kenne viele die ihr Seminar (gerade in Dortmund und in Kulmbach) im nachhinein nur noch belächeln. Ist das wirklich so wichtig oder nurmehr eine langweilige Formsache, die halt im Zeugnis stehen muß
 

JB

RADIOSZENE
Mitarbeiter
#6
Seminare bringen nur was, wenn die Referenten den Teilnehmern was Neues erzählen. Es hängt also stark vom Wissenstand des Teilnehmers ab.
Für viele ist z.B. immer noch die AIDA-Formel neu. Für Moderatoren ist John Ment z.B. eine Bereicherung, weil er seine persönliche Arbeitsweise als Morning-Show-Host weitergibt.
Was man davon umsetzen kann, hängt dann wieder davon ab, welche Formatrichtlinien der Sender des Teilnehmers erwartet.
Dan O´ Day Seminare find ich z.B. gut, weil er sein Radio-Know How in einem sehr anschaulichem Erzählstil vermittelt.
Zuweilen kommt es aber auch vor, daß einige Seminare eher den Charakter einer Werbeveranstaltung haben, die inhaltlich über allgemeine Weisheiten kaum hinausgehen. Schließlich möchte man ja, daß die Teilnehmer öfter kommen oder besser noch als dauerhafte Berater oder Moderationstrainer einen Auftrag bekommen.
<img border="0" title="" alt="[Ha!]" src="tongue.gif" />
Gruss in die Szene,
J.B.

<small>[ 03-10-2002, 11:04: Beitrag editiert von JB ]</small>
 
#8
AUTSCH!

Also, die AIDA-Formel sollte...nein: MUSS jeder Moderator kennen!

A - Attention = Aufmerksamkeit
I - INterest = Interesse
D - Desire = Verlangen
A - Action = Handlung

Sinn des Ganzen:
Baue jede Moderation nach der AIDA-Formel auf!
Sorge erst für die Aufmerksamkeit,damit Dein Hörer Dir AKTIV zuhört!
Wecke dann sein Interesse. Es muss einen Nutzen geben beim Zuhören!
Sorge dann dafür, dass beim Hörer ein Verlangen entsteht. Entweder das Verlangen, Dein Programm weiterzuhören, beim Gewinnspiel mitzumachen, Deine Internetpage anzuklicken etc...

Als letzter Punkt kommt dann die Action/Handlung, also die Befriedigung des erzeugten Verlangens.
Wenn die Moderation gut war, wird der Hörer das tun, was er tun soll ---&gt; Handlung / Action!

Die AIDA-Formel ist übrigens nicht nur für Moderatoren BASISWISSEN, sie ist auch Grundvoraussetzung in Werbung und Marketing!
 
#9
Guten Tag in die Runde,

in meiner Funktion als GF von der o.g. media on work könnte ich jetzt die obligatorische Werbebotschaft (im AIDA-Stil) runterbeten.
Doch das ist gar nicht mein Anliegen.

Ich möchte hier viel lieber ein paar Denkanstösse vermitteln:

Was zeichnet gute Seminare aus?
Die Powerpoint vor einem großen, anonymen Auditorium?
Oder eher das gemeinsame erarbeiten von Wissen und Basics?
Das sollte die Grundüberlegung sein, bevor jemand ein Seminar bucht.

In der Tat hat JB mit seiner AIDA-These absolut Recht.
Auch bei unseren Seminaren gab und gibt es den einen oder anderen, der diese BASICS nicht kannte.
Jetzt kennt er/sie sie.
Doch der Vorwurf geht dann wohl eher an den Chef des- oder derjenigen.
Denn ein guter Chef vermittelt normalerweise solche Basics.
Normalerweise...

Seminare sollten daher eher - nach dem Basicabgleich - ein Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch sein.
Sich von jemanden Wissen anzueignen, der nachweislich erfolgreich ist/war, ist keine Schande, sondern verdammt clever.
Denn das Rad wird nicht neu erfunden, sondern nur gedreht.
Mal schneller, mal langsamer.

In der Tat ist John Ment als Referent echt KLASSE (und das nicht nur bei den media on work Seminaren <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" /> ).
Und das ist genau die Kunst, erfolgreicher Seminare:
Die Referenten zu präsentieren, die erfolgreich sind und dazu einen auch hinter die Fassade ihrer Erfolge und Arbeitswseien blicken lassen.
Und nicht diejenigen, die einem nur Kalten Kaffee servieren und eigentlich nur auf einen Beraterjob aus sind.

Und es hängt vieles davon ab, ob ein Teilnehmer wirklich etwas lernen will.
Das zu erkennen und dann auch noch gegenüber seinem Vorgesetzten zuzugeben ("...Chef ich muss zu diesem Seminar...") ist schon der erste, wenn meist auch schwierigste Schritt.

In der Hoffnung Ihnen/Euch weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit dem dann doch werblichen Hinweis auf erfo... :
<a href="http://www.mediaonwork.de" target="_blank">www.mediaonwork.de</a>

<img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

T. Wischnewski
 
#12
Eben doch.

Das ist auch nicht zuviel. Ich kann mich erinnern an Seminare, bei denen mir derartig viele Lichter aufgegangen sind, daß sich Arbeitsweisen fundamental verändert haben.

Davon abgesehen würde ich versuchen, den Teilnehmerbeitrag vom Sender bezahlen zu lassen, zumindest teilweise. Die Kosten für die Weiterbildung von Mitarbeitern lassen sich sehr gut bei Onkel Hans absetzen.

Und so haben alle was davon.
 
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